dubbel lekker

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Ein Wirbel steckt noch immer in meinem Rücken im verhärteten Muskel fest und will da partout nicht wieder raus. Eine echt verflixte Sache. Und das bedeutet für mich aber auch vor allem für meinen Therapeuten eine schwierige Aufgabe dieses Problem zu lösen. Wir bleiben dran und ich bekomme zusätzlich Hausaufgaben und quäle mich weiterhin ein bisschen durch den Tag. Dehnen, bewegen, dehnen, strecken, dehnen, dehnen…

Trotz lädiertem Rücken stand aber nun unsere Geburtstagsfahrt an, und was gebucht ist, ist nun mal gebucht und zum Glück war und ist das Laufen im Moment eine der besten Bewegungen für mich. Daher fuhr ich zwar mit ordentlichem Bauchgrummeln los, sowie einer Ladung Schmerzpillen, aber doch mit der Hoffnung die Tage ganz gut durchzustehen.

Es ging los und bald fuhren wir auf der Autobahn in die Richtung Oberhausen / Dortmund. In diese Region komme ich nicht allzu oft und fand es großartig. Wir sinnierten sofort über Oberhausener Beerdigungen mit Polonaisen und Singsang über den Friedhof und hofften doch gleichzeitig dass das jetzt bitte kein schlechtes Omen sein soll … wir grüßten die Oberhausener Jungs  – aber vor allem: Frau Gerburg Jahnke! Ich hoffe ihnen haben die Ohren geklingelt.
Und dann übertrieb mein Meister es noch und machte doch glatt noch einen Abstecher nach Oberhausen um gleich noch bei Berger reinzuschauen. Grüße an Frau Bruni Prasske – „Berger“ ist überall.

Dann fuhren wir weiter in das Königreich der Niederlande, unserem Endziel. Und dabei mussten wir doch bei der Anreise noch mal grübeln wer denn König und Königin ist. Die Gesichter hatten wir auf dem Schirm und wußten sofort wen wir meinten, allein für die Namen brauchten wir noch ein Weilchen.

Der erste Eindruck von der Niederlande war natürlich: flach! Endloser Blick über die weite Prärie. Mit vielen, wirklich vielen Pferden, Kühen und Schafen. Und weiterer Eindruck: grün, grüner, noch grüner, Wald. Wir kampierten in unserem Hotel gar mitten im Wald. Der Ort im Gelderland, mit ca. 27000 Einwohnern, wurde direkt in einen Wald gebaut. Strasse, Kreuzung, Kreisverkehr …  alles neben Waldboden mit Moos und Tannennadeln. Sensationell.
Wir fühlten uns sofort wildsauwohl. Es war so ruhig und friedlich und überhaupt sind die Menschen dort sehr gelassen, freundlich und zuvorkommend.
Und ich habe noch nie, niemals! so viele Kühe liegend gesehen. Das begeisterte mich direkt am ersten Tag. Hier bei uns stehen die meisten Kühe und fressen. Nicht dort. Wenn doch eine Kuh stand habe ich schon entgeistert beobachtet ob sie irgendein Problem hat und sich vielleicht deshalb nicht legen kann.
Also haben wir gleich verstanden: wir sind im Land des guten Grases und das ist hier wohl doppelt lecker. Nach diesem Anblick des Kuh-Yoga steht für mich felsenfest: holländisches Gras muss! einfach gut sein. Aber: es haut auch die stärkste Kuh um.

Wir sind gerade am Königstag angereist und wurden überall schwer patriotisch empfangen. In jedem noch so kleinen Ort fanden Festivitäten statt und jeder Marktplatz war feiertechnisch geschmückt und belebt. Mein Meister war hin und weg was und wie viel man in oranje (orange) an Teigteilchen backen kann. Und das war erst die Einstimmung auf ein sehr lekker zoet (lecker süßes) Land.

Mit dem Besuch der Niederlande verbanden wir auch die Absicht einen Abstecher nach Amsterdam zu machen. Vor Jahren hatten wir dort mal einen Zwischenstopp bei einer Flugreise eingelegt, aber von der Stadt selbst nichts weiter gesehen.

Amsterdam ist eine schöne Stadt, aber auch eine total überrannte. Menschenmassen auch in der allerkleinsten Gasse. Wie wird das erst in der Hauptreisezeit sein?
Wir fuhren mit dem Auto nach Amsterdam, was ich beim nächsten Mal lieber bleiben lassen würde. Doch wir hatten nach dem Stadtbesuch noch eine andere Tour auf dem Plan, daher empfahl sich hier mal die Flexibilität an diesem Tag.
Die Parkhäuser sind gut zu finden und leer, doch überteuert. Die Reise mit der Bahn ist unkompliziert und schnell und daher eher zu empfehlen.

In Amsterdam angekommen besuchten wir als erstes einen Flohmarkt. Und da gibt es eine Menge hübscher Dinge. Wenn ich gekonnt hätte wie ich wollte… zum Glück aber nicht. Überhaupt erlebt in den Niederlanden das ’second hand‘ eine ganz andere Beachtung als bei uns. Ganze Stadtviertel haben einen Gebrauchtwaren Laden neben dem anderen. Einmal bestückt mit Haushaltwaren, ein anderes Mal mit Bekleidung.

Ebenso ist dort die Verpflegung eine recht internationale Sache. Da findet man eine Esskultur neben der anderen. Und von der Rauchkultur ganz zu schweigen. Anfangs wurde dazu den zwei Herren neben uns die 1. Etage im Coffeeshop gegenüber empfohlen, später kam dann aber selbstverständlich ein Grasladen nach dem anderen. Mit vollem Zubehör. Und dort hätte es schon gereicht für eine Weile nur im Türrahmen stehen zu bleiben um weiterhin einen etwas benebelten bunten Tag zu haben. Was für starke Gerüche! Ich bekam gleich Hunger.

Und auch dazu findet sich ein breites Angebot. Begeistert war ich von einem Bioladen der ein super Sortiment an Salaten aufwies. Meine Wahl fiel auf … na was? Richtig! Avocado. Diese lag auf einem Quinoasalat mit Paprika, Kichererbsen, Feta und Mango. Halleluja. Da macht man nichts falsch. Wie lecker. Und den habe ich mir auch schon nachgemacht. Wie lecker und gern immer wieder.

Bei MacDoof gibt es – zumindest in Amsterdam – drei glutenfreie Burger zur Wahl. Auch da musste ich nach Jahren einmal sündigen. Vielleicht auch ganz gut, dass es in Deutschland bis jetzt immer noch nicht zu diesem Angebot kam. Auch nicht zu diesem: jedem seinen Burger frisch zuzubereiten und den Kunden lieber (höchstens) 3 Minuten warten zu lassen, als alle nicht bestellten Frisch-Waren nach 10 Minuten wegzuschmeißen.

Aber vor allem „Bagels and Beans“ standen bei mir sofort sehr hoch im Kurs. Dort gibt es zwar nur eine Art Basis-Bagel als glutenfrei zur Wahl, aber das immerhin flächendeckend als Standard, und dieser konnte dann mit allem belegt werden was die Karte hergab. Und wieder mal war es dann bei mir die Avocado! was isses lekker!

Trotz des nicht ganz kleinen Preises gibt es, wahrscheinlich zur Versöhnung, den Service der Schoko-Kaffeebohnen. Diese kleinen Kerlchen liegen zum vernaschen auf dem Tisch in zuckersüßen kleinen Pfännchen. Haach! Und das Größte: in Schächtelchen auch noch frei zum mitnehmen im Glas auf der Theke! Jahaa – so macht man sich Freundinnen! Und nun bin ich angefüttert und muss hier gleich nach Mokkabohnen schauen … verflixt.

Hier noch ein paar Impressionen von Amsterdam:

Lasst es Euch gut gehen.

 

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alles mit links

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Heute geht es schon wieder. Das Sitzen. In den letzten Wochen war es mir fast unmöglich dies länger als 5 Minuten schmerzfrei zu praktizieren. Mein Rücken hat mich derart außer Gefecht gesetzt. Selbst ob und wieviel ich essen möchte war ein Thema. Die Rückenschmerzen waren meist größer als mein Hunger. Und nun kommt der Rücken erst ganz langsam mit Hilfe meines guten Therapeuten wieder in alte Bahnen. Muskelschwund und Muskelverhärtung. Alte Leier – neuer Schmerz. Ein Graus.
Längeres Sitzen ist noch immer eine Qual. Ich vermeide es wo ich nur kann. Aber Häkeln im stehen? Auch nich‘ so dolle … Und apropos stricken und häkeln … absolut kontraproduktiv. Zu einseitige Belastung. Und gerade jetzt beginne ich eine größere Sache…


Wir gehen alles durch. Wie stehe ich in der Küche beim schneiden? Gerade oder gebückt? Wie halte ich den Staubsauger?
„Alles mehr mit links machen!“ – so mein Therapeut. Sagt sich so einfach. Aber mach das mal!
„Gut, dann anfangen gleichmäßig fest auf beiden Beinen zu stehen. Kein’s einknicken! Bei jedwedem Stehen nach Möglichkeit immer abwechselnd auf einem Bein, und damit die Muskeln beidseitig stärken und den Gleichgewichtssinn trainieren. Und zwischendurch immer wieder dehnen. Besonders die rechte Seite. Dehnen, dehnen, dehnen!“  -Ich bin eine absolut schiefe Person, was soll ich machen.

Progressive Muskelrelaxation empfahl er mir, sowie Yoga. Vor Jahren hatte ich mal mit Pilates angefangen, aber nicht durchgehalten. Immer ist dann etwas anderes wichtiger. Ja ja, Ausrede – ich weiß. Aber ich muss unbedingt mehr tun. Obwohl mich seine zwei aneinander geklebten Tennisbälle schon prima unterstützen. Die sind für mich immer wieder Retter in der Rückennot gewesen. Ab an die Wand und die Bälle neben der Wirbelsäule fest hoch und runter rollen. Herrlich ist das.

Ich fange an nach diesem PMR Fach-Dingens im Netz zu suchen, was das denn überhaupt ist. Er hat es mir extra notiert und ich soll mal danach gucken. Und ich finde zu allem gute Videos. Für die Starter wie auch für die Profis. Tolle Sache.
Alles was mit Entspannung zu tun hat gefällt mir am besten. Loslassen ist das große Zauberwort. Ich habe dahingehend in den letzten Jahren schon gelernt gut auf mich zu achten. Denn jetzt erst merke ich es wenn ich verkrampfe. Das war früher nicht so und brachte dann über die Zeit die Schmerzen. Jetzt kann ich ‚loslassen‘ und kann mich bewusst lockern und entspannen. Leider immer noch zu wenig oder noch zu falsch. Dazu soll mir das PMR helfen.

Ich finde auch ein Training für ein besseres Gleichgewicht in einer Yoga Übung. Da findet sich das ‚auf einem Bein stehen‘ wieder. Prima, denke ich. Passend für mich. Und eine Übung lässt mich da neugierig werden. Der Yoga Baum. Diese Übung verspricht bessere Konzentration und ein besseres Gleichgewicht. Aber hallo – immer her damit!


Die Übung ist auch gar nicht so schwer. Doch sobald ich die Augen schließe falle ich um. Das genau soll doch aber das Gleichgewicht ausgleichen. Nix da – ich falle um. Also, einen Schritt zurück und die Arme unten lassen. Ich falle um. Ok, dann noch einen Schritt zurück und jetzt den Fuß nur unten an den anderen Fuß anlehnen. Augen zu und – ich falle um. Ok Ok. Dann eben noch einen Schritt zurück und einfach ein Bein über dem Boden anheben. Ich falle um! Wie soll das je gehen? Üben üben üben.!?
Ich stehe ganz am Anfang – und der Baum am Ende.
Ohhmmm und Namaste‘.

 

Lasst es Euch gut gehen.

schneller dran mit nudeln im käsebett

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So, nun haben wir endlich feinstes Grillwetter. Wie mitten im Sommer ist es da draußen. Und unseren Fellnasen ist es schon wieder fast zu warm.
Heute wird bei uns der Grill aus dem Keller geholt und zum ersten Mal in diesem Jahr  heiß gemacht. Ich freu mich.

Dabei berichte ich auch gleich weiter vom großen Grillevent mit Herrn Lafer. Es geht zum zweiten Gang und der besteht hauptsächlich aus Nudeln mit Käse. Noch besser: Nudeln im Käse! Lecker Kombi sag ich da nur.

Eine kleine Menge Penne Nudeln sollte bereits am Vortag gekocht werden. Wehe dem, der das vergessen hatte. Der kam spätestens jetzt in ordentlichen Zeitverzug. Und ja, es gab welche, die das vergessen hatten. Aber alles nicht weiter schlimm. Im Laufe der Gänge zieht sich das „synchron“ eh jedesmal richtig weit auseinander. Ich finde das immer äußerst spannend wo gerade jeder steht, und auch der Herr Lafer ist da immer ganz wissbegierig drauf zu erfahren ob alle just im gleichen Moment am gleichen Gang werkeln.
Wir waren mit allen Gängen viel früher fertig, was auch nicht immer von Vorteil ist. Manchmal kann es eher hilfreich sein etwas nachzuhängen, um noch mal richtig hinzuschauen wie das Gericht genau gemacht werden soll. Und es kann auch hin und wieser live durchaus noch notwendige, vereinfachende Tipps geben.

Wir hatten auch so manches mal die Übersicht verloren beim x-ten mal Rezept überfliegen. Oder jeder dachte vom anderen er hätte DIE Zutat schon dran getan. Also immer wieder neu von oben nach unten durchlesen. Stimmen jetzt die Zutaten mit den Anweisungen weiter unten überein? Nicht immer. Im Rezept hier zum Beispiel steht bei den Zutaten Weinessig dabei. In der Anweisungsübersicht findet man dazu nichts mehr. Die Live Bilder habe ich dahingehend nicht kontrolliert. Mir fiel es nämlich erst viel später auf. Auch nicht weiter schlimm.

Statt Penne habe ich Spirellis gekocht. Sieht anders aus, schmeckt aber auch, und ich meine sogar: genau gleich. Bei meinen Nudelpreisen kann ich mir nicht alle Sorten ins Haus holen, so viele esse ich dann auch nicht weg.
Der leicht bittere Geschmack des Rucola passt hier hervorragend dazu. Das hat mir am besten gefallen. Und da ich alle Gänge diesmal sehr salatlastig fand, war ich hier über die wenigen Blätter Rucola dann erst mal richtig froh. Wer aber von den anderen Gängen noch Salat übrig hat, der kann ihn auch zu diesem Gericht gut und gern verputzen. Das ist gut austauschbar. Wir haben es dann mit den Resten so gehandhabt.

Da wir unseren Käse im Backofen geschmort haben, konnten wir eine kleine Auflaufform nehmen und den Käse ausgestanzt da hinein legen und dann ordentlich zupacken. Denn die Menge, die mit den Käsewürfeln, den Nudeln und den übrigen Zutaten – einschließlich Schinken – entsteht, ergibt ein mächtiges Häuflein auf dem Käserad. Dafür reicht dann die Schachtel kaum aus. In einer Schale für den Grill geht das aber genau so gut. Und dies ist für den Kauf des Käses entscheidend, da dann nicht zwingend zu einem Ofenkäse gegriffen werden muss, sondern das Ganze auch mit einem stinknormalen Camembert, in passender Gewürz- und Geschmacksrichtung, praktiziert werden kann.

Das Gericht ist schön einfach und schmeckt Mittags wie Abends. Ja gut, und auch Mitternachts würde ich das verspeisen …
… von mir 5 von 5 Sterne.

Nudeln im Käselaib

Lasst es Euch gut gehen.

 

endlich wieder synchron

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Ja, dieses Jahr habe ich mich zurück gehalten. Ich habe keine Ankündigung des großen Grillevents mit Herrn Lafer gepostet. Und das hat mich echt Mühe gekostet. Nur all zu gern hätte ich schon im März die Werbetrommel geschlagen. Aber was passierte im letzten Jahr? Nichts! Es verlief ins Leere. Ich konnte nicht dran teilnehmen. Zum Termin war ich verreist und zum Nachgrillen kam es im nachhinein auch nicht. Warum? Terminlich passte es einfach nie in den Rahmen. Denn das ist ein Event für das man sich Zeit nehmen muss! und sollte. Und ich und Pläne …!? Es gibt da oben immer einen der etwas gegen meine Pläne hat und sie dann auch noch gleich durchkreuzt. Daher – keine vorherige Ankündigung mehr! Dann klappts bestimmt… Und? Hat’s geklappt? Jaaa! Und wie. Es gab letzten Sonntag ein gewohnt gelungenes Angrillen in unserer Küche. Was war es wieder herrlich. Was war es wieder lecker. Und was waren wir wieder satt bis zum geht nicht mehr!

Meine Vorfreude auf DAS Live-Gemeinschaftsgrillen war nach Termin Bekanntgabe schon kaum noch auszuhalten. Die letzten Jahre, ohne dieses Highlight im Frühjahr, gingen schon reichlich schwermütig ins Land.
Aber dieses Jahr haben da einige Terminplaner einfach mal alles richtig gemacht. Wir waren noch nicht anderweitig verplant. Wir hatten Zeit. Wir waren live synchron dabei und mittendrin. SO ist es am schönsten. Endlich! Endlich nach gefühlten Jahrzehnten einmal wieder.

Die Zutatenliste hatte ich, noch bevor sie überhaupt bei swr3 über einen Link online ging, schon über einen alten Link auf einer meiner Seiten durch puren Zufall ersichtet. Musste erst mehrmals drauf schauen, ehe ich es glauben konnte. Aber, ja, doch, tatsächlich, die hier ist ganz frisch von diesem Jahr!! – her damit und dann gleich mal schauen was wir am 15. essen. Und ich hüpfe wie ein Flummi zu meinem Meister, der sich anschließend gemeinschaftlich mit mir freut. (ohne flummisprünge, aber immerhin.)
Denn das klang schon alles sehr lecker: Lachs und Hühnchen. Damit macht man bei mir nie was falsch. Auch nicht mit Nudeln und Käse. Und mit Apfelkuchen mal sowieso nicht. Alles richtig gut – also: hallo Vorfreude, wo bist du? Mach dich bereit, es geht an den Start.

Vorbereitung ist alles und was sich bewährt hat wird auch so beibehalten, und so hieß es wieder: alle Rezepte ausdrucken und danach die Schränke damit tapezieren.
Für meinen Meister hieß es dann weiter: schneiden, schnippeln, schnippeln, schneiden, schnippeln, schnippeln, schnippeln, schneiden. Zwiebeln, Schalotten, Knoblauch, Ingwer, Paprika, Spitzkohl und bitte auch gleich an die Avocado ran. Dann noch schnell die Ananas. Jetzt nur noch den Live Stream starten. Fertig – und es kann losgehen. Wir beginnen mit dem Fisch.

Lachs im Cornflakes-Knusper-Mantel mit Tomaten-Avocado-Tzatziki

Meine Begeisterung für die Avocado wuchs gleichermaßen mit dem verbesserten Reifezustand der angebotenen Früchte. Schrieb ich vor wenigen Jahren noch, das es fast unmöglich ist eine reife Avocado zu erhaschen, liegen sie heute essreif in den Regalen. Und als ich bei meinem ach so geliebten Sushi immer mehr zu den Teilchen mit Avocado und denen mit noch viel mehr Avocado griff, begriff ich schnell dass es Zeit ist für ganz eigene Avocado Rezepte. Seitdem bin ich nun stetig auf der Suche nach einer leckeren Verarbeitung der gesunden Frucht. Leider hat die Benennung zum Superfood gleich auch ihre negativen Auswirkungen mitgebracht. Lassen doch die Anbaubedingungen sehr zu wünschen übrig, um nicht gleich von einer ökologischen Katastrophe zu sprechen. Eine mächtige Sauerei ist das allemal, denn da wird in den trockensten Gebieten den Ärmsten der Armen buchstäblich das Wasser abgegraben, nur um die Avocado in Massen gedeihen zu lassen. Und da wird es mir sogleich wieder schwer gemacht die Avocado mit reinem Gewissen zu mögen und zu verspachteln. Das muss hier ja auch mal gesagt werden! Leider. Aber nun wieder zurück zum Gericht.

Cornflakes sind als glutenfreie Variante in vielfältiger Art vorhanden und es gibt sie sogar, was ich vorher gar nicht bewusst wahr genommen habe, bei der Firma Wurzener auch noch, wie hier vom Herrn Lafer gefordert, in zuckerfreier Ausgabe. Bravo! Diese hatte ich nämlich noch im Schrank und weiß gar nicht mehr wo ich sie bekommen habe. Das lässt sich aber ergründen.

Das Lachs Gericht war eine Wucht und eine wahre Wonne und ein Gedicht und überhaupt nur leeecker. Auf diesen Knusper Deckel mit Sambal Olek wäre ich sonst nie gekommen, aber das gibt dem Ganzen schon den gewissen Drall. Einfach gut. Nicht umsonst wurde es von der ganzen Grillcommunity als das beste Gericht des Events beurteilt. Da waren die Geschmäcker bei allen hochsensibilisiert und auf gleicher Höhe. Das hat man auch nicht so oft. Also muss da was dran gewesen sein, an diesem ersten Gang.
Von mir erhält das Gericht 5 von 5 Sterne. Und es wird von uns mit Sicherheit wiederholt.

Lasst es Euch gut gehen.

 

hätten wir alle jetzt nicht gern ein sonniges blütenbett?

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Endlich. Endlich ist er da, der Frühling. So heiß ersehnt wie in kaum einem anderen Jahr. Na ja, stimmt nicht ganz. Ich ersehne ihn in jedem Jahr!

Nun aber ist er auf dem Weg. Und er kommt auch gleich mit aller Wucht, und schleudert uns wohl gleich schon mal Sommertemperaturen um die Nase. Na ich bin mal gespannt. Der Balkon jedenfalls ist bereits frühlingsfein hergerichtet und über Ostern brach hier schon das große Umtopfen und Einsäen aus. Wir sind voll im Frühlingsmodus. Kaum wissen wir noch was jetzt genau in welchem Schälchen keimt.

Es wurden Sonnenblumenkerne gesteckt, Pflücksalat, unter anderem auch für unsere Fellnasen, gesät, und außerdem noch Tomaten, Oregano, Lavendel und Pfefferminze in sämtliche Utensilien eingestreut die sich da an Pflanzgefäße so anfanden. Und die ersten Lichtkeimer zeigten sich überraschend schnell.

Ich konnte heute schon barfuß über den ach so herrlich angewärmten Balkonfussboden tänzeln und wurde zudem auch noch von einer Horde Hummeln begrüßt, die noch ungeduldiger auf jede einzelne Blüte gewartet haben als ich es schon tat. Und eine dicker und größer als die andere umbrummen sie mich und ich befürchte dabei jedesmal nur, dass sie sicher noch auf meinem Kopf landen und von dort nicht mehr weg wollen. Sie genießen jetzt jeden Tag an Türen und Fenstern klebend minutenlang die Sonnenwärme. Manchmal gibt es regelrecht Streit um diese Liegeplätze. Diese eine hier vergaß völlig die Zeit und sie hielt gleich mal ein Schläfchen auf der Blüte. Das hatten wir doch auch schon mal.
Ich könnte (und kann) diesen süßen Brummern stundenlang zuschauen.

Genießt das schöne Wochenende und macht es Euch hübsch.

Lasst es Euch gut gehen.

30 jahre später – auch in diesem jahr gibt es wieder ostern – ein fundbeitrag aus alter zeit

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Das Aufräumen und Ausmisten ist eine spannende Sache.
Da findet man in einem Ordner, inmitten alter Zeitungen, plötzlich den vermissten Impfausweis wieder, und dachte jahrelang, der wäre damals beim Wohnungseinbruch mitsamt der Kassette geklaut worden. Und wie man sich auch darüber freuen kann, dieses urige faltige Ding wieder zu neuem Leben zu erwecken. Und auch darüber, dass Mutter mit ihrer ewigen Predigt, alles ordentlich wegzuräumen, auch nicht immer Recht hat.
Richtig stolz bin ich auf mein wiedergefundenes altes Teil inzwischen und lasse mir von der Schwester auch keinen neuen ausstellen. „Der hat nostalgischen Wert! Verstehe ich.“ ihr Kommentar, und ich staune und freue mich das sie Platz findet für einen neuen Stempeldruck und den Miniaufkleber daneben. Herrlich. Wiederbelebung geglückt.

Dann sind da diese alten Zeitungen. Aus verschiedenen Jahren, aber jeweils von meinem Geburtstag und aus längst überholten Epochen.
Weiterhin finden sich alte Briefe und Postkarten von und an die Großeltern. Aus einer Zeit als ich gerade das Lesen und Schreiben erlernte. Drei Umzüge haben sie mittlerweile mitgemacht.
Und in einem dieser, mit farbiger Schleife fein gebundenen Stapel, zwischen all den Briefen und Karten, dann noch ein spezieller Fund. Und dafür muss ich ein klein wenig ausholen..

Mein Vater ist Hobbyhistoriker. Und das, so lange ich denken kann. Er war über Jahre Stammkunde im Antiquariat. Reiste auch schon mal von Kirche zu Kirche, nur um aus deren handschriftlichen Aufzeichnungen Informationen über gesuchte Personen aus längst vergangenen Zeiten zu erhalten. Und heute nennt er eine selbst entworfene Datei sein eigen, womit Interessierte einfachst nach bestimmten Personen und deren Abstammung, oder auch nach besonderen Ereignissen unserer Region selbstständig suchen kann. Zudem sammelt er alles was für diese Umgebung an Informationen zuträglich sein kann.
In seinen alten Schmökern steht aber noch viel mehr wissenswertes und höchst interessantes. So zum Beispiel über die Osterbräuche in unserer Region.

Warum genau er auf diesen Einfall eines Oster Artikels kam weiß ich nicht mehr. Nur das er keine Zeit hatte ihn zu verfassen, das weiß ich noch. Und das er mich dann überredete ihn doch für ihn zu schreiben. Ich dürfte ihn dann auch unter meinem Namen versenden.
Ausgewählte Themen und Textpassagen lagen schon vor. Nur noch ausgearbeitet, sortiert und geschrieben mussten sie werden. Und damals alles noch mit der Schreibmaschine. Und das kostete immens Zeit. Einige Stunden brachte ich damit zu. Obwohl eine Veröffentlichung mehr als vage und als eher unwahrscheinlich galt.
Und so war es dann auch. Mein Artikel wurde nicht veröffentlicht. Und ich war sehr enttäuscht. Trotzdem behielt ich meine Zusammenfassung über Ostern und hoffte auf eine neue Chance. Natürlich dachte im nächsten Jahr keiner von uns rechtzeitig oder überhaupt daran noch einmal diesen Brief an die Zeitung zu versenden und nach einer Veröffentlichung zu fragen. Oder aber ich hatte dazu einfach keine rechte Lust mehr. Man siehe dazu vielleicht nur einmal auf die Jahreszahl.

Weil sich nun aber Zeiten und Möglichkeiten zum Glück verändern, ist es mir nun heute tatsächlich möglich diesen – meinen – Artikel selbst zu veröffentlichen. Kaum zu glauben aber wahr. Im völlig anderen Rahmen zwar, und bei weitem nicht ganz so populär, aber dennoch möglich. Ha!
Und nun mache ich ihn mir selbst zum Ostergeschenk. Einfach genial.

Und hier für alle Neugierigen, für die, die mehr über Ostern wissen möchten als das Eier angemalt und Schokohasen versteckt werden. Hier ist mein Beitrag zu Ostern:

Nun hat es 1988 nicht geklappt, aber auch 2018 klopft Ostern wieder an unsere Türen. Und 30 Jahre später schafft es der Artikel doch noch an die Öffentlichkeit zu kommen. So soll es sein.

Lasst es Euch gut gehen.

 

der große manitu muss männlich sein

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Ich sag’s ja immer wieder. Man soll sehr vorsichtig sein bei der Wahl seiner Wünsche. Denn schaue ich heute so nach draussen, weiss ich nicht recht ob ich nun ein schlechtes Gewissen haben soll oder ob mir da möglicherweise ein männliches Wesen wieder mal nur halb oder gar nicht zugehört hat.
Ja doch, ich habe mir Schnee gewünscht. Das ist schon richtig. Aber doch verteilt auf mehrere Wochen! Nicht immer alles an einem Tag! Du da oben hast mich gründlich missverstanden. Oder mir erst gar nicht richtig zugehört. Na ja, auch das passiert mir immer wieder. Man nimmt mich einfach nicht ernst. Ich meine ich hatte mich klar ausgedrückt.
Nun haben wir den Salat. Diesjährig gibt es den Winter im Intervall. Und dann gleich richtig dicke. Und das es nun schon seit Stunden schneit scheint noch nicht mal das schlimmste zu sein. Die Wetterprognosen sagen da noch ganz andere äußerst gemeine Dinge voraus. OOOhj

Zum Glück sind alle Einkäufe erledigt, die Heizung funktioniert und genügend heißes Wasser für Tee gibt es auch. Was will ich mehr? Es ist wunderbar hell draußen und von drinnen, besonders von der Couch aus, sieht es einfach märchenhaft aus.

Für das Wochenende haben wir eine Backaktion geplant. Mein Meister bekommt (hoffentlich) leckere Dinkelbrötchen. Das wird ein Testbacken. Und dabei wärmt uns sicher auch noch der Herd.


Dann macht es Euch mal ebenso gemütlich und träumt wie ich vom Frühling.

Lasst es Euch gut gehen.

yeahh … winter

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Da isser! Der Winter. Er ist zurück. Und das mit einer Menge Schnee. Ja, ich find es herrlich. Ich muss es nicht so kalt haben, aber Schnee darf schon etwas sein. Im Winter natürlich. Und wie sich zeigt, ist der auch noch nicht vorbei.
Na gut, vorgestern waren es noch 15 Grad und Sonne und da blinzelte mich der Frühling schon sehr verführerisch an – aber: nur Geduld, er wird kommen.
Jetzt noch einmal: Winter!
Und er kann es also doch noch. Den Schnee rieseln lassen. Und grad so als hätte er es in den letzten Wochen vergessen, holte er noch einmal richtig aus und schüttelte alles aus dem Himmel was zu finden war. Frau Holle im Frühlingsputz.
Und innerlich klatsche ich bei diesem Anblick in die Hände und erfreue mich an dieser weißen Schneepracht. Anders sah das Gesicht meines Meisters aus. Er musste heute morgen das Auto freischaufeln und war nicht ganz so angetan von dieser Fülle.

Nass und schwer hängt der Schnee auf den Zweigen. Und bei 3 Grad tropft die vergängliche Schönheit bereits von dannen. War das schon der finale Schlag des Winters? Wir werden sehen. Der April wird es zeigen. Auch er kann Wetterumbrüche ganz gut. Schnee möchte ich dann aber sicher keinen mehr sehen.

Kaum zu glauben, dass für den Sonntag bereits 17 Grad gemeldet wurden. Wenn ich derzeit nach draußen sehe kann ich mir das nur sehr schwer vorstellen.
Aber Vorfreude kommt dennoch bei mir auf. Schnuppere ich doch nur all zu gern an der ersten berauschend warmen Frühlingsluft. Aber das geht mir ja nicht nur allein so, was? Warten wir also ab und genießen die Vorfreude.

Lasst es Euch gut gehen.

einfach mal dick auftragen

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Ist sie nicht herrlich diese sibirische Kälte? Minus 13 Grad war der von uns gemessene tiefste Wert. Jaaa, das ist nur etwas für richtig hartgesottene. Zum Beispiel für unsere Hummel. Obwohl…
Also bei knapp -10 Grad hat sie dann doch das erste mal angefangen kurz zu überlegen ob sie wirklich raus auf den Balkon gehen will oder nicht. Ein kurzes zögern auf der Matte vor der Tür – will ich nun oder will ich nicht –
ICH WILL! – und draußen war sie.
Und von da kommt sie dann so schnell auch nicht wieder rein. 3 Runden um die Tischbeine und durch die Tischbeine und anschließende gründliche Kontrolle ob die Vögel vielleicht wieder ein paar Sonnenblumenkerne aus dem Vogelhaus nach unten geworfen haben. Das kann dauern. Solche Suchaktionen kann sie ausdauernd.
Ich steh bibbernd in der Tür und rufe nach ihr. Und vielleicht unterbricht sie mal ihr emsiges Suchen und sitzt dann vor mir mit diesem verständnislosem Blick: Was denn? Warum kommst du nicht mit raus? Ist doch schön hier. Wie? Kalt? pfffff  ’n bisschen vielleicht, sonst ist’s prima!
„Es ist eisig Hummel! Komm rein! “ – nee, noch nicht.
„Gibt auch Leckerlie.“  – O.K. komme.
Indessen sitzt Rudi schon eine Weile hinter mir. In der freudigen Erwartung auch Bonbons abzubekommen, ohne den lästigen Umweg über den Balkon machen zu müssen. Von etwas Entfernung genießt er den Blick nach draußen und das Theater welches Hummel dort mit ihrem vielen Gerenne und den vielen Freudensprüngen veranstaltet. Ihm ist dort alles unter 20 Grad eindeutig zu kalt und er setzt keine Pfote nach draußen. – Er kommt ohne Zweifel nach mir.
Warum ich Hummel überhaupt raus lasse? Na ja, sie ist nur ganz schwer zu ignorieren wenn sie wieder und wieder an eine Tür trommelt. Auch das kann sie ausdauernd. Und sie tut das im übrigen auch an allen Zimmertüren. Nicht sie lebt bei uns, sondern wir leben in ihrem Revier. Weiß man das, lebt es sich einfach leichter.

Und ist es nun so richtig frostig draußen, macht es um so mehr Freude sich auf dem Sofa dick einzukuscheln und dicke Mützen zu stricken. Und hier kann man schon sagen das es sich um ein echt fettes Modell handelt. Dafür aber um ein federleichtes. Sieht man ihr nicht an, ist aber so.
Gestrickt habe ich sie mit Nadelgröße 12. Das mag ich eigentlich gar nicht so gern und es war auch ziemlich anstrengend. Aber das Ergebnis überzeugt.

Leider gab es gerade mal wieder nur ein zartes gekrümel von kleinen wenigen Schneeflocken, so dass wieder nichts liegen blieb. Deshalb erfreue ich mich auch besonders an diesem strahlendem Stück in weiß. Und diese dicke Winterhaube wandert in den Spendenkarton der Babymützen für Guatemala.


wolle: ragazza lei (lana grossa)
nadel 12
muster: 1 reM, 1 liM
36 maschen anschlagen für eine breite von ca. 16 cm
bei einer länge von ca. 14 cm anfangen gleichmäßig abzunehmen

Lasst es Euch gut gehen.