kleine muffs für den moosbart im halbschuh

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Es ist kalt. Draußen noch mehr wie drinnen. Aber man merkt auch drinnen deutlich die Kälte. Und ich höre sie sogar. An meiner Heizung. Die schaltet sich, per Thermostat- Befehlung, immer wieder ein und erhöht dann wieder die Temperatur auf die gewünschten 22,5 Grad. Ein kurzes Schnaufen – pffffffff – und wieder aus. So geht das aller paar Minuten.
Ich greife die letzten Tage trotzdem zu immer dickeren Pullovern, doch mir ist meistens immer noch zu kalt. Sitze ich längere Zeit, wird es mir noch kälter.

Meinem Meiser geht es ebenso. Denn er sitzt die allermeiste Zeit des Tages still und fast regungslos vor seinem PC. Und nun friert er dabei an den Händen. Richtige Eisfinger hat er, trotz guten 20 Grad im Raum. Nun wollte er Abhilfe. Nicht das er gar wirklich noch aus lauter Kälte zum Moosbart mutiert. Obwohl er gegen regelmäßigen Preiselbeerbewuchs auch nichts einzuwenden hätte. Ob es denn im eigenen Bart sein muss? Wohl eher nicht.

Nun musste also etwas her was seine Handgelenke wärmt, damit die Finger warm bleiben. Also habe ich ihm ein Paar Handstulpen gestrickt. Ganz einfache. Nicht mit Daumen oder so. Das würde ihn beim Arbeiten nur stören. Es wurden kurze Handgelenkmuffs angefertigt. Nichts leichter als das.

Wolle: soft merino superwash (rödel); LL 50g/100m
Maschenprobe im Rippenmuster mit Nadel 5 oder 6 (je nach dem ihr locker oder fest strickt) 14 Maschen für 10 cm – leicht gedehnt

32 Maschen anschlagen (für dünne handgelenke 28 Maschen), auf 4 Nadeln eines Nadelspiels verteilen und im Rippenmuster 2 M re, 2 M li stricken.
Nach 10 cm (oder gewünscht auch länger) Rundstricken alle Maschen rechts abketten. Fäden vernähen und fertig.

Lasst es Euch gut gehen.

 

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termin oder nicht

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… so ein Knuddelherz geht immer.

Seit langem wollte ich schon mal ein Herz stricken. Jetzt habe ich es endlich geschafft.  Da muss ich nämlich auch Lust drauf haben, sonst wird das nichts. Denn so ein Herz ist schon eine echte Friemelei.

Ich habe es nach dieser Anleitung gestrickt und sie war auch gut verständlich und es ging recht schnell vorwärts. Nur ganz am Ende wurde es etwas piepslig und sperrig mit drei Nadeln um die Kure zu kommen, um die zweite Herzkuppel abzustricken. Aber mit etwas Geduld ist auch das zu schaffen. Probiert es aus und es ist eine wunderbare Art noch Wollreste zu verbrauchen und vielleicht jemanden zu beschenken ..

Lasst es Euch gut gehen.

eisröckchen

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Es ist kalt geworden. Offenbar hat sich der Februar dazu entschieden ein echter Wintermonat zu werden. Endlich. Was habe ich mich gefreut als es über Stunden herab krümelte und die Landschaft mit weiß überzog. Wie schön ist dieser Anblick.
Jetzt ist es heute zwar noch recht grau am Himmel, aber trotzdem ist es schon etwas heller geworden. Ein bisschen Schnee ist noch liegen geblieben und ich denke das bleibt auch noch eine Weile so. Und die Sonne wird sich auch bald mal wieder zeigen, da bin ich mir sehr sicher.

Und passend zu diesem herrlichem Schneewetter gab es gleich am Wochenende einen Kuchen in ähnlichem Design. Versunkene Birnen in Frischkäse und Quark. Dieser Kuchen ist eigentlich schon recht Frühlingsfrisch unterwegs. Zumindest schmeckt er so. Nur die Birnen stehen hier für die winterliche Geschmacksrichtung.

Es ist ein schneller Kuchen, ohne zu backen. Hier aus einem vorgebackenem Boden. Ihr könnt aber ebenso gut einen Keksboden machen.

Hier das Rezept für eine 18 cm Form:

Birnen im Schnee

 

Bereitet zuerst aus folgenden Zutaten einen Tassenkuchen zu:

2 1/2 EL Mehl (glutenfrei) mit
2 1/2 EL Zucker und
1 TL Backpulver mischen. Dann
1 Ei,
2 EL ÖL und
etwas Kakaopulver, sowie Zimt
dazu geben und glatt rühren.

Alles in eine große Tasse füllen.
(die menge reicht ungefähr für eine halbe tassenfüllung)
Dann die Tasse (unabgedeckt) für 3 Minuten bei 600 Watt in der Mikrowelle erhitzen.

≈(oder 100 g kekse (glutenfreie butterkekse) fein zerkrümeln und mit 50 g weicher butter/ margarine vermengen und diese dann in eine kuchenform geben und glatt streichen)≈

Den Kuchen aus der Tasse in eine Schüssel geben, mit einer Gabel zerdrücken und mit
50 g weicher Butter/Margarine vermengen.
Dann in die Kuchenform geben, gut andrücken und dann kalt stellen.

Für den Belag:

1 Birne schälen, vierteln und in Scheiben schneiden.
1/2 Zitrone auspressen und mit
1/2 Packung Vanillinzucker und
30 g Zucker
in einem Topf erwärmen.
Die Birnenspalten dazu geben und kurz aufkochen lassen.
Währenddessen 3 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

Dann die Birnen in ein Sieb schütten und über einem Topf abtropfen lassen.

100 g Frischkäse mit
250 g Quark vermengen.

Dann die abgetropfte Flüssigkeit der Birnen dazugeben und gut verrühren.
Jetzt die Gelatine ausdrücken und langsam in einem Topf erwärmen.
Dann 2-3 Esslöffel der Frischkäse-Quark Masse in den Topf geben und mit der Gelatine gut vermengen bis es eine homogene Masse geworden ist.
Die Masse zurück in die Rührschüssel geben und wieder alles gut verrühren.

Danach die gesamte Masse auf den Kuchenboden geben und die Birnenstücken kreisförmig auf dem Kuchen verteilen (sie sinken etwas ein).
Den Kuchen mindestens eine Stunde kalt stellen.

Lasst es Euch gut gehen.

 

drei farben: warm

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In den ersten Januarwochen war in unserer Straße wieder ein Aufgebot an Fahrzeugen einer Filmcrew. Einschließlich richtig gemütlich eingerichtetem Cateringbus, was man so von der Strasse aus mit einem Blick schnell erhaschen konnte.
Es ist immer wieder dasselbe Haus, in dem einige Tage ein Filmteam anwesend ist. Ab und zu parken dann auch zwischen all den Technikfahrzeugen recht luxuriöse Wohnmobile. Der Drehort ist, so glaube ich, die Villa eines Chefarztes aus der Serie „In aller Freundschaft“.
Aber an einem Abend, es war schon stockdunkel, hörten wir mehrere Schüsse. Da stelle ich mir dann doch eher eine Szene für „Soko Leipzig“ vor und keine aus einer Krankenhausserie. Denn auch für die „Soko“ wurde schon in dieser Villa gedreht.
Warum ich Euch das erzähle? Nun, es standen am späten trüben Nachmittag riesige aufgespannte Leinwände vor dem Haus, die hell, also richtig hell, angeleuchtet wurden. Dies wird immer dann getan wenn im Haus eine Szene bei Tageslicht gedreht werden soll. Jaaa, so geht Fernsehen. Gibt es kein ausreichendes Tageslicht – wird sich welches gemacht. Und ich habe dabei echt überlegt, ob ich mir so eine gesamte feine Tageslicht – Vorrichtung – ja, nur mal ausleihe. Das hätte dann auch meine derzeitige Trübnis etwas erhellt.

Mal ehrlich, das ist doch kein Winter. Sogar amtlich bestätigt: zu warm und zu nass, aber vor allem: zu dunkel! Da helfe ich mir nun schon mit 2000er Einheiten Vitamin D .. und mein Spiegel ist trotzdem weiterhin im unteren Zahlenbereich fest verankert. Wie schön wären jetzt endlich einmal helle Schneetage.

Das einzige, wozu ich mich immer aufraffen kann, ist stricken. Gerade im Moment ist dass das Einzige was meinen Enthusiasmus ein wenig ankitzelt. Und das führt nun dazu das ich viele Projekte so schnell wie noch nie fertig bekomme. Ist ja auch nicht ganz schlecht. Und immer noch liegt so viel unfertiges rum …

Zu meinem Wollvorrat habe ich ein zwiegespaltenes Verhältnis.
Manchmal beherrscht mich das starke Gefühl, diese Menge überfordert und erdrückt mich und ich werde die Verarbeitung wohl nie im Leben schaffen. Und dann wiederum beruhigt mich diese Fülle an Wolle in den Kartons auch wieder ungemein. Da ist sie ein verlässliches Polster und ich habe dazu dann auch ganz konkrete Pläne im Kopf was ich daraus machen werde. Und oftmals denke ich dabei sogar das dieser Vorrat gar nicht ausreichen wird, für all diese Pläne. Dann ist mein Eindruck eher: da brauchst du sicher noch was…
In diesem feinem Dilemma stecke ich seit Jahren und schwanke hin und wieder zwischen dem Wunsch nach übermäßig vollen Wollregalen und dem völligem Abbau meiner Wollvorräte. Hach, was soll ich machen. Da werde ich sicherlich auch nicht so schnell raus kommen.

Na, sei es drum. Im Moment habe ich mal wieder etwas beendet, was schon gut zwei Jahre im Strickkorb rumlümmelte. Und das sind doch die Momente, die mich recht froh stimmen. Denn diese Projekte schauen so besonders vorwurfsvoll auf mich und mahnen ständig. Erst recht dann wenn ich immer wieder andere Projekte dazwischen schiebe. Ich bin mir sicher alle Strickerinnen verstehen mich.

Nun packte es mich mal und ich habe endlich auch mal eins meiner vielen unfertigen Sachen aus dem Körbchen geangelt und mich dran gemacht es abzuschließen. Nun ist es fertig und ich finde, es ist ein durchaus schnuckeliges Ding geworden, diese kleine drei farbige Decke „hedwig“. Wer sie genau so gern hat wie ich: hier lang.

Lasst es Euch gut gehen.

 

soho minisocken

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Ich bin kein allzu großer Freund vom Socken stricken.
Vor vielen Jahren hatte ich schon mal welche als Weihnachtsgeschenk gestrickt, ja, und später dann auch noch mal ganz ganz kleine. Aber ich war nie so angetan von dieser ‚Arbeit‘, und genau das soll es schon mal gar nicht sein.
Es kam einfach keine riesige Begeisterung dabei auf, obwohl ich mit dem Ergebnis dann doch recht zufrieden war. Aber ich mag einfach die Ferse nicht. Alles andere ist kein Problem. Aber Ferse stricken? Die Ferse mag mich nicht und ich mag sie nicht. Und dann kommt beim stricken auch keine unbändige Lust auf Wiederholung auf.
Natürlich ist das Problem – wie bei vielen Sockenstrickern  – das Loch in der Fersennaht. Bei aller Mühe  – es schleicht sich immer wieder ein.
Das normale Fersenkäppchen, wie auch die Bumerangferse hatte ich alles schon probiert, wobei mir die Bumerangferse besser gelang, verständlicher war und ist, und auch immer schon besser gefiel. Und bei dieser Variante gibt es zum Glück auch ganz gute Anleitungen für ein Stricken ohne Löcher. Und das funktionierte diesmal recht gut. Obwohl ich nach wie vor das Fersenstricken für ein Finger- und Nadelbruch- Geduldsspiel halte. Aber am Ende: kein Bruch und noch besser: kein Loch in der Ferse – pfff wäre doch gelacht.

Ich hatte vor längerer Zeit von Carmen ein kleines Wollknäuel geschenkt bekommen, welches sie aus New York, von Purl Soho, mitbrachte. Und ich habe lange genug darüber nachgedacht wie ich es am sinnvollsten verwenden könnte.

Das ich einmal mit Wolle von Purl Soho stricken darf finde ich immer noch unglaublich. Und es ist wirklich eine so schöne Wolle. Ich weiß zwar den genauen Bestandteil dieses Knäuels nicht, da ich ihn ohne Banderole bekam, aber ich denke und fühle das ist beste Merinowolle. Sie ist sehr weich, voluminös und kuschlig und gleitet butterweich über die Nadeln. Eine wahre Freude daraus etwas zu stricken.
Und aus so einer superweichen Wolle kann es einfach nur etwas für’s Baby werden. Und so habe ich nun diese Babysocken daraus gestrickt.
Ich war mir erst ziemlich unsicher mit der Größe und hatte sie zuerst kleiner gestrickt. Zu klein, fand ich dann, da ich denke das Kleine sollte länger etwas davon haben und kann ja rein wachsen. Da habe ich nochmal angefangen und sie ein bisschen größer gemacht. Das Bindeband sorgt für eine gute Tragefähigkeit, ohne das sie vom Fuß rutschen, wenn sie anfangs noch etwas weit sind.

Und da ich dieses Knäuel geschenkt bekam geht der Erlös dieser Söckchen natürlich in die Spendenkasse. Und ein besonderer Dank geht hiermit natürlich auch an Carmen.

Lasst es Euch gut gehen.

hey, willkommen

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Nun ist das Jahr schon ein paar Tage alt.
Die erste Woche eines neuen Jahres empfinde ich immer als besonders. Sie ist noch jung und frisch und entspannt, und da diese erste Woche auch noch meist eine kurze ist, ist sie immer auch noch eine kleine Auszeit.

Die Weihnachtskisten sind schon wieder eingeräumt und verstaut und jetzt sind wir wieder im gängigen Alltag angekommen und die Tage rollen sich wieder gewohnt ab. Auch die 12 Rauhnächte sind nun vorbei und ich sinniere immer noch darüber nach was ich in ihnen so alles geträumt haben mag. Also maximal könnte ich noch erahnen was mich vielleicht im November und Dezember ereilt, alle anderen Monate habe ich echt verschlafen. Aber will ich das eigentlich alles wissen, was auf mich in diesem Jahr zukommen könnte?

Dieser kleine Kerl hier ist neu bei uns. Zum ersten Mal besuchte ein Kernbeißer unsere Futterstelle. Auch der Kleiber war schon zu sichten. Vielleicht ein gutes Omen, dass die Vogelpopulation endlich mal wieder zunimmt.? Wäre ja schön.

Ich bin weiter dran auszumisten und aufzuräumen und manchmal etwas demotiviert das es nicht noch schneller voran geht. Immer wieder ist zuviel anderes zu tun und zu wenig Zeit am Tag übrig, und ich habe schon die gesamten letzten Wochen mal wieder ein unverschämt großes Schlafbedürfnis. Dieses Wetter aber auch … das geht noch besser dieses Jahr, oder?

Lasst es Euch gut gehen.
Und ein gesundes zufriedenes Neues Jahr Euch allen.

friedliche weihnachten

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Nun möchte ich heute den letzten Beitrag in diesem Jahr schreiben. Ich möchte Euch schöne Weihnachten wünschen. Ich möchte Euch wünschen das ihr die Feiertage im Kreise derer verlebt, die ihr sehr gern habt und mit denen ihr Euch gern umgebt und Eure Zeit verbringen wollt. Ich möchte Euch besinnliche Stunden wünschen. Am besten solche, in denen ihr mit Wohlwollen auf das vergangene Jahr blickt und auch die noch unvergessenen vielleicht etwas schlechteren Tage mit nötigem Abstand mit Milde betrachtet. Und ich möchte Euch einen fulminanten Rutsch ins Neue Jahr wünschen, was auch jeder für sich mit fulminant verbindet. Aber:
Mir fällt es heute ausgesprochen schwer das passende zu schreiben. Noch schwerer, als schon an so manch anderen Tagen. Und dann hoffe ich immer darauf, dass mich schon die richtigen Worte anspringen werden, und dann passiert das doch nie. Die richtigen Worte für einen guten Beitrag fliegen einem nicht wirklich zu. Mir schon mal gar nicht. Und heute? Heute bin ich erst recht abwesend. Die letzte Nacht war eindeutig zu kurz und ich merke deutlich das ich es auch heute wieder einmal kaum zur notwendigen Konzentration bringe. Dabei möchte ich doch jetzt gern den Laplop für ein paar Tage im Schrank lassen.

Gegen zwei Uhr Nachts kam mein Meister endlich, nach über einer Woche Abwesenheit, wohlbehalten aus Wien zurück. Und dann wurde natürlich noch erzählt und erzählt und einige Mitbringsel ausgepackt und so ganz nebenbei die SchokoMousseWahnsinnsTorte (glutenfrei!) aus dem oberlaa angefr…  . Haach ja, und ich esse gerade schon wieder an ihr … und was der Meister mir mit diesen Mistelzweigen vielleicht sagen will muss ich auch noch ergründen…


Ich kam also vor vier Uhr nicht in den Schlaf. Und mit meinen Gedanken bin ich, wahrscheinlich nun auch deswegen, ziemlich abwesend heute.
Nebenbei schreibe ich den Einkaufszettel und auf einem anderen Blatt sinniere ich außerdem immer noch über die Speisenfolge der Feiertage … ich wollte ja auch gern mal ein Tiramisu machen …
Ein paar Weihnachtskarten muss ich noch verschicken, und dann noch diejenigen mit einem Anruf beglücken, denen ich keine Karte sende.

Jetzt aber erst mal wieder schleunigst zurück zu meinem Beitrag zu Weihnachten… Gar nicht so leicht. Hapert schon bei der Überschrift.
Mit dem Thema ‚Weihnachten‘ können alle Wünsche doch fast nur noch ausgekaut klingen. Wie wär’s mit: „friedliche weihnachten“? Kann nicht ganz so falsch sein. Kommt mir aber doch schon bekannt vor .. ich schau lieber noch mal nach. Was hatte ich denn die anderen Jahre so „oben drüber“ ? Ahh … richtig … da war es. Das hatten wir doch schon. Ist aber einige Jahre her.
Doch beim kurzen überfliegen fällt mir gleich auf, dass das gar nicht so lange her klingt. Ne, ist sogar sehr aktuell, finde ich. Wie eben gerade verfasst. Da dachte ich doch eigentlich noch, mit der Zeit beruhigt sich die Welt endlich mal wieder… weit gefehlt.
Und was soll ich dann heute sagen?
Nichts. Nichts anderes als eben genau das. Ich kann mich da wirklich nur wiederholen. Ich wünsche uns allen friedliche Weihnachten.

Lasst es Euch gut gehen und kommt gut ins nächste Jahr.

ein geschenkter wintertag

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Im Haus weiche welten hat sich die Vorweihnachtszeit in den letzten Jahren zur unruhigsten Zeit des Jahres entpuppt. Es ist nicht die stressigste, also zumindest nicht für mich, sondern eher die unstetigste Zeit. Soweit damit auch die unplanbarste.
Und das liegt nur an meinem Meister. Denn gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit hat er genau dann die meiste Arbeit vorliegen. Zudem ist er dabei noch nicht einmal zu Hause anzutreffen. Schon blöd sowas.

Wie gern würde ich jeden einzelnen Weihnachtsmarkt besuchen. Wie schön wäre dabei gleich ein ausgedehnter Stadtbummel, um all diese herrlich weihnachtlich bunt dekorierten und beleuchteten Schaufenster zu bewundern, und ja, auch den Weihnachtsmarktduft aufzusaugen. Das ja sowieso.
Ich könnte ja vermuten, dass mein Meister gar nicht mal so derart unglücklich über seine derzeitige Abwesenheit ist. Denn somit entgeht er gleichermaßen der Gefahr, vielleicht doch irgendwelche Beute nach Hause tragen zu müssen. Vor allem jetzt, da wir doch gerade so schön ein abspecken beschlossen haben. Also das Unnützkramabspecken. Und das läuft schon recht gut. Jeder neue leere Karton wird als Etappenziel gefeiert. Und ein paar sind es schon.

Nun wird es also alljährlich zunehmend schwieriger mit meinem Meister Termine auszuhandeln, die etwas vorweihnachtliche Harmonie beinhalten.
Aber einen Tag hat er sich freigeschaufelt, und wir haben diesen mit einem Ausflug ins Erzgebirge zelebriert.
Schon länger stand die Weihnachtsstadt Annaberg-Buchholz auf unserem Ausflugswunschzettel. Nun konnte zumindest dieser Wunsch schon mal erfüllt werden. Einen ganzen Tag abgeknapst – nur für uns. Wie schön. Auf ins Weihnachtsland.

Annaberg-Buchholz macht es Touristen die mit dem Auto anreisen sehr leicht. Problemlos kann man unweit der Innenstadt auf einem großen Parkplatz kostenfrei sein Auto abstellen und hat lediglich einen kurzen Fußmarsch in die Stadt. Am Wochenende gibt es zusätzlich einen kostenfreien Shuttlebus.

Wir hatten natürlich vorher den Wetterbericht verfolgt und uns dementsprechend gekleidet. Und doch erreichten die Temperaturen dann nur einen Minusgrad von 2, und begleitend von eisigem Wind war es viel kälter als gedacht. Meine Füße tauten erst wieder mit Hilfe der Heizung im Auto gegen Abend auf. Aber was macht das schon. So ein Winter-Urlaubstag ist mit nichts einzutauschen. Da gehört dann auch ein kräftiges Schneegestöber einfach dazu.

Wir schlemmten, wir besuchten fast jeden der wunderschönen Läden und fuhren sehr glücklich und zufrieden wieder nach Hause.

¿  und wer auch einmal im winter seinen urlaub im erzgebirge plant und einen einheimischen befragen möchte wo man denn rodeln kann … dem kann ich die antwort hier schon verraten: „übrall wo a‘ barsch is!“

 

Macht Euch eine schöne Weihnachtszeit.
Lasst es Euch gut gehen.

mein haustier hasst mich

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Meine Stimmung der letzten Wochen war noch gar nicht auf Weihnachten eingestellt. Seit diesem Wochenende aber ist das nun zum Glück ganz anders.

Eine gesamte Woche lang haben wir uns große Sorgen um unsere kleine, gar nicht mehr so dicke Hummel gemacht und alles an Untersuchungen mitgenommen, was die Tiermedizin so hergibt. Und ich meine wirklich ALLES. Bis hin zum Besuch der Notfallklinik Samstag Nacht. Nachdem auch kein Schmerzmittel mehr half, ihre Nase auf ein normales Bewegungsniveau zu bekommen und sie selbst, wenigstens nur einmal, zu ihrem gewohnten gechillten hinlegen zu bringen.
Alles, nur um endlich zu einer Diagnose zu kommen warum sie so schwer Luft holt, nur noch apathisch aufrecht in der Ecke hockt und nichts mehr frisst.
Langsam, über ungefähr zwei Wochen, kam dieser kranke Prozess ins laufen, aber dann wurde es schnell gravierend schlimmer.

Und nichts wurde gefunden. Kein einziges Röntgenbild sagte etwas aus. Und Hummel schwieg auch. Zum Glück nur schlug das Antibiotikum an und zeigte als Einziges etwas Wirkung. Sie fraß zumindest wieder ihre Lieblingsleckereien wie Apfelchips und Basilikum oder Petersilie.
Am Ende gab der Arzt der Tierklinik den entscheidenden Tipp zu einer vagen Diagnose, mit der Frage ob es denn Vorerkrankungen (auch bei Partnertieren) mit Encephalitozoon cuniculi gab. Eine Kopfschiefhaltung ist eines der Merkmale bei Kaninchen. Diese Krankheit hat aber sehr unspezifische Ausprägungen. Bei Rudi, unserem zweiten Kaninchen, verlief sie völlig anders. Außer dem der Futtereinstellung. Da war der Verlauf gleich. Das Fressen stellte auch er sofort ein.
Also ein letzter Hinweis auf eine letzte mögliche heilende Therapie. Der Stress für Hummel war immens. Jeden Tag acht Mal aus dem Käfig raus holen um dann die orale Verabreichung der Medikamente durchzuführen. Nun obendrein noch die dringende Blutabnahme.

Die positiven Antikörper besagen nichts über den Ausbruch dieser Krankheit. Aber ohne Therapie haben die Fellnasen gar keine Chance. Also nun das Klammern an den allerletzten Strohhalm und Behandlung auf Verdacht auf e. cuniculi.
Jeden Tag und Spritze um Spritze einer verabreichten Darmkur besserte sich nun Hummels wie auch damit unser Zustand. Der Appetit kam zurück. Und der von Hummel auch. Und den Verlust von 300 Gramm Körpergewicht wird sie auch bald wieder drauf haben. Apfelchip um Apfelchip.

Wahrscheinlich kam es eben genau davon, dass ich bisher so einfach gar kein Weihnachtsgefühl entwickeln konnte. Obwohl ich die letzten Wochen auch schon einige Lebkuchen verputzte. Aber auch die winterliche Kälte trug bisher zu keiner weihnachtlichen Stimmung bei. Ne, das hatte alles nicht so richtig funktioniert.

Seit gestern aber nun bin ich im Weihnachtsflow schlechthin. Mich ergriff seit langem mal wieder eine fast unheimliche Energie. Ich wollte nur noch räumen und putzen, damit ich die Bude danach endlich weihnachtlich vollhängen und -stellen kann. Und als ob ich für meine stundenlangen Putzdienste, am heiligen Sonntag, belohnt werden sollte, fing es pünktlich zum ersten Advent zu schneien an. Und Plop – urplötzlich war ich in der Weihnachtszeit angekommen. Ich konnte mich gar nicht satt sehen an dem weißen Gekrümel da draußen. Was doch 1 1/2 cm Schnee so bewirken können. Endlich wurde es aber auch mal wieder etwas heller und meine Stimmung konnte nicht besser sein. Jetzt kann ich mich endlich auch an allen Lichtern und Räucherkerzen und Weihnachtsgebimmel dementsprechend gefühlsduselig beteiligen. Gemeinsam trällerten wir dann sogar schon Weihnachtslieder.

Und unsere Hummel ist wieder die gechillteste der Welt.
Und vielleicht kann sie mich nach diesem Verabreichen der Darmkur auch irgendwann mal wieder leiden und haut und beißt mich nicht mehr.
Dann vielleicht, wenn ich sie wieder einfach nur mal aus dem Käfig hole um sie zu knuddeln, und ich dabei keine Spritze mehr in der Hand halte.

Lasst es Euch gut gehen.

du grüne fluse du

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Ach wie herrlich sind sie, die Vielzahl der Beaniemützen. Sie sind äußerst anschmiegsam und so leicht. Und dabei doch so wärmend und außerdem so chic.
Diese neue hier zum Beispiel ist ein so zarter und zeitloser Begleiter. Einfachst und bequem und sie ist in jeder Tasche unterzubringen.

Erst tat ich mich etwas schwer mit diesem haarigem Garn. Ich hatte noch nie vorher mit derart filzigem zu tun und die Berechnungen der Mützengröße kostete mich einige Nerven. Denn die Wolle für meine vorherige Mütze, wie auch bei dieser hier, hat bei 25g eine gleiche Lauflänge von 112 m. Doch die Maschenprobe für 10 cm hat einmal eine Angabe von 24 Maschen und bei diesem Garn hier sind es gerade mal 17 Maschen. Das finde ich aber mal einen Unterschied.
Und dann kann es bei vorliegender Anleitung schon ein Problem geben. Hält man sich nämlich an die klassische Anweisung, bei einem Wollwechsel unbedingt auf die gleiche Lauflänge zu achten, und vollzieht dann den angegebenen Maschenanschlag mit dieser äquivalenten Wolle ohne vorherige Maschenprobe, gibt es wohl oder übel eine böse Überraschung. Und mit eventuell erhoffter Angleichung einer anderen Nadelgröße bei zu locker oder zu fest gestricktem ist hier auch nichts mehr auszugleichen.

Bei meiner vorherigen schwarzen Mütze schlug ich 96 Maschen für eine M Größe an. Diese Mütze, und nochmal: es sind beides die gleichen Lauflänge Angaben!, benötigte ich für etwa die gleiche Größe (sie ist ein klein wenig enger) nur 72 Maschen. Beides mit der Nadelgröße 5. Also völlig unablässig ist immer wieder die gehasste Maschenprobe. Und bei beiden Garnen ist ein auftrennen schier unmöglich.
Da ist also die Strickerin wieder einmal gut beraten wendet sie die Dreisatzrechnung an, um auf die benötigte Maschenanzahl zu kommen. Lauflänge hin oder her. Die Wahrheit sagt das Musterstück, bzw. die Maschenanzahl für 10 cm.

Aber nun, sie ist perfekt in ihrer Größe und wunderbar anschmiegsam. Außerdem leicht wie ein Federchen.

Die Wolle dazu kam einmal mehr aus dem Wollspendenkarton und daher geht diese Mütze in den Verkauf und der Erlös an die „Mützenaktion Guatemala“.
Ich fand diese Entscheidung, eine Erwachsenenmütze daraus zu stricken, auch hier sinnvoller, da diese Wolle durch ihre Fusseligkeit nicht unbedingt eine Babymütze sein sollte. Genau dann wandel ich sie lieber in eine große Mützen ab und kann sie an eine Liebhaberin geben, für die die Wolle besser geeignet ist zu tragen. Dann kann ich das Geld spenden oder erwerbe auch davon wieder neue Wolle für neue Babymützen.
Im Moment ist eine Wollanschaffung nicht nötig, da der Karton mit den Wollspenden wieder aufgefüllt wurde. Eine Befürworterin meiner Mützenaktion übergab mir kürzlich eine Tüte mit gut verwendbaren Wollresten. Daher wird der Erlös dieser Mütze an den Verein „Mirador e.V.“ überwiesen. Ich hoffe das ist auch in Eurem Interesse.

Lasst es Euch gut gehen.