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Nun ist ein weiteres Mammutprojekt beendet.

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Trommelwirbel und gedämpftes Licht: die “Maria” ist fertig. Endlich. Moment mal. Warum sage ich eigentlich immer “endlich”? Ja ja, klar erfordert es schon eine Unmenge an Geduld so eine Decke zu stricken. Das zieht sich was. Und „Maria“ zog sich ganz besonders. Mit ihr hatte ich im Frühjahr begonnen und habe sie jetzt endl …. ooch, jetzt nich’ schon wieder…

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Na ja, ich bin da schon immer hin und her gerissen. Das ist aber auch so eine Sache mit solchen Großprojekten. Erst ist die Freude immer groß, so ein Stückchen zu beginnen. Ein neues Muster zu testen und die ersten fertigen Reihen zu begutachten.
Dann stellt man schon mal fest: hhmm – braucht aber schon bis man da paar Reihen sieht – und man macht, mit innerlichen Mantra Sprüchen zur Motivation, einfach fleißig weiter. Zwischendurch habe ich dann immer mal wieder gar keine Lust mehr drauf und muss es beiseite legen. Dann kommt die Freude aber verlässlich wieder von ganz allein zurück und es wird Reihe um Reihe nur so drauf los gestrickt.
Dann hat man sich irgendwann an den langsamen Fortschritt gewöhnt und kann sich auch an den ganz kleinen Schritten erfreuen. Und um so mehr sie wächst, freut man sich auch auf den Abschluss und das fertige Ergebnis.
Ist dann aber die Decke kurz vorm Ende oder gar schon abgeschlossen .. jaaha, dann kommt mit einem Mal die große Wehmut daher.
Da habe ich mich dann über die lange Zeit doch schon so daran gewöhnt, dass ich feststelle: am liebsten würde ich noch weiter machen. Da kann ich mir mit einem Mal gar nicht mehr vorstellen an etwas anderem, neuem zu arbeiten. Ich habe es doch wachsen sehen und dabei richtig lieb gewonnen und möchte es gar nicht weggeben. Verrückt ist das.

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Bei dieser Decke habe ich zum ersten Mal den Sicherheitsfaden für mich entdeckt. Zum einen ist es fast unmöglich bei diesem Muster zurück zu stricken und zum anderen ist es wirklich eine tolle Möglichkeit eben auch die kleinen Fortschritte beim stricken deutlich zu erkennen. Und zweimal war dann der Faden auch wirklich der Rettungsanker.
Also mein Tipp – ganz wichtig – zieht einen langen Faden ein und vergesst dabei nicht diesen auch immer wieder mit nach oben zu versetzen. Und merkt oder notiert Euch welche Reihe danach die nächste wäre. Ich hatte den Faden prinzipiell nach dem stricken der 4. Reihe eingezogen. So wusste ich immer das ich wieder bei 1 anfangen muss.
Aber auch bei kommenden Projekten werde ich diesen Faden auf alle Fälle wieder verwenden.

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Dieses Muster verzeiht absolut keinen Fehler. Jede Fadenschlinge ist ganz deutlich auszumachen. Bei mir gibt es, als geborene Perfektionistin, sowieso keine Schludereien. Die ärgern mich maßlos. Aber an manchen Strickstücken sieht man sie vielleicht selber gar nicht (und auch deshalb habe ich für derart spezifische und hoch komplexe aufgaben zum glück meinen kontrollmeister zur hand – danke an dieser stelle )
Hier aber würde man das schon selber sehen. Das Problem nur: erst nach einigen Reihen!

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Für die “Maria” habe ich nach einem schönen Patentmuster gesucht und hier gefunden.
Das Ganze wird über 4 Reihen gestrickt. Mit vielen Umschlägen. Muss man sich dran gewöhnen, aber das ging schnell. Nicht ganz so schnell ging dann das stricken. Muss man sich auch dran gewöhnen. Das ging nicht ganz so schnell. Dafür wurde sie dann aber auch schön kuschlig dick.

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Bis zum Schluss habe ich es aber doch nicht geschafft diese 4 Reihen zu verinnerlichen. Muss an mir liegen. Andere schaffen das sicherlich ganz locker.
Am Anfang wollte ich gar für jede Reihe eine Strichliste führen. Das konnte ich zum Glück noch abwenden und habe schließlich nur den Reihenzähler mitlaufen lassen müssen. Bei den Rückreihen war ich mir einfach zu oft zu unsicher welche nun gerade dran war. Schlimmer wurde es nur noch wenn die Decke einige Wochen unbearbeitet liegenblieb. Also, lieber mit Zählunterstützung. Das machte sich prima.

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Hier ist die Anleitung für die “Maria”.

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Endlich ist sie fertig und kann nun auch für einen Liebhaber auf Reisen gehen. Dafür bitte hier rein. – hat bereits einen liebhaber gefunden

Lasst es Euch gut gehen.

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