winterjäckchen

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Eisig ist es geworden. Das ist schon kein Herbst mehr, das ist bereits Winterkälte. Brrr. Gestern Abend ein Grad im Plus, und heute morgen ein Grad im Minusbereich. Wie das gleich aussieht. Schrecklich. Na, eben noch ungewohnt.
Mit Sorge schaue ich auf meine Pflanzen da draußen. Die selbstgezogene Anone haben wir vorsorglich gestern noch schnell reingestellt. Ich glaube dieses noch junge Madeirakind kann nicht gut mit Kälte. Alle anderen habe ich noch nicht einmal eingetütet, da müssen sie jetzt durch. Das Meiste sollte mit diesen Nachtfrösten eigentlich ganz gut klarkommen, hoffe ich. Nur bei der Kamelie weiß man das nie so genau. Die kann schnell zickig werden und zeigt dann an ihren Blättern die Frostschäden. Heute morgen habe ich ihr nochmal gut zugeredet und versprochen es wird besser und bergauf gehen mit den Temperaturen.

Dafür macht mir das Stricken wieder Freude, wenn es kälter wird.
Die Häkelnadel kam dieses Jahr nicht so oft wie sonst im Sommer zum Einsatz, und befindet sich jetzt wieder in Winterruhe. Die Stricknadeln sind jetzt das Objekt der Begierde und sie sind bereits ununterbrochen ihren Einsatz.

Und wenn ich dann in der Tiefe meines Wollarchivs versinke und stundenlang stöbere und sortiere, und mir dann überraschenderweise (auch nur weil ich so unglaublich vergesslich bin!) von dort ganze 2 oder gar gleich 3 gleichgeartete Knäuel entgegenspringen, ja dann ist die Freude besonders groß. Denn dann kann daraus mehr als eine Mütze entstehen. Nicht das ich Mützen nicht gern stricke – aber eine Abwechslung ist schließlich auch nicht schlecht.

Die Herausforderung besteht nämlich immer wieder darin passende Knäuel für das nächste passende Projekt zu finden. Habe ich allerdings nur ein Knäuel von einer Art, und das ist meist der Fall da ich ja Restbestände geschenkt bekam, bleibt mir nichts anderes übrig als daraus eine Mütze zu fertigen. Aber es lauern noch einige gleiche Knäuel auf ihre Verwendung. Und das ist besonders schön.

Somit konnte ich nun zwei dieser Wollprachtknäuel dazu gewinnen ein Babyjäckchen zu werden. Mein erstes. Und für das erste Mal ist es mir auch ganz ordentlich gelungen, wie ich finde. Und so ein Jäckchen werden die kleinen Frühchen, neben den Mützchen, ja schließlich auch gut gebrauchen können. Das hier ist so richtig eins zum einmummeln. Die Wolle ist auch so wunderbar kuschlig. Und als Wickeljacke ist es so unglaublich größenkompatibel.

Anleitung: Drops „bedtime stories“ – etwas abgewandelt
Wolle: 100g „Cumba“ fb 004, ggh

Lasst es Euch gut gehen.

pilzkenner

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Pilze, Pilze, Pilze … ich höre diesen Herbst kaum von etwas anderem. Ein Pilz Jahr eben. Pilze überall. Und einfach jeder sammelt jetzt Pilze. Denn einfach jeder findet welche. Solche Mengen aber auch! Aber nicht alle sind essbar.
Wer aber hat heute noch Ahnung von diesen kleinen Waldbewohnern? Wer bekommt denn heute noch von seinen Altvorderen gezeigt was ein essbarer Pilz ist? Auch in meiner Familie wurde es nicht weitergetragen einen Speisepilz zu erkennen. Und so kann auch ich nicht viel über Pilzsorten beitragen. Nur den Steinpilz und die Marone könnte ich gerade so bestimmen, weil ich sie öfters fand. Bei allen anderen lasse ich meinen Meister ran. Er kennt sich ganz gut aus, weil er es noch von seinen Eltern gelernt hat.

Nun nehmen mit größerem Pilzangebot auch die Pilzvergiftungen zu, wie ich hörte. Erschreckend viele bereits in dieser Saison. Da erwacht einfach der starke Urtrieb im Menschen und dann wird wahrscheinlich alles gesammelt und weggeschleppt was der Wald hergibt. Und dann auch noch gegessen.

Nun haben wir uns noch schnell eine Pilz App auf’s Handy geladen und dann gleich festgestellt dass das die Sache nicht unbedingt einfacher macht. Denn diese App zeigte uns nun gleich mehrere Pilzsorten zur Auswahl an und wir sollten daraus schließen welches Bild unserem Pilz am nächsten ähnelt. Sind die drei darauf folgenden angezeigten Sorten ebenfalls essbar, vereinfacht das die Entscheidung zur Mitnahme ungemein. Zeigt aber bereits das zweite Bild einen giftigen Pilz – jaaa, dann kommt man erst richtig ins grübeln – und lässt ihn stehen. Nur ist auch! daraus resultierend jetzt für mich eher vorstellbar warum es immer wieder Pilzverwechslungen gibt.
Nichts ist ein Allheilmittel. Keine App und auch nicht einmal der Pilzberater. Denn der Aufschrei ist groß, das gerade diese Beratungen zu wünschen übrig lassen. Keine fundierte Ausbildung sichert hier die Befähigung ab. Pilzberater darf sich im Prinzip jeder nennen. Das sind alles Freiwillige, die sich ehrenhalber in ihrer Freizeit hinstellen um das Schlimmste zu verhindern. Ist doch auch gut gemeint. Und überall denken gar viele sie kennen sich aus.

Und dann wundere ich mich auch nur noch ein bisschen über die Kommentare zu Pilzvergiftungen, die ich da im Netz finde.
Über den Gerald zum Beispiel, der da ganz schlau ist ‚einfach keine Pilze zu essen, dann hat man auch keine Probleme mit der Pilzvergiftung. Er habe noch nie welche gegessen, ist ihm zu gefährlich.‘
Und über Manfred, der das ganze Problem nicht versteht, denn ‚es sind ja die gleichen Pilze wie vor 50 Jahren und wer nur die nimmt die er kennt oder er fragt einen Sachverständigen, dann kann ihm nichts passieren.‘ Und sicher auf Bezug zu Gerald noch loswerden will: ‚Aber gut einer weniger der mir die Pilze klaut.‘
Und der Hans Frieder wirft da gleich mal ganz viel zusammen in die Pilzpfanne, indem er der Zeit nachtrauert in der ‚Kinder halt noch im Schulalter die Natur kennenlernten. Doch heute nur der Umgang mit dem Handy gepflegt, Energie verschleudert, und Freitags zur Demo gegangen wird.‘ Und dann weiß er auch dass man ‚den Pilzen den Verzehr ungenießbarer Pilze nicht anlasten kann. Das liege am Menschen selbst.‘
So kann man das Thema eben auch angehen.

Aber eins ist mal sicher: den Pilzen kann man nun wirklich nichts vorwerfen! Und dieses Jahr schon mal gar nicht!

Wir sind wieder mit Sack und Pack tief in den Wald gezogen und hatten das zweite Wochenende in Folge eine leckere Pilzpfanne am Ende eines Tages vor uns stehen. Und hatten auch keine Vergiftungserscheinungen. Nur viel zu putzen und zu schnippeln. Und ein wohliges Bauchgefühl zum Abschluss eines herrlichen (Wald)Tages.

Lasst es Euch gut gehen.

 

ein treuer freund

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Norwegen ist Ehrengast bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse.
Ich kann nicht behaupten viel über norwegische Schriftsteller zu wissen. Gut, Jo Nesbro liegt in jedem Buchladen. Ich gehe dran vorbei, denn seine Bücher sind nicht mein bevorzugtes Genre.

Dann habe ich in letzter Zeit auch immer wieder von Maja Lunde gehört, aber auch noch nichts von ihr gelesen. Dabei haderte ich bei dem Bienenbuch sehr mit mir. Die Verlockung es zu lesen war groß, am Ende siegte aber das empfindsame Seelchen in mir und ich las es auf dessen Rat hin dann doch nicht. Ich kann einfach schlechte Nachrichten hinsichtlich dieses Themas nur allzu schwer verkraften und habe es, auch nach gründlicher Rezensionsschau dann lieber nicht bestellt. Ich weiß ohnehin um ihre Bedrohung und ertrage weitere genauere Beschilderungen der schweren Lebensumstände unserer Bienen nicht mehr. Und auch das neue Buch von Maja Lunde appelliert an die Verantwortung mit dem Umgang der Natur und ihrer bedrohten Arten. Auch da rennt sie wieder bereits offene Scheunentore bei mir ein. Ich bin bereits seit Jahren im Club der pessimistischen Weltverbesserer und eben genau bei diesem Thema sehr schmerzhaft zu treffen. Leider lesen dann eben doch wohl immer die Falschen ihre Bücher und nicht die die wirklich nachhaltiges auf unserer Welt bewirken könnten, so mein Eindruck.

Nur einen norwegischen Schreiberling gibt es den ich lese und sehr schätze und gern empfehle. Das ist Jostein Gaarder. Er gehört seit Jahren zu meinen Lieblingsautoren seit ich 1997 „Sofies Welt“ las. Leider stehen noch einige andere Bücher von ihm weiterhin ungelesen im Regal.

Dieses Jahr bekam ich von meinem Meister zum Geburtstag das Buch „Ein treuer Freund“ geschenkt. Das war wirklich eine schöne Überraschung. Es stand nämlich schon länger auf meiner Merkliste und eigentlich wollte ich es auch schon längst bestellt haben. Meist bestelle ich mir Bücher ziemlich schnell, sodass kaum ein anderer die Chance hat mir mit begierig gewünschten Büchern zuvor zu kommen. Nun aber gelang es leicht, so ausgeknockt wie ich dieses Frühjahr war.

Dies ist zuerst ein ganz ruhiges Buch. Dann finden immer mehr Verwirrungen statt. Und zufällige Bekanntschaften, die sich mehr und mehr verdichten und am Ende gar keine Zufälle mehr sind. Was tut jemand der mit seiner Vergangenheit gebrochen hat und nun allein ist, es aber nicht länger sein will. Er sucht sich Freunde. Egal wie. Egal wo. Egal wen. Das ist manchmal komisch und manchmal traurig bis tragisch, weil es geradewegs zu Beerdigungen führt.
Bei Jostein Gaarder aber ist das auch immer ein ganzes Stück philosophisch.
Und so kommt zur eigentlichen Geschichte von Jakob auch eine Geschichte über die Wurzeln unserer Sprache hinzu. Und so mancher Ursprung und seine Verbindung haben mich echt verblüfft. Jetzt weiß ich auch dass die Wörter Meter, Mahlzeit und Mond miteinander verwandt sind.

Lasst es Euch gut gehen.

adria blues und eine verabredung

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Zeigt sich der Spätsommer doch noch hin und wieder in sonniger Farbe. Zum Montag ein Sonntagswetter par excellence. Und der Sonntag selbst – na ja, auch schon nicht schlecht. Nix kommt auf Bestellung, das Wetter gleich gar nicht, und somit freuten wir uns über ausdauernden Sonnenschein mit leuchtend blauem Himmel. Jetzt muss man mitnehmen was man kriegen kann.
Damit ist er nämlich auch schon wieder rum, der Sommer. Und wo man auch hinhört sind derzeit alle froh das vorerst keine Hitze mehr kommt und es öfter Regen gibt. Durchaus auch mal lang anhaltenden.
Na gut. Eigentlich kann ich ja auch meinen Frieden mit dem Herbst machen. Mir war dieses Jahr die Hitze auch mehr als genug und gegen ein paar trübe Stricktage habe ich momentan auch nichts einzuwenden. So sind sie allemal sinnvoll verbracht.
In unserer Gegend wurde der erste Weihnachtsmann bereits nach draußen vor die Tür verfrachtet. Na, wenn das mal kein (An)Zeichen ist – für was auch immer.

Unser Sommerurlaub liegt nun auch schon eine Weile zurück und alle Utensilien sind bereits wieder geputzt und verpackt an ihrem Platz. Die Zeit war dieses Jahr kürzer als sonst und wir haben sicher nicht alle Touren machen können die wir uns vorgestellt hatten, aber sie war ausreichend genug um oft in die große Badewanne zu steigen und auch ausreichend dafür vier Bücher auszulesen. Und damit bin ich schon vollends zufrieden. Denn mit Erwartungen und Veränderungen ist das so eine Sache.
Neues lernt man kennen und schätzen, dafür verabschiedet sich altes bekanntes und liebgewordenes plötzlich für immer. Das ist nicht ganz so leicht, zumindest für mich nicht, aber vielleicht ist das trotzdem dringend notwendig, um nicht aus alter Gewohnheit noch blind und taub zu werden und zu akzeptieren was für mich nicht zu akzeptieren ist…

Zum Glück gibt es aber schöne Veränderungen. Das sind zum Beispiel neue Bekanntschaften.
Ein weißer Peugeot stand eines Tages neben unserem gewohnten Parkplatz an der Badestelle. Meinem Meister war er natürlich! schon bekannt. „Der stand die letzten Jahre immer auf der anderen Seite des Wassers. Hast du den nie dort gesehen?“
Nun hält sich mein Interesse für Autos im allgemeinen in Grenzen. Ist aber mal eins dabei was etwas außergewöhnlich ist, dann merke ich mir das eigentlich schon. Aber nein, dieses Auto kannte ich nicht. Obwohl schon das britische Kennzeichen recht auffällig ist. Davon gibt es in der Gegend selten welche. Noch dazu wurde dieser Typ nirgends sonst als in Großbritannien hergestellt und verkauft – auch das wusste mein Meister natürlich schon wieder. Es war ein Kastenwagen Baujahr 2005 und zur Übernachtung geeignet. Zumindest für eine Person. Wir befanden ihn sofort für anschaffenswert und äußerst praktisch.
Ein paar Tage darauf durften wir dann glücklicherweise der Besitzerin selbst über den Weg laufen und konnten ihr dabei gleich zu ihrem schönen Auto gratulieren. Dabei kamen wir ein bisschen ins Plaudern.
Mit Anfang 20 war die gebürtige Kroatin vor 40 Jahren nach Großbritannien ausgewandert und verbringt seit Jahren ihren gesamten Sommer in der alten Heimat. Jeweils drei Tage An- und Abreise sind es ihr wert. Das konnten wir mit unseren zwei Tagen gut nachvollziehen. Obwohl sie als Alleinreisende immer öfter mit der Gefährlichkeit auf und an den Straßen hadert. Und nicht nur das.
Unseren Eindruck, nach 22 Jahren, dass sich hier nicht überall alles zum besseren ändert, konnte sie leider auch nur bestätigen:
„Die Kroaten sind ein rücksichtsloses Volk! Schlechte Autofahrer und ohne Benehmen! Und ihre Umwelt ist ihnen auch nichts wert.“
Knallhart, aber leider auch aus unserer Sicht so wahr.

bekanntes zadar

Wir haben Neubauten um Neubauten gesehen, die uns an der Rechtschaffenheit der Bauvergabepraxis zweifeln lassen. Und hörten wir noch vor Jahren, dass es keine Bebauung an der Küste mehr geben soll – wird eben gerade dort jede noch so kleinste Lücke geschlossen. Und das nicht etwa mit einem in die Landschaft oder Nachbarschaft passendem Projekt. Nein, es stehen da plötzlich in sechs Monaten hochgezogene Dreigeschosser, inmitten kleiner dachziegelroter Dorfhäuser, und beeinhalten weitere Appartements für eine Saison von gerade mal zweieinhalb Monaten.

sibenik

Und noch weiteres stand bei uns dieses Jahr für erhebliche Veränderung. Manches Mal ist einfach alles zu sehr im Fluss. Und dann auch mehr als wir ertragen können.
So haben wir dieses Jahr Städte wie Split und Trogir von unserer Anfahrtsliste gestrichen und werden sie vorerst nicht wieder besuchen. Diese Stippvisite war schon in der Anfahrt kaum zu bewältigen. Eine Dreiviertelstunde haben wir gebraucht um einen Parkplatz zu finden, und selbst das hätten wir noch verkraftet, wenn das folgende Besucherchaos nicht auch noch in der Stadt weitergegangen wäre. Kreuzfahrtschiffe oder Busse oder am ehesten beides kippten mehr Urlauber in die Stadt als sie aufnehmen kann. Wir sahen uns hilflos durch volle Gassen und übervolle Plätze streifen und nahmen schließlich doch Reißaus. Einfache Aufgabe. Nein, das ist nicht mehr unser Split und auch nicht mehr unser Trogir.

sibenik

Zadar blieb neben Sibenik die einzige gewohnte Umgebung. Friedlich, wenn auch mit vielen Besuchern, doch händel- und überschaubar.

split

Und dann überfällt er mich doch wirklich selbst, dieser Adria Blues. So fühlt sich das also an.
Dabei hielt ich das noch letztes Jahr für Blödsinn und konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen was die gute Friederun Pleterski in ihrem gleichnamigen Buch meinte. Was hat sie denn? Liegt’s am Alter? Liegt’s an der Zeit? So schlimm kann’s doch nicht geworden sein auf ihrer Insel Olib – dachte ich da noch. Etwas kopfschüttelnd und verwundert legte ich ihr Werk beiseite. Haa! Dieses Jahr aber hat es nun genau mich erwischt. So schnell kann das gehen.
Nach einem Jahr pausieren erkannte ich meine angestammte „Heimat“ kaum wieder und so vieles war mir fremd. Das ist es also! Das ist das Gefühl sich nicht mehr auszukennen in bekanntem. Ein komisches Gefühl ist das. Das ist einfach zu viel Veränderung ringsum. Und ich mag diese Neuerungen nicht wirklich. Ich finde sie nicht förderlich für diese Region. Nicht anschaulich oder gar beschaulich. Nein, eher abweisend.
Wie sehr hatten wir den Anblick des kleinen Gartens gleich unten links genossen. Die großen alten Feigenbäume bewundert und ihrem alten Besitzer beim einsammeln, trocknen und wenden seiner Früchte zugesehen. Ein idyllischer Garten war das, der größte Teil schattig bewachsen, ein kleines Häuschen unter Pinien versteckt. Heute ist da eine 100 m² Wohnung und drumherum alles versiegelte Fläche. Na gut, nicht ganz. Zwei Bäume blieben erhalten, die einen freien Ring um ihre Wurzeln bekamen, um überhaupt noch Regenwasser aufnehmen zu können. Alles andere ist fein säuberlich zugedeckt mit einer Wasserwaagen genauen Terrasse, die mir nur suggeriert sich hier nicht weiter um viel kümmern zu müssen. Ein weiterer Garten des Grauens.

split in klein aber zum vergrößern *klick

‚Unsere‘ britische Lady aber war zumindest unsere verlässliche Größe in dieser Zeit. sie zog unbeirrt ihre Bahnen an der gesamten Küste lang und dabei auch immer wieder an uns vorbei. Darauf war jeden Tag Verlass. Und sie beeindruckte uns nicht nur mit ihren schwimmerischen Qualitäten, an die wir nicht annähernd heranreichen, sondern auch mit ihrer stilvollen Erscheinung. Sie schwamm nie ohne Hut und Sonnenbrille.

„Sind sie beide nächstes Jahr wieder hier?“ „Ja, wir hoffen es.“ „An gleicher Stelle? In Ihrer Hängematte?“ „Ja, das hoffen wir.“ „Dann sehen wir uns vielleicht nächstes Jahr wieder.“
Wir haben eine Verabredung.

Lasst es Euch gut gehen.

einmal rundherum

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Jeden einzelnen der noch so schönen sonnigen Herbsttage möchten wir nutzen. So manches Jahr sind sie rar gesät, also heisst es schnell sein und sofort raus und die Sonne genießen.
Und da uns Wasser immer magisch anzieht, entschieden wir uns für eine Tour zur Talsperre Schömbach. Reichlich Proviant für’s Picknick hatten wir eingepackt und damit ging’s los.

Ländliche Idylle pur, eine Ruhe zum genießen und Birnen in Hülle und Fülle. Das Land ist und bleibt für uns Sehnsuchtsort Nummer eins.

Dort angekommen wartete erst mal ein längerer Fußmarsch auf uns, denn die Gegend ist Naturschutzgebiet und mit dem Auto nicht gänzlich befahrbar. Na gut. Auch kein Problem. Dann eben alles aufschultern und ein Stück Wandern. Dafür sind wir ja hier.

Und da mein Meister recht furchtlos ist wenn es heißt „ab jetzt quer durch’s gelände“, ging es schon bald schnurstracks eine Weile durch dichten Wald, der auch gut pfützig war, um dann aber gleich wieder am Stausee in die Sonne zu blinzeln.
Vorerst fanden wir zum Glück auf unserem Weg diese ernannte Imbissstation. Ziemlich neu erbaut und mit wunderbarer Aussicht. So sehen vorzugsweise unsere Picknickplätze aus. Auch bei Regen – haach ja.

blick von der staumauer

Sein Vorschlag um den ganzen See zu laufen, hielt ich zwar erst für recht ambitioniert, doch war es dann viel schneller zu schaffen als er selbst dachte. Obwohl es auch da zwischendurch mal wieder hieß: uns hält auch kein mannshoher Bewuchs auf um in die Richtung zu laufen in die wir wollen und müssen … Brennnessel hin oder her.

Über die Staumauer gelaufen und schon ist man auf der anderen Seite des Sees.

Und gegen Nachmittag haben wir dann auch noch für die Kaffeerunde den nächsten Picknickplatz gefunden. Und so kann ich auch einen Herbstanfang für gut heißen. Danke für diesen schönen Tag.

Lasst es Euch gut gehen.

gedanken in grün

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Wir rätselten wann es das letzte Mal so kräftig geregnet hatte und kamen auf ungefähr März. Mann, war das überfällig. Und dabei immer noch zu wenig um den Boden ausreichend mit Nässe zu nähren. Aber immerhin. Ich genoss diesen Guss und möchte mir da jedesmal gleich eine Campingliege an die Balkontür stellen und mir es für länger dort mit einem Kaffee gemütlich einrichten. Aber ich habe keine Campingliege und alles andere wird diesem Hochgenuss eines Sommergewitter einfach nicht gerecht, also lasse ich es lieber. Verweile nur eben stehend an offener Tür ohne an irgendwas zu denken. Einfach nur so sein – herrlich.

Und langsam bekomme ich den Kopf wieder frei. Einmal weil sich diese Hitze jetzt erst mal verabschiedet hat, und auch, weil ich vor ein paar Tagen die letzten Medikamente abgesetzt habe. Und das fühlt sich so gut an. Ich nehme auch gar zu ungern etwas ein. Und überhaupt nur wenn es gar nicht mehr anders geht. Die Zwicks und Zwacks allerdings, die ich immer noch habe – leider – ignoriere ich und hoffe das die sich auch noch verp. … endlich mal. manno! Das dauert vielleicht eh man wieder so hergestellt ist.

Der Sommer ist turbulent in dieser Stadt. Laut und voll und quirlig. Und speziell in unserem Wohngebiet, so glaube ich, ist es alljährlich noch um einiges turbulenter. Wieder mal stand über Wochen in drei Straßen eine Armada an Fahrzeugen einer Filmproduktion. Und spätestens dann wenn der Straßenzug wieder über viele Meter hinweg nach dem anköcheln im Cateringfahrzeug riecht, nenne ich das echt gemein und suche sogleich nach dem Schild: „comparsen noch dringend erwünscht. verpflegung gesichert.“. Aber die Set Erbauer haben eine gute und leckere Verpflegung sicher mehr als verdient. Denn als später auch noch an unserem Haus umgebaut wurde und (ich verrate doch hier sicher nicht zuviel) eine Babyklappe an der Garageneinfahrt entstand, hatten die Jungs hoch oben auf ihrer Leiter in der Hitze nicht den einfachsten Job der Welt. Drei Tage Arbeit für ungefähr eine Stunde Drehzeit. Die Schauspieler selbst hatten zwar Nachtschicht, durften aber bei angenehmeren Temperaturen arbeiten. Gedreht wurde das hier.

Aber ich kann schon wieder länger sitzend häkeln, was ein echter Gewinn ist, denn ich habe in letzter Zeit – liegend – nur ganz selten zu einem Buch greifen können. Erstens war ich immer zu müde zum lesen, zweitens zu dusselig eine einzige Zeile in Gänze zu erfassen oder mir war schlicht die Kraft abhanden gekommen ein Buch nur zu halten. Und ein bereits im Januar angefangenes, wirklich dickes und eher wissenschaftliches Buch konnte da erst recht nicht punkten.
Mir fiel aber das neue Buch von Meike Winnemuth in die Hände. Und das erschien mir eine schöne leichte Lektüre – zum halten wie auch zum durchkommen.
Meike Winnemuth hat sich einen Garten angeschafft und probiert für ein Jahr für sich soviel anzubauen, sprich anzupflanzen, dass sie davon leben kann. Erste Erkenntnis: Anfangs lebt man durchweg von Salat bis man ihn fast satt hat. Alles andere braucht Zeit. Ja, auch die Möhren! Wenn man sich darüber bisher noch keine Gedanken gemacht hat wie lange so eine Möhre braucht – ja dann. Nächstes Fazit: Geduld! Geduld! Und: Einfach machen!

Ich bin da vielleicht im leichten Vorteil. Denn ich weiß wie lange so eine Möhre braucht. Ich hatte mal einen Garten. Einen kleinen Vorgarten. Aber auch mit Hochbeeten. Von denen ich allerdings nicht so begeistert war. Lag aber wahrscheinlich auch daran, dass ich sie nicht selbst gebaut hatte, sondern der Vormieter. Und diese Dinger waren einfachst errichtet und somit schnell hinüber und brachen dann nach und nach auseinander. Da sollte man am Material nicht sparen. Aber ich schweife ab.
Es wuchs so einiges in diesen Beeten. Mangold, Liebstöckel, Petersilie, Dill, Möhren und viele Erdbeeren. Alles selbst gepflegt, gehegt, geerntet und schließlich gegessen. Herrlich ist so ein Gärtnerleben, das weiß ich. Und ich möchte auch zu gern wieder einen Garten haben. Auch wenn er viel Arbeit macht. Auch das weiß ich bereits. Aber es geht einfach nichts drüber dann ernten zu können wenn man es braucht. Und weiß woher es kommt und wie lange es dauerte zu gedeihen.Nun lag ich auf der Bank draußen, rücklings, mit dem Buch über mir. „Bin im Garten“ traf da auch irgendwie zu, angesichts meiner gezüchteten Blumenfülle – und pflanzte nun gedanklich mit Meike hunderte Blumenzwiebeln ein, füllte Mutterboden auf, gestaltete neue Pflanzpläne und hörte dabei auch das erste Mal von der „Chelsea Flower Show“, um nur ein paar Tage später das ganze gleich noch im Fernsehen gezeigt zu bekommen. Ist mir bis dahin nie untergekommen, diese Show.
Aber man lernt so einiges aus ihrem Buch. Obwohl sie gar keine Anleitungen geben will, tut sie es eigentlich doch andauernd. So habe ich jetzt endlich auch eine Pflanzenbestimmungsapp. Ich wusste ja gar nicht das man nach sowas überhaupt suchen könnte. Jetzt kann ich alles bestimmen über was ich da in der Botanik so stolpere. Genau das wollte ich schon immer wissen. Das Gleiche bräuchte ich jetzt nur noch bitte für Pilze.

Lasst es Euch gut gehen.

 

ich hab‘ auch nur nerven

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Noch bin ich nicht ganz auskuriert. Noch hänge ich etwas durch. Vor allem auch durch die benötigten Medikamente mit „Senkung der neuronalen Erregbarkeit“, die etwas dusselig machen. Aber es geht bergauf. Wenn auch sehr langsam und behäbig. Ich hätte es gern schneller. Doch hier ist einfach nur Geduld gefragt. Es gibt kein Mittelchen zum beschleunigen, dass muss jetzt alles allein kommen …

Es zog sich schon über die letzten Jahre hin, wie ich heute weiß. Der eigentliche Ausbruch aber kam erst jetzt. Feindlicher Angriff auf ganzer Linie. Zack, und mit einem Mal sind die Varizella Viren in der Überzahl. Hatten sie es doch tatsächlich geschafft mich in einem schwachen Moment zu erwischen, zu überfallen und mich die letzten Monate lahm zu legen. Verflixt noch eins!
Angriffsversuche hatten sie anscheinend immer mal wieder gestartet. So sind meine Beschwerden seit über einem Jahr erklärbar. Mit Hilfe des Immunsystems sind sie bisher immer wieder zurückgedrängt worden und mir ging es dann wieder plötzlich besser. Nun aber hatten sie ihre Chance ergriffen und genutzt.

Diese Virenbiester knabbern sich an den Nervenbahnen entlang und entzünden sie, sowie das umliegende Gewebe und verursachen den Herpes Zoster, die Gürtelrose. Bei mir äußerte sich das durch quälende Rückenschmerzen mit Bewegungseinschränkung, die mal kamen und gingen. Ende April aber blieben sie.
Und noch bevor ich überhaupt eine Diagnose hatte, quälte ich mich schon über einen Monat lang mit Rückenschmerzen und schlechter Verfassung durch die Tage, bis es dann nicht mehr ohne Schmerzmittel ging.
„Wirbel ausgerenkt“ hieß da noch der Anfangsverdacht und ich bekam u.a. Massagen verschrieben. „Eingeklemmter Nerv“ war da auch noch meine Vermutung.
Die Massagen brachten keine Verbesserung, im Gegenteil, sie verschlimmerten alles nur noch und ich musste die Therapie abbrechen. Beides konnte es also einfach nicht sein. Und zusehends wurde es schlimmer und schlimmer.
Zwei Wochen verbrachte ich zu dieser Zeit straff liegend und konnte mich vor Schmerzen nicht mehr rühren. Nun konnte ich nicht mal mehr zum Arzt laufen.
Gleich beim Betreten der Praxis war jetzt meiner Ärztin die Lage klarer. Und meine nicht mehr ganz aufrechte Haltung lies ganz sicher schneller auf die vorliegende Erkrankung tippen. Ich musste diesmal gar nicht lange warten um eine gesicherte Diagnose zu erhalten. Zum Glück auch. Vier Tage vorher wollte ich bereits in der Praxis sein, doch da wäre das wahrscheinlich noch gar nicht möglich gewesen, wurde mir gesagt. Da hatten wir Mitte Mai.

Das verschriebene Anti-Viren Medikament wirkte zuverlässig schnell. Eine Woche, und die Viren waren wieder zurück in ihre Höhle verbannt. Den Schaden aber, den sie zurückließen, heilt kein Medikament. Der muss sich jetzt selbst regenerieren.

◊Bis vor wenigen Tagen konnte ich noch keine Treppe schmerzfrei hoch laufen. Ende letzter Woche erst wagte ich einen ersten längeren Fußmarsch zum Einkaufen und verbrachte danach gleich wieder einen Abend mit Liegeprogramm.◊

Und dann kam irgendwann dieser Moment, wieder schmerzfrei aufrecht zu sitzen. Endlich wieder sitzen! Das tue ich so besonders gern. Und das ist auch beim Essen sehr vorteilhaft. Und als nächstes kam der Moment, nach Wochen endlich mal wieder vor die Tür zu kommen. Nicht gleich laufend, aber wenigstens aus dem Fahrzeug gekippt. Ran an den Feldrand, und auf die Decke gerollt. Auch wenn das nur wieder hieß stundenlang zu liegen, es war immerhin draußen! Meine Sicht der Dinge war über lange Zeit hin nur die nach oben.

Nun beherrschen mich noch immer Müdemacher und damit eine gemächlichere Geschwindigkeit. Aber ich gehe Schritt für Schritt langsam dazu über wieder alles machen zu können. Na ja, außer Tätigkeiten im niedrigen Bereich, mit kauern oder bücken. So weit bin ich noch nicht. Dinge vom Fußboden einzusammeln ist eine gar zu blöde Sache! Ich bin zu höherem berufen. Derzeitig noch. Im Kopf ticke ich auch noch nicht ganz klar, aber da sehe ich hin und wieder Licht am Horizont auch dieses Doping bald beenden zu können.

Dabei wollte ich schon lange von unserem AnGrillfest mit Lafer berichten, von dem gebauten Bienenhotel, meinem ersten Traumfänger und einigen neuen Kuchenrezepten. Haaach. Ich werde sehen was möglich ist und wann.

Jetzt braucht es zur Entspannung erst mal einen kleinen Ohrwurm und ich lege eins meiner Lieblingslieder ein:

für weihnachten ist es nie zu spät

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Nun hatte ich schon die Stricknadel beiseite gelegt und es mir mit der Häkelnadel auf dem Balkon gemütlich sommerlich eingerichtet. Was passiert? Der Winter kommt zurück. Verlässlich fast, so Mitte April, und sorgt nun seit Tagen mit 3 bis 9 Grad tagsüber für immens eisige Stimmung. Also: Stricknadel wieder ausgepackt und vielleicht wird dann der Pullover nun doch noch dieses Jahr fertig…

Frühlings- oder gar Ostergefühle wollen bei mir nur recht schwer aufkommen dieses Jahr und da bleibt auch die Osterdeko vorerst noch im Karton.
Wir schauen lieber von drinnen auf die fröstelnden Frühblüher da draußen und räumen tagein und tagaus unsere ausgesäten Tomatenkinderpflanzen hin und her und hoffen das sie es uns später danken werden.

Und da nun auch vielerorts der Schnee nochmals oder ganz neu Einzug hält, denkt sich wohl jemand da oben: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Haa, das kann ich auch!

Da sage ich nur: Besser spät als nie und Neues Jahr – Neues Tiramisu.

Das Tiramisu selbst ist nun nicht neu, nur das ich welches mache, dass ist neu. Und eigentlich wollte ich es schon Weihnachten machen. Weihnachten war aber einfach zu voll. Voll mit Lebkuchen, Spekulatius und Stolle. Nicht einmal für unsere allweihnachtliche ‚Weihnachtssahnetorte‘ war Platz. Die haben wir im Januar nachgeholt. Ich wollte sie unbedingt noch essen. Und ich mache sie nur einmal im Jahr zur Weihnachtszeit, weil die mit Orangen, Birnen und Zimt ist, und das so richtig gut zu Weihnachten passt.
Nun musste aber das Tiramisu noch hintenanstehen. Bis jetzt. Jetzt war endlich unsere Tiramisu Zeit gekommen. Und Tiramisu geht schließlich immer, und hat meines Erachtens nach nicht viel mit Weihnachten zu tun, was irgendwelche Zutaten anginge. Aber hier geht es um Jamie Olivers Tiramisu. Und das ist, trotz meiner ersten Vermutung, auch gar kein weihnachtliches Tiramisu. Er fügt dieses Tiramisu lediglich in seine „Jamies italienische Weihnachten“ als Abschlussgang ein und macht es damit zum festlichen Weihnachtsdessert. Nicht schlecht.

Als erstes dachte ich Dummerchen nämlich: dann sind da ganz sicher weihnachtliche Gewürze drin. Nix da. Nicht mal Spekulatius. Ganz normal. Für jeden Tag. Rund ums Jahr. Also eben auch für jetzt. Oder auch für Ostern. Oder Pfingsten. Oder auch irgendwann.

Den Namen allerdings, den hat es trotzdem seither für uns weg: Jamies Weihnachts – Tiramisu. Das klebt nun untrennbar wie Baddeks an ihm und ist jetzt nicht mehr zu ändern. Ist aber durchaus wichtig, damit wir hier beide wissen wovon wir reden. Also, zumindest, dass mein Meister ab sofort weiß, wovon ICH rede.

Und damit Ihr das jetzt auch wisst, bitteschöön: hier das nichtweihnachtliche und ganzjährig geeignete glutenfreie Tiramisu nach Jamie. Einfach zubereitet, mit Geling und Geschmacks Garantie:

Jamies Tiramisu

ich habe eine 21 X 15 cm Form verwendet.

150 g Kaffee kochen und etwas süßen. Von
100 g Bitterschokolade (70%) etwas abraspeln und abhobeln (mit einem scharfen messer) Dann
200 ml Sahne erwärmen, die Bitterschokolade in kleine Stücke brechen und darin schmelzen lassen.
1 Prise Salz dazu geben. Eine Form mit
ca.10 Stück (80 g) Löffelbiskuits (glutenfrei) auslegen und den Kaffee darüber gießen.
500 g Ricotta mit
250 g Mascarpone verrühren. Dann
3 EL Honig und
1 TL Vanillepaste (bei mir 1/2 Packung Vanillezucker) dazu geben. Alles kräftig verrühren. Nun
50 ml Vinsanto (ital. süßer dessertwein)- (ich hatte ein halbes schnapsglas limoncello) über die Biskuits geben. Dann die Schokoladenmasse drüber und danach die Ricottacreme.
Die geriebene Schokolade als Abschluss oben drauf, genauso die Schokoladenraspel.
Wer möchte, kann jetzt noch den Abrieb von
1 Orange dazu geben. Diese kann später – in Spalten filitiert – noch auf den Teller kommen.

Lasst es Euch gut gehen.

 

jolanda streift vorbei

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Eine neue Jolanda ist fertig. Wieder bunt, doch diesmal anders bunt. Natürlich. Ist ja jedesmal ein Unikat. Und doch ist sie auch nochmal ein Stück besonders und grenzt sich von ihren Vorgängerinnen ab. Vielleicht hängt das auch mit Ihrer Endgültigkeit zusammen. Denn bei meinem allwinterlichen Jogaprogramm begleitete mich diesmal etwas Wehmut.

Jolanda versüßte mir zwar wieder liebreizend die graue und vor allem dunkle Jahreszeit, flüsterte mir aber unentwegt ins Ohr: ich bin die letzte meiner Art.
Ja, und wahrscheinlich hat sie Recht damit. Denn das Garn für die Jolanda gibt es nicht mehr. Also zumindest nicht mehr in ihren Farben. Und da gehe ich doch fest davon aus, dass dies eine beschlossene endliche Sache bedeutet. Eine auslaufende Wollsache eben. Also besticht sie zum Schluss nochmal besonders in ihrer Unverwechselbarkeit.

Nun ja, Trübsal blasen bringt da rein gar nichts. An der Tatsache, das es momentan keinen Nachschub für eine Nächste gibt, ist nichts zu deuteln und ich lass mir dennoch mein letztes Jolandajoga nicht vermießen. Denn dafür ist es zu erholsam und zu schön bunt und einfach zu fröhlich. Ein innerliches Blumenpflücken – mitten im Winter.

Diese vielen Streifen sind ein Zeichen für ein wildbuntes Wintervergnügen. Was allerdings doch nicht allzu entspannt beim Stricken war. Aber ein wenig Kraftanstrengung ist bei jedem Joga dabei. Sonst wird’s nichts richtiges. Strecken, Dehnen, weitere Figur – Fadenwechsel an Fadenwechsel an Fadenwe … und derweil denke ich schon unweigerlich unentwegt über das spätere lästige Fäden vernähen nach. Yippie yeah noch eins …  – strecken dehnen weitermachen.

Ich atme tief durch und atme auf – jetzt sind die Tage wieder länger als die Nächte. Es werde Licht, es werde bunt. Ohhmm – Yoga beendet.

Lasst es Euch gut gehen.

jecke bällchen

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Rosenmontag. Ein Highlight des Jahres. Mein Feiertag. Ich genieße es an diesem Tag nichts anderes zu tun als gemütlich stundenlang den „Zoch“ zu gucken. Ich singe natürlich völlig textunsicher zum Teil mit, gröle hin und wieder ein „Alaaf“ und später noch „Helau“. Und höre dabei zu gern all die Geschichten rund um die Karnevalsvereine und deren Dreigestirn, oder die Geschichten über die Entstehung der bunten und aussagekräftigen Wagen. Und dann natürlich noch die Live Kommentare zum Zug selbst. Zwischendrin alljährlich gewürzt mit einer Abhandlung über die Kölsche Sprache. Oder wie dieses Jahr auch mal ausführlicher über das Kölsche Grundgesetz. Zum Teil kannte ich es schon. Jetzt konnte ich es vervollständigen. Ich bin gebrieft und damit kann es losgehen.
Und wir sind auch gleich mitten im Thema. “ Uns Sproch es Heimat“ – „Unsere Sprache ist Heimat“ – war das diesjährige Karnevalsmotto. Das ist international gültig und auch so wahr.
Bereits als Kind lauschte ich fasziniert bei meinen beiden Großmüttern und stellte dabei begeistert und verblüfft fest wie unterschiedlich ihre Spracheigenheiten waren. Einige Wörter, die das gleiche meinten, wurden aber anders in ihrer regionalen Eigenheit ausgesprochen. Was zum Beispiel bei der einen „draußen“ war, war bei der anderen „haußen“. Alles was drin oder darin war hieß bei der einen „drinne“, bei der anderen wiederum „hinne“.  Und das obwohl beide in Sachsen wohnten und noch wohnen, aber doch 100 Kilometer weit voneinander entfernt.
Und dabei rede ich hier noch gar nicht von Erzgebirgisch. Das ist selbst für uns eine Fremdsprache und da sind „Neinerlaa“ und „Armelgack“ sowieso Fremdworte. Und dennoch ist es schützenswert Dialekt zu pflegen.
Da komme ich doch gleich zum nächsten Begriff. Dem Faschingsgebäck schlechthin.
Als „Pfannkuchen“ bezeichneten meine beiden Omas das Gleiche. Bundesweit gibt es da Unterschiede. „Berliner“ oder „Krapfen“ sind da noch die bekanntesten Bezeichnungen. Es gibt aber noch viel mehr unterschiedliche Namen für dieses Gebäck.

Bei uns sind es die Pfannkuchen und die werden mit Marmelade gefüllt und genau dann zu Faschingunsere regionale Bezeichnung – unbedingt fällig. Und sie sind wieder einmal äußerst lecker gelungen und so einfach zu machen, mit einem neuen noch einfacherem Rezept.
17 Minipfannkuchen, von denen ein Teil schon etwas den Inhalt beim Köcheln verlor. Macht aber nix, denn auch so – fast ohne Füllung – sind sie derart gut. Und am Folgetag auch einfachst im Backofen aufzuwärmen.
Und ein weiterer Plan steht fest: das nächste Mal mit Quark füllen!

Rezept für Pfannkuchen (glutenfrei)

220 g Mehl (glutenfrei)
25 g Maisstärke
25 g Margarine
1 Ei
200 ml Milch
1 Prise Salz
1 1/2 EL Zucker
1/2 Tüte Vanillezucker
1/2 TL gemahlene Flohsamenschalen
1/2 Tüte Trockenhefe

Alle Zutaten zimmerwarm zusammen vermengen. Die gut verrührte Masse mindestens 30 Minuten ruhen lassen.

Jetzt nehme ich mit einem Esslöffel etwas Teig und forme mit nassen Händen eine Teigfläche und gebe die Marmelade drauf, drücke den Teig vorsichtig zusammen und forme ein Bällchen.
(seid ihr im besitz einer spritztülle, dann könnt ihr gleich ein bällchen formen und füllt sie nach dem ausbacken.)


Dann in 2 Würfel Kokosfett in einem kleinen hohen Topf ausbacken bis sie von beiden Seiten gebräunt sind. Fein zuzuschauen dabei: die Dinger drehen sich von selbst im Topf! Dann rausnehmen, auf Küchenkrepp kurz abtropfen lassen – Puderzucker drüber und: Fertig!

Und auch wenn es nun dem Ende entgegen geht: Ein fröhliches Alaaf und Helau!

Lasst es Euch gut gehen.