ich verdampfe

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Hallo August.
Du lässt vermuten, du bringst genau so viel Wärme und Dürre im Gepäck mit wie deine drei (oder waren es schon 4? )Vorgängermonate bereits auspackten. Heißer und trockener Sommer satt bis zur Decke. Ich habe eigentlich nichts gegen viel Wärme, aber mittlerweile ist es auch mir recht anstrengend. Gestern zeigte das Thermometer bei uns 40,6 Grad. Ich möchte mich keine drei Schritte vom Propeller entfernen und Nachts klammere ich mich an meine mit Eiswürfeln gefüllte Wärmflasche.
Heute streikt dann selbst die Technik. Mein Touchpad hat sich verabschiedet. Den halben Tag habe ich damit zugebracht den Rechner in Gang zu bekommen. Nach Stunden „Problemlösungen beseitigen“ hat er sich endlich hochgerappelt, allein das Touchpad bleibt weiter funktionslos.

Und unsere Gedanken kreisen derzeit fast nur noch darum wie wir unseren zwei süßen Fellnasen Abkühlung verschaffen können. Tagsüber springen sie von einer kalten – na ja, vielleicht – kühleren – Fußbodenstelle zur anderen, um sich flach den Bauch zu kühlen. Nachts bekommen sie den Riesenkühlakku aus dem Gefrierer auf den Käfig gelegt. Außerdem schlabbern sie alles an Kirschen und Salat weg was es gibt.

Nun warten wir ab was der August so mit sich bringt. Und für mich wird es mal wieder Zeit eine längere Blogpause einzuschieben. (mein rechner plante dies wohl auch) Diesen starken Sommer möchte ich in aller Ruhe genießen *ächäm und ich möchte mich um mehr Dinge kümmern die sonst etwas zu kurz kommen. Und dann natürlich möchte ich sowieso viel und noch viel mehr lesen und stricken – ach nein, im Sommer häkel ich viel mehr und viel lieber. Und das dieses Jahr am liebsten mit den Füssen im Eiswasser.
Na, wie auch immer. Hoffen wir das diese heiße Phase gut überstanden wird. Auch für alle (Haus)Tiere und Wälder.

Damit Euch aber in meiner blogfreien Zeit nicht etwa langweilig wird, empfehle ich Euch den Blog sattelperspektiven. Für ein Jahr lang hat sich mein Stiefsohn mit seiner Freundin abgemeldet und sie haben sich erneut auf’s Rad geschmissen die Welt zu erkunden. Diesmal wollen sie per pedes weit in den Osten und berichten auf ihrem Blog darüber. Vielleicht wollt ihr bei den beiden mal vorbeischauen.

hummelurlaub

 

Kommt gut durch die Sommerwochen und bleibt schön gesund.

Lasst es Euch gut gehen.

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sommerkonzentrat – edition ’18

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Es ist vollbracht. Viele bunte kurze und lange Fädchen haben sich wieder zusammen gefunden um erneut in einer kleinen Grannydecke zu glänzen. Wieder gibt es von mir einen vollen bunten Sommer als Babydecke verpackt. Wieder so ein besonderes Einzelstück, ein Unikat – wie es auch der kleine Mensch ist, für den es sein soll.
Und natürlich wird auch dieser Erlös wieder von mir gespendet. Dieses Mal an den Verein Mirador.ev.

Dieses Jahr war ich erheblich im Vorteil. Ich hatte doch glatt beim letzten häkeln für solch eine Decke schon einige Grannyteile mehr gearbeitet – wahrscheinlich flutschte es damals gerade so schön. Aber wie froh war ich schon eine vorbereitete Menge im Körbchen zu finden. Und damit ging es dieses Jahr gleich schneller. Dafür fiel mir am Ende dann das Fäden vernähen etwas schwerer. Dazu brauchte ich einiges gut zureden und einige Motivationsstunden mehr. So verschieden kann das sein.


Aber es gibt in meinen Kartons immer noch so einige Fadenreste und neue kommen auch hin und wieder dazu …

Wer diese kleine Babydecke nun sein eigen nennen möchte – hier lang.

Lasst es Euch gut gehen.

 

ruheparkplatz

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Wie lange ist es her das wir im Wörlitzer Park waren? Ewig. Genauere Angaben sind auch nach längerem Grübeln nicht möglich.
Meine Erinnerungen an diesen Park reichen bis weit in die Kindheit zurück. Ostern und Pfingsten waren äußerst beliebte Termine, an denen sich meine Familie aufmachte dort die ersten Fühlingssonnenstrahlen im zarten Grün zu erleben. Selbstredend war der Park dann gut gefüllt und selbst für eine Bootsfahrt musste man auch erst einmal anstehen.

Jetzt zur Sommerzeit sind scheinbar alle verreist oder liegen am Wochenende an irgendeinem See. Der Park jedenfalls war fast leer, und das an einem Sonntag. Mit Campingstühlen gewapnet und Picknickbestückt machten wir uns auf zu einem entspannten Tag.

Die Kanäle können derzeit leider nicht befahren werden, da sie zu wenig Wasser führen. Aber das tut der Besichtigung des Parks keinen Abbruch. Vielleicht auch gerade deswegen kann man nun einen herrlich ruhigen Tag dort genießen.
Wir suchten uns ein nettes Ufer und schlugen dort unser Lager auf. Ich hatte mein Häkelzeugs dabei, bin aber gar nicht dazu gekommen es zu benutzen. Mein Blick blieb nur noch an der Landschaft hängen, in den Bäumen kleben und haftete endlos auf dem Wasser, auf dem es hin und wieder ein kräftiges Aufschlagen gab. Dann hatte sich gerade wieder ein dicker Fisch irgendein Insekt geholt. Eine Unmenge von Libellen und Wasserläufern tanzten über und auf der Wasseroberfläche.
So schön könnte jeder Sonntag sein.

Lasst es euch gut gehen.

marzipanwelt

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Seit dem Cafe Besuch in Freiberg möchte ich schon gern mal selber so einen Marzipanteig als Boden für einen Früchtekuchen machen. Und nun endlich ist es mir gelungen. Nach einiger Recherche habe ich festgestellt das es unterschiedliche Varianten gibt so einen Marzipanboden herzustellen. Einige nehmen dazu gemahlene Mandeln, andere Marzipan. Meine Tendenz ging von Anfang an hin zu dem Marzipan. Ich habe schon oft gemahlene Mandeln als Mehlersatz verbacken, hatte dabei aber nie diesen unvergleichlich starken Marzipangeschmack erreicht.
Also dieses Mal: reichlich Marzipan bitteschöön.
Gut, und damit durchforste ich meinen Küchenschrank auf der Suche nach Marzipanpäckchen. Was aber fällt mir dabei zufällig als erstes in die Hände? Eine Tüte Marzipankugeln. Na Hallo! Dann eben ihr! Und was war das für ein leckeres Ergebnis!

Und ihr habt sicher Verständnis dafür, dass es zu diesem Kuchen nun leider nicht mehr Fotos gibt als dieses Eine. Es gab einfach keine Möglichkeit noch ein einziges Stückchen vor die Linse zu bekommen. Er war einfach zu schnell weg. Und ich glaube das war nicht der Letzte seiner Art im Haus weiche welten.

 

Früchtekuchen mit Marzipanteig

 

100g Marzipan (es tut auch eine tüte marzipankugeln 🙂 – 125g ) ganz klein schneiden und/oder mit einer Gabel zerdrücken
2 Eier
50 g Zucker und
30 g Margarine gut vermengen.

20 g Mehl (glutenfrei)
20 g Maismehl
10 g Speisestärke (Mais) mit
1/2 TL Backpulver vermischen und zu dem Teig geben. Weiter

1/2 TL Zimt und noch
1 Prise Salz dazu. Alles verrühren.

Den Teig in eine ø 26 cm Form oder in mehrere kleine Förmchen füllen und im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad ca. 30 Minuten backen. Dann auskühlen lassen.

1 Packung Vanillepudding nach Packungsanleitung zubereiten
und auf den abgekühlten Teig geben. Fest werden lassen.

Dann die gewünschten frischen Früchte auf den Kuchenteig geben und
1 Packung Tortenguss zubereiten.
Auf den Kuchen geben und auskühlen lassen.

Lasst es Euch gut gehen.

bunt gemischt sei er, hilfreich und gut – heute besonders

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Nein, ich reite auf keiner neuen Fitnesswelle. Die Idee, doch mal einen Smoothie auszuprobieren kam von meinem Meister. Seit Bekanntwerden seiner angeborenen Diabetis ist die Futteraufnahme im Haus weiche welten wieder mal ein neues Dauerthema.
Nach meiner Umstellung auf einen möglichst glutenfreien Haushalt, ist jetzt zusätzlich noch ein Insulin vermeidbares Ernähren angesagt. Und das ist nicht ganz so einfach, will man schnell gesättigt sein. Denn da heißt es: so gut wie keine Kohlenhydrate. Kaum Brot, wenig Kartoffeln, Nudeln usw. Daher gefiel meinem Meister die Idee des Smoothie. Gesund und schnell sättigend. Eine komplette Mahlzeit als Drunk ohne Insulinspritze. Und ich brauche mal nicht zu kochen – haa!

Bereits vor der Bewegung des „veggieday“ war der Mittwoch über Jahre unser fleischfreier Tag. Gegen Donnerstage habe ich aber auch nichts. Und so einer war dann heute. Mein Meister fand auch schnell Rezepte und so war der Smoothie heute unser Mittag.
Fazit: Wir testen uns geschmacklich noch ran.
Für mich war es der Erste, mein Meister hatte schon mal einen rein mit Früchten. Ist das dann auch ein Smoothie? Ich denke ja immer der ist rein aus Gemüse.? Ein Eintrag im Netz bestätigte mich da ein bisschen: „schmeißen sie alles aus der Kaninchenschüssel rein…“ Na ja, Obst bekommen unsere Fellnasen ja auch. Aber hauptsächlich Gemüse, das stimmt. Ich kann es mir ja auch einbilden, aber meine Hummel guckte mich heute schon merkwürdig von unten an, als ich nun einige Blumenkohlblätter einbehielt. Aber da muss ich wirklich schnell sein, sonst ist nichts mehr da.

Möhren, Petersilie, Paprika, Avocado, Zuckerrohrdicksat, die benannten Blumenkohlblätter, Gurke, Wasser, Thymianzweige … das war er Inhalt. Am Schluss fehlte mir aber wirklich dann noch was fruchtiges. Das nächste Mal wird mit Banane oder Apfel aufgepeppt. Das kann ich mir passend vorstellen. Heute habe ich mir noch mit einem Schuss Zitronensaft ausgeholfen. Das war auch gut. Und gutes brauche ich heute noch. Vor allem was der Seele gut tut …

… denn heute ist schon ein Depritag für mich … nach dem gestrigen Nachmittag. OOhhhh was war das böse. Ja, ich brauche noch eine Weile um darüber weg zu kommen. Vielleicht dann, nachdem endlich keine Wiederholungen der Spielzüge in Dauerschleife gezeigt werden. Und nachdem endlich auch die ewige Fragerei nach dem ‚warum‘ aufhört. Die Einstellung das IMMER WIR gewinnen müssen gefällt mir nicht. Nein. Darüber gibt es kein Gesetz.

Obwohl ich es irgendwie doch schon geahnt hatte das es so kommen muss. Es gab einfach zu viele schlechte Anzeichen im Vorfeld. Nach all dem vielen und nicht enden wollenden Gerede über Fotos, und der ja ach so schlechten Auswahl der Spieler …
Ich hatte Bauchgrummeln und habe das erste Spiel gar nicht angesehen. Beim Zweiten wollte ich Gewissheit über die Chancen. Das Dritte hätte ich lieber nicht gesehen.
Ich hoffe nun inständig das sich die Häme in Grenzen hält und das sich all die, die sonst so gern und schnell verbal auf andere draufhauen, erst mal an ihre eigene Nase fassen und sich fragen ob denn bei ihnen immer alles glatt läuft.
Es ist nur Fußball! Und in ein paar Wochen ist das auch wieder (fast) vergessen. Und es wird neue Chancen geben. Die Spieler brauchen jetzt Aufmunterung und neuen Mut und Selbstachtung.
Aber ich darf heute noch ein bisschen traurig sein.

Lasst es Euch gut gehen.

willkommen auf skios

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Das Buch hätte aber auch ‚Ein verrückter Sommer in Griechenland‘ heißen können.
skios1

Griechenland ist eben einfach ein herrliches Land. Natürlich um dort Urlaub zu machen, oder auch um dort zu arbeiten – sicherlich. Immer wieder würde ich mich dort aufhalten wollen.
Das Buch „Willkommen auf Skios“ las ich letzten Sommerurlaub in Kroatien. Und war dann dabei nun gefühlsmäßig auf einer griechischen Insel. Paradox irgendwie, aber auch ziemlich ähnlich. Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert mit diesem Buch. Ein paar Mal musste ich lauthals auflachen und meinem Meister sofort die Stelle vorlesen, die so besonders lustig war. Das tun wir beide im übrigen immer.

Manche mögen diese skurile Verwechslungskomödie vielleicht für etwas albern halten. Sie hat nun nicht gerade Tiefgang. Aber gerade auch deswegen ist sie herrlich leicht und unterhaltsam für einen Sommerurlaub. Und so fühlt man sich gleich mittendrin, im heißen griechischen Sommer. Auf einem Berg, abgelegen, in einem Ferienhaus. Nichts weiter in der Nähe als Landschaft und Ziegen. Die pure Entspannung – sofern man nicht einen Auftrag hat …

In diesem Ferienhaus hält sich einer auf der da fehl am Platze ist und sich bald verschaukelt vorkommt. Und der, der sich da aufhalten sollte, der führt indes das Leben des anderen in einem Hotel als Promi gut betütelt und lässt es sich so richtig gut gehen. Beide sind sie auch fast gleichermaßen selbst schuld an der Verwechslung. Der eine nur bewusst, der andere unbewusst.

Ich hatte großen Spass an dem Buch, und was mir sonst eher nie passiert: hier hatte ich von Anfang an gleich den Film vor Augen. Sogar die Schauspieler selbst wusste ich sofort und hörte sie alle im inneren Ohr sprechen. Der leicht vertrottelte Professor war Herbert Knaup und der eigenmächtige Schreiberling war in meinem Film Johann von Bülow. Jede einzelne Handlung sah ich mit diesen zwei ganz klar vor mir. Bei allen anderen war und bin ich mir noch unsicher.
Also Bitte! Dieses Buch muss einfach verfilmt werden. Natürlich mit diesen beiden.
Ich unterstütze dabei auch gern weiterhin…

Lasst es Euch gut gehen.

tanzsaal im keller

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Wir sind gut. Wir sind so richtig gut. Und das liegt größtenteils wahrscheinlich auch am heißen Wetter der vergangenen Wochen.
Ich bin derzeit voll des Lobes, was unsere Reduktion von Dingen betrifft die wir nicht mehr nutzen. Läuft! fällt mir dazu nur noch als erstes ein. Die meiste Zeit sind wir jetzt im Keller anzutreffen.

Jahrelang war dieses „wir müssen mal dringend was im Keller machen!“ fast schon ein running gag. Derzeit ist es uns schon wieder schleierhaft wieso wir uns erst jetzt so richtig aufraffen konnten mal klar Schiff zu machen. So selbstverständlich wird heute ein Karton nach dem anderen gegriffen, begutachtet, und entschieden was mit dem Inhalt passieren soll. Aber es wird uns nach wie vor auch ein bisschen einfach gemacht. Denn wer sich derzeit im Keller und nicht in der warmen Wohnung aufhalten darf, wird schon per se belobigt.
Und da werde ich bereits von meinem Meister voller Stolz in das besenreine Kämmerlein zum Tanzen eingeladen. Woche um Woche erneut mit vergrößerter freien Fläche. Und die Hitze des Tages verleitet da auch jedes mal zu einem extra Gang in das kühlende steinerne Untergeschoss. Einfach mal so. Nur um zu gucken was vielleicht noch weg könnte. Und dabei kann man sich auch noch viel Zeit lassen, so angenehm wie es gerade dort ist. Also wirklich zu empfehlen sich gerade jetzt den Keller vorzunehmen!

Wir sind höchst zufrieden mit dem bisher erreichten Ergebnis und sind auch deswegen immer noch sehr motiviert.
Ja, sicher, so manches Mal ist es auch richtig schwer. Da hängen viele Errinerungen an zu vielen Dingen. Und immer auch der Gedanke: das brauchst du vielleicht doch noch mal. Bei einigen Stücken sind wir uns auch mal uneinig – zum Glück aber bei den meisten nicht. Fahrrad gefahren bin ich die letzten Jahre nicht mehr, und auch gezeltet haben wir nicht. Selbst alte Bretter standen seit dem letzten Umzug in der Ecke, um vielleicht doch noch irgendein Regal daraus zu bauen. Wir haben in 15 Jahren keines vermisst!


Zwei antike güldene Klavierleuchter – ein Erbstück meines Meisters, hängen nach einem jahrelangen dunklem Kartonleben heute wieder über einem Klavier und wurden zu einer Weihnachtsüberraschung für die Frau eines Mannes, die ihn deswegen schon einige Zeit damit aufzog, den vorgesehenen Kerzenplatz neben dem Instrument in Ewigkeit unbestückt zu sehen. Haa!
Ein CD Player machte eine Frau im Krankenhaus glücklich, der ihre Tochter sie gut unterhalten wissen wollte. Und mein alter erster! Fön, der noch dazu meinen Namen trägt, ging wieder an eine Namensvetterin, die Spass an alten DDR Sachen hat und sich jetzt ebenso von sich selbst anpusten lassen kann …. ächäm

Weg, weg und weg. Sollen lieber andere noch ihren Spass dran haben, ehe es hier in Kisten vermodert. Wir haben den Spass beim Besichtigen des immer leerer werdenden Kellers.

Lasst es Euch gut gehen.

sommeratem

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sommer184

Der Sommer hat seine eigenen Regeln und Geschwindigkeiten.
Die Tage werden jetzt immer noch länger und das ist für mich ja überhaupt die schönste Zeit des Jahres. Daher will ich diese ganz besonders und auch besonders lange auskosten. Dadurch nur wird oder wirkt diese Zeit auch unruhiger und angestrengter für mich. Manchmal habe ich das Gefühl das so ein Sommertag dann gar kein Ende finden will. Er fordert mich vehement auf noch zu bleiben, noch zu genießen. Um Himmels Willen alles, aber auch alles mitzunehmen, was es an sonnigen, aber zumindest an hellen Stunden gibt. Ach was, jede Minute muss mitgenommen werden. Da empfinde ich dann durchaus einen Zwiespalt. So gern habe ich diese langen warmen sonnigen Tage, doch gegen Abend finde ich kaum den Abschluss und dann komme ich innerlich nur mit Mühe zur nächtlichen Ruhe.

Aber eins ist jetzt seit Wochen bei uns ein entspannter Ritus. Wir setzen uns regelmäßig Jamies Ginger Beer an. Das ist das beste an heißen Sommertagen und ein purer Genuss.
Ich schreibe hier mal auf wie ich es mache, denn wir trinken es etwas abgewandelt, nicht ganz so stark vielleicht. Aber ihr könnt gern in das Originale Rezept reinschauen und dann eure ganz eigene Mischung kreieren.

Jamies easy peasy ginger beer für 1,2 liter

All diese Zutaten in einen Krug geben:

ca. 5 cm vom mindestens daumendicken Ingwer grob raspeln
von 1 1/2 Zitronen die Schale abschneiden
und dann die Zitronen in dünne Scheiben schneiden.
4 Teelöffel brauner Rohrohrzucker
2 Zweige frische Minze

Dann mit Sprudelwasser übergießen, umrühren und eine kurze Zeit ziehen lassen, bis sich der Zucker auflöst. Später dann mit normalem kalten Wasser auffüllen. Kühl stellen.

Das originale Rezept von Jamie findet ihr hier.

sommer18
Lasst es Euch gut gehen.

ein apfelkuchen der vom himmel fiel

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Apfelkuchen backen ist eine total simple Sache, sollte man denken. Eben so ein einfaches Einsteigerding, selbst für Backnovizen, könnte man glauben. Doch so manches Mal steckt der Teufel im Detail und dann geraten gerade diese vermeintlich einfachen Aufgaben zum nicht gewünschten Ergebnis. Warum auch immer. So geschehen bei Johann Lafer und Adel Tawil beim 4. Gang des Grillevents. Dem krönenden Abschluss musste eine neue Krone untergeschoben werden.

Vielleicht war es schon eine gewisse Lässigkeit eines endenden arbeitsvollen sonnigen Tages, der da veranlasste nach drei vollbrachten und super gelungenen Gängen vielleicht nicht mehr ganz so genau hinzuschauen und zu kontrollieren. Und inmitten eines wunderbaren Sonnenuntergangs verliessen sich dann womöglich die 4 Augen und 4 Hände auf den jeweils anderen neben sich. Und schon fragt keiner mehr nach, und keiner schaut mehr genau hin, welche Zutaten in den Kuchenteig kommen. Nur noch schnell den Abspann des Tagesprogramms absolvieren, um dann endlich diese friedliche Abendstimmung gemeinsam genießen zu können. Und dann …

Dann kommt das Erwachen beim Blick auf den Grill.
Warum geht der Apfelkuchen nicht auf? Haben wir alle Zutaten rein getan? Hast du oder ich das Backpulver reingemischt? Keiner weiß es. Auch egal, weil – zu spät.

Gern hätte ich doch das Resultat dieses ‚Lafer – Backversuch‘ gesehen. Leider, dieser verschwand fast geheim in der Versenkung. Denn mehr vor als hinter den Kulissen fand ein urplötzlicher Austausch eines Kuchen statt. Woher kam denn dieser frische Neue, aber vor allem einwandfreie Apfelkuchen? Wurden da mehrere zur Vorsicht in der Hinterküche vorgebacken? Niemand klärte uns darüber auf. Das sollte wohl Betriebsgeheimnis bleiben.
Nur ein lamentierender und äußerst deprimierter Koch ließ weiterhin ratlos am Grill die Schultern hängen und verstand die Welt nicht mehr. Woran lag’s? Wer hatte Schuld?

Die Vermutung des vergessenen Backpulvers liegt schon am nächsten. Und das, Herr Lafer, ist nun wirklich schon JEDER Bäckerin passiert und kein Grund zur Verzweiflung. Auch wenn der Termin dafür vielleicht jetzt etwas ungünstig lag. Nur anders gefragt: welcher Termin wäre denn recht gewesen? Na also!

Er konnte einem schon wirklich richtig leid tun, der Herr Lafer. Vom neuen Kuchen wollte er dann auch schon gar kein Stück mehr probieren. War ja nicht sein Werk. Und so hielt er sich lieber an das Eis. Das aber nicht Portionsweise auf dem Teller – Neeeiiin – da brauchte es jetzt schon die volle Dröhnung und gleich die ganze Eiskiste! Und Löffel los …

Am Rezept selbst kann es nicht gelegen haben, das es bei Johann Lafer kein Kuchen wurde. Denn bei allen Synchrongrillern gelang er bestens.
Sogar in glutenfrei konnte ich ihn, aufgrund des wenigen Mehls eins zu eins umsetzen und der Teig ging vernünftig auf, schmeckte hervorragend und blieb saftig frisch. MIr gefiel das Rezept so gut, dass ich es bereits bis heute mindestens 4 Mal wiederholte. Zumindest als Grundlage, mit wechselnden Belägen. Das Salzkaramell ist natürlich eins der wichtigsten Bestandteile dieses Rezeptes und schmeckt auch ohne Kuchen ..

Omas Apfelkuchen mit Salzkaramell und Vanilleeis

Aber nochmal: das der Herr Lafer keinen Apfelkuchen hinbekommt, das glaubt nun wirklich kein einziger Mensch! Nur an diesem Tag  – da sollte es eben nicht sein.

Und weil es sowieso nie schaden kann: jetzt einmal zum guten Abschluss eine Runde Trosteis für alle.

Dieses leckere Apfelkuchenrezept erhält von mir 5 von 5 Sterne.

Lasst es Euch gut gehen.

 

ersatzgrapefruit mit nuss

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Wenn auch länger her, möchte ich dennoch die letzten beiden Gänge von unserem Lafer-Grillevent mit Euch teilen. Denn sie sind alle ihre Erwähnung wert, und sicherlich auch das Nachkochen – besser noch das Nachgrillen.

Bei der Beschaffung der Zutaten erwies sich mal wieder eine als kleine Hürde. Auch das ist nichts neues. Dieses mal war es die Pomelo. Keine zu finden. Tröstlich war da nur ein bisschen, dass es auch vielen anderen so erging, wie ich im Forum las. Also war ich da zumindest schon im Vorfeld gebrieft, das diese Chance, eine zu ergattern, recht winzig ist. Es war keine Saison mehr für die Pomelo. Manche unternahmen gar regelrechte Erdumkreisungen um eine aufzutreiben. Nein, so weit geht meine Liebe zur Pomelo nicht. Da müsste sich was anderes finden lassen.
Ich hatte den Plan gefasst als Alternative zu einer Orange zu greifen. Sollte doch als Ersatz reichen. Im Laden hatte ich sie schon im Korb, bis mir eine rote Grapefruit über den Weg kullerte. Jaa! Das ist es, dachte ich. Viel besser. Und das war sie dann auch.

Beim Grillen selbst wurde dann verkündet, es hätte doch an so einige eben genau diesen Tipp gegeben, zu einer Grapefruit auszuweichen. Haa, einmal alles richtig gemacht. Glück gehabt. Herr Lafer fand die Pomelo zwar nach wie vor besser da sie milder im Geschmack wäre, aber ich muss sagen: alle Pomelos, die ich bisher aß, wären mir zu mild und süß gewesen für diesen Salat beim 3. Gang, namens:

Ananas-Hähnchen mit Pomelo und Spitzkohl

Wir hatten auch keine ganze Hähnchenbrust zum aufschneiden zur Verfügung. Stattdessen haben wir kleine Filetstückchen genommen und auf diese dann die Ananas drapiert. Das waren super kleine Portiönchen und unsere Interpretation vom grillfreien Grillen in der Pfanne. Ein prima Häppchengenuss.

Spitzkohlsalat ist eine feine Sache. Ich hatte den Spitzkohl schon mal im Haus und wollte daraus einen Weißkohlsalat machen, da mir der Weißkohl dafür immer etwas zu hart ist. Das wurde aber nicht so der Genuss. Aber man soll mit neuem Rezept dem SPitzkohl auch mal eine neue Chance vergeben. Und dieser Salat hier aus dem Spitzkohl wurde trotz etwas Skepsis sehr gut. Fein abgerundet mit den Salznüssen. Das fand ich lecker. Genau wie die leicht herbe Grapefruit dazu.

Neu war für uns der Einsatz von Reisessig, Sesamöl und der Sweet Chili Soße. Passte aber alles sehr gut zusammen. Nur der Koriander … nee nee. Wir wehren uns nach wie vor gegen frischen Koriander. Der kommt uns nach einmaliger Erfahrung nicht mehr durch die Tür. Ich habe davon aber eine Tüte gefriergetrockneten im Schrank und schmeiße daraus immer mal wieder mehr ans indische Hühnchen und weniger zum Beispiel nun auch hier an den Salat. Geschmacklich auch völlig zureichend. Etwas Minze dagegen tut immer gut.
Alles in allem war es ein wunderbar harmonisch frischer fruchtiger Salat. Für jeden Grillabend eine empfehlenswerte nicht alltägliche Beilage.

Von mir gibt es zwar einen Punkt weniger, da die Zubereitung etwas aufwendiger war. Aber immer noch 4 von 5 Sterne ist dieses Gericht wert.

Lasst es Euch gut gehen.