tanzsaal im keller

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Wir sind gut. Wir sind so richtig gut. Und das liegt größtenteils wahrscheinlich auch am heißen Wetter der vergangenen Wochen.
Ich bin derzeit voll des Lobes, was unsere Reduktion von Dingen betrifft die wir nicht mehr nutzen. Läuft! fällt mir dazu nur noch als erstes ein. Die meiste Zeit sind wir jetzt im Keller anzutreffen.

Jahrelang war dieses „wir müssen mal dringend was im Keller machen!“ fast schon ein running gag. Derzeit ist es uns schon wieder schleierhaft wieso wir uns erst jetzt so richtig aufraffen konnten mal klar Schiff zu machen. So selbstverständlich wird heute ein Karton nach dem anderen gegriffen, begutachtet, und entschieden was mit dem Inhalt passieren soll. Aber es wird uns nach wie vor auch ein bisschen einfach gemacht. Denn wer sich derzeit im Keller und nicht in der warmen Wohnung aufhalten darf, wird schon per se belobigt.
Und da werde ich bereits von meinem Meister voller Stolz in das besenreine Kämmerlein zum Tanzen eingeladen. Woche um Woche erneut mit vergrößerter freien Fläche. Und die Hitze des Tages verleitet da auch jedes mal zu einem extra Gang in das kühlende steinerne Untergeschoss. Einfach mal so. Nur um zu gucken was vielleicht noch weg könnte. Und dabei kann man sich auch noch viel Zeit lassen, so angenehm wie es gerade dort ist. Also wirklich zu empfehlen sich gerade jetzt den Keller vorzunehmen!

Wir sind höchst zufrieden mit dem bisher erreichten Ergebnis und sind auch deswegen immer noch sehr motiviert.
Ja, sicher, so manches Mal ist es auch richtig schwer. Da hängen viele Errinerungen an zu vielen Dingen. Und immer auch der Gedanke: das brauchst du vielleicht doch noch mal. Bei einigen Stücken sind wir uns auch mal uneinig – zum Glück aber bei den meisten nicht. Fahrrad gefahren bin ich die letzten Jahre nicht mehr, und auch gezeltet haben wir nicht. Selbst alte Bretter standen seit dem letzten Umzug in der Ecke, um vielleicht doch noch irgendein Regal daraus zu bauen. Wir haben in 15 Jahren keines vermisst!


Zwei antike güldene Klavierleuchter – ein Erbstück meines Meisters, hängen nach einem jahrelangen dunklem Kartonleben heute wieder über einem Klavier und wurden zu einer Weihnachtsüberraschung für die Frau eines Mannes, die ihn deswegen schon einige Zeit damit aufzog, den vorgesehenen Kerzenplatz neben dem Instrument in Ewigkeit unbestückt zu sehen. Haa!
Ein CD Player machte eine Frau im Krankenhaus glücklich, der ihre Tochter sie gut unterhalten wissen wollte. Und mein alter erster! Fön, der noch dazu meinen Namen trägt, ging wieder an eine Namensvetterin, die Spass an alten DDR Sachen hat und sich jetzt ebenso von sich selbst anpusten lassen kann …. ächäm

Weg, weg und weg. Sollen lieber andere noch ihren Spass dran haben, ehe es hier in Kisten vermodert. Wir haben den Spass beim Besichtigen des immer leerer werdenden Kellers.

Lasst es Euch gut gehen.

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sommeratem

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sommer184

Der Sommer hat seine eigenen Regeln und Geschwindigkeiten.
Die Tage werden jetzt immer noch länger und das ist für mich ja überhaupt die schönste Zeit des Jahres. Daher will ich diese ganz besonders und auch besonders lange auskosten. Dadurch nur wird oder wirkt diese Zeit auch unruhiger und angestrengter für mich. Manchmal habe ich das Gefühl das so ein Sommertag dann gar kein Ende finden will. Er fordert mich vehement auf noch zu bleiben, noch zu genießen. Um Himmels Willen alles, aber auch alles mitzunehmen, was es an sonnigen, aber zumindest an hellen Stunden gibt. Ach was, jede Minute muss mitgenommen werden. Da empfinde ich dann durchaus einen Zwiespalt. So gern habe ich diese langen warmen sonnigen Tage, doch gegen Abend finde ich kaum den Abschluss und dann komme ich innerlich nur mit Mühe zur nächtlichen Ruhe.

Aber eins ist jetzt seit Wochen bei uns ein entspannter Ritus. Wir setzen uns regelmäßig Jamies Ginger Beer an. Das ist das beste an heißen Sommertagen und ein purer Genuss.
Ich schreibe hier mal auf wie ich es mache, denn wir trinken es etwas abgewandelt, nicht ganz so stark vielleicht. Aber ihr könnt gern in das Originale Rezept reinschauen und dann eure ganz eigene Mischung kreieren.

Jamies easy peasy ginger beer für 1,2 liter

All diese Zutaten in einen Krug geben:

ca. 5 cm vom mindestens daumendicken Ingwer grob raspeln
von 1 1/2 Zitronen die Schale abschneiden
und dann die Zitronen in dünne Scheiben schneiden.
4 Teelöffel brauner Rohrohrzucker
2 Zweige frische Minze

Dann mit Sprudelwasser übergießen, umrühren und eine kurze Zeit ziehen lassen, bis sich der Zucker auflöst. Später dann mit normalem kalten Wasser auffüllen. Kühl stellen.

Das originale Rezept von Jamie findet ihr hier.

sommer18
Lasst es Euch gut gehen.

ein apfelkuchen der vom himmel fiel

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Apfelkuchen backen ist eine total simple Sache, sollte man denken. Eben so ein einfaches Einsteigerding, selbst für Backnovizen, könnte man glauben. Doch so manches Mal steckt der Teufel im Detail und dann geraten gerade diese vermeintlich einfachen Aufgaben zum nicht gewünschten Ergebnis. Warum auch immer. So geschehen bei Johann Lafer und Adel Tawil beim 4. Gang des Grillevents. Dem krönenden Abschluss musste eine neue Krone untergeschoben werden.

Vielleicht war es schon eine gewisse Lässigkeit eines endenden arbeitsvollen sonnigen Tages, der da veranlasste nach drei vollbrachten und super gelungenen Gängen vielleicht nicht mehr ganz so genau hinzuschauen und zu kontrollieren. Und inmitten eines wunderbaren Sonnenuntergangs verliessen sich dann womöglich die 4 Augen und 4 Hände auf den jeweils anderen neben sich. Und schon fragt keiner mehr nach, und keiner schaut mehr genau hin, welche Zutaten in den Kuchenteig kommen. Nur noch schnell den Abspann des Tagesprogramms absolvieren, um dann endlich diese friedliche Abendstimmung gemeinsam genießen zu können. Und dann …

Dann kommt das Erwachen beim Blick auf den Grill.
Warum geht der Apfelkuchen nicht auf? Haben wir alle Zutaten rein getan? Hast du oder ich das Backpulver reingemischt? Keiner weiß es. Auch egal, weil – zu spät.

Gern hätte ich doch das Resultat dieses ‚Lafer – Backversuch‘ gesehen. Leider, dieser verschwand fast geheim in der Versenkung. Denn mehr vor als hinter den Kulissen fand ein urplötzlicher Austausch eines Kuchen statt. Woher kam denn dieser frische Neue, aber vor allem einwandfreie Apfelkuchen? Wurden da mehrere zur Vorsicht in der Hinterküche vorgebacken? Niemand klärte uns darüber auf. Das sollte wohl Betriebsgeheimnis bleiben.
Nur ein lamentierender und äußerst deprimierter Koch ließ weiterhin ratlos am Grill die Schultern hängen und verstand die Welt nicht mehr. Woran lag’s? Wer hatte Schuld?

Die Vermutung des vergessenen Backpulvers liegt schon am nächsten. Und das, Herr Lafer, ist nun wirklich schon JEDER Bäckerin passiert und kein Grund zur Verzweiflung. Auch wenn der Termin dafür vielleicht jetzt etwas ungünstig lag. Nur anders gefragt: welcher Termin wäre denn recht gewesen? Na also!

Er konnte einem schon wirklich richtig leid tun, der Herr Lafer. Vom neuen Kuchen wollte er dann auch schon gar kein Stück mehr probieren. War ja nicht sein Werk. Und so hielt er sich lieber an das Eis. Das aber nicht Portionsweise auf dem Teller – Neeeiiin – da brauchte es jetzt schon die volle Dröhnung und gleich die ganze Eiskiste! Und Löffel los …

Am Rezept selbst kann es nicht gelegen haben, das es bei Johann Lafer kein Kuchen wurde. Denn bei allen Synchrongrillern gelang er bestens.
Sogar in glutenfrei konnte ich ihn, aufgrund des wenigen Mehls eins zu eins umsetzen und der Teig ging vernünftig auf, schmeckte hervorragend und blieb saftig frisch. MIr gefiel das Rezept so gut, dass ich es bereits bis heute mindestens 4 Mal wiederholte. Zumindest als Grundlage, mit wechselnden Belägen. Das Salzkaramell ist natürlich eins der wichtigsten Bestandteile dieses Rezeptes und schmeckt auch ohne Kuchen ..

Omas Apfelkuchen mit Salzkaramell und Vanilleeis

Aber nochmal: das der Herr Lafer keinen Apfelkuchen hinbekommt, das glaubt nun wirklich kein einziger Mensch! Nur an diesem Tag  – da sollte es eben nicht sein.

Und weil es sowieso nie schaden kann: jetzt einmal zum guten Abschluss eine Runde Trosteis für alle.

Dieses leckere Apfelkuchenrezept erhält von mir 5 von 5 Sterne.

Lasst es Euch gut gehen.

 

ersatzgrapefruit mit nuss

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Wenn auch länger her, möchte ich dennoch die letzten beiden Gänge von unserem Lafer-Grillevent mit Euch teilen. Denn sie sind alle ihre Erwähnung wert, und sicherlich auch das Nachkochen – besser noch das Nachgrillen.

Bei der Beschaffung der Zutaten erwies sich mal wieder eine als kleine Hürde. Auch das ist nichts neues. Dieses mal war es die Pomelo. Keine zu finden. Tröstlich war da nur ein bisschen, dass es auch vielen anderen so erging, wie ich im Forum las. Also war ich da zumindest schon im Vorfeld gebrieft, das diese Chance, eine zu ergattern, recht winzig ist. Es war keine Saison mehr für die Pomelo. Manche unternahmen gar regelrechte Erdumkreisungen um eine aufzutreiben. Nein, so weit geht meine Liebe zur Pomelo nicht. Da müsste sich was anderes finden lassen.
Ich hatte den Plan gefasst als Alternative zu einer Orange zu greifen. Sollte doch als Ersatz reichen. Im Laden hatte ich sie schon im Korb, bis mir eine rote Grapefruit über den Weg kullerte. Jaa! Das ist es, dachte ich. Viel besser. Und das war sie dann auch.

Beim Grillen selbst wurde dann verkündet, es hätte doch an so einige eben genau diesen Tipp gegeben, zu einer Grapefruit auszuweichen. Haa, einmal alles richtig gemacht. Glück gehabt. Herr Lafer fand die Pomelo zwar nach wie vor besser da sie milder im Geschmack wäre, aber ich muss sagen: alle Pomelos, die ich bisher aß, wären mir zu mild und süß gewesen für diesen Salat beim 3. Gang, namens:

Ananas-Hähnchen mit Pomelo und Spitzkohl

Wir hatten auch keine ganze Hähnchenbrust zum aufschneiden zur Verfügung. Stattdessen haben wir kleine Filetstückchen genommen und auf diese dann die Ananas drapiert. Das waren super kleine Portiönchen und unsere Interpretation vom grillfreien Grillen in der Pfanne. Ein prima Häppchengenuss.

Spitzkohlsalat ist eine feine Sache. Ich hatte den Spitzkohl schon mal im Haus und wollte daraus einen Weißkohlsalat machen, da mir der Weißkohl dafür immer etwas zu hart ist. Das wurde aber nicht so der Genuss. Aber man soll mit neuem Rezept dem SPitzkohl auch mal eine neue Chance vergeben. Und dieser Salat hier aus dem Spitzkohl wurde trotz etwas Skepsis sehr gut. Fein abgerundet mit den Salznüssen. Das fand ich lecker. Genau wie die leicht herbe Grapefruit dazu.

Neu war für uns der Einsatz von Reisessig, Sesamöl und der Sweet Chili Soße. Passte aber alles sehr gut zusammen. Nur der Koriander … nee nee. Wir wehren uns nach wie vor gegen frischen Koriander. Der kommt uns nach einmaliger Erfahrung nicht mehr durch die Tür. Ich habe davon aber eine Tüte gefriergetrockneten im Schrank und schmeiße daraus immer mal wieder mehr ans indische Hühnchen und weniger zum Beispiel nun auch hier an den Salat. Geschmacklich auch völlig zureichend. Etwas Minze dagegen tut immer gut.
Alles in allem war es ein wunderbar harmonisch frischer fruchtiger Salat. Für jeden Grillabend eine empfehlenswerte nicht alltägliche Beilage.

Von mir gibt es zwar einen Punkt weniger, da die Zubereitung etwas aufwendiger war. Aber immer noch 4 von 5 Sterne ist dieses Gericht wert.

Lasst es Euch gut gehen.

ein meer und viele fietsen

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Nach rechts und nach links sehen wir bis zum Horizont nur Wasser. Ein grandioser Anblick. Das haben wir so noch nicht erlebt. Wir fahren mitten auf dem Meer auf einer Straße, die einfach endlos erscheint. Es ist das Ijsselmeer über das wir fahren und sind dazu auch noch so gut wie allein unterwegs. Kein Auto fährt hinter uns welches drängeln könnte und kaum Gegenverkehr ist hier unterwegs. Und doch beschwert sich mein Meister. Darüber nämlich, das die Sonne ausgerechnet jetzt weg ist und sich das Wetter nur noch in einen grauen Mantel hüllt. Und dabei wollte er doch mit mir diesen Weg über das Wasser so gern in den Sonnenuntergang fahren – dieser alte Romantiker.
Ich finde es dennoch ausgesprochen schön, hier lang zu fahren. Auch bei Nicht-Sonnen-Wetter ist es einfach nur herrlich. Und jetzt hier, bei diesem gigantischem Wasseranblick muss ich an diese Werbung für die Expo 2000 mit meinem so geschätzten Peter Ustinov denken: „Und hier die Niederlande, soo klein. – Ja, und Holland erst!“
Er hatte mir vorher nichts davon gesagt und wollte mich mit dieser extra Tour überraschen. Ist ihm auch gelungen. Auch wenn es von dieser Gegend nun kein einziges Foto gibt. Das Wetter eben, das nicht ganz so gute, gab nicht wirklich eins her. Aus dem Auto heraus schon mal gleich gar nicht. Und anhalten war da nicht drin. Wir fuhren viel lieber in aller Ruhe gefühlte Stunden einfach nur geradeaus und genossen diese Aussicht auf so viel Wasser gleich neben der Straße sehr. Foto hin oder her. Dazu wäre sowieso keine Zeit gewesen.

Weiter geht es vorbei an Tulpenfeldern. Endlich. Auch die wollte mir mein Meister noch gönnen. Ich dachte nämlich schon hier gibt es sowas gar nicht. Bisher waren nur grüne Landschaften zu sehen und nichts mit Blumen darauf. Jetzt leuchten uns in regelmäßigen Abständen neben der Strasse doch noch Tulpengrachten entgegen.
Auf scheinbar abgeknapsten oder übriggebliebenen Randflächen der Felder, stehen sie, in bunten schmalen langen Bändern, in immer wiederkehrenden drei bis vier fein säuberlich geordneten Farben. Es wirkt wie ein Überbleibsel eines schon gewesenen Anbaus. Das restliche größere Stück Feld sieht aus wie frisch gepflügt. Dieser Anblick wiederholt sich über die nächsten Kilometer.
Ich erfreue mich auch an diesem häufig buntem Aufblitzen des Frühlings unheimlich, wenn ich, zugegeben, auch einen nicht ganz so sparsamen Anblick erwartet hatte.
Meine Lieblingsfarbe habe ich schnell ausgemacht. Ein tiefdunkles Lila.

Dann kommen die Neubausiedlungen. Es sind große neu bebaute Wohnsiedlungen und weiter abgelegen von der Stadt. Dafür in der Nähe eines Gewerbegebietes. Es sind für meinen Geschmack nicht die allerschönsten Häuser, aber sicher sehr zweckmäßig im Wohnraum. Zwei- und Drei- Etagen Blöcke nebeneinander und gegenüber, dazwischen grüne Höfe. Halt, nein, nicht ganz. Die Höfe wechseln sich ab mit Wasserkanälen. Häuserblock, grüner Hof, Häuserblock, ein Kanal, Häuserblock … usw. Jede Hausreihe hat beides zur Verfügung und Verwendung. Ein wunderbarer Blick muss das sein auf jeder Seite der Wohnung. Und alle wohnen hier auf einem Wassergrundstück. Da gibt es Schlechteres. Ab und an ist sogar mal ein kleines Boot zu sehen.

Die nächstliegende Stadt von unserer Unterkunft aus gewannen wir erst auf den zweiten Blick lieb. Aber Zwolle ist doch ein kleines nettes Juwel. Von außen erst recht unscheinbar, zeigt sie doch bei näherem Hinsehen ihren eigenen Charme mit ihren X verwinkelten Gassen. Und das schon an einem Sonntag, an dem alle Läden geschlossen hatten. Sie nahm uns in ihren Bann und liebäugelte damit, dass wir sie doch noch einmal zu den Öffnungszeiten besuchen. Das taten wir gleich am nächsten Tag und waren sehr zufrieden auch mit ihrem „offenem“ Erscheinungsbild. Der Besuch lohnt sich.

Wenn man andere Hotelgäste belauscht, ist das vielleicht nicht ganz nett oder höflich, aber man kann dabei auch was lernen. Und so hörte ich ganz nebenbei dass sich ein Pärchen nach einer Zugfahrt Richtung Amsterdam erkundigte. Damit war der Gedanke, in die umliegenden Städte auch mit der Bahn fahren zu können, sofort auf fruchtbaren Boden gefallen. Denn nach der Erfahrung: Auto – Amsterdam – Parken waren wir bereitwillig offen für entspanntere Touren. Und somit war schnell der Plan gefasst doch gleich mal den Zug nach Utrecht zu nehmen.


Diese Entscheidung erwies sich als goldrichtig und wir kamen nach über einer Stunde Fahrt noch erholt in Utrecht an.


Ausgedehnte Bummel durch (fast) alle Straßen folgte, und dabei hatten wir noch solch ein Glück, das seit Tagen etwas nasse Wetter endlich hinter uns gelassen zu haben. Somit genossen wir einen herrlichen sonnigen Sommertag in Schlenderlaune. Na, nicht ganz …

Utrecht ist, ebenso wie Amsterdam, auch voller Touristen, aber trotzdem gleich heimeliger im Gesamteindruck. Uns hat es dort besser gefallen. Aber Utrecht ist doch ebenso voller Fahrräder. Und die Fahrer derselben sind hier nicht immer so entspannt.

Liegt wahrscheinlich auch an der Masse dieser Drahtesel. Wo soll der Fußgänger denn auch anders laufen als auf einen Radweg, wenn die Straße, einschließlich Fußweg gerammelt voll ist? Da hatten nicht alle Fahrradfahrer Verständnis. Überhaupt sind die Radfahrer dort eine ganz eigene Spezis. Schon mit vielen Rechten ausgestattet, nehmen sie sich trotzdem noch mehr Rechte raus. Auch nicht immer schön. Und vielerorts ein recht besonderer Kampf auf den Straßen.

Dieser Platz hier, vor dem Bahnhof in Utrecht, sagt im Bild vielleicht mehr aus als viele weitere Worte. Wohin nur in dieser Stadt mit so vielen Fietsen?

Utrecht ist auch lecker süß. Nicht nur in den Kaffees der Stadt. Wir besuchten einen Chocolatier Laden mit handgemachter Schokolade und Pralinen – mmhhh
Und es gibt Spezialläden, die so bei uns weniger zu sehen sind: zum Beispiel ein Geschäft nur mit Erdnussbutter. Die aber dann in unzähligen Geschmacksrichtungen verfeinert wurde. Alles in süß und herb. Und dann gibt es auch Geschäfte in welchem es nur Baiser gibt. Nix anderes, dafür aber in verschiedenen Größen und Farben – und, klar, auch in Orange…

Lasst es Euch gut gehen.

 

dubbel lekker

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Ein Wirbel steckt noch immer in meinem Rücken im verhärteten Muskel fest und will da partout nicht wieder raus. Eine echt verflixte Sache. Und das bedeutet für mich aber auch vor allem für meinen Therapeuten eine schwierige Aufgabe dieses Problem zu lösen. Wir bleiben dran und ich bekomme zusätzlich Hausaufgaben und quäle mich weiterhin ein bisschen durch den Tag. Dehnen, bewegen, dehnen, strecken, dehnen, dehnen…

Trotz lädiertem Rücken stand aber nun unsere Geburtstagsfahrt an, und was gebucht ist, ist nun mal gebucht und zum Glück war und ist das Laufen im Moment eine der besten Bewegungen für mich. Daher fuhr ich zwar mit ordentlichem Bauchgrummeln los, sowie einer Ladung Schmerzpillen, aber doch mit der Hoffnung die Tage ganz gut durchzustehen.

Es ging los und bald fuhren wir auf der Autobahn in die Richtung Oberhausen / Dortmund. In diese Region komme ich nicht allzu oft und fand es großartig. Wir sinnierten sofort über Oberhausener Beerdigungen mit Polonaisen und Singsang über den Friedhof und hofften doch gleichzeitig dass das jetzt bitte kein schlechtes Omen sein soll … wir grüßten die Oberhausener Jungs  – aber vor allem: Frau Gerburg Jahnke! Ich hoffe ihnen haben die Ohren geklingelt.
Und dann übertrieb mein Meister es noch und machte doch glatt noch einen Abstecher nach Oberhausen um gleich noch bei Berger reinzuschauen. Grüße an Frau Bruni Prasske – „Berger“ ist überall.

Dann fuhren wir weiter in das Königreich der Niederlande, unserem Endziel. Und dabei mussten wir doch bei der Anreise noch mal grübeln wer denn König und Königin ist. Die Gesichter hatten wir auf dem Schirm und wußten sofort wen wir meinten, allein für die Namen brauchten wir noch ein Weilchen.

Der erste Eindruck von der Niederlande war natürlich: flach! Endloser Blick über die weite Prärie. Mit vielen, wirklich vielen Pferden, Kühen und Schafen. Und weiterer Eindruck: grün, grüner, noch grüner, Wald. Wir kampierten in unserem Hotel gar mitten im Wald. Der Ort im Gelderland, mit ca. 27000 Einwohnern, wurde direkt in einen Wald gebaut. Strasse, Kreuzung, Kreisverkehr …  alles neben Waldboden mit Moos und Tannennadeln. Sensationell.
Wir fühlten uns sofort wildsauwohl. Es war so ruhig und friedlich und überhaupt sind die Menschen dort sehr gelassen, freundlich und zuvorkommend.
Und ich habe noch nie, niemals! so viele Kühe liegend gesehen. Das begeisterte mich direkt am ersten Tag. Hier bei uns stehen die meisten Kühe und fressen. Nicht dort. Wenn doch eine Kuh stand habe ich schon entgeistert beobachtet ob sie irgendein Problem hat und sich vielleicht deshalb nicht legen kann.
Also haben wir gleich verstanden: wir sind im Land des guten Grases und das ist hier wohl doppelt lecker. Nach diesem Anblick des Kuh-Yoga steht für mich felsenfest: holländisches Gras muss! einfach gut sein. Aber: es haut auch die stärkste Kuh um.

Wir sind gerade am Königstag angereist und wurden überall schwer patriotisch empfangen. In jedem noch so kleinen Ort fanden Festivitäten statt und jeder Marktplatz war feiertechnisch geschmückt und belebt. Mein Meister war hin und weg was und wie viel man in oranje (orange) an Teigteilchen backen kann. Und das war erst die Einstimmung auf ein sehr lekker zoet (lecker süßes) Land.

Mit dem Besuch der Niederlande verbanden wir auch die Absicht einen Abstecher nach Amsterdam zu machen. Vor Jahren hatten wir dort mal einen Zwischenstopp bei einer Flugreise eingelegt, aber von der Stadt selbst nichts weiter gesehen.

Amsterdam ist eine schöne Stadt, aber auch eine total überrannte. Menschenmassen auch in der allerkleinsten Gasse. Wie wird das erst in der Hauptreisezeit sein?
Wir fuhren mit dem Auto nach Amsterdam, was ich beim nächsten Mal lieber bleiben lassen würde. Doch wir hatten nach dem Stadtbesuch noch eine andere Tour auf dem Plan, daher empfahl sich hier mal die Flexibilität an diesem Tag.
Die Parkhäuser sind gut zu finden und leer, doch überteuert. Die Reise mit der Bahn ist unkompliziert und schnell und daher eher zu empfehlen.

In Amsterdam angekommen besuchten wir als erstes einen Flohmarkt. Und da gibt es eine Menge hübscher Dinge. Wenn ich gekonnt hätte wie ich wollte… zum Glück aber nicht. Überhaupt erlebt in den Niederlanden das ’second hand‘ eine ganz andere Beachtung als bei uns. Ganze Stadtviertel haben einen Gebrauchtwaren Laden neben dem anderen. Einmal bestückt mit Haushaltwaren, ein anderes Mal mit Bekleidung.

Ebenso ist dort die Verpflegung eine recht internationale Sache. Da findet man eine Esskultur neben der anderen. Und von der Rauchkultur ganz zu schweigen. Anfangs wurde dazu den zwei Herren neben uns die 1. Etage im Coffeeshop gegenüber empfohlen, später kam dann aber selbstverständlich ein Grasladen nach dem anderen. Mit vollem Zubehör. Und dort hätte es schon gereicht für eine Weile nur im Türrahmen stehen zu bleiben um weiterhin einen etwas benebelten bunten Tag zu haben. Was für starke Gerüche! Ich bekam gleich Hunger.

Und auch dazu findet sich ein breites Angebot. Begeistert war ich von einem Bioladen der ein super Sortiment an Salaten aufwies. Meine Wahl fiel auf … na was? Richtig! Avocado. Diese lag auf einem Quinoasalat mit Paprika, Kichererbsen, Feta und Mango. Halleluja. Da macht man nichts falsch. Wie lecker. Und den habe ich mir auch schon nachgemacht. Wie lecker und gern immer wieder.

Bei MacDoof gibt es – zumindest in Amsterdam – drei glutenfreie Burger zur Wahl. Auch da musste ich nach Jahren einmal sündigen. Vielleicht auch ganz gut, dass es in Deutschland bis jetzt immer noch nicht zu diesem Angebot kam. Auch nicht zu diesem: jedem seinen Burger frisch zuzubereiten und den Kunden lieber (höchstens) 3 Minuten warten zu lassen, als alle nicht bestellten Frisch-Waren nach 10 Minuten wegzuschmeißen.

Aber vor allem „Bagels and Beans“ standen bei mir sofort sehr hoch im Kurs. Dort gibt es zwar nur eine Art Basis-Bagel als glutenfrei zur Wahl, aber das immerhin flächendeckend als Standard, und dieser konnte dann mit allem belegt werden was die Karte hergab. Und wieder mal war es dann bei mir die Avocado! was isses lekker!

Trotz des nicht ganz kleinen Preises gibt es, wahrscheinlich zur Versöhnung, den Service der Schoko-Kaffeebohnen. Diese kleinen Kerlchen liegen zum vernaschen auf dem Tisch in zuckersüßen kleinen Pfännchen. Haach! Und das Größte: in Schächtelchen auch noch frei zum mitnehmen im Glas auf der Theke! Jahaa – so macht man sich Freundinnen! Und nun bin ich angefüttert und muss hier gleich nach Mokkabohnen schauen … verflixt.

Hier noch ein paar Impressionen von Amsterdam:

Lasst es Euch gut gehen.

 

alles mit links

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Heute geht es schon wieder. Das Sitzen. In den letzten Wochen war es mir fast unmöglich dies länger als 5 Minuten schmerzfrei zu praktizieren. Mein Rücken hat mich derart außer Gefecht gesetzt. Selbst ob und wieviel ich essen möchte war ein Thema. Die Rückenschmerzen waren meist größer als mein Hunger. Und nun kommt der Rücken erst ganz langsam mit Hilfe meines guten Therapeuten wieder in alte Bahnen. Muskelschwund und Muskelverhärtung. Alte Leier – neuer Schmerz. Ein Graus.
Längeres Sitzen ist noch immer eine Qual. Ich vermeide es wo ich nur kann. Aber Häkeln im stehen? Auch nich‘ so dolle … Und apropos stricken und häkeln … absolut kontraproduktiv. Zu einseitige Belastung. Und gerade jetzt beginne ich eine größere Sache…


Wir gehen alles durch. Wie stehe ich in der Küche beim schneiden? Gerade oder gebückt? Wie halte ich den Staubsauger?
„Alles mehr mit links machen!“ – so mein Therapeut. Sagt sich so einfach. Aber mach das mal!
„Gut, dann anfangen gleichmäßig fest auf beiden Beinen zu stehen. Kein’s einknicken! Bei jedwedem Stehen nach Möglichkeit immer abwechselnd auf einem Bein, und damit die Muskeln beidseitig stärken und den Gleichgewichtssinn trainieren. Und zwischendurch immer wieder dehnen. Besonders die rechte Seite. Dehnen, dehnen, dehnen!“  -Ich bin eine absolut schiefe Person, was soll ich machen.

Progressive Muskelrelaxation empfahl er mir, sowie Yoga. Vor Jahren hatte ich mal mit Pilates angefangen, aber nicht durchgehalten. Immer ist dann etwas anderes wichtiger. Ja ja, Ausrede – ich weiß. Aber ich muss unbedingt mehr tun. Obwohl mich seine zwei aneinander geklebten Tennisbälle schon prima unterstützen. Die sind für mich immer wieder Retter in der Rückennot gewesen. Ab an die Wand und die Bälle neben der Wirbelsäule fest hoch und runter rollen. Herrlich ist das.

Ich fange an nach diesem PMR Fach-Dingens im Netz zu suchen, was das denn überhaupt ist. Er hat es mir extra notiert und ich soll mal danach gucken. Und ich finde zu allem gute Videos. Für die Starter wie auch für die Profis. Tolle Sache.
Alles was mit Entspannung zu tun hat gefällt mir am besten. Loslassen ist das große Zauberwort. Ich habe dahingehend in den letzten Jahren schon gelernt gut auf mich zu achten. Denn jetzt erst merke ich es wenn ich verkrampfe. Das war früher nicht so und brachte dann über die Zeit die Schmerzen. Jetzt kann ich ‚loslassen‘ und kann mich bewusst lockern und entspannen. Leider immer noch zu wenig oder noch zu falsch. Dazu soll mir das PMR helfen.

Ich finde auch ein Training für ein besseres Gleichgewicht in einer Yoga Übung. Da findet sich das ‚auf einem Bein stehen‘ wieder. Prima, denke ich. Passend für mich. Und eine Übung lässt mich da neugierig werden. Der Yoga Baum. Diese Übung verspricht bessere Konzentration und ein besseres Gleichgewicht. Aber hallo – immer her damit!


Die Übung ist auch gar nicht so schwer. Doch sobald ich die Augen schließe falle ich um. Das genau soll doch aber das Gleichgewicht ausgleichen. Nix da – ich falle um. Also, einen Schritt zurück und die Arme unten lassen. Ich falle um. Ok, dann noch einen Schritt zurück und jetzt den Fuß nur unten an den anderen Fuß anlehnen. Augen zu und – ich falle um. Ok Ok. Dann eben noch einen Schritt zurück und einfach ein Bein über dem Boden anheben. Ich falle um! Wie soll das je gehen? Üben üben üben.!?
Ich stehe ganz am Anfang – und der Baum am Ende.
Ohhmmm und Namaste‘.

 

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schneller dran mit nudeln im käsebett

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So, nun haben wir endlich feinstes Grillwetter. Wie mitten im Sommer ist es da draußen. Und unseren Fellnasen ist es schon wieder fast zu warm.
Heute wird bei uns der Grill aus dem Keller geholt und zum ersten Mal in diesem Jahr  heiß gemacht. Ich freu mich.

Dabei berichte ich auch gleich weiter vom großen Grillevent mit Herrn Lafer. Es geht zum zweiten Gang und der besteht hauptsächlich aus Nudeln mit Käse. Noch besser: Nudeln im Käse! Lecker Kombi sag ich da nur.

Eine kleine Menge Penne Nudeln sollte bereits am Vortag gekocht werden. Wehe dem, der das vergessen hatte. Der kam spätestens jetzt in ordentlichen Zeitverzug. Und ja, es gab welche, die das vergessen hatten. Aber alles nicht weiter schlimm. Im Laufe der Gänge zieht sich das „synchron“ eh jedesmal richtig weit auseinander. Ich finde das immer äußerst spannend wo gerade jeder steht, und auch der Herr Lafer ist da immer ganz wissbegierig drauf zu erfahren ob alle just im gleichen Moment am gleichen Gang werkeln.
Wir waren mit allen Gängen viel früher fertig, was auch nicht immer von Vorteil ist. Manchmal kann es eher hilfreich sein etwas nachzuhängen, um noch mal richtig hinzuschauen wie das Gericht genau gemacht werden soll. Und es kann auch hin und wieser live durchaus noch notwendige, vereinfachende Tipps geben.

Wir hatten auch so manches mal die Übersicht verloren beim x-ten mal Rezept überfliegen. Oder jeder dachte vom anderen er hätte DIE Zutat schon dran getan. Also immer wieder neu von oben nach unten durchlesen. Stimmen jetzt die Zutaten mit den Anweisungen weiter unten überein? Nicht immer. Im Rezept hier zum Beispiel steht bei den Zutaten Weinessig dabei. In der Anweisungsübersicht findet man dazu nichts mehr. Die Live Bilder habe ich dahingehend nicht kontrolliert. Mir fiel es nämlich erst viel später auf. Auch nicht weiter schlimm.

Statt Penne habe ich Spirellis gekocht. Sieht anders aus, schmeckt aber auch, und ich meine sogar: genau gleich. Bei meinen Nudelpreisen kann ich mir nicht alle Sorten ins Haus holen, so viele esse ich dann auch nicht weg.
Der leicht bittere Geschmack des Rucola passt hier hervorragend dazu. Das hat mir am besten gefallen. Und da ich alle Gänge diesmal sehr salatlastig fand, war ich hier über die wenigen Blätter Rucola dann erst mal richtig froh. Wer aber von den anderen Gängen noch Salat übrig hat, der kann ihn auch zu diesem Gericht gut und gern verputzen. Das ist gut austauschbar. Wir haben es dann mit den Resten so gehandhabt.

Da wir unseren Käse im Backofen geschmort haben, konnten wir eine kleine Auflaufform nehmen und den Käse ausgestanzt da hinein legen und dann ordentlich zupacken. Denn die Menge, die mit den Käsewürfeln, den Nudeln und den übrigen Zutaten – einschließlich Schinken – entsteht, ergibt ein mächtiges Häuflein auf dem Käserad. Dafür reicht dann die Schachtel kaum aus. In einer Schale für den Grill geht das aber genau so gut. Und dies ist für den Kauf des Käses entscheidend, da dann nicht zwingend zu einem Ofenkäse gegriffen werden muss, sondern das Ganze auch mit einem stinknormalen Camembert, in passender Gewürz- und Geschmacksrichtung, praktiziert werden kann.

Das Gericht ist schön einfach und schmeckt Mittags wie Abends. Ja gut, und auch Mitternachts würde ich das verspeisen …
… von mir 5 von 5 Sterne.

Nudeln im Käselaib

Lasst es Euch gut gehen.

 

endlich wieder synchron

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Ja, dieses Jahr habe ich mich zurück gehalten. Ich habe keine Ankündigung des großen Grillevents mit Herrn Lafer gepostet. Und das hat mich echt Mühe gekostet. Nur all zu gern hätte ich schon im März die Werbetrommel geschlagen. Aber was passierte im letzten Jahr? Nichts! Es verlief ins Leere. Ich konnte nicht dran teilnehmen. Zum Termin war ich verreist und zum Nachgrillen kam es im nachhinein auch nicht. Warum? Terminlich passte es einfach nie in den Rahmen. Denn das ist ein Event für das man sich Zeit nehmen muss! und sollte. Und ich und Pläne …!? Es gibt da oben immer einen der etwas gegen meine Pläne hat und sie dann auch noch gleich durchkreuzt. Daher – keine vorherige Ankündigung mehr! Dann klappts bestimmt… Und? Hat’s geklappt? Jaaa! Und wie. Es gab letzten Sonntag ein gewohnt gelungenes Angrillen in unserer Küche. Was war es wieder herrlich. Was war es wieder lecker. Und was waren wir wieder satt bis zum geht nicht mehr!

Meine Vorfreude auf DAS Live-Gemeinschaftsgrillen war nach Termin Bekanntgabe schon kaum noch auszuhalten. Die letzten Jahre, ohne dieses Highlight im Frühjahr, gingen schon reichlich schwermütig ins Land.
Aber dieses Jahr haben da einige Terminplaner einfach mal alles richtig gemacht. Wir waren noch nicht anderweitig verplant. Wir hatten Zeit. Wir waren live synchron dabei und mittendrin. SO ist es am schönsten. Endlich! Endlich nach gefühlten Jahrzehnten einmal wieder.

Die Zutatenliste hatte ich, noch bevor sie überhaupt bei swr3 über einen Link online ging, schon über einen alten Link auf einer meiner Seiten durch puren Zufall ersichtet. Musste erst mehrmals drauf schauen, ehe ich es glauben konnte. Aber, ja, doch, tatsächlich, die hier ist ganz frisch von diesem Jahr!! – her damit und dann gleich mal schauen was wir am 15. essen. Und ich hüpfe wie ein Flummi zu meinem Meister, der sich anschließend gemeinschaftlich mit mir freut. (ohne flummisprünge, aber immerhin.)
Denn das klang schon alles sehr lecker: Lachs und Hühnchen. Damit macht man bei mir nie was falsch. Auch nicht mit Nudeln und Käse. Und mit Apfelkuchen mal sowieso nicht. Alles richtig gut – also: hallo Vorfreude, wo bist du? Mach dich bereit, es geht an den Start.

Vorbereitung ist alles und was sich bewährt hat wird auch so beibehalten, und so hieß es wieder: alle Rezepte ausdrucken und danach die Schränke damit tapezieren.
Für meinen Meister hieß es dann weiter: schneiden, schnippeln, schnippeln, schneiden, schnippeln, schnippeln, schnippeln, schneiden. Zwiebeln, Schalotten, Knoblauch, Ingwer, Paprika, Spitzkohl und bitte auch gleich an die Avocado ran. Dann noch schnell die Ananas. Jetzt nur noch den Live Stream starten. Fertig – und es kann losgehen. Wir beginnen mit dem Fisch.

Lachs im Cornflakes-Knusper-Mantel mit Tomaten-Avocado-Tzatziki

Meine Begeisterung für die Avocado wuchs gleichermaßen mit dem verbesserten Reifezustand der angebotenen Früchte. Schrieb ich vor wenigen Jahren noch, das es fast unmöglich ist eine reife Avocado zu erhaschen, liegen sie heute essreif in den Regalen. Und als ich bei meinem ach so geliebten Sushi immer mehr zu den Teilchen mit Avocado und denen mit noch viel mehr Avocado griff, begriff ich schnell dass es Zeit ist für ganz eigene Avocado Rezepte. Seitdem bin ich nun stetig auf der Suche nach einer leckeren Verarbeitung der gesunden Frucht. Leider hat die Benennung zum Superfood gleich auch ihre negativen Auswirkungen mitgebracht. Lassen doch die Anbaubedingungen sehr zu wünschen übrig, um nicht gleich von einer ökologischen Katastrophe zu sprechen. Eine mächtige Sauerei ist das allemal, denn da wird in den trockensten Gebieten den Ärmsten der Armen buchstäblich das Wasser abgegraben, nur um die Avocado in Massen gedeihen zu lassen. Und da wird es mir sogleich wieder schwer gemacht die Avocado mit reinem Gewissen zu mögen und zu verspachteln. Das muss hier ja auch mal gesagt werden! Leider. Aber nun wieder zurück zum Gericht.

Cornflakes sind als glutenfreie Variante in vielfältiger Art vorhanden und es gibt sie sogar, was ich vorher gar nicht bewusst wahr genommen habe, bei der Firma Wurzener auch noch, wie hier vom Herrn Lafer gefordert, in zuckerfreier Ausgabe. Bravo! Diese hatte ich nämlich noch im Schrank und weiß gar nicht mehr wo ich sie bekommen habe. Das lässt sich aber ergründen.

Das Lachs Gericht war eine Wucht und eine wahre Wonne und ein Gedicht und überhaupt nur leeecker. Auf diesen Knusper Deckel mit Sambal Olek wäre ich sonst nie gekommen, aber das gibt dem Ganzen schon den gewissen Drall. Einfach gut. Nicht umsonst wurde es von der ganzen Grillcommunity als das beste Gericht des Events beurteilt. Da waren die Geschmäcker bei allen hochsensibilisiert und auf gleicher Höhe. Das hat man auch nicht so oft. Also muss da was dran gewesen sein, an diesem ersten Gang.
Von mir erhält das Gericht 5 von 5 Sterne. Und es wird von uns mit Sicherheit wiederholt.

Lasst es Euch gut gehen.

 

hätten wir alle jetzt nicht gern ein sonniges blütenbett?

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Endlich. Endlich ist er da, der Frühling. So heiß ersehnt wie in kaum einem anderen Jahr. Na ja, stimmt nicht ganz. Ich ersehne ihn in jedem Jahr!

Nun aber ist er auf dem Weg. Und er kommt auch gleich mit aller Wucht, und schleudert uns wohl gleich schon mal Sommertemperaturen um die Nase. Na ich bin mal gespannt. Der Balkon jedenfalls ist bereits frühlingsfein hergerichtet und über Ostern brach hier schon das große Umtopfen und Einsäen aus. Wir sind voll im Frühlingsmodus. Kaum wissen wir noch was jetzt genau in welchem Schälchen keimt.

Es wurden Sonnenblumenkerne gesteckt, Pflücksalat, unter anderem auch für unsere Fellnasen, gesät, und außerdem noch Tomaten, Oregano, Lavendel und Pfefferminze in sämtliche Utensilien eingestreut die sich da an Pflanzgefäße so anfanden. Und die ersten Lichtkeimer zeigten sich überraschend schnell.

Ich konnte heute schon barfuß über den ach so herrlich angewärmten Balkonfussboden tänzeln und wurde zudem auch noch von einer Horde Hummeln begrüßt, die noch ungeduldiger auf jede einzelne Blüte gewartet haben als ich es schon tat. Und eine dicker und größer als die andere umbrummen sie mich und ich befürchte dabei jedesmal nur, dass sie sicher noch auf meinem Kopf landen und von dort nicht mehr weg wollen. Sie genießen jetzt jeden Tag an Türen und Fenstern klebend minutenlang die Sonnenwärme. Manchmal gibt es regelrecht Streit um diese Liegeplätze. Diese eine hier vergaß völlig die Zeit und sie hielt gleich mal ein Schläfchen auf der Blüte. Das hatten wir doch auch schon mal.
Ich könnte (und kann) diesen süßen Brummern stundenlang zuschauen.

Genießt das schöne Wochenende und macht es Euch hübsch.

Lasst es Euch gut gehen.