unverhoffte musik im theater

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Einig waren wir uns schon vor unserer Abreise nach Istrien: Pula muss unbedingt ein Besuch abgestattet werden. Ist man nur irgendwie in der Nähe dieser Stadt ist es doch selbstverständlich dort vorbei zu schauen.


Wir freuten uns beide auf Pula, war sie ja auch nur 40 Kilometer von Labin entfernt. Sie sollte auch irgendwie DAS Highlight der Städtebesuche werden. Verspricht sie doch viel. Was kennt man von Pula? Natürlich, das bekannteste, das Amphitheater. Also führte uns auch gleich der erste Weg dahin. Unweit davon fanden wir problemlos einen Parkplatz in einer Seitenstraße und liefen los.

Am Amphitheater angekommen drehten wir erst eine Runde außen herum und wurden hin und wieder von Musik die aus dem Theater kam begleitet. Am Eingang angekommen stellten wir schnell fest dass am gleichen Abend ein Auftritt von Bonobo im Theater sattfindet und seine Band beim Aufbau, aber vor allem dann sogleich mitten in der Probe war.

Dieses Theater hat wirklich ein besonderes Flair. Es nimmt einen gefangen in seiner Größe und Höhe, und lässt auch noch die Macht verspüren die einmal dort herrschte und orderte. So zeigt es immer noch Härte und Stärke, auch wenn es in vielen Ecken leicht bröseln mag.

Wir liefen gemächlich über den Hof und stiegen dann einige Treppen hinauf und suchten uns mittig einen guten Sitzplatz, um das Bauwerk in seiner Dimension auf sich wirken zu lassen, aber auch um die Bühne möglichst gut in Augenschein nehmen zu können.

Da saßen wir nun in einer Gluthitze und lauschten den Klängen von Bonobo. Was für eine Mischung. Antik trifft auf Moderne. Und bedenkt man dann so nach und nach all der Grausamkeiten die einst in dieser Arena abgehalten und bejubelt worden, bekommt man nicht nur von Bonobos Musik eine kräftige Gänsehaut.
Wenn die alten Römer das doch heute nur sehen könnten wie wirklich gute Unterhaltung geht.
Und dann, im Swing dieser herrlichen Musikfetzen, bekommt das gesamte Theater gleich eine gewisse Leichtigkeit. So ist es gut.
Ach, könnte die Zeit doch jetzt hier stillstehen.

 

Pula selbst ist nicht die Entdeckung für uns gewesen. Aber ich lasse hier dazu mal meinen Meister sprechen:

„Nicht, weil es vielleicht nicht sehenswert gewesen wäre. Eher, weil natürlich durch das Konzert am Abend eine Menge Volk sich auf den Plätzen, durch die Straßen und Gassen wälzte. Es gibt durchaus eine Menge an sehenswerten Gebäuden mit auffälligen und manchmal auch unauffälligen Details. Und weil das gesamte Zentrum fast vollständig dem Tourismus „zum Opfer“ gefallen ist. In den Geschäften bis auf wenige Ausnahmen präsentierten sich die üblichen Verdächtigen.

Und da kommt ganz unauffällig ein Eisstand daher. In einer kleinen Parkanlage, die sich als Tummelplatz für den nachmittäglichen Kaffee und für die spätere Bewirtung aus allerlei unterschiedlichen Restaurationen anbietet. Ein kleiner, moderner Container mit der Aufschrift „aROMA“. 32 Eissorten, alle feinsäuberlich in kleinen runden Thermosbehältern unter jeweils einem Deckelchen untergebracht waren im Angebot. Einem staunenden, sichtlich unschlüssigen englischen Paar haben wir den Rat gegeben, doch von jeder Sorte zu nehmen. Das wurde mit einem herzhaften Lachen quittiert. Aber auch uns bereitete diese Auswahl Sorgen, die Entscheidung fiel auf Dunkle Schokolade und Heidelbeere. In der ersten Runde. Man kann es kaum beschreiben: Die dunkle Schokolade war tatsächlich genau dies – eine Offenbarung. Die Heidelbeeren waren der Hauptanteil der weiteren Kugel. Eine Geschmacksdichte wie beim Sorbet aber eben Milcheis, nie haben wir ein besseres Eis gegessen. Da war nichts zu machen, das ganze musste noch mal einer weiteren Kostprobe mit anderen Sorten unterzogen werden. Gleiches Ergebnis.

So bleibt uns Pula in bester Erinnerung – und das praktisch an jedem Eisstand an dem wir zukünftig die Auswahl haben werden.“

Lasst es Euch gut gehen.

 

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labin du schöne alte

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Da saßen wir nun hoch oben auf der Terrasse. Einer Adresse die noch nicht einmal unser Navi kannte. Im Rücken grüne Berge, vor uns der Blick über einen kleinen Weinberg hinunter auf Teile der Stadt Labin. Diese zeigte sich mit allerhand bunten Farben. Markante Hausfarben scheinen die Kroaten zu mögen. Immer wieder begegnet uns eine rote, orange oder lila Fassade.

Labin war eine Bergbaustadt. Der alte Bohrturm hat die Zeit überdauert und ragt mittendrin in die Höhe. Das Fabrikgelände wurde anderweitig genutzt und eine freie Fläche dient heute als Parkplatz. In Labin fallen sofort die ehemaligen Bergbauwohnungen im immer gleichen Hausbaustil auf. Sie sind über die Stadt verteilt errichtet worden, stehen geordnet in Reih und Glied und bestimmen fast das gesamte Stadtbild. Im Moment werden viele davon saniert.

Dabei ist das der neuere Teil der Stadt. Der alte, antike Stadtteil liegt noch höher auf der Bergkuppe. Ein steiler Anstieg wird dort von einer grandiosen Aussicht belohnt.
Noch ein kleines Stück höher liegt nur noch der Friedhof. Und bis zu diesem sollte man zuerst fahren. Einmal um davor kostenfrei zu parken, denn die Parkplätze in der Altstadt und in ihrer engeren Umgebung sind alle gebührenpflichtig, da sie in nicht allzu großer Zahl vorhanden sind. Und zum anderen weil selbst der Friedhof ein Besuch wert ist. In Kroatien sind die Friedhöfe gewöhnlich bunt, bunter und kunterbunt mit ausdauernden Kunstblumen auf allen Grabstellen geschmückt und sorgen damit immer wieder für einen Farbflash.

Vom Friedhof aus ist es nicht weit zur Altstadt zu laufen. Sollte man das nicht wollen oder können, gibt es dafür die kleine Bimmel-Bahn. Dieser Minizug bringt alle bequem weiter.


Die Altstadt zeigt sich auch ziemlich bunt. Und das kommt sicher daher dass sie mit unzähligen Ateliers aufwartet. Künstler gibt es in Kroatien überall wie Kiesel am Strand und sie werden mit vielen Förderprogrammen unterstützt. Auch die Schirme hingen in der Stadt verteilt für eine künstlerische Werbung.

Wir schoben uns gemächlich schlendernd durch all die vielen kurzen und langen Gassen hoch und runter. Eine sehenswerter als die nächste. Dabei stießen wir auch hocherfreut in der hintersten Ecke plötzlich auf einen reifen Feigenbaum. Leider standen wir an diesem nicht allein. Und wie immer waren die ersten reifen Früchte die er anbot auch noch so weit oben, dass wir nur die wenigsten erreichten. Aber immerhin. Denn das war dann auch unser erster und letzter Genuss davon in dieser Saison. Erstaunlich das in Dalmatien zu dieser Zeit die Feigensaison schon vorbei ist und sie hier gerade erst reif werden. Außerdem haben wir hier in Istrien auch noch wenig Bäume gesehen.

Der alte Kirchturm, der über allem ragt, lockte uns (na ja, eher meinen meister) natürlich auch noch mit einem Aufstieg. Ich war aber auch froh über diesen späteren herrlichen Ausblick über die gesamte Gegend. Der Aufstieg ist über die kurzen Trittflächen in einem engen Schacht und bei ungefähr 35 Grad nicht ganz ohne, aber machbar. Ein Wächter im Hof koordiniert zum Glück die Anzahl der Besucher. Und so tritt sich dann auch kaum einer im Treppenhaus oder oben beim Rundgang gegenseitig auf die Füsse.

Es war so schön von dort eine Gesamtübersicht über Labin zu bekommen. Wie herrlich grün diese Gegend doch ist. Natur soweit das Auge reicht.

In der neueren Stadt sind wir natürlich auch bummeln gegangen. Und am allermeisten interessieren uns dort gar nicht die vielen neuen Supermärkte mit bekannten Namen, nein, es gibt auch immer noch diese urtypischen kleinen „Tante Emma“ Läden von anno dazumal zu finden. Klar, sind die heute auch mit den neuen bekannten importierten Waren bestückt. Aber immer wieder begegnen uns in solchen Geschäften auch regionale Artikel die es sonst nicht überall gibt. Und diese Einrichtungen sind teilweise noch so richtig heimelig. Genau wie diese hier. Hinten an der Wand, besser gesagt in der Wand befinden sich noch immer die Kühlfächer. Ob die noch benutzt werden? Ich denke schon. War ja nicht immer alles unbrauchbar – früher.

Lasst es Euch gut gehen.

zaungäste

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Istrien war für uns Neuland. Wir sahen gleich den ersten Unterschied an der Vegetation. Kaum Olivenbäume, wenig bis gar keine Macchia, dafür aber viiiel Grün. Reichlich saftige Wiesen mit Blumen und grüne Berghänge ringsum. Ein Wald der eher an deutschen Forst erinnert. Ein großer Unterschied zu Dalmatien mit seinem trockenem dornigem Gestrüpp und den Pinienwäldern auf felsigem Untergrund.

Und doch war es für uns ein Schlüsselerlebnis uns auch hier gleich am ersten Tag wie zu Hause zu fühlen. Kroatien ist wirklich eine zweite kleine Heimat für uns geworden. Trotz der sehr kurzen Besuche zeigen die vielen Jahre ihre Wirkung. Denn zusätzlich feierten wir in diesem Jahr unser 20 jähriges Kroatien-Jubiläum! Was? Wo ist nur die Zeit hin? Bereits zum 20. Mal fuhren wir nun in das Land unserer Urlaubsträume und fühlen uns auch an einem neuen unbekannten Fleck so wohl wie immer. Auch hier ist einfach alles so vertraut und bekannt. Und sogar mit unseren wenigen Brocken kroatisch können wir unsere Vermieterin ein wenig beeindrucken. Sie freut sich unbändig darüber. Es ist wirklich wenig was wir in den Jahren für diese kurze Zeit Aufenthalt lernen konnten, aber das wenige sitzt so fest und tief, dass wir das wahrscheinlich bereits akzentfrei sprechen, denn oftmals wurden wir schon für Einheimische gehalten und es wurde weiterhin in kroatisch mit uns kommuniziert. Daher haben wir uns angewöhnt immer auch sofort einige englische oder deutsche Worte bei der Begrüßung einfließen zu lassen, damit sich erst keine Missverständnisse bilden und gleich klar ist das wir nicht von hier stammen und wir mal so rein gar nichts verstehen. Leider. Und doch klappt es auch ohne die Landessprache zu sprechen immer wieder hervorragend. Genau wie bei der Verkäuferin in dem kleinen Verkaufsladen am Rande eines Zeltplatzes, die sich sehr über unser Beladen des mitgebrachten Rucksack freute und die Ablehnung der Plastiktüte lobte. Und wir daraufhin fast ein ganzes Gespräch darüber führten wie schlecht das benutzen dieser Tüten ist und wie schön und auch einfach der Verzicht darauf. Keiner sprach die Sprache des anderen und es hat uns allen so viel Spaß gemacht. Auch wie einig wir uns in diesem Thema sind.

die hauskatze – die erste die uns in kroatien persönlich begrüßte. und ohne ihr wissen kommt oder geht hier niemand.

gleich den ersten kaffee am ersten morgen genoss mein meister nicht allein. sie lies sich auch die nächste stunde nicht stören. sie war einfach herrscherin ihres reichs. ab und an war ihr eben nach gesellschaft und auch nach streicheleinheiten – aber immer gern

Doch wir sind uns mit den Kroaten leider nicht in allen Themen so einig. Auch das muss mal erwähnt werden. Wir waren sehr verwundert, fassungslos und vor allem ratlos wie sie in diesem Ort mit ihren Hunden umgehen. Und ich sage hier bewusst „ihren“, denn es ist auch gar nicht zu erkennen wem sie gehören, wenn sie überhaupt jemandem gehören. Aber in jedem Fall haben alle ein Verantwortung dafür wenn ein Hund in ihrer Region lebt, bzw. sich auch nur „rumtreibt“!
Die Strassen sind voll mit Zwingern. Entweder neben dem Haus, vor dem Haus oder vom Besitzer auch mal gegenüber auf der anderen Straßenseite darin untergebracht. Ziemlich klein sind sie außerdem noch. Ausnahmslos! Drin stecken aber ziemlich große Hunde. Ich habe bei jedem einzelnen mitgelitten. Regelrechte körperliche Schmerzen hatte ich bei diesem Anblick. Von Auslauf ist keine Rede. Oder von Beschäftigung. Einige bellen bei jedem vorbeilaufenden. Andere kommen ans Gitter um zu gucken, vielleicht ob etwas zu bekommen ist. Ein trauriger Anblick. Da waren uns die wenigen freilaufenden Hunde schon lieber. Diese sahen gut genährt aus und scheinbar pflegten sie sich daraus folgend auch gut. Gleich am ersten Tag begleitete uns ein schwarz weißer Bordercollie am Ende unseres Stadtbummels bis zur Unterkunft. Keine Ahnung was er wollte. Er lief die gesamte Szrecke vor uns her und wusste komischerweise auch gleich wo wir hin mussten. Auf dem Hof unserer Unterkunft dann machte er Halt und war sogleich verschwunden. Bis er ungefähr eine halbe Stunde später wieder aufkreuzte und dabei war die Katze der Hausgemeinschaft zu jagen und ins Geäst des niedrigen Kirschbaums zu verbannen. Ich fand das großartig und die Katze kam ja auch nicht zu Schaden. Dies allein aber brachte ungewohnte Bewegung ins Haus, denn das lies plötzlich die zwei Mädels aktiv werden. Es wurde nach der Nonna, der Oma gerufen, wahrscheinlich um sich Rat einzuholen. Dann wurde nach dem Hund gejagt und sich nebenbei (vermutlich für den kurzen lärmausbruch) noch bei uns entschuldigt. Der eigene, ganz junge Schäferhund indessen schmachtete jaulend fiepsend weiterhin unweit im Hauszwinger der Zeit entgegen in der er selbst einmal am Tag von den Mädels für etwa eine halbe Stunde an der Leine Gassi gehen durfte.
Hinter dem Zaun auf dem angrenzenden Weinberg sah ich den Collie noch einmal vorbei laufen. Er warf einen letzten sehnsüchtigen Blick zu uns zurück und trottete durch das hohe Gras davon. Wir haben ihn nie wieder gesehen.

sie mochte mich sicher mehr als den meister. zumindest interpretiere ich das mal so.
des nachts kam sie wahrscheinlich durch das offene fenster und flog mir ohne vorwarnung auf den kopf. wir waren beide mächtig erschrocken. ihr wildes geflatter machte es mir sehr schwer sie einzufangen. sie konnte sich gar zwischen glas und pappe mit all ihren kräften durchquetschen und damit befreien. ein weiteres mal gefangen setzte ich sie erst mal ab und wir beruhigten uns alle und erst dann lies sie sich endlich ohne gegenwehr und ohne beinbruch nach draußen bringen.

von mir lies er sich zwar gern streicheln, sobald aber mein meister in der nähe war, war ich gleich abgemeldet. er legte sich zum nachmittagskaffee unter den nachbarstuhl und leistete meinem meister beim lesen gesellschaft.

Einige Tage später, wir waren schon einige Straßen aus der Stadt gelaufen, begleitete uns auf einmal ein kleiner weißer Struppi. Er brachte uns auch bis zur Unterkunft und besuchte uns darauf jeden Tag auf der Terrasse. Er kannte sich dort bereits gut aus, obwohl wir bis zum letzten Tag nicht wussten wohin er gehörte. Einmal kam er uns im Wald entgegen gelaufen und lief dann mit uns wieder heimwärts. Immer 3 Schritte vorraus.
Ich hatte nur ständig damit zu tun ihn nicht zu uns ins Zimmer zu lassen. Ich nehme an er bekam dort öfters etwas zu fressen, so erpicht wie er darauf war hinein zu kommen. Nur am letzten Tag, wir waren schon beim Auto beladen, und die Tür stand weit offen, da schaffte er es dann doch noch hinein. Aber so schnell wie er kam so schnell lief er auch jedes Mal wieder davon.

abends war es am schönsten. und am friedlichsten.

Lasst es Euch gut gehen.

was kaum zu erwarten war

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Nun geht er wohl wirklich zu Ende, der Sommer. Oder aber zumindest knickt er vorerst gewaltig ein. So musste es ja irgendwann mal kommen …

Die ganze letzte Woche habe ich ihn noch mal in ganzen Zügen genossen. War noch etwas fauler als ich es ohnehin schon bin und habe möglichst jede Minute draußen verbracht. Meist mit Häkelzeugs. Drinnen hätte ich mich eh nur dermaaßen über neue Nachrichten geärgert.
Haach, so ein herrlicher Spätsommer. Das könnte ich immer haben. Trotz merklichem Tiefstand der Sonne tat sie noch richtig gut. Diesen sachten Ausklang habe ich mir genau so schon seit Jahren gewünscht. Nun trat er ein. Und der Sommer und ich, wir haben uns von nichts hetzen lassen und haben uns in aller Ruhe und vollem Frieden voneinander verabschieden können.
Und schon steuerten wir heute auf den Herbst zu. Und nun soll er mit Wucht eintreffen, der Herbst. Aber gut. Auch damit kann ich dieses Jahr gut umgehen, nach diesem vollen Sommer. Und mich nun gar auf Stürme oder Regen einstellen und mich auf den Herbst freuen.

auf unserem zwischenstopp empfing uns kärnten mit viel wasser von oben

so schön wohnt es sich nur in österreich

oder auch so kann man wohnen – ist das nicht entzückend?
das ist der leseraum des hotels

Dieses Jahr sah es erst danach aus dass unsere jährliche Reise ins gelobte Land ausfallen wird. Mein Meister fand keinen freien Termin. Jede Woche unternahm er eine Fahrt nach Bayern oder Österreich. Doch dann fand sich noch eine größere Lücke. Somit konnten wir zwar los, nur jetzt nicht mehr ans gewohnte Ziel, sondern wir besuchten dieses Jahr zum ersten Mal Istrien.
Gelobtes Land bleibt aber nun mal gelobtes Land – egal ob unten oder oben. Da sind wir sowas von flexibel. Und wie erstaunlich war es dann wieder, dass wir uns auch dort sofort zu Hause fühlten. Und es gab diesmal so viel Neues zu sehen und auch viel Altes wiederzuentdecken.

Istrien ist ein Trüffelland und hat außerdem viel an unterschiedlichsten Käsesorten zu bieten. So laben wir uns noch heute an einem „Schatzi mit Trüffel“ – bei dem der Verkäufer gar nicht mehr aufhörte sich über diese gewonnene Wortschöpfung zu freuen und uns mehrmals mitzuteilen. Seinem sehr guten deutschen Sprachgebrauch nach hat er sicher auch einige Zeit in Deutschland gearbeitet.
Es gibt auch Istrisches Olivenöl und istrischen Wein sowieso. Das einzige was sie auch dort nicht haben, obwohl wir dies wegen der Nähe zu Österreich und Slowenien vermuteten, ist Kürbiskernöl. Nein, meinte der Verkäufer, sowas machen sie in Istrien nicht. Sie bleiben bei Olivenöl.
Wir sind nun nicht gerade die Trüffelverfechter schlechthin. Aber unser Gläschen Trüffelbutter kommt hin und wieder zum Einsatz und jetzt der neue Genuss von Schaf/Ziegenkäse mit Inhalt ist eine Wucht. Den esse ich pur.

Wir haben ausreichend Aquagymnastik betrieben und konnten dabei dem Eisvogel beim Jagen zusehen. Er lies sich keineswegs von zwei badenden Touris stören und stürzte sich wenige Meter vor uns ebenfalls ins Wasser. Ein sehr erfolgreicher kleiner schillernder Kerl.
Auch rätselerprobt sind wir aus den letzten Wochen hervorgegangen. Unsere allabendliche Beschäftigung, wobei mein Meister sich als Spielverderber herausstellte indem er alle Lösungswörter zuerst eintrug und mir dann den Stift überlies mit der Begründung so wär’s leichter und vor allem schneller. Die Ungeduld entstand wohl auch daraus das wir nicht fertig wurden unsere unzähligen Mückenstiche zu versorgen. Dabei waren wir recht froh das die Tag/Nachttemeraturunterschiede in Istrien größer sind als in Dalmatien und wollten uns endlich am Abend Abkühlung verschaffen mit offener Tür…

Lasst es Euch gut gehen.

ich verdampfe

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Hallo August.
Du lässt vermuten, du bringst genau so viel Wärme und Dürre im Gepäck mit wie deine drei (oder waren es schon 4? )Vorgängermonate bereits auspackten. Heißer und trockener Sommer satt bis zur Decke. Ich habe eigentlich nichts gegen viel Wärme, aber mittlerweile ist es auch mir recht anstrengend. Gestern zeigte das Thermometer bei uns 40,6 Grad. Ich möchte mich keine drei Schritte vom Propeller entfernen und Nachts klammere ich mich an meine mit Eiswürfeln gefüllte Wärmflasche.
Heute streikt dann selbst die Technik. Mein Touchpad hat sich verabschiedet. Den halben Tag habe ich damit zugebracht den Rechner in Gang zu bekommen. Nach Stunden „Problemlösungen beseitigen“ hat er sich endlich hochgerappelt, allein das Touchpad bleibt weiter funktionslos.

Und unsere Gedanken kreisen derzeit fast nur noch darum wie wir unseren zwei süßen Fellnasen Abkühlung verschaffen können. Tagsüber springen sie von einer kalten – na ja, vielleicht – kühleren – Fußbodenstelle zur anderen, um sich flach den Bauch zu kühlen. Nachts bekommen sie den Riesenkühlakku aus dem Gefrierer auf den Käfig gelegt. Außerdem schlabbern sie alles an Kirschen und Salat weg was es gibt.

Nun warten wir ab was der August so mit sich bringt. Und für mich wird es mal wieder Zeit eine längere Blogpause einzuschieben. (mein rechner plante dies wohl auch) Diesen starken Sommer möchte ich in aller Ruhe genießen *ächäm und ich möchte mich um mehr Dinge kümmern die sonst etwas zu kurz kommen. Und dann natürlich möchte ich sowieso viel und noch viel mehr lesen und stricken – ach nein, im Sommer häkel ich viel mehr und viel lieber. Und das dieses Jahr am liebsten mit den Füssen im Eiswasser.
Na, wie auch immer. Hoffen wir das diese heiße Phase gut überstanden wird. Auch für alle (Haus)Tiere und Wälder.

Damit Euch aber in meiner blogfreien Zeit nicht etwa langweilig wird, empfehle ich Euch den Blog sattelperspektiven. Für ein Jahr lang hat sich mein Stiefsohn mit seiner Freundin abgemeldet und sie haben sich erneut auf’s Rad geschmissen die Welt zu erkunden. Diesmal wollen sie per pedes weit in den Osten und berichten auf ihrem Blog darüber. Vielleicht wollt ihr bei den beiden mal vorbeischauen.

hummelurlaub

 

Kommt gut durch die Sommerwochen und bleibt schön gesund.

Lasst es Euch gut gehen.

sommerkonzentrat – edition ’18

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Es ist vollbracht. Viele bunte kurze und lange Fädchen haben sich wieder zusammen gefunden um erneut in einer kleinen Grannydecke zu glänzen. Wieder gibt es von mir einen vollen bunten Sommer als Babydecke verpackt. Wieder so ein besonderes Einzelstück, ein Unikat – wie es auch der kleine Mensch ist, für den es sein soll.
Und natürlich wird auch dieser Erlös wieder von mir gespendet. Dieses Mal an den Verein Mirador.ev.

Dieses Jahr war ich erheblich im Vorteil. Ich hatte doch glatt beim letzten häkeln für solch eine Decke schon einige Grannyteile mehr gearbeitet – wahrscheinlich flutschte es damals gerade so schön. Aber wie froh war ich schon eine vorbereitete Menge im Körbchen zu finden. Und damit ging es dieses Jahr gleich schneller. Dafür fiel mir am Ende dann das Fäden vernähen etwas schwerer. Dazu brauchte ich einiges gut zureden und einige Motivationsstunden mehr. So verschieden kann das sein.


Aber es gibt in meinen Kartons immer noch so einige Fadenreste und neue kommen auch hin und wieder dazu …

Wer diese kleine Babydecke nun sein eigen nennen möchte – hier lang.

Lasst es Euch gut gehen.

 

ruheparkplatz

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Wie lange ist es her das wir im Wörlitzer Park waren? Ewig. Genauere Angaben sind auch nach längerem Grübeln nicht möglich.
Meine Erinnerungen an diesen Park reichen bis weit in die Kindheit zurück. Ostern und Pfingsten waren äußerst beliebte Termine, an denen sich meine Familie aufmachte dort die ersten Fühlingssonnenstrahlen im zarten Grün zu erleben. Selbstredend war der Park dann gut gefüllt und selbst für eine Bootsfahrt musste man auch erst einmal anstehen.

Jetzt zur Sommerzeit sind scheinbar alle verreist oder liegen am Wochenende an irgendeinem See. Der Park jedenfalls war fast leer, und das an einem Sonntag. Mit Campingstühlen gewapnet und Picknickbestückt machten wir uns auf zu einem entspannten Tag.

Die Kanäle können derzeit leider nicht befahren werden, da sie zu wenig Wasser führen. Aber das tut der Besichtigung des Parks keinen Abbruch. Vielleicht auch gerade deswegen kann man nun einen herrlich ruhigen Tag dort genießen.
Wir suchten uns ein nettes Ufer und schlugen dort unser Lager auf. Ich hatte mein Häkelzeugs dabei, bin aber gar nicht dazu gekommen es zu benutzen. Mein Blick blieb nur noch an der Landschaft hängen, in den Bäumen kleben und haftete endlos auf dem Wasser, auf dem es hin und wieder ein kräftiges Aufschlagen gab. Dann hatte sich gerade wieder ein dicker Fisch irgendein Insekt geholt. Eine Unmenge von Libellen und Wasserläufern tanzten über und auf der Wasseroberfläche.
So schön könnte jeder Sonntag sein.

Lasst es euch gut gehen.

marzipanwelt

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Seit dem Cafe Besuch in Freiberg möchte ich schon gern mal selber so einen Marzipanteig als Boden für einen Früchtekuchen machen. Und nun endlich ist es mir gelungen. Nach einiger Recherche habe ich festgestellt das es unterschiedliche Varianten gibt so einen Marzipanboden herzustellen. Einige nehmen dazu gemahlene Mandeln, andere Marzipan. Meine Tendenz ging von Anfang an hin zu dem Marzipan. Ich habe schon oft gemahlene Mandeln als Mehlersatz verbacken, hatte dabei aber nie diesen unvergleichlich starken Marzipangeschmack erreicht.
Also dieses Mal: reichlich Marzipan bitteschöön.
Gut, und damit durchforste ich meinen Küchenschrank auf der Suche nach Marzipanpäckchen. Was aber fällt mir dabei zufällig als erstes in die Hände? Eine Tüte Marzipankugeln. Na Hallo! Dann eben ihr! Und was war das für ein leckeres Ergebnis!

Und ihr habt sicher Verständnis dafür, dass es zu diesem Kuchen nun leider nicht mehr Fotos gibt als dieses Eine. Es gab einfach keine Möglichkeit noch ein einziges Stückchen vor die Linse zu bekommen. Er war einfach zu schnell weg. Und ich glaube das war nicht der Letzte seiner Art im Haus weiche welten.

 

Früchtekuchen mit Marzipanteig

 

100g Marzipan (es tut auch eine tüte marzipankugeln 🙂 – 125g ) ganz klein schneiden und/oder mit einer Gabel zerdrücken
2 Eier
50 g Zucker und
30 g Margarine gut vermengen.

20 g Mehl (glutenfrei)
20 g Maismehl
10 g Speisestärke (Mais) mit
1/2 TL Backpulver vermischen und zu dem Teig geben. Weiter

1/2 TL Zimt und noch
1 Prise Salz dazu. Alles verrühren.

Den Teig in eine ø 26 cm Form oder in mehrere kleine Förmchen füllen und im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad ca. 30 Minuten backen. Dann auskühlen lassen.

1 Packung Vanillepudding nach Packungsanleitung zubereiten
und auf den abgekühlten Teig geben. Fest werden lassen.

Dann die gewünschten frischen Früchte auf den Kuchenteig geben und
1 Packung Tortenguss zubereiten.
Auf den Kuchen geben und auskühlen lassen.

Lasst es Euch gut gehen.

bunt gemischt sei er, hilfreich und gut – heute besonders

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Nein, ich reite auf keiner neuen Fitnesswelle. Die Idee, doch mal einen Smoothie auszuprobieren kam von meinem Meister. Seit Bekanntwerden seiner angeborenen Diabetis ist die Futteraufnahme im Haus weiche welten wieder mal ein neues Dauerthema.
Nach meiner Umstellung auf einen möglichst glutenfreien Haushalt, ist jetzt zusätzlich noch ein Insulin vermeidbares Ernähren angesagt. Und das ist nicht ganz so einfach, will man schnell gesättigt sein. Denn da heißt es: so gut wie keine Kohlenhydrate. Kaum Brot, wenig Kartoffeln, Nudeln usw. Daher gefiel meinem Meister die Idee des Smoothie. Gesund und schnell sättigend. Eine komplette Mahlzeit als Drunk ohne Insulinspritze. Und ich brauche mal nicht zu kochen – haa!

Bereits vor der Bewegung des „veggieday“ war der Mittwoch über Jahre unser fleischfreier Tag. Gegen Donnerstage habe ich aber auch nichts. Und so einer war dann heute. Mein Meister fand auch schnell Rezepte und so war der Smoothie heute unser Mittag.
Fazit: Wir testen uns geschmacklich noch ran.
Für mich war es der Erste, mein Meister hatte schon mal einen rein mit Früchten. Ist das dann auch ein Smoothie? Ich denke ja immer der ist rein aus Gemüse.? Ein Eintrag im Netz bestätigte mich da ein bisschen: „schmeißen sie alles aus der Kaninchenschüssel rein…“ Na ja, Obst bekommen unsere Fellnasen ja auch. Aber hauptsächlich Gemüse, das stimmt. Ich kann es mir ja auch einbilden, aber meine Hummel guckte mich heute schon merkwürdig von unten an, als ich nun einige Blumenkohlblätter einbehielt. Aber da muss ich wirklich schnell sein, sonst ist nichts mehr da.

Möhren, Petersilie, Paprika, Avocado, Zuckerrohrdicksat, die benannten Blumenkohlblätter, Gurke, Wasser, Thymianzweige … das war er Inhalt. Am Schluss fehlte mir aber wirklich dann noch was fruchtiges. Das nächste Mal wird mit Banane oder Apfel aufgepeppt. Das kann ich mir passend vorstellen. Heute habe ich mir noch mit einem Schuss Zitronensaft ausgeholfen. Das war auch gut. Und gutes brauche ich heute noch. Vor allem was der Seele gut tut …

… denn heute ist schon ein Depritag für mich … nach dem gestrigen Nachmittag. OOhhhh was war das böse. Ja, ich brauche noch eine Weile um darüber weg zu kommen. Vielleicht dann, nachdem endlich keine Wiederholungen der Spielzüge in Dauerschleife gezeigt werden. Und nachdem endlich auch die ewige Fragerei nach dem ‚warum‘ aufhört. Die Einstellung das IMMER WIR gewinnen müssen gefällt mir nicht. Nein. Darüber gibt es kein Gesetz.

Obwohl ich es irgendwie doch schon geahnt hatte das es so kommen muss. Es gab einfach zu viele schlechte Anzeichen im Vorfeld. Nach all dem vielen und nicht enden wollenden Gerede über Fotos, und der ja ach so schlechten Auswahl der Spieler …
Ich hatte Bauchgrummeln und habe das erste Spiel gar nicht angesehen. Beim Zweiten wollte ich Gewissheit über die Chancen. Das Dritte hätte ich lieber nicht gesehen.
Ich hoffe nun inständig das sich die Häme in Grenzen hält und das sich all die, die sonst so gern und schnell verbal auf andere draufhauen, erst mal an ihre eigene Nase fassen und sich fragen ob denn bei ihnen immer alles glatt läuft.
Es ist nur Fußball! Und in ein paar Wochen ist das auch wieder (fast) vergessen. Und es wird neue Chancen geben. Die Spieler brauchen jetzt Aufmunterung und neuen Mut und Selbstachtung.
Aber ich darf heute noch ein bisschen traurig sein.

Lasst es Euch gut gehen.

willkommen auf skios

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Das Buch hätte aber auch ‚Ein verrückter Sommer in Griechenland‘ heißen können.
skios1

Griechenland ist eben einfach ein herrliches Land. Natürlich um dort Urlaub zu machen, oder auch um dort zu arbeiten – sicherlich. Immer wieder würde ich mich dort aufhalten wollen.
Das Buch „Willkommen auf Skios“ las ich letzten Sommerurlaub in Kroatien. Und war dann dabei nun gefühlsmäßig auf einer griechischen Insel. Paradox irgendwie, aber auch ziemlich ähnlich. Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert mit diesem Buch. Ein paar Mal musste ich lauthals auflachen und meinem Meister sofort die Stelle vorlesen, die so besonders lustig war. Das tun wir beide im übrigen immer.

Manche mögen diese skurile Verwechslungskomödie vielleicht für etwas albern halten. Sie hat nun nicht gerade Tiefgang. Aber gerade auch deswegen ist sie herrlich leicht und unterhaltsam für einen Sommerurlaub. Und so fühlt man sich gleich mittendrin, im heißen griechischen Sommer. Auf einem Berg, abgelegen, in einem Ferienhaus. Nichts weiter in der Nähe als Landschaft und Ziegen. Die pure Entspannung – sofern man nicht einen Auftrag hat …

In diesem Ferienhaus hält sich einer auf der da fehl am Platze ist und sich bald verschaukelt vorkommt. Und der, der sich da aufhalten sollte, der führt indes das Leben des anderen in einem Hotel als Promi gut betütelt und lässt es sich so richtig gut gehen. Beide sind sie auch fast gleichermaßen selbst schuld an der Verwechslung. Der eine nur bewusst, der andere unbewusst.

Ich hatte großen Spass an dem Buch, und was mir sonst eher nie passiert: hier hatte ich von Anfang an gleich den Film vor Augen. Sogar die Schauspieler selbst wusste ich sofort und hörte sie alle im inneren Ohr sprechen. Der leicht vertrottelte Professor war Herbert Knaup und der eigenmächtige Schreiberling war in meinem Film Johann von Bülow. Jede einzelne Handlung sah ich mit diesen zwei ganz klar vor mir. Bei allen anderen war und bin ich mir noch unsicher.
Also Bitte! Dieses Buch muss einfach verfilmt werden. Natürlich mit diesen beiden.
Ich unterstütze dabei auch gern weiterhin…

Lasst es Euch gut gehen.