ich wär’ so gern eine blumenfee

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Zugegeben, ich bin wirklich nicht der Insektenfreund schlechthin. Bei jeder Spinne kreische ich nach meinem Meister. Und da macht es die vielleicht geringe Größe auch nicht viel besser, wenn das Monster schnell rennen, oder noch schlimmer: springen kann … Und dann sind die doch auch wirklich noch überall. Gerade die Letzte erst (nicht so ganz ‘miniformat’) versetzte mir gleich am Morgen einen höllischen Schreck, als sie mir aus einer Pfanne entgegen kam, die ich dem Geschirrspüler entnahm! Die bekam aber Beine! Über Nacht hatte sie sich dort einfach gezielt auf die Lauer gelegt! Wie? Keine Absicht und so? Wer will mir denn das noch weismachen?

Aber ja, ich weiß natürlich um die Nützlichkeit der kleinen Viecher und würde auch keines zertreten oder gar erschlagen. Für diese Gelegenheiten stehen immer Gläser bereit, um sie einzufangen und an die frische Luft zu setzen.
Aber ganz sicher gibt es nun auch die Leute, die von Insekten geradezu nur so schwärmen. Da kann ich mir neben dem süßen roten Käfer mit den vielen weißen Punkten wirklich kein einziges vorstellen dass ich zum Haustier haben wollte. Aber: sie erfüllen nun mal auch einen weiteren, wirklich guten Zweck. Sie ernähren viele Vögel. Und da gibt es seit längerem ein echtes Problem.

Habt ihr nicht auch schon bemerkt, dass die Anzahl der Vögel in den letzten Jahren rapide abgenommen hat?
Noch vor wenigen Jahren haben wir hier fast unzählige Vogelarten zählen können. Jetzt aber sind es gerade noch die Klassiker wie Spatz oder Blau- und Kohlmeise. Kein Kleiber mehr, kein Dompfaff, kein Grünfink, kein Rotkehlchen und auch keine Stare oder Grasmücken (u.a.) kommen mehr ins Futterhaus.
Der Grund an diesem Rückgang der Vogelpopulation liegt am Fehlen der Insekten. Und warum fehlen wiederum diese? Das liegt zum größten Teil an den Pflanzenschutzmitteln, die bei uns eingesetzt werden. Da wäre zum Beispiel dieses Glyphosat zu nennen. Es macht die Wildpflanzen tot, die die Insekten brauchen, und so haben wir den Teufelskreis.
Braucht es nun erst gar keine Vögel mehr, um endlich die Beweise über diesen Zusammenhang auf den Tisch legen zu können? Meiner Meinung nach wäre das doch etwas zu spät!

Und was macht man nun, bis sich die Politik entscheidet? Ich denke: viele Blumen wachsen lassen.
Seit vielen Jahren sind wir schon begeisterte Fans von guerilla gardening. Wo nur immer es ging haben wir schon Blumensamen verstreut, da gab es diesen Begriff noch gar nicht. Ich freue mich aber sehr, das es jetzt so bekannt ist und schon fast zum guten Ton gehört dabei mitzumachen. Und vor allem, dass es dazu auch so ein vielfältiges Angebot gibt. Angefangen von den Blumenbomben aus einer Ton-Erde-Mischung, die sich im übrigen auch sehr gut selbst herstellen lässt, bis hin zu solch Streudosen wie wir sie dieser Tage fanden. Davon standen mehrere, und jede mit einer anderen so schönen Mischung zur Auswahl, bei dem Anbieter mit dem blauen E.
Wir werden die Bienen- und Schmetterlingsfreundliche Sorte verteilen, die zweite Dose wird an einen anderen Blumenfreund verschenkt.
Auf das es bald gedeiht und blüht und schmeckt. Für die Insekten. Für die Vögel.

Lasst es Euch gut gehen.

also ich wär’ dann soweit …

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Also heute ist Frühlingsanfang. Nun ja. Muss einem gesagt werden. Denn da draußen sieht es bei uns noch nicht danach aus. Nach einem kurzen nachguckerchen seitens der Sonne heute morgen, hat sie sich entschieden: nee heute nich! Und seitdem bleibt die Sonne mufflig, und hier bleibt es konsequent grau. Na ja.

Ich aber bin schon seit Wochen auf Frühling eingestellt. Wenn mich dann noch die Müdigkeit immer mal wieder gewaltig umhaut, kann er auch nicht mehr weit weg sein.
Mit meinem neuen Schal habe ich mich für einen gelb leuchtenden, sowie auch kuschlig weichen Frühlingsstart entschieden.

Einfachheit siegt bei diesem Modell. Ein Strang von 100g Wolle sind hier im einfachen glatt rechten Muster verarbeitet. Dieser ist dann flexibel einmal oder mehrfach gewickelt tragbar. Einfach herrlich. Einfach frühlingsfit.

Anleitung:

100 g weiche Wolle, in Eurer gewünschten Farbe und Zusammensetzung, passend für Nadelgröße 2-3 und einer Lauflänge von 400 m.

46 Maschen mit Nadel 3 (wenn ihr locker strickt) oder Nadel 4 (wenn ihr fest strickt) anschlagen und glatt rechts stricken (hinreihe rechte maschen, rückreihe linke maschen).
Beginnt und endet immer mit einer Randmasche. Diese in jeder Hin- und Rückreihe als eine rechte Masche stricken.

Bis zum Ende des Garns weiter im Muster stricken und mit einer Rückreihe enden.
Dann alle Maschen locker rechts abketten.

Lasst es Euch gut gehen.

 

wer höher hängt lebt länger

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Meine eben noch entspannte Sonntagslaune kann schon mal ganz schnell in den Keller rauschen. Oder sich auch eben von genau dort derart gesinnt entwickeln und ebenso gereizt dann schnell nach oben schießen. So letzten Sonntag geschehen.
Bei uns gehen nämlich ganz eigenartige Merkwürdigkeiten im Keller vor sich. Und wir konnten diese auch immer noch nicht zur vollständigen Aufklärung bringen.

Nichtsahnend, aber hochmotiviert, wurde am Wochenende bei uns schon mal der Balkon so langsam frühlingsfit gemacht. Dabei wurde im Keller auch gleich nach allen austreibenden Töpfen und Töpfchen gekramt die ins Licht und in die Wärme wollen. Und was schreit da sonst alljährlich als erstes laut nach dem Weg ins Obergeschoss? Natürlich: unser Feuerwerk! Die Bonfire. Und was mussten wir nun entdecken? Sie konnte gar nicht mehr schreien. Sie ist nicht mehr. Also die große alte Knolle. Ihren Ableger, die etwas kleinere Tochter, gibt es noch. Aber die Mutter, unser ganzer Stolz, ist nicht mehr da. Einfach weg. Geklaut.? Der Blick in die Hängeampel offenbarte ein Loch in der Erde. Wie rausgehoben. Also wirklich!
Der Dieb hätte doch Bescheid geben können, wenn er so heiß auf unser Pflänzchen ist. Man hätte sich doch einigen können. Es lässt sich doch über alles reden.

Die Ampel stand in Kniehöhe auf einer Kiste. Ist das zu unsicher für eine Pflanzenlagerung? Etwa zu leicht entwendbar? Merkwürdig ebenso: das gebuddelte Loch im Blumenkasten gleich daneben. Genau zwischen den Vorjahresstauden. Ziemlich am Rand des Kastens. Aber da fehlt weiter nichts. Zumindest auf den ersten Blick nicht. Außer der Erde natürlich, und das ist auch nicht gerade wenig. Es sieht aber ganz eigenartig unterhöhlt aus. Welcher wilde Hamster war denn da nur am Werk?

Es geht doch wohl keiner in einen Keller, nur um eine Begonie zu klauen. Das haben wir gleich ausgeschlossen. Also kann es doch nur ein Fressdieb gewesen sein. Der kann aber auch nur eine Maximalgröße haben. Alles andere kommt doch gar nicht durch gekippte Fenster herein. Mauerlöcher sind ja auch nicht zu finden.
Es kann auch nicht der gesamte Wintervorrat desjenigen gewesen sein. Denn vor wenigen Wochen war noch alles da, soll heißen: drin. Also bloß schnell gefressen und schnell wieder weg? Oder gleich die ganze Knolle geklaut und abgehauen? Die ist nicht gerade leicht.
Wer also hat Interesse an einer derart großen Blumenknolle?
Es sind aber auch so gar keine weiteren verdächtigen Spuren auszumachen. Kein Gekrümel von Erd- oder Pflanzenresten auf dem Boden und auch keine sonstigen unappetitlichen Hinterlassenschaften! Sehr kurios.

Ein schwacher Trost nur, dass wir noch das Töchterchen haben. Denn Mama wurde immer dicker und sprengte schon ihren Topf. Wir mussten sie schließlich teilen. Bei solch einer kompakten Wurzel ist das auch ein kleines Wagnis, aber der Mühe immer wert! Die Tochter dankte es uns auch und blühte bereits im letzten Jahr wie die Mutter zu ihrem Einzug.
Zum Glück hing sie nun im Winter in der Ecke an der obersten Sprosse des Kellerregals. Vermutlich außer Reichweite des Diebs. Aber aus eben dieser sicheren Entfernung musste sie nun trotzdem den feigen Angriff auf ihre Mutter miterleben. Und nachdem wir nun noch in der letzten Saison überlegten, wem wir in Zukunft einen weiteren Ableger der Bonfire androhen, hat das Schicksal darüber anders entschieden. Nun werden vorerst alle Hände schützend über unsere rot leuchtende Schönheit gehalten und dabei wird gleich gehofft dass der selbe Platz im nächsten Winter wiederholt ihr Leben wahrt.

Abschließend bleibt mir dazu nur noch zu sagen: Frechheit!

In lieber Erinnerung an die Frau Mutter:

Lasst Euch von dem sonnigen VorFrühling beschwingt in den Tag schubsen.

Lasst es Euch gut gehen.

meister petz

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Das Wetter sieht einfach immer noch nicht nach Frühling aus. Heute finde ich es besonders grässlich. Es ist nur grau und regnerisch. Einfach zum abgewöhnen. So viel warme Gedanken kann ich mir doch gar nicht machen wie ich bräuchte.


Dabei meldet sich auch noch meine leichte Erkältung aller paar Tage wieder und will so gar nicht von mir lassen. So was penetrantes. Das zehrt auch etwas an den Kräften. Aber es kann ja nur besser werden. Das Wetter meine ich.

Und nun zog vor einigen Tagen auch noch ein Eisbär bei uns ein. Alle Hinweise, darauf dass der Winter doch endlich vorbei ist, ignorierend, macht er es sich bei uns so richtig gemütlich. Ich glaube ich muss die Heizung noch ein bisschen mehr aufdrehen. Selbst ihm war es zu ungemütlich da draußen. pahhh

Aber eigentlich will ich ihn ja auch gar nicht wieder vertreiben. Denn dafür ist Meister Petz einfach zu niedlich. Noch nicht ganz perfekt, aber recht niedlich.
Am liebsten würde ich Meister Petz seinen Schal stehlen. Mach ich aber nicht. Hat auch nicht so meine Kragenweite. Soll ihn nur behalten.

Ich bin dann mal wieder Tee kochen …

Lasst es Euch gut gehen.

 

für große köpfe

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Nun noch einmal eine Mütze zwischendurch. Das ewige Großprojekt muss dringend immer mal wieder aufgelockert werden, sonst wird man rammdösig. Es ist andererseits aber derart entspannend, dass mir unentwegt neue Projekte in den Kopf schießen, die auch gleich umgesetzt werden wollen. Und da sich mein Projekt ja noch einige Monate hinziehen wird, ist es nur zu erfreulich, zwischendurch mal ein fertiges Stück anzuschauen.

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Diese Mütze ist nicht für mich, sondern für Euch gedacht. Und speziell für diejenigen, die es ansonsten vielleicht schwer haben mit der Mützensuche. Weil: sie ist für echt große Köpfe oder auch für Köpfe mit viel Haar zum unterbringen. Das ist eher ungewollt so, aber auch nicht wirklich falsch. Nach Maschenprobe und errechnen der Umfangsgröße hielt sich die Wolle am Ende mal so gar nicht mehr daran. Sie ist kuschlig, sie ist flauschig, sie lies sich bestens verstricken, aber sie ist auch so gar nicht zum wieder auftrennen. Und warum auch immer, beim stricken wurde sie letztendlich nun doch viel größer als ich das wollte und dachte. Aber ich bin mir sicher, auch sie wird einen Liebhaber finden, denn ich finde sie richtig toll.
Sie kommt obendrein mal wieder als weiteres Spendenprojekt ins Lädchen. Also: tragen und gutes tun.

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Die Mütze ist ein längerer Beanie und ist zum größten Teil aus Merino Wolle. Daneben noch Baby Alpaka und Polyamid – welches für eine gute Stabilität spricht.
Es ist keine dicke Mütze. Also nicht für die eisigen, sondern eher für die kühleren Tage. Aber auch davon gibt es mehr als genug. Sie ist außerdem auch nicht festgelegt auf Männlein oder Weiblein, was mir besonders gut gefällt, und sie ist unheimlich leicht und weich. Also: ein paar Mützentage wird es sicherlich noch geben. Und diese will getragen werden.

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Lasst es Euch gut gehen.

zarte beginner

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Drei Sonnenstrahlen, oder waren es vier?, trieben uns am Sonntag aus der Höhle. Jetzt wird alles an Frühling aufgesaugt was das Wetter nur hergibt. Momentan lechze ich regelrecht nach wärmenden hellen Lichtern. Da ist es ein Muss einen einigermaßen sonnigen Nachmittag ein paar Stunden draußen zu verbringen und sich die Beine zu vertreten.

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Unser nahes Wäldchen wurde immens gerodet. Aber zum Glück bleibt das meiste Gestrüpp für die Kleintiere an Ort und Stelle liegen. Und obwohl es derzeit überall nun recht kahl aussieht, ist es beim genauen Hinsehen doch voller Leben.

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Erst recht bin ich darüber so froh und zehre immer noch davon, sehe ich heute aus dem Fenster in das stürmische Grau. Auch wenn ich schon die ersten Kätzchen an der Weide leuchten sehe.
Die erste Bärlauchprobe wurde auch gleich vollzogen und für sehr gut befunden. Auch davon bitte bald mehr … vom Frühling sowieso.

Lasst es Euch gut gehen.

wie lange noch? … dann lieber noch ’ne mütze

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Meine Familie staunte am Samstagmorgen nicht schlecht beim Blick aus dem Fenster. Der Winter war zurück und alles war weiß. Das war unserer gesamten Meinung nach gar nicht so gemeldet worden.
Und ich habe nun dabei auch gleich feststellen dürfen, dass mein ach so inniges Verhältnis zum Winter in dieser Saison doch schon merklich abkühlt. Um es klar zu sagen: ich mag ihn nicht mehr ganz so. Meinetwegen muss er also nicht wieder vorbei schauen.

In mir wachsen hingegen langsam die Frühlingsgefühle. Das merke ich deutlich daran, dass ich schon nicht mehr an allen Hyazinthen- oder Tulpentöpfen einfach so vorbei gehen kann. UND: ich denke auch schon immer öfter und ernsthafter über Frühjahrsputz nach! Hooohh – mal ganz langsam.

Zunächst sind im Haus weiche welten nämlich immer noch alle ziemlich verschnupft. Also alle zwei. Obwohl mein Meister heute schon der Genesung entgegen sehen darf. Der Glückliche. Ich hingegen ziehe etwas lahmar… ig hinterher und hoffe dabei dass daraus nicht wiiieder ein pingpong Spiel wird. Alles schon dagewesen.
Zum Glück hat aber auch alles seinen harmlosen Verlauf bei uns, darüber bin ich am frohsten. Ich entwickle Panikattacken gegen die große angstmachende Influenza. Keine Ahnung wie die sich auch noch auf meine chronische Gastritis auswirkt… oder schlimmer noch: auf meine Laune, der Stricklust oder der aufkeimenden Putzwut. Boahh, bloß nicht dran denken.

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Auf alle Fälle habe ich noch meine Mütze fertig bekommen. Und damit kommt sie noch in den letzten Wintertagen gut zum Einsatz und kann mich richtig mollig warm halten. Und das ist ja immer noch nötig.

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garn: yak (lang yarns) ca. 70g der farbe 026 beige
muster: lamana  (zopfmuster abgewandelt: auf den kopf gestellt)
bommel: possum

Lasst es Euch gut gehen.

winterträumchen

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schoenh1Schönheide wurde von uns bisher traditionell ausschließlich zur Heidelbeersaison besucht. Na klar, wegen der Heidelbeerernte natürlich. Die ist dort ziemlich sicher und reichhaltig. Und es gibt außerdem gleich neben den vielen großen Heidelbeersträuchern auch einen schönen Stausee. Diesen kann man umwandern, an ihm sitzen und picknicken und vor allem: in ihm kann man dann auch gleich noch baden gehen. Also wirklich kompakt optimal für uns zu dieser Zeit.

schoenh7Das ist auch nicht steigerungsfähig. Aber änderlich. Den neuen Blickwinkel verschafften wir uns am Wochenende. Denn Schönheide im Winter – das war Neu. Und natürlich anders.

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schoenh8Nun liegt es auf der Hand dass ein Besuch des Erzgebirges im Winter nicht minder beachtlich ist.

schoenh9Doch das es so ausgesprochen Spaziergangs- na, ich wills mal freundlich sagen – gewöhnungsbedürftig – ist, stellte uns vor Probleme.

schoenh5schoenh11Am Parkplatz angekommen ging es wenig später gleich los. Die ersten Loipenspuren auf dem Feld daneben konnte man noch gut nebenherlaufen. Doch nach der ersten Straßen Überquerung standen wir auf einer Waldlichtung, und das Loipen –begleiten war nun schon eine Herausforderung. Denn dort war plötzlich die Nebenspur für die Ski Sprinter nicht mehr verdichtet. Also nicht fest. Und das bedeutet bei jedem Schritt Einbruch in den Schnee bis zu den Knien. Wer das kennt, kennt auch die Kraftanstrengung die es dazu benötigt wieder raus zu steigen und weiter vorwärts zu kommen.

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Nun gab es glücklicher- und unglücklicherweise einen Tag später einen Wettkampf im Langlaufski und es waren unter anderem auch jede Menge Skiläufer zum trainieren unterwegs. Uns konnte daher ein Wachposten über Loipen und sonstige präparierte Wettkampffläche Auskunft erteilen, diese Skispuren doch bitte nicht weiter zu verfolgen, aus dem Grund der vermutlich unüberwindbaren Fläche so im Allgemeinen. Es war nicht verboten, nein. Aber eben unsinnig.

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Mit einer Alternativauswahl am Waldrand verwies er uns an die bereits verdichtete Seite und schwupps kamen wir wieder gut voran. Nur waren jetzt auch nicht verlässlich alle Waldränder derart gut fussgängertechnisch präpariert, und beim näheren herantreten versanken die Beine urplötzlich bis zur Hüfte im Schnee. Der Hintern nass, die Stiefel voll Schnee, einschließlich der Kamera. Vom Meister hinter mir nur das große Bedauern dass ER jetzt nicht gerade die Kamera in der Hand hält … und das waren nicht etwa Sorgen ums Gerät.

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Ihn hätte fast ein Sturm in Form eines trainierenden rasenden Langläufers umgehauen, der ebenso der Meinung war sich auf der richtigen Seite der Loipenspur zu befinden. An dieser Stelle kann es keinen langen Streit geben, sondern nur das schnelle handeln.

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Beim erneuten Kreuzen des Langläufers wiederholter Runde, der keuchende Satz: “Da haben wir aber noch mal Glück gehabt”. Ja, das war wohl so. Genau wie ich und die Kamera. Alles heil, alles trocken. Und die Erkenntnis: der Schnee im Erzgebirge wird von Flachländern allgemein doch immer noch gern unterschätzt. Der Tiefe wie auch der Geloipte.

schoenh13Und weil das ganz sicher so ist, wurde uns auch der Zugang zum See verwehrt. Keine Ahnung warum genau, aber wir suchten vergeblich danach.

schoenh15Wir liefen viele freigeschobene oder sonst wie verfestigte Wege immer in Richtung See ab. Aber sie erwiesen sie jedes mal als Sackgasse. Unangekündigt.

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Bis uns dann auf dem Rückweg beim Sichten des kleinen Wegweisers zum See schwante: dies ist so gewollt. Denn dem gesuchten Parkplatz war der Schneeriegel vorgeschoben, indem er einfach keine Zufahrtmöglichkeit bekam. Geschlossene Schneefront an der Strasse und fertig. Und später durch unberäumte und auch nicht wirklich sichtbare Waldwege … ? – siehe oben! Vielleicht mit Schneeschuhen. Schade. Dieser Winter – See Erfahrung haben sie uns also beraubt.

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Ich könnte jetzt vielleicht darüber etwas vergrämt sein. Bin ich aber nicht. Denn es war trotzdem so schön draussen zu sein und den Schnee gar nicht satt zu bekommen. Herrliche WinterSchönheide.

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Lasst es Euch gut gehen.

kuschelzeit mit gertrud

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So ein Alpakagarn ist was richtig feines. Es ist leicht, weich und so schmusig. Und dieses Baby Alpaka-Seide-Gemisch, welches ich verwendet habe, ist einfach unsagbar weich und kuschelig.

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Vor dem Stricken steht aber immer als erstes die Frage im Raum: was lässt sich schönes aus einem solch zarten Faden eigentlich machen?
Für eine Decke zum Beispiel wäre dieses Garn natürlich nicht geeignet. Dafür ist es viel zu zart und empfindlich. Eine dünne zarte Mütze könnte es schon eher sein, oder auch ein flauschiger Schal. Da ist also schon einiges damit machbar.

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Bei mir allerdings war es nicht die Frage nach dem was ich draus mache, sondern die Frage wo finde ich welches passende Garn? Denn ich suchte bereits mit einer fertigen Vorstellung vom Endergebnis im Kopf nach einem dafür passenden zarten Wollfaden. Und ich wusste noch nicht genau ob nun Alpaka oder Kaschmir. Beides wäre gegangen, wenn es die richtige Garndicke hätte, entschied mich dann aber für dieses Drops Baby Alpaka Silk.

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Von meinem Besuch in einem Wollladen in Strassburg vor einigen Jahren hatte ich mir eine kleine Idee mitgebracht, dann aber lange darüber sinniert ob sie wirklich Sinn macht. Nun habe ich beschlossen sie macht Sinn. Und mit der erfolgreichen Suche nach einem passendem Garn konnte ich sie nun endlich umsetzen. Und da ist es. Dieses kleine feine bunte Schmusetuch.

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Studien haben doch wirklich belegt, dass ein kleines Schmusetuch das Einschlafen von Babys fördert, wenn man ihnen damit sanft über das Gesicht streift. Das finde ich einfach nur wunderbar. Und so strickte ich zum liebkosen dieses herrliche kleine Alpakadeckchen.
Außerdem dient es natürlich noch dazu das greifen und fühlen zu erlernen. Oder auch einfach dazu es flugs mal aus dem Kinderwagen zu werfen um Mami auf Trab zu halten… Also Vergnügen bereitet es so oder so. Und vielleicht wollen es sogar die Mamis nach kurzer Zeit gar nicht mehr raus rücken, hatten sie es erst einmal in der Hand. Aber wer würde das schon zugeben?

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Und da ich mal eine liebe Kollegin hatte, die eine Plüschkatze namens Gertrud besaß und sie ohne ihre Gertrud niemals verreiste, sie gar im Auto auf dem vordersten Platz neben oder auf ihr sitzen durfte, bekommt heute auch mein neues Kuscheltuch von mir den Namen “gertrud” verliehen. Möge es den neuen Besitzer auch immer so treu begleiten.

kuscheltuete13Somit wünsche ich ebensolche schmusigen Kuschelzeiten mit “gertrud”.

Lasst es Euch gut gehen.

 

im eismantel

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winter217Was ist das doch für ein herrlicher Winter dieses Jahr. Ich kann mich dieser Tage einfach nicht satt sehen an diesem wunderbarem Weiß da draußen. Auch wenn es manche Tage verdammt kalt ist.

winter17Ich fühle mich eingehüllt und auch etwas ruhiger gestellt, angesichts dieser Winterwelt. Der Schnee dient auch als Dämmmaterial gegen zuviel Lärm und Hetze.
Und so sehr ich mir auch in den vergangenen Jahren gewünscht hatte mal ein sattgefressener Braunbär zu sein und in meine Höhle trotten zu können, so denke ich in diesem Jahr: da würde mir doch eine Menge entgehen.
Dieser Blick auf Schnee und Eis hat immer wieder etwas magisches. Das will ich keinesfalls verpassen.

winter317Obwohl ich trotzdem nach dem Schlaf eines Bären im Winter Verlangen habe.
… wenn mich also, sagen wir mal die nächsten 3 Monate, bitte mal niemand mehr ansprechen würde …

winter417Bleibt schön munter und lasst es Euch gut gehen.