wieder hier

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Hallo ihr Lieben, da bin ich wieder. Heute mal ein kurzes Hallo von mir. In den nächsten Tagen kommt dann sicherlich ganz viel mehr …

Ich hatte ein paar wunderbare Wochen, habe so viel gelesen wie das ganze Jahr nicht und hoffe Euch ist es auch recht gut ergangen.
Vor der Tür sieht es nun schon ganz leicht nach kommendem Herbst aus und ich freue mich auf diese schöne Kerzen-Kuschelzeit mit Tee und Wolle. Jaa – auch da gibt es schon wieder herrlich weiche neue Errungenschaften und somit befand ich mich in den letzten Tagen gleich wieder in Wolle versponnen beim wickeln und hänge nun sogleich wieder an einem neuen Projekt.

Schon vor Wochen habe ich auch mal wieder eine kleine Mütze für das Guatemala Projekt fertig bekommen, dass ich Euch schon mal zeigen kann. Ja ja, es holpert, aber es läuft noch …

wolle: merino70 superwash (lang yarns) fb 4808, ll 70m/50g

Lasst es Euch gut gehen.

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meine seele möchte schaukeln gehen

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Jetzt hat sie uns wieder für ein paar Tage im Griff, die Sommerglut. Welch ein Auf und Ab aber auch dieses Jahr mit den Temperaturen. Dauernd muss man die Gefühle wechseln.

Ich habe schon seit einer geraumen Weile wieder zur Häkelnadel gegriffen, und spätestens dann ist das ein untrügliches Zeichen für anhaltenden Sommer. Und dann hat auch alljährlich das Blog seine Pause.

Der Bücherstapel noch zu lesender Exemplare ist in den letzten Wochen sowas von angewachsen und der Platz auf der Insel ist schon für uns reserviert. Was will man mehr? Ich freue mich auf eine lange erquickende Lesezeit.
Ihr Pinienträume erwacht …


Lasst es Euch gut gehen und macht Euch schöne Sommertage.

 

araganka, ararauna, soltatenara …

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oder Henry Haschke hat schuld.

Ich komme aus einer Familie der Wiederkäuer. Und das schlimmste ist: ich stelle fest, ich werde selber einer.

Studien zufolge soll ein bestimmter Sinn für Humor in der Familie frühzeitig erlernt worden sein. Na ja, da kann schon was dran sein. Was wer lustig findet ist ja wirklich grundverschieden und das muss ja seine Ursachen haben. Gemeinsam etwas lustig zu finden verbindet stark. Nicht nur in Familien, da aber besonders – so das Ergebnis der Studie.
In meiner Familie wurden von jeher alle beliebten Komikersprüche zu jedem halbwegs passenden Anlass zitiert. Das kann nun recht lustig sein, wie im Fall der Kuh im Propeller, kann aber über eine gewisse Dauer so manches Mal auch tierisch nerven. So auch immer wieder das „früher war mehr Lametta“.
Dabei gab es bei uns auch keinen Unterschied zwischen „West-“ und „Oststar“. Meine Mutter war glühender Otto Waalkes und Loriot Fan und hatte zudem ein Gedächtnis sondersgleichen. Die allermeisten Stücke konnte sie Wort für Wort aufsagen.
Auch so von vielen DDR Stars. Herricht und Preil beispielsweise. Leider verstarb Rolf Herricht viel zu früh. In meiner Familie aber lebte er munter weiter. Er wurde rauf und runter rezitiert. Dabei habe ich ihn zu Lebzeiten nie live erlebt. Was ich immer bedauerte.

Ich lernte die bekanntesten Komiker vorrangig von der „Platte“ kennen. Für die jüngeren unter Euch: ich meine die Schallplatte. Das schwarze flache große Ding mit dem Loch in der Mitte.
Meine Oma war damit recht gut ausgestattet, mit gesammelten Live Auftritten von Eberhard Cohrs bis Gerd E. Schäfer. Und in den Ferien war ich dann tagsüber alleinige Herrscherin über diese Sammlung. Ich weiß nicht mehr genau wie viele es waren, aber es waren schon einige. Irgendwann aber konnte ich sie alle mitsprechen. Jedes Wort konnte ich auswendig.

Unter diesen Platten befand sich nun auch „Die schwatzhaften Sachsen“. Ein Mitschnitt einer Lesung der Autorin Renate Holland-Moritz. Ich möchte nun wirklich nicht behaupten das ich davon als Kind immer alles verstand. Hatte aber großen Spaß an ihrer Erzählkunst und Vortragsweise. Auch diese Platte gehörte zu meinem Repertoire.

Nach 1989 war vieles nicht mehr chic was aus dem Osten kam und so fanden sich auf den reichlichen Schnäppchentischen auch viele Bücher für einen Ramschpreis wieder. Jetzt erst durfte ein Buch von Frau Holland-Moritz auch mir gehören. Und dann ….

… dann kam der Tag der Tage, an dem sie eine ihrer so seltenen Lesungen in meiner Stadt abhielt. Und ich hatte nun das große Glück sie einmal zu treffen. Noch besser gesagt sie zu erleben.

Bei dieser Lesung ging es dann urplötzlich gar nicht mehr um eins ihrer Bücher, sondern sie plauderte einfach so drauf los und ballerte eine Anekdote nach der anderen raus. Alles aus den letzten Jahrzehnten über die Begegnungen und Geschichten der bekanntesten Stars. Es blieb kein Auge trocken! Solch Marotten und urkomische Erlebnisse mit Prominenten kann sich niemand ausdenken. Frau Holland-Moritz konnte manchmal selbst immer noch kaum glauben das alles live erlebt oder aus erster Hand gehört zu haben. Da passte dann so manches öffentliche Bild so gar nicht mehr in den Rahmen.
Diese Frau hatte ein unbeschreibliches Gefühl für Witz und Pointen. Ja, leider muss ich schreiben „hatte“. Denn nun ist auch sie vor kurzem viel zu früh gegangen. Dabei hatte ich doch so gehofft sie vielleicht noch einmal in einer Lesung anzutreffen.

Und nun bin auch ich zur Wiederkäuerin geworden. Ich kann ganz ungefragt unter anderem mit meinem Wissen über Papageiengattungen brillieren. Araganka, Ararauna und Soltatenara. Natürlich die einzigen die ich auch nur von Frau Holland-Moritz kenne. Seitdem aber auch nie wieder vergessen habe.
So lebe sie denn weiter.

Und was es mit Henry Haschke auf sich hat und dem fehlendem Grün … ja, dem sei dieses Buch empfohlen.

Lasst es Euch gut gehen.

 

kirschen unter guss

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Kirschkuchen ist ein Sommerfavorit. So fruchtig wie er ist, gehört er einfach zum Sommer und ich kann ihn in den warmen bis heißen Monaten ständig in mich hineinschaufeln.

Alle Obstkuchen machen sich auch ratzfatz mit dem Mehlmix von Bauckhof. Das ist dann was für ganz Eilige und schmeckt auch gut. Der sah dann genau so aus:


Jetzt habe ich aber einen neuen Mehl Mix getestet und den Kuchen zusätzlich mit einem Zuckergussbelag gekrönt. mmhhhmmm

Das Komeko Mehl ist ein reines Reismehl aus Japan. Das ist jetzt erst einmal nichts besonderes. Ich verwende auch sonst viel Reismehl und das in zwei Sorten. Einmal ein ganz normales Reismehl und dann auch hin und wieder gern ein Klebreismehl für ein noch besseres Backresultat. In Asialäden findet man eine gute Auswahl an mehreren Reissorten zu einem günstigen Preis.
Denn trotz der vielen Fertigmehle namhafter Hersteller gebe ich lieber immer noch meine eigene Mischung an Johannisbrotkernmehl, Reismehl und Kartoffelstärke für eine bessere Feuchtigkeitsbindung ins Mehl dazu. Ohne bin ich meist schon am nächsten Tag unzufrieden mit den Backteilchen, die dann meist bereits auf „altbacken“ machen.

Doch bei diesem Komeko Mehl verspricht der Hersteller, mit seiner Mischung besonderer Reissorten, ein absolut gleichwertiges Backergebnis, wie mit einem Weizenmehl. Aber Hallo! Das muss doch versucht werden.
Da aber nun auch die Konsistenz allein nicht den Backerfolg bestimmt, sondern vielmehr der Geschmack, wollte ich die neue Mehlart auch gleich mal an einem Kuchen testen. Und der sollte nun nicht nur aus einem Boden bestehen, sondern überwiegend aus Teig sein. Da machen sich versunkene Kirschen im Teig recht gut.

Es gibt drei Sorten dieses Komeko Mehls und ich war mir beim bestellen wirklich unschlüssig welches ich nehmen soll. Gleich drei für einen ersten Test zu bestellen, war mir zuviel und ich entschied mich schließlich für das „Pan“. Eigentlich in der Annahme, daraus eher Pizza oder Brötchen zu machen (was jetzt sicher auch noch folgt). Ich weiß auch nicht genau was sich bei der Zuordnung „Pie“, „Pan“ und „Pastry“ geschmacklich unterscheidet. Vielleicht ist es nur der Zuckergehalt.
Ich war jedenfalls optimistisch, dass das „Pan“ sehr wohl auch zum Kirschkuchenteig mutieren kann.

Kirschkuchen mit Zuckerguss – glutenfrei (18 cm Form)

80 g Margarine
70 g Zucker
1 Packung Vanillinzucker und
2 Eier gut vermengen.

80 g Komeko Mehl mit
1/2 Päckchen Backpulver vermischen, dazu geben und vermengen.

100 g Quark (bei mir 40 %)
zum Schluss dazu geben und nochmal alles gut verrühren.

Dann den Teig in eine gefettete Springform füllen
(hier 18 cm – ansonsten die zutaten verdoppeln)

Jetzt ca. 400 – 500 g Sauerkirschen über den Kuchen verteilen, gut andrücken und wer sie mehr im Teig haben möchte, kann sie, wie ich, fest reindrücken.
(denn sie versinken später nicht von allein)

Dann den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei ca. 180 Grad 30 – 40 Min. backen.
(stäbchenprobe machen)

Auskühlen lassen.

Für den Zuckerguss Puderzucker in eine Schüssel geben und gerade so viel  Zitronensaft dazu geben, das eine schwer flüssige Masse daraus entsteht. Dann löffelweise über den Kuchen geben, eben soviel und so dick wie gewünscht. Eventuell etwas Zuckerguss neu machen.

 

Das Komeko Reismehl hat nicht zuviel versprochen. Auch am zweiten und dritten Tag war der Kuchenteig noch ein Gedicht, und das können nicht viele. Absolut fluffig, frisch und immer noch wie frisch gebacken. Mich hat er wirklich überzeugt und ist für mich eine Alternative zum schnellen backen ohne langes zusammen mischen.

Lasst es Euch gut gehen.

 

fast wie ‘ne strickmaschine

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Das ist eins dieser Teile, die man nur einmal im Leben macht. Die nämlich, bei denen, nach Verkündung des Beginns eines länger andauernden Strickprojektes, die Verwandtschaft ab sofort regelmäßig nachfragt: „Na, wie weit bist du?“ oder „Na, wieviel musst du noch machen?“


Also ihr merkt, es handelt sich um ein größeres Projekt. Und diesmal war es ein Hochzeitsgeschenk.


Es wird richtig schwierig das passende Geschenk zu finden, wenn man genau weiß, die zu Beschenkenden haben schon alles. Da wird sich aber dennoch was finden lassen, oder? Und wovon kann man nie genug haben? Richtig! Kuscheldecken für’s Sofa.
Und bei einem 6 Personen Haushalt dachten wir uns, und hofften es, wird sich doch immer einer finden der unter eine Decke schlüpfen will. Also, wenn es kalt ist, klar.

Nun ist es auch noch besonders vorteilhaft, ist der Termin für die Feierlichkeit lange im voraus bekannt. Denn auch nur dann bleibt genug Zeit für so ein Großprojekt.

Also wurde gleich mal ein Probeviereck – auch Maschenprobe genannt – gestrickt. Dann wurde gezählt, gerechnet, diskutiert und geplant. Nach Einigung wurde sofort reichlich Wolle geordert und im November ging es dann los mit stricken.

*rudi möchte schon wissen ob das was für ihn zum spielen ist

Diese Mammutprojekte haben es ja wirklich in sich. Erst glaubt man immens Zeit dafür zu haben und einige Monate später ergreift einen dann urplötzlich die Panik mit dem sicheren Gefühl: das schaffe ich nie!
Dann rechnet man nur noch in Rippenanzahl, notwendigen Zeiten und endgültige Dauer. Zwischendurch wird auch mal kurz der Verbrauch überschlagen, ok, passt, kommt hin – weiter im Text. Schwitz.

Noch dazu kommt, dass ich auch ungefähr einen Monat mit anderen Dingen – na ja, ich sag mal, doch schon verplempert habe. Aber die Mütze und der Schal waren zur weiteren Motivation emotional wirklich unheimlich wichtig! Hintenraus fehlt die Zeit natürlich schon. Ist mir auch klar. Aber dann legt man halt mal einen Zahn zu und wird notfalls zur Strickmaschine. Einen Knäuel am Tag zu verstricken war dann schon drin. Das ist dann fast wie auf der Überholspur. Test der maximalen Strickgeschwindigkeit.

Nach 9 Monaten und 265 Rippenstrick mit 116600 Maschen später freut man sich einfach nur noch wie Bolle über das fertige Ergebnis. Haach – zum liebhaben.

Denn, wie auch immer, es wurde tatsächlich noch Termingerecht fertig. Und das freute mich wirklich mit am meisten.

Und jetzt kann es auch mal wieder brüllend heiß werden, denn ich habe nunmehr kein riesiges Wolltier auf mir liegen, das mich ungefragt immerfort wärmt. Das soll es ab sofort mal schön woanders tun!
Ich habe schon kleine als Ersatz, die mit den langen Ohren – nicht wahr Hummel?

Ich wünsche viel Freude und Vergnügen und wärmende Stunden den neuen Besitzern.

wolle: 40 knäuel nepal “drops” fb.0500, Rundstricknadel 6 (100cm)
mp 16m 28r , für eine deckengröße von ca. 1,40 m X 1,80 m 220 maschen anschlagen
gestrickt in kraus rechts mit aufgestricktem anschlag und elastischem abketten

 

Lasst es Euch gut gehen.

zu hause ist ein gefühl und wunschkerzen in kirchen sind keinesfalls aberglaube

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Mit der Fähre ging es nun zurück nach Kreta und ins bekannte Hotel Erato. Die Freude war groß, denn in unserer Unterbringung auf Santorin ( die ich hier auch deshalb nicht näher beziffern will ) war die Frühstücksverpflegung durchaus verbesserungswürdig zu nennen. Wir sahen es als Anreiz uns nicht länger als nötig damit aufzuhalten und das schöne Wetter draußen zu nutzen. Und apropos ‚draußen‘ –  auch das Frühstück findet sonst in fast jedem Hotel zur Auswahl auch genau dort statt. Leider, auch hier mangelte es an dieser Möglichkeit. Bei schönstem Wetter gab es hier nur eine „Terrarien“ Unterbringung.

Die Essenerfahrung erwies sich mal wieder als lernfähig insofern, doch wirklich ausschließlich in zweiter Reihe zu speisen. Kein großer, aber dennoch ein Fehler der ersten Tage. Also Memo ins Reisebuch: Trotz vieler Abfangjäger an der Promenade – weiterlaufen, weiterlaufen – und das gleich mit einem Schwenk in die hinteren Reihen. Dort haben wir am allerbesten und vor allem klassisch griechisch gegessen. Und das Abends wie auch Mittags zum kleinen Imbiss.

Glutenfrei zu essen war auf Kreta wie auch auf Santorin in den Gaststätten kein Problem. Die griechische Küche ist da ein Gewinn. Richtig schwierig ist es allerdings dort glutenfreie Artikel in Supermärkten zu finden. Und dabei spreche ich vor allem von Brot oder Keksen. Das habe ich nirgends entdecken können. Klar hätte ich jetzt danach fragen und dann rumrennen und suchen können, und hätte vielleicht noch mehr als die Nudeln in verschiedenen Formen gefunden. Aber ich wollte meinen Urlaub nicht wirklich damit füllen.
Ich hatte von vornherein eher kein gutes Gefühl dabei ohne jegliche glutenfreie Artikel im Gepäck zu verreisen. Noch dazu bei unseren Hotelwechsel.
Also war ich lieber bei der Abreise gut präpariert mit zwei Broten und einer Kiste Schoko Muffins, und bin damit gut gefahren. In Fira auf Santorin konnte ich auch mal einen Nussriegel ergattern, aber damit hatte es sich dann auch schon.

Aber zurück zu Kreta.
Wir freuten uns riesig auf die gute Betreuung und die schmackhafte Verpflegung im Erato. Und es war erstaunlich, sogar nach so kurzer Zeit bereits nun dieses ’nach Hause kommen‘ Gefühl zu erleben.
Es war bereits nach acht Uhr und als erstes empfing uns freudig Maria: „Ahh, sie sind wieder hier.“ Und natürlich wurde ganz kurz über die Eindrücke der letzten Tage geplaudert. Marias trockener Kommentar nach unserer Schilderung der eher geschmacklich dürftigen Weinangebote in den Kneipen Santorins:
„Also gleich Kokinelli! Gehen sie das Abendbrot holen, ich bringe sofort die Getränke.“ – Die Barchefin war weg.
Und wir waren wieder daheim. Denn auch unser Wasser und die Cola unserer allabendlichen Bestellung hatte sie nicht vergessen.

Natürlich hatte Adam auch unsere Autobestellung für den nächsten Tag nicht vergessen und noch vor der verabredeten Zeit kam der Service – Bringedienst ( wie schon auf santorin ) mit Auto ins Hotel.


Die Automietpreise sind auf ganz Kreta, wie auch auf Santorin bei allen Vermietern die Gleichen. Überall haben wir für das kleinste Auto den Startpreis von 30 Euro pro Tag gesehen. Und auch das erklärt sich sicher durch die angekündigte Fahrweise der Griechen. Die Versicherung für die Mietautos wird bei weitem eine geringere Gebühr haben, da vermutlich die aller wenigsten Touristen die Unfallschuld tragen. Das muss ich schon mal so hart ausdrücken.
Dafür war der Spritpreis – inseltypisch – kein Schnäppchen.

Am Letzten Abend auf Kreta dann eben genau unsere Begegnung der anderen Art des griechischen Autofahrens. Wie ich schon erwähnte sind wir so einiges gewohnt was gesonderte Fahrkünste betrifft. Schon vor Jahren lernten wir in Kroatien die geheime Verwirrung des Feindes kennen, die da beinhaltet vor einem Fahrzeug herfahrend rechts oder links den Blinker zu setzen – aber dann – ha, wer hätte es gedacht, in die entgegengesetzte Richtung abzubiegen – oder auch einfach gar nicht. So geht’s auch.

An einer Kreuzung der Schnellstrasse blinkte die von links kommende Autofahrerin deutlich rechts und man hätte daraus vielleicht schließen können sie will auch rechts abbiegen. Doch meinen Meister muss etwas dazu veranlasst haben dies nicht allzu ernst zu nehmen. Zum Glück auch. Denn sie fuhr zu unserer beider Verblüffung in ungebremster Geschwindigkeit geradeaus weiter. hoppa!
Was glaubt man und was nicht?

Ich glaube nun, dass die erste Kerze die ich je in meinem Leben in einer Kirche angezündet habe, diese Kerze also vor fünf Tagen in Heraklion, in der Agios Titos, zu diesem Zeitpunkt ihre volle Wirkung entfaltete.
Und ich glaube auch, dass die 2. Kerze in meinem Leben, die ich dann 2 Tage später in einer Kirche auf Santorin in Pyrgos Villages anzündete, ebenso ihre Wirkung präsentierte.
Denn den ersten Tag zu Hause, und mit dem Auto unterwegs, ignorierte hier gleich an der ersten Kreuzung eine Autofahrerin ( es ließ sich auf die schnelle nicht erkennen ob eine griechin oder kroatin am steuer saß ) die Vorfahrtsregel und schoß von links knapp vor uns über die Strasse. Auch hier war es nur der Schallgeschwindigkeit meines Meisters zu verdanken seinen Fuß rechtzeitig auf das Bremspedal zu hieven.

Oder aber es war auch hier wieder die Kraft der nächsten Kerze, die ich vor genau fünf Tagen anzündete…

Kreta hat eine sehr schöne abwechslungsreiche Landschaft. Die Insel ist leider zwar doch zu groß, als dass man sie an einem Tag komplett durchqueren möchte, aber unser besuchter östlicher Teil war sehr grün und bergig und einfach wunderbar anzuschauen.

Die meiste Zeit waren wir völlig allein auf weiter Flur unterwegs und die Strassen waren leer. Das ist vor allem immer dann von Vorteil, wenn der weibliche Beifahrer brüllt: „Halt an! Ich brauch‘ ein Foto!“ und der männliche Fahrer den Anker schmeißen muss. Zum Beispiel dann wenn Ziegen versuchen einen Baum zu erklimmen. Und wenn ich schon keine mitnehmen darf – verflixt – muss ich sie wenigstens im Bild festhalten.

Einige Städte und Orte wurden mitgenommen. So auch Agios Nikolaos. Das Auto wurde abgestellt und losgelaufen. Gefiel es uns dort dann doch nicht, ging es weiter.

Agios Nikolaos ist touristisch überfüllt. Und das nicht an Touristen, sondern an allem was vermeintlich Touristen brauchen. So auch Unmengen von Gaststätten und Kaffees, die, um Besucher zu fangen, noch fast in Streit geraten.

* den letzten tag konnten wir noch einmal in heraklion verbringen. unser flug ging erst am späten nachmittag.

Anderswo wurde Zeit verschwendet und geschlendert. Oder wir haben noch einen Supermarkt gestürmt für kleine Mitbringsel (olivenöl – ein muss!).
So einen Urlaubstag zu verbringen gefällt uns am besten. Und sogar ein kurzer Strandbesuch, mit einer Dose Latte Macchiato in der Hand, war am Abend noch drin. Was für ein entspannter Abschluss eines wunderbaren Urlaubs.

Lasst es Euch gut gehen.

 

kamari, fira, lange strände und eine tomatenfabrik

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„Die Griechen können nicht Auto fahren. Seien sie vorsichtig!“ So die ermahnenden Worte unseres Reiseleiters bei der Buchung des Mietautos am ersten Morgen auf Santorin.
Gut. Das kennen wir schon. Da reihen sich die Griechen mit den Kroaten, wie auch den Italienern in den oberen Rängen ein. Damit können wir umgehen, das sind wir gewohnt und bereits dementsprechend sensibilisiert.
Außerdem durften wir bereits gleich am ersten Tag auf Kreta in Heraklion Zeuge eines Wortgemetzels nach einem Autocrash werden. Da fand urplötzlich großes Palaver mitten auf einer Kreuzung statt, umringt von einer Menge Schaulustiger. Sensationell lautes Gebrüll der beiden Fahrer, obwohl die nur wenige Meter, also fast Gesicht an Gesicht, voneinander entfernt standen. Das hatte Kinopotential.

Am späteren Nachmittag, als wir mit Dana auf Tour waren, bekamen wir prompt von ihr das Gleiche zu hören. Mit den beruhigenden Worten: Dimitrios (unser Busfahrer) macht das schon. Es gibt nur gute Busfahrer.
Wurde es dann später einmal brenzlig in engen oder zugestellten Strassen, bekräftigte Dana Dimitrios‘ Können jedesmal mit den Worten: „Of Course. Of Course. Dimitrios macht das schon. Kein Problem. No Problem. Of Course.“ Wie ein Mantra sagte sie es beschwichtigend immer wieder auf.
Ich weiß nicht was davon Dimitrios wirklich verstand oder ob das überhaupt für ihn oder uns bestimmt war. Sicher fühlten wir uns aber allemal. Den Abschlussapplaus hatte er sich redlich verdient!
Aber an den Fahrkünsten der griechischen Autofahrer muss was dran sein! Und das sollten wir zwei Tage später auch noch merken.

Wir ließen uns aber nicht abschrecken und waren endlich wieder in unserem Element: mit Auto im Urlaub unterwegs.

Nun hatte ich auch noch genau am Vorabend vom Balkon aus im Dunkel gesehen, dass am Berghang, genau vor unserem Hotel, sich einige Lichter langsam den Berg hinauf und hinunter bewegten. Meinen Meister daraufhin angesprochen, holte er sofort das Fernglas und jubelte: da fahren wir morgen gleich als erstes rauf!
Meister – Auto – Berge – Serpentinen – das muss zusammen.

Am nächsten Morgen rollten wir los, und das erst mal den steilen Berg hinauf. Das ist immer gut weil grandiose Aussichten vielversprechend sind.

*ein süßer kleiner – für meinen meister extra als allrad antrieb gebucht

*das ist kamari und man sieht sehr schön den langen schwarzen strand. badeschuhe sind hier zu empfehlen, da das alles lavasteinchen sind.

Und das waren sie dann auch. Verblüfft stellten wir 22 Serpentinenkehren später als erstes fest, dass der Flughafen in unmittelbarer Nähe unseres Hotels liegt. Und davon hatten wir noch nicht mal was gemerkt! Obwohl den ganzen Tag verteilt Flugzeuge landeten und starteten und dabei dicht über dem Strand von Kamari zu sehen waren, hatten wir nie übermäßigen Krach um die Ohren und nach elf Uhr Abends haben wir kein einziges Flugzeug mehr wahrgenommen.

Weiter ging es mit dem kleinen Flitzer durch die Prärie Richtung Süden. Wir wollten eine Strasse finden die zum Meer führt. Zuerst aber führte sie durch ein kleines Dorf und zu einer ehemaligen Tomatenfabrik. Die ist heute ein Museum.
Wir fuhren weiter und fanden schließlich eine  – na ja – strassenähnliche Führung Richtung Meer. Irgendwann endete die in einem Meer aus Sand und ich wollte lieber das Auto abstellen. Und so gingen wir zu Fuß weiter.

Dort kamen wir an riesigen Wänden mit weißem Vulkanstein vorbei. Ähnlich einem Bimsstein, aber viel weicher. Er zerbröselt in der Hand zu feinem Mehlstaub.

Alles Lava, Stein und Asche. Und an der Aufschichtung kann man sehr gut alle Schichten sehen die sich im Laufe der Zeit vor und nach dem Vulkanausbruch gebildet haben. Zwischendrin findet man immer wieder mal eine dunkle Staubschicht, dann wieder Steinbrocken.

Angekommen in der Bucht. Da vorn ist eine Bar.

Wir liefen aber in die andere Richtung weiter.

Am Ende der Bucht steht die Tomatenfabrik. Sehr gut am Schornstein zu erkennen. Uns war es dann aber doch zu weit bis dahin zu gehen – Mittags, in voller Sonne und am Wasser … da habe ich einfach noch zu schlechte Erinnerungen an Italien und den Strand. Wir wurden auch hier immer wieder vor der Sonne und ihrer Wirkung gewarnt. Nicht zu unrecht. Denn auf Santorin bläst immer ein Lüftchen und die Sonne ist daher nie zu merken.
Wir entschieden uns nach ungefähr einer halben Stunde am Strand bummeln wieder umzukehren.
Und wenn der Meister spielt, ist er tiefenentspannt. Auch gut so.
Ich hatte zu tun meine Füße wieder trocken und sauber in die Schuhe zu bekommen.
Dafür waren meine Füße in diesem herrlichen Sand aber sowas von Babyweich gepeelt. Wenn es das nur für zu Hause gäbe!

Wir wollten uns nicht den ganzen Tag für den Strand Zeit nehmen, sondern Weiteres ansehen. Und so fuhren wir gleich weiter nach Fira.

Steil bergauf über etliche Treppen, aber was für eine Aussicht.

Sehr schön ist hier der ganze Krater zu sehen. Auf dem nächsten Bild vielleicht noch etwas mehr.

Hier erschließt sich einem der Kraterrand noch mehr. Sehr beeindruckend ist das in Natura. Ein Foto kann da nur einen Bruchteil wiedergeben.

Oben angekommen stellten wir fest das es auch eine Seilbahn gibt … was für eine Freude. In den alten Hafen hinunter, das war aber nicht unser Ziel. Eine keuchende Reisende verwies auf einige Esel, die auf einer Etappe etwas tiefer standen. Sie bedauerte wohl keinen gemietet zu haben. Ich würde da eher noch den Esel tragen, als umgekehrt.

Fira ist sehr schön und man kann gut bummeln und gut Essen. Von allem herrscht eine große Auswahl.
Und wer optisch noch nicht auf seine Kosten gekommen ist, kommt es garantiert kulinarisch. Die untere Auslage allein ist voll mit Baklava in unterschiedlichster Füllung und Ausführung. Mein Meister jedenfalls kam voll auf seine Kosten.

Der nächste Tag war schon wieder Abreisetag zurück nach Kreta. Zum Glück kam für den Rückweg zum abgesprochenen Termin ein Bus und brachte uns zur Fähre.

*der hafen von santorin

*und dies war unsere fähre. in gut zwei stunden ist man damit in kreta.

Gleich zwei nette Herren, die recht gesprächig waren verluden schnell unsere Koffer im Minibus. Und das erste Mal das mich einer mit „ma’am ansprach. Jetzt bin ich wirklich alt.

Im Bus gleich die Frage: „Woher kommen Sie?“ Und nach unserer Antwort ein lautes: „Ahh, Germany. MERKEL and SCHÄUBLE!“  — Und es geht los —
Da machte es sein kurz zu mir gewandter Blick mit den Worten: „Sorry for this …“ auch nicht besser.

Man kann es, glaube ich, nicht verhindern und auch nicht übel nehmen. Ich verstehe sie ja. Es brennt, und brennt gewaltig. Sie wissen auch das wir in Person nichts dafür können, aber es muss eben raus, wenn es denn mal passt.
Mein Meister ist da ein sehr guter und sehr geduldiger Gesprächspartner, den er, glaube ich auch, dankbar gefunden hatte und gleich loslegte.
Und so gab es fast die ganze Fahrt zum Hafen eine politische Diskussion bei der sich aber die zwei Männer ziemlich einig waren.

*einmal mehr einfach abgestellt und der natur überlassen. zu oft sieht man derart ‚entsorgung‘ in einer der schönsten landschaften der welt

Er interessierte sich auch dafür wie uns Santorin gefallen hat und was wir von Santorin für einen Eindruck mitnehmen würden.

Wir schilderten ihm das die Bewohner nicht gerade sehr liebenswürdig mit ihrer Insel umgehen und sie leider zu oft mit Müll zudecken. Zu viel sahen wir davon in der Landschaft rumstehen. (und leider hat dies thema sogar schon einen wikipedia eintrag „verdient“!)
Zustimmend ärgert ihn das auch. Und dabei pflichtete ihm sogar mal der Busfahrer bei.
Er hatte die gleiche Vorstellung: Wenn sich daran nichts ändert, kommt kein Tourist wieder. Er selbst kommt aus Athen und seine Frau mit den beiden Kindern leben auch dort. Er findet in Athen keine Arbeit und ist auf die Insel gekommen. Als Geschäftsmann hatte er viele Verbesserungen vorgeschlagen, nachhaltiger zu wirtschaften. Damit beißt er bei den Insulanern auf Granit. Erst recht als ‚Ausländer‘. Athener sind Griechen und keine Santoriner oder Kreter, bei denen das gleiche Problem vorliegt. Dabei könnte er als eher Außenstehender die Dinge anders angehen.

Dasselbe wäre schon mit Rhodos passiert. Alle sehen nur zu in kurzer Zeit viel Geld abzuholen – und denken nicht über längerfristige Einnahmen nach. Rhodos ist tot, meinte er. Und es wäre wirklich fatal wenn mit Santorin das Gleiche passiert.

Damit es aber nicht in Tränen endet erzählte er noch belustigt über die unglückliche Liebe seines Kollegen zu einer Prinzessin, die er gern heiraten würde. „Das wird aber nichts. Das habe ich ihm schon gesagt. ‚Hör zu: du bist nur ein Busfahrer – sie aber ist Prinzessin. Du wirst nur unglücklich‘. Er will trotzdem dran glauben.

Und wir glauben an Santorin. Mögen alle Schutzheiligen auf die Insel achten.

 

Mach’s gut Santorin, es war schön mit dir.

 

Lasst es Euch gut gehen.

 

oia, ist das schön voll hier

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Natürlich ist Santorin sehr schön. Aber was kennt man von Santorin? Weiße Häuser mit runden blauen Kuppeln?
Selbst die, die noch nie auf Santorin waren, haben unweigerlich dieses Bild vor Augen. Das aber ist doch nicht Santorin allein. Verkauft sich aber besser. Oia ist und bleibt für Santorin immer wieder das Vorzeigeobjekt. Das sieht auch sehr schön aus, natürlich. Und doch, man muss es deutlich sagen: es ist ein absolut gehypter Ort.


Da kratze ich jetzt vielleicht etwas zu sehr am Super Image, aber ich finde eben auch: das hat die Insel Santorin so nicht verdient.

Oia ist der Ort des Weiß. Oia ist der Ort jeder Karte von Santorin. Oia ist überlaufen.

Auch zugegeben, wir haben von Oia in den wenigen Stunden nicht all zu viel gesehen. Dafür ist es aber so gut gelegen das man diese Hanglage sehr gut überblicken und sich dabei auch einen recht guten Gesamteindruck verschaffen kann.

Wir fuhren nun mit Dana und Bus zur letzten unserer vielen Stationen und dem angekündigtem Highlight des Tages an die Nordspitze: ein Sonnenuntergang in Oia. Es wäre nun mal der einzige Ort auf Santorin, den Sonnenuntergang am schönsten zu erleben.
– Wäre da doch gleich zu erwähnen das auch andere Gäste unseres Hotels nach diesem Großereignis versuchten einen verlasseneren und besonneneren Fleck zu finden genau dies wirklich genießen zu können. Was aber dann – so auch bei uns – schlicht und einfach am schlechten (na ja, schlechteren) Wetter lag.-

Ungefähr zwei Stunden vor Sonnenuntergang kamen wir in Oia an und schon der große Parkplatz sollte stutzig machen.

Durch die engen Gassen und an den Verkaufslädchen mit ihren vielen Auslagen vorbei, quetschten sich die Menschenmassen, die so noch gar nicht mal das Hauptsaisonpotential hatten – Oohh oohh – und finden sich so nach und nach alle zum späten Abend an der Küste ein um in froher Erwartung auf das Meer zu sehen. Und das einzige Motto verdichtet sich dabei immer mehr: zeitiges Erscheinen sichert gute Plätze!
Es ist nicht gerade so das sich dann um Standplätze oder gar Sitzplätze geschlagen wurde, aber: große Rücksicht gibt es dann irgendwann auch keine mehr. Mehr sehen für jeden selbst ist das Gebot. Schließlich will jeder dieses einmalige Schauspiel in seinem Leben auch richtig genießen. Das möglichst mit Nachdruck.


Jeder Zentimeter wurde dann besetzt und jeder schaute – nein, nicht in den Himmel – natürlich auf das hochgehaltene Handy. Was für eine Stimmung. Was für eine Romantik. Gibt es schöneres?

Nun, wir hatten Sitzplätze. Wir sahen auch sehr gut. Und bekamen auch Sitznachbarn – der Sprache nach aus dem hohen norden – die mit uns die freie Sicht verteidigten. Da ist schon alles gewonnen und die Vorstellung ‚Sonnenuntergang‘ kann einsetzen …

Ja, der Rückweg toppt das Ganze noch.
Denn nach dem Sonnenuntergang laufen alle – ALLE – in die gleiche Richtung zurück zur Straße. Es müssen alle zum Busparkplatz. Und da ist man wirklich noch gut beraten mit einer Reisegruppe unterwegs zu sein, denn die meisten liefen zur Busstation des Linienverkehrs und reihten sich dort in eine lange Schlange ein.

„Und? Ist die Sonne untergegangen?“
Dana empfang uns strahlend am Bus, teilte alle in zwei Grüppchen der entsprechenden Endziele ein und fuhr dann mit uns zurück nach Kamari.
Weiter erzählend über Sagen und Legenden des großen Alexander.
Und wir lassen uns nur all zu gern nach diesem Touristenüberschwang in etwas Romantik und Mystik hüllen.
Ach Oia, du Schöne. Manche Liebe kann aber auch erdrücken.

Lasst es Euch gut gehen.

unterwegs mit dana

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Um einen ersten Eindruck von seinem Urlaubsort zu bekommen bietet sich natürlich immer eine geführte Tour an. Wir fanden ein solches Angebot im Prospekt gleich für den ersten Nachmittag: „sunset in oia & traditional villages bus tour“. Mit dem Vermerk: „must see“. Ja, dann.

Start der Rundfahrt war 15.00 Uhr und die Tour wurde von Dana geleitet. Sie ist die reinste Frohnatur und bleibt auch deswegen unvergesslich. Wie ein Reh sprang sie durch die Gegend und trieb uns fortan die Berge rauf. Immer zwischendurch mit dem Vermerk doch die halbe Strecke bereits geschafft zu haben und der Aussicht auf anschließende freie 10 Minuten für den Rückweg. Dabei immer einen lockeren Spruch auf den Lippen sowie die vorherige zweimalige Ansage wann der Bus weiterfährt. Wer es nicht rechtzeitig schafft – sie ist in zwei Tagen wieder vor Ort.
Dana machte die Tour in deutsch und englisch und erzählte dabei unheimlich viel.

Santorin ist eine Vulkaninsel und vor allem für seine weißen Häuser mit ihren blauen Dächern bekannt. Von allen Postkarten strahlen einem die Fotos von eng aneinander und übereinander gebauten leuchtenden Häusern entgegen.
Dabei ist das aber ein eher neuzeitlicher Anblick. Früher war das anders. Ursprünglich waren die Häuser gräulich, da sie komplett aus dem Fels, bzw. in den Fels geschlagen wurden. Da variierte die Hausfarbe allein durch den entsprechend ‚verbauten‘ Vulkanstein. Davon gibt es drei Farben. Den Weißen, den Roten und den Schwarzen. Abwechselnd immer wieder im ganzen Umland zu sehen.

* hoch oben liegt die „panagia episkopi byzantine“ kirche

Zuerst fuhren wir in ein solches altes Dorf mit genau diesen ‚Felshäusern‘. Heute völlig verlassen und sehr zerfallen, da die Wege dort zu schmal für einen Neuaufbau sind. Kaum breiter als zwei Leute nebeneinander her gehen können ist die gepflasterte Hauptstrasse, die steil nach oben durch diesen ehemaligen Ort führt. Kein einziges Auto, zum Transport von Baumaterial zum Beispiel, lässt diese Strasse durch. Da aber nur wenige Regenfälle die Zisternen des Dorfes füllen konnten, brauchte es damals diesen Weg als effiziente Wasserrinne. Was aber überall intakt ist, das sind die Kirchen.

Sie sind leidgeprüft, die Santoriner, denn die gesamte Insel ist auch eine Erdbebenzone. Und viele Erdbeben haben schon viele Orte unbewohnbar gemacht. Die meisten Bewohner sind dann aus ihren Dörfern weggezogen und haben an anderen Stellen ein neues Leben begonnen, einige wenige haben sich an gleicher Stelle mit dem Wiederaufbau eine neue Heimat geschaffen. Dabei wurden dann die Häuser weiß gestrichen und bekamen blaue Dächer.

Das Weiß hat einen rein praktischen Grund. Die Sonne wird abgestrahlt und damit bleiben die Häuser im Inneren kühl und angenehm. Das Blau erfüllt zusätzlich den optischen Effekt. Die Griechen lieben ihre Nationalfarben und wollten sie darin widerspiegeln. Das Blau des Himmels und des Meeres, und das Weiß der Wolken und der Schaumkronen des Wassers. Haach, wie schön.

* santorin ist auch berühmt für sein aufwendiges steinmosaik aus lavasteinen. hier der gepflasterte Innenhof der kirche

Früher lebten auf der Insel ausschließlich Fischer, und Dana hatte einen großen Spass daran uns alte Sagen von Seeräubern aus dieser Zeit zu erzählen. Und ob nun alle Geister wirklich tot oder nur scheintot sind – keiner weiß es so ganz genau und niemand sollte sich da zu sicher sein. Und einmal auf Santorin ist sowieso jeder in deren Bann. Das ist Gesetz!
Aber viel gruseliger hingegen ist vielleicht eher, dass ein erneuter Vulkanausbruch längst überfällig ist.

Heute ist die Haupteinnahmequelle der Santoriner der Tourismus. Doch der Weinanbau ist in jüngster Zeit als attraktive Erwerbsquelle noch hinzu gekommen. Diese Rebe, die auf Santorin wächst, ist etwas besonderes, da der Boden aus Lavastein der Traube einen besonderen Geschmack mitgibt.

Der Lavaboden speichert so gut das Wasser, dass er Santorin außerdem zu einer sehr feuchten Insel macht.
Das merkte ich gleich am nächsten Morgen an meinen Haaren. Und unser Reiseleiter versicherte mir, er brauche daher auch weniger Schlaf. Das kann ich nach so kurzer Zeit noch nicht bestätigen, aber zumindest brauchte ich keine verknitterten Sachen zu tragen. Innerhalb weniger Stunden war auf dem Bügel alles wie grad eben gebügelt. Dafür sollte man alles zum trocknen dort auch nur in die pralle Sonne hängen.

Kirchen gibt es auf Santorin wie Sand am Meer. Da kann man durchaus welche durcheinander bringen. Regentage auf Santorin sind äußerst selten, aber … auch das haben wir mitgenommen.

Dana du bist die Beste. So ein Glück für denjenigen der mit dir eine Tour machen darf.
(und dein akzent ist der tollste. vor allem dein rollendes „r“ wird mir im gedächtnis bleiben.)

* pyrgos villages (und danas  – nicht unberechtigte sorge wir finden den richtigen abzweig nach unten nicht – sie käme erst wieder in einer Woche vorbei
„… schauen sie nach unten und suchen sie nach den aufgemalten weißen pfeilen. laufen sie falsch – viel glück …“)

Lasst es Euch gut gehen.

 

viele wege führen nach santorin

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Der Grieche macht es sich nicht immer ganz einfach. Findet aber dennoch unter Zeitdruck einen schnellen Weg zur Lösung. So zumindest unser bleibender Eindruck nach einer umständlichen Reise nach Santorin.

„Bleibt es bei der morgigen Abholung vom Hotel um 7:45 Uhr?“
„Warum fragen sie?“ kam prompt die schnippische Gegenfrage der – zugegeben wirklich gut aussehenden (das ist für die meisten griechinnen keine kunst) – aber dennoch unnötig überschminkten Reisebetreuerin.

Und nicht nur dass sie uns bereits eine gute Viertelstunde, bis eben genau zum angegebenen Gesprächstermin am Nachbartisch warten lies, verärgerte uns. (keine ahnung warum und welche gruppenabfertigung sie da eigentlich anvisierte oder bevorzugte) Sie schien nun außerdem auch noch recht uninformiert zu sein.

„Wir fragen deshalb, weil sich dieser Termin noch vor einem Monat einen Tag nach hinten verschoben hatte und wir darüber Bescheid erhielten das der Grund eine Fahrplanänderung der Fähre wäre. Nun wollten wir nur sichergehen dass der Abholtermin auch dementsprechend angepasst wurde und man darüber Bescheid weiß.“

„Ach, SIE sind die Gäste nach Santorin.?
Natürlich stimmt die Zeit. Steht das nicht in ihren Unterlagen?“ Ging es auch schon gleich schnippisch weiter. (oder ist das ein griechischer sprachslang?)

„Ja, in den Unterlagen steht der Termin so drin, aber ….“

„Moment. Ich schaue noch mal.“
Ja, bitte sehr. Ist ja nicht ganz unwichtig. Und ihre Stimme senkte sich auch schon gleich etwas. Na geht doch. Ist auch gleich angenehmer. (dabei sehen die beiden anderen wartenden reiseagenturansprechpartnerinnen der mitbewerber an den nebentischen so nett und so sympathisch aus…)

„Ja. Sehen sie? Steht genau so da! “

„Na, dann ist ja gut.“

„Moment noch. Ich frage noch mal.“ Und sie griff zum Handy. Wie jetzt? Nahm sie uns etwa doch ernst?
Es folgte ein kurzes Gespräch hin und her. Dem war die Rücksprache nach Termin und Ort zu entnehmen, ansonsten natürlich unverständlich, weil: schööön griechisch – ich liebe es.

„Ja. Der Termin stimmt. Alles ist ok. Die Abholung machen nicht wir. Das macht Meeting Point Hellas.
Wollen sie noch etwas?“

„OK. Ja dann. Prima und danke und nein, das wäre alles.“

„Dann wünsche ich einen schönen Tag. Sie haben meine Telefonnummer in ihren Unterlagen. Falls etwas ist, sie können mich immer anrufen.“

„Vielen Dank. Wir hoffen das wird nicht nötig sein. Ihnen auch einen schönen Tag.“
Und den dürfte sie vermutlich an diesem Tag durchaus noch gehabt haben. Bereits der nächste Arbeitstag fing für sie deutlich stressiger an.

Mit dem Hotel handelten wir für den nächsten Morgen ein zeitigeres Frühstück aus – Maria macht’s möglich – und warteten wie erforderlich 10 Minuten vor der Zeit brav vor dem Hotel.
Wer kam nicht? Meeting Point Hellas!
Über eine geschlagene Stunde in bereits voller Hitze (wir hatten solch ein glück mit dem wetter) warteten wir so lange bis dann die Fähre auch nicht mehr zu erreichen gewesen wäre. Gar nicht gut Meeting Point Hellas!
Und das mit dem Erreichen der Reisebetreuerin galt auch nur während der Geschäftszeiten. Ab neun Uhr! Da war das Auslaufen der Fähre, und ihre Mailbox bereits gut gefüllt.

Also zunächst ging es wieder zurück ins Hotel und es hieß abwarten. Auf gepackten Koffern. Unser Hotelchef Adam war da schon emsiger als wir es noch aufbringen mochten und versuchte nun selbst die Agentur zu erreichen. Dabei immer einen Blick auf uns und ein paar mal die tröstenden Worte: „Das ist Griechenland! Können sie nicht ändern. Wollen sie noch einen Kaffee?“ (marias geflügelte worte waren dann immer: willkommen in griechenland!“)
Noch einige Telefonate später, Adams nächste Verkündung:
„Ich habe auf alle Fälle ein neues Zimmer für sie. Ich bin ausgebucht, hier können sie nicht bleiben. Aber mein Freund, nicht weit weg, hat auch schönes Hotel und Zimmer für sie.“ Und wieder ein Telefonat. Ich verstehe nur den Namen der Reiseleiterin.

„Sie kommen in ein anderes Hotel. Ich bringe sie hin. Sie fahren morgen mit der Fähre nach Santorin.“
Und da hatte Adam noch nicht einmal selbst verstanden das das auch für ihn noch erhebliche Nebenwirkungen haben könnte. Verschob sich nämlich alles nach hinten, hatte er für eine Nacht ein Zimmer weniger vermietet und damit selbst Verlust.
Dies erklärten wir ihm, nach dem er uns beipflichtete doch für dieses Heckmeck wenigstens auf ein gratis Mietauto für heute zu bestehen, welches wir bereits bei Adam für in drei Tagen bei ihm bestellt hatten und nun auch sogleich wieder abbestellen mussten. Ich kann nicht sagen ob er dann nicht gar aufgebrachter war als wir. Und es folgte: wieder ein Telefonat.

„Sie werden vielleicht nach Santorin fliegen. Ich fahre sie jetzt zu dem anderen Hotel. Wenn ja, werden sie dort abgeholt.“

Das irrwitzige war auch, dass nach jedem Telefonat Adams mit der Reiseleiterin auch ein Anruf auf dem Handy meines Meisters erfolgte. Mit genau den selben Informationen.

Adam lies es sich nicht nehmen uns dann ins wenige Kilometer entfernte Hotel zu bringen und verband das auch noch mit einer Reisetour bei der er uns alle vier neuen Hotels einer Hotelkette empfahl. Da wäre das Marilisa Hotel zu nennen, den Namen der beiden anderen habe ich vergessen und das Letzte aus seiner Empfehlung, in das er uns gerade brachte, war das Sunset Beach Hotel.
Und auf den ersten Eindruck kann ich dies auch nur so bestätigen. Ein wunderbarer Pool, einen Zugang zum Meer mit kleinem, aber ruhigem Strand und einem sehr hellem in weiß gehaltenem Frühstücksraum.

Dort angekommen erklärt Adam schnell der Rezeptionistin die Vorkommnisse. Sie nickt nur, und Adam schnappt sich sogleich meinen Meister. „Kommen sie mal mit!“ Und sie verschwinden nach draußen. Nach kurzer Zeit höre ich ihre Stimmen unten im Keller. Kurzer Hand später kommen sie eine hintere Treppe wieder rauf. Und sogleich folgt der nächste Anruf für Adam in der Lobby. Erleichtert legt er auf.

„Es ist alles geregelt. Sie fliegen. Es kommt gleich ein Taxi und holt sie ab.“

Eine Minute später dann das Gespräch mit dem Meister am Handy.
„Ja, alles klar. 11.00 Uhr geht der Flieger. Wir wissen bescheid. Wir warten.“

Adam grinste nur noch: „Das habe ich mir gedacht. Kann ich ihnen sagen warum. Ist eine einfache Rechnung für diese Agentur. Kommt sie billiger. Ich habe das gewusst.“
Und dann folgt noch ein Gespräch mit anderen wartenden Gästen in der Lobby wo es denn heute hin ginge: ‚Ahh, ein Ausflug. Wohin? Auf ein Piratenschiff? Schön.‘, bevor Adam sich wieder in sein Auto schwingt und zurück fährt. Wo Adam ist, ist immer vorn.

„Vergessen sie bitte nicht das wir das Mietauto jetzt nun doch in drei Tagen brauchen.“

„Weiß ich schon.“

Vielleicht verging eine Stunde bis das Taxi kam, ich weiß es nicht mehr genau. Wir vertrieben uns die Zeit damit abwechselnd durch das schöne Hotel zu schleichen. Ich hatte dabei leider keinen Apparat dabei um auch gleich mal den Strand zu fotografieren. An so etwas denkt man in dieser Zeit einfach nicht. Aber der Hof mit dem Pool sowie der Strand waren menschenleer und luden zum verweilen ein … wie schade. Absolut beste Reisezeit!

Am Flughafen angekommen nahm uns auch gleich eine Betreuerin in Empfang mit den Worten:
„Sie bekommen von mir gleich alle Unterlagen. Sie fliegen jetzt nach Athen.“

Sie hatte sich in der Hektik bestimmt vertan.

„Nach Santorin.“ meinte ich, wäre richtig.

„Nein. Sie fliegen nach Athen. Und dann nach Santorin.“

Na, das ist ja ganz toll. Und das sagt sie auch noch so trocken Einer mit Flugangst! Na Bravo. Schluck. Noch ein Flug mehr? Himmel hilf. Für’s erste bin ich sprachlos.

„Es ist wichtig das sie ihr Gepäck selbst wieder abholen und dann neu einchecken. Mit ihrem Gepäck müssen sie danach neu an den Schalter. Vergessen sie nicht ihr Gepäck selbst vom Band zu holen!“

Sie legt dabei noch eine Schrittgeschwindigkeit vor, da komme ich nicht weiter zum nachdenken. Auch gut so.
Sie rennt mit uns zum check in Schalter. Schnell die Ausweise raus. Bordkarten liegen schon bereit und sind in unserem Fall lediglich zwei ausgedruckte Papierseiten mit dem Strichcode. Gepäck schnell auf die Waage, Banderole dran und dann weiter zum durchleuchten.

Gott – haben wir jetzt noch was verbotenes im Handgepäck? Wir haben doch die Koffer nicht flüssigkeitengemäß gepackt. Warum auch, für die Fähre?
Wo sind jetzt die Waschtaschen drin? Und das kleine Taschenmesser? Eh‘ zu spät.

„Denken sie an ihre Koffer! Und sie müssen neu einchecken! Guten Flug.“
Es ist offenbar doch schon öfter vorgekommen, dass Gepäck herrenlos in Athen herumkreiste…
Und weg war sie auch schon wieder.

„The bottle! The bottle please!“ die Aufforderung der Personenkontrolleurin mit einem Fingerzeig auf unseren kleinen Koffer. Ach, ja, die halbvolle Wasserflasche war noch drin. Na gut, wenn’s weiter nichts ist – dann weg damit.

50 Minuten Flug von Kreta nach Athen. Das geht wirklich schnell und wir hatten dazu noch eine grandiose Sicht über Inseln und Meer. Und da rechts unten – Santorin. Winke Winke.

Die Stewardessen hatten hingegen so ihren Stress. Denn während es bei den deutschen Linien nicht mal mehr irgendwas im Flieger gratis gibt und dort nun ein eher entspanntes Stewardessenleben herrscht, sieht das bei den Griechen ganz anders aus. Zuerst werden doch tatsächlich für alle noch Startbonbons verteilt. Später dann kommt noch der Getränkewaagen durch den Gang. Und das alles bei eben diesem benanntem Kurzflug.
Ich war vielleicht geplättet und habe meinen Kaffee mehr als genossen. Nämlich gegossen. In mich hinein. Da hieß es dann urplötzlich in den hinteren Reihen: schnell sein.

Die Reisehöhe längst verlassen, die Landeklappen schon deutlich gerichtet und das Fahrwerk bereits draußen, sammelten die Damen immer noch routiniert die letzten Becher ein. 10 Minuten vor dem Aufsetzen saßen dann auch endlich die Stewardessen sicher im Sitz zur Landung. Griechisch reisen – einfach herrlich. Alles für die Passagiere.
Für mich zeugte das von einer ungemeinen Sicherheit in Flugzeug und Personal.

– der Flughafen von Athen –

Nun also Athen.
Mehr als den Flughafen bekamen wir ja davon leider nicht zu sehen.
Die Koffer waren schnell vom Band geholt. Ein leichtes, sind sie zusätzlich mit einer roten Banderole und der Aufschrift: ‚priority baggage‘ behangen. Danke. Mitgedacht.

Also neu einchecken und erst mal das richtige Gate finden. Der Flughafen ist echt groß! Ist es dann einmal im Keller gesichtet bleibt man auch gleich dort. Nun war es bereits Nachmittag.
Mit uns wurde die wartende Reisegemeinschaft nun auch immer internationaler. Eine Schweizer Familie, ein Grüppchen Asiaten – da war für mich nicht zu ermitteln wo sie her kamen, ein Ehepaar aus den vereinigten Arabischen Emiraten, auf ein bisschen Manga getrimmte bunte junge Japanerinnen, im kurzen Kleid und eine mit schwarzen overknee Socken und hohen, wirklich hohen Sandalen. Und auch Australier flogen mit uns in der Propellermaschine nach Santorin.


Ein ebenso herrlicher Sichtflug. Aber alles was mich wirklich ablenkt ist gut.

  • Anflug auf Santorin

Dort gelandet wurden wir vom Reiseleiter mit einem großem Namensschild in der Hand freundlichst in Empfang genommen, schnell ein Gesprächstermin für den nächsten Tag vereinbart und schon wurden wir weitergereicht an den Kleinbusfahrer neben ihm, der uns ins Hotel fuhr.

„Ich war heute morgen schon mal am Hafen.“ sagte er uns dann im Bus auf englisch. „Dann erfuhr ich das sie heute nicht mitkommen. Aber jetzt sind sie doch noch hier.“

„Was für ein Tag! Wir hatten etwas Pech.“

„Egal. Sie sind jetzt auf Santorin. Sie haben Urlaub. Schauen sie auf das Meer. Sie werden schnell vergessen und sich dann erholen.“

Endlich. Santorin. Heute.

Lasst es Euch gut gehen.