schneller dran mit nudeln im käsebett

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So, nun haben wir endlich feinstes Grillwetter. Wie mitten im Sommer ist es da draußen. Und unseren Fellnasen ist es schon wieder fast zu warm.
Heute wird bei uns der Grill aus dem Keller geholt und zum ersten Mal in diesem Jahr  heiß gemacht. Ich freu mich.

Dabei berichte ich auch gleich weiter vom großen Grillevent mit Herrn Lafer. Es geht zum zweiten Gang und der besteht hauptsächlich aus Nudeln mit Käse. Noch besser: Nudeln im Käse! Lecker Kombi sag ich da nur.

Eine kleine Menge Penne Nudeln sollte bereits am Vortag gekocht werden. Wehe dem, der das vergessen hatte. Der kam spätestens jetzt in ordentlichen Zeitverzug. Und ja, es gab welche, die das vergessen hatten. Aber alles nicht weiter schlimm. Im Laufe der Gänge zieht sich das „synchron“ eh jedesmal richtig weit auseinander. Ich finde das immer äußerst spannend wo gerade jeder steht, und auch der Herr Lafer ist da immer ganz wissbegierig drauf zu erfahren ob alle just im gleichen Moment am gleichen Gang werkeln.
Wir waren mit allen Gängen viel früher fertig, was auch nicht immer von Vorteil ist. Manchmal kann es eher hilfreich sein etwas nachzuhängen, um noch mal richtig hinzuschauen wie das Gericht genau gemacht werden soll. Und es kann auch hin und wieser live durchaus noch notwendige, vereinfachende Tipps geben.

Wir hatten auch so manches mal die Übersicht verloren beim x-ten mal Rezept überfliegen. Oder jeder dachte vom anderen er hätte DIE Zutat schon dran getan. Also immer wieder neu von oben nach unten durchlesen. Stimmen jetzt die Zutaten mit den Anweisungen weiter unten überein? Nicht immer. Im Rezept hier zum Beispiel steht bei den Zutaten Weinessig dabei. In der Anweisungsübersicht findet man dazu nichts mehr. Die Live Bilder habe ich dahingehend nicht kontrolliert. Mir fiel es nämlich erst viel später auf. Auch nicht weiter schlimm.

Statt Penne habe ich Spirellis gekocht. Sieht anders aus, schmeckt aber auch, und ich meine sogar: genau gleich. Bei meinen Nudelpreisen kann ich mir nicht alle Sorten ins Haus holen, so viele esse ich dann auch nicht weg.
Der leicht bittere Geschmack des Rucola passt hier hervorragend dazu. Das hat mir am besten gefallen. Und da ich alle Gänge diesmal sehr salatlastig fand, war ich hier über die wenigen Blätter Rucola dann erst mal richtig froh. Wer aber von den anderen Gängen noch Salat übrig hat, der kann ihn auch zu diesem Gericht gut und gern verputzen. Das ist gut austauschbar. Wir haben es dann mit den Resten so gehandhabt.

Da wir unseren Käse im Backofen geschmort haben, konnten wir eine kleine Auflaufform nehmen und den Käse ausgestanzt da hinein legen und dann ordentlich zupacken. Denn die Menge, die mit den Käsewürfeln, den Nudeln und den übrigen Zutaten – einschließlich Schinken – entsteht, ergibt ein mächtiges Häuflein auf dem Käserad. Dafür reicht dann die Schachtel kaum aus. In einer Schale für den Grill geht das aber genau so gut. Und dies ist für den Kauf des Käses entscheidend, da dann nicht zwingend zu einem Ofenkäse gegriffen werden muss, sondern das Ganze auch mit einem stinknormalen Camembert, in passender Gewürz- und Geschmacksrichtung, praktiziert werden kann.

Das Gericht ist schön einfach und schmeckt Mittags wie Abends. Ja gut, und auch Mitternachts würde ich das verspeisen …
… von mir 5 von 5 Sterne.

Nudeln im Käselaib

Lasst es Euch gut gehen.

 

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endlich wieder synchron

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Ja, dieses Jahr habe ich mich zurück gehalten. Ich habe keine Ankündigung des großen Grillevents mit Herrn Lafer gepostet. Und das hat mich echt Mühe gekostet. Nur all zu gern hätte ich schon im März die Werbetrommel geschlagen. Aber was passierte im letzten Jahr? Nichts! Es verlief ins Leere. Ich konnte nicht dran teilnehmen. Zum Termin war ich verreist und zum Nachgrillen kam es im nachhinein auch nicht. Warum? Terminlich passte es einfach nie in den Rahmen. Denn das ist ein Event für das man sich Zeit nehmen muss! und sollte. Und ich und Pläne …!? Es gibt da oben immer einen der etwas gegen meine Pläne hat und sie dann auch noch gleich durchkreuzt. Daher – keine vorherige Ankündigung mehr! Dann klappts bestimmt… Und? Hat’s geklappt? Jaaa! Und wie. Es gab letzten Sonntag ein gewohnt gelungenes Angrillen in unserer Küche. Was war es wieder herrlich. Was war es wieder lecker. Und was waren wir wieder satt bis zum geht nicht mehr!

Meine Vorfreude auf DAS Live-Gemeinschaftsgrillen war nach Termin Bekanntgabe schon kaum noch auszuhalten. Die letzten Jahre, ohne dieses Highlight im Frühjahr, gingen schon reichlich schwermütig ins Land.
Aber dieses Jahr haben da einige Terminplaner einfach mal alles richtig gemacht. Wir waren noch nicht anderweitig verplant. Wir hatten Zeit. Wir waren live synchron dabei und mittendrin. SO ist es am schönsten. Endlich! Endlich nach gefühlten Jahrzehnten einmal wieder.

Die Zutatenliste hatte ich, noch bevor sie überhaupt bei swr3 über einen Link online ging, schon über einen alten Link auf einer meiner Seiten durch puren Zufall ersichtet. Musste erst mehrmals drauf schauen, ehe ich es glauben konnte. Aber, ja, doch, tatsächlich, die hier ist ganz frisch von diesem Jahr!! – her damit und dann gleich mal schauen was wir am 15. essen. Und ich hüpfe wie ein Flummi zu meinem Meister, der sich anschließend gemeinschaftlich mit mir freut. (ohne flummisprünge, aber immerhin.)
Denn das klang schon alles sehr lecker: Lachs und Hühnchen. Damit macht man bei mir nie was falsch. Auch nicht mit Nudeln und Käse. Und mit Apfelkuchen mal sowieso nicht. Alles richtig gut – also: hallo Vorfreude, wo bist du? Mach dich bereit, es geht an den Start.

Vorbereitung ist alles und was sich bewährt hat wird auch so beibehalten, und so hieß es wieder: alle Rezepte ausdrucken und danach die Schränke damit tapezieren.
Für meinen Meister hieß es dann weiter: schneiden, schnippeln, schnippeln, schneiden, schnippeln, schnippeln, schnippeln, schneiden. Zwiebeln, Schalotten, Knoblauch, Ingwer, Paprika, Spitzkohl und bitte auch gleich an die Avocado ran. Dann noch schnell die Ananas. Jetzt nur noch den Live Stream starten. Fertig – und es kann losgehen. Wir beginnen mit dem Fisch.

Lachs im Cornflakes-Knusper-Mantel mit Tomaten-Avocado-Tzatziki

Meine Begeisterung für die Avocado wuchs gleichermaßen mit dem verbesserten Reifezustand der angebotenen Früchte. Schrieb ich vor wenigen Jahren noch, das es fast unmöglich ist eine reife Avocado zu erhaschen, liegen sie heute essreif in den Regalen. Und als ich bei meinem ach so geliebten Sushi immer mehr zu den Teilchen mit Avocado und denen mit noch viel mehr Avocado griff, begriff ich schnell dass es Zeit ist für ganz eigene Avocado Rezepte. Seitdem bin ich nun stetig auf der Suche nach einer leckeren Verarbeitung der gesunden Frucht. Leider hat die Benennung zum Superfood gleich auch ihre negativen Auswirkungen mitgebracht. Lassen doch die Anbaubedingungen sehr zu wünschen übrig, um nicht gleich von einer ökologischen Katastrophe zu sprechen. Eine mächtige Sauerei ist das allemal, denn da wird in den trockensten Gebieten den Ärmsten der Armen buchstäblich das Wasser abgegraben, nur um die Avocado in Massen gedeihen zu lassen. Und da wird es mir sogleich wieder schwer gemacht die Avocado mit reinem Gewissen zu mögen und zu verspachteln. Das muss hier ja auch mal gesagt werden! Leider. Aber nun wieder zurück zum Gericht.

Cornflakes sind als glutenfreie Variante in vielfältiger Art vorhanden und es gibt sie sogar, was ich vorher gar nicht bewusst wahr genommen habe, bei der Firma Wurzener auch noch, wie hier vom Herrn Lafer gefordert, in zuckerfreier Ausgabe. Bravo! Diese hatte ich nämlich noch im Schrank und weiß gar nicht mehr wo ich sie bekommen habe. Das lässt sich aber ergründen.

Das Lachs Gericht war eine Wucht und eine wahre Wonne und ein Gedicht und überhaupt nur leeecker. Auf diesen Knusper Deckel mit Sambal Olek wäre ich sonst nie gekommen, aber das gibt dem Ganzen schon den gewissen Drall. Einfach gut. Nicht umsonst wurde es von der ganzen Grillcommunity als das beste Gericht des Events beurteilt. Da waren die Geschmäcker bei allen hochsensibilisiert und auf gleicher Höhe. Das hat man auch nicht so oft. Also muss da was dran gewesen sein, an diesem ersten Gang.
Von mir erhält das Gericht 5 von 5 Sterne. Und es wird von uns mit Sicherheit wiederholt.

Lasst es Euch gut gehen.

 

hätten wir alle jetzt nicht gern ein sonniges blütenbett?

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Endlich. Endlich ist er da, der Frühling. So heiß ersehnt wie in kaum einem anderen Jahr. Na ja, stimmt nicht ganz. Ich ersehne ihn in jedem Jahr!

Nun aber ist er auf dem Weg. Und er kommt auch gleich mit aller Wucht, und schleudert uns wohl gleich schon mal Sommertemperaturen um die Nase. Na ich bin mal gespannt. Der Balkon jedenfalls ist bereits frühlingsfein hergerichtet und über Ostern brach hier schon das große Umtopfen und Einsäen aus. Wir sind voll im Frühlingsmodus. Kaum wissen wir noch was jetzt genau in welchem Schälchen keimt.

Es wurden Sonnenblumenkerne gesteckt, Pflücksalat, unter anderem auch für unsere Fellnasen, gesät, und außerdem noch Tomaten, Oregano, Lavendel und Pfefferminze in sämtliche Utensilien eingestreut die sich da an Pflanzgefäße so anfanden. Und die ersten Lichtkeimer zeigten sich überraschend schnell.

Ich konnte heute schon barfuß über den ach so herrlich angewärmten Balkonfussboden tänzeln und wurde zudem auch noch von einer Horde Hummeln begrüßt, die noch ungeduldiger auf jede einzelne Blüte gewartet haben als ich es schon tat. Und eine dicker und größer als die andere umbrummen sie mich und ich befürchte dabei jedesmal nur, dass sie sicher noch auf meinem Kopf landen und von dort nicht mehr weg wollen. Sie genießen jetzt jeden Tag an Türen und Fenstern klebend minutenlang die Sonnenwärme. Manchmal gibt es regelrecht Streit um diese Liegeplätze. Diese eine hier vergaß völlig die Zeit und sie hielt gleich mal ein Schläfchen auf der Blüte. Das hatten wir doch auch schon mal.
Ich könnte (und kann) diesen süßen Brummern stundenlang zuschauen.

Genießt das schöne Wochenende und macht es Euch hübsch.

Lasst es Euch gut gehen.

30 jahre später – auch in diesem jahr gibt es wieder ostern – ein fundbeitrag aus alter zeit

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Das Aufräumen und Ausmisten ist eine spannende Sache.
Da findet man in einem Ordner, inmitten alter Zeitungen, plötzlich den vermissten Impfausweis wieder, und dachte jahrelang, der wäre damals beim Wohnungseinbruch mitsamt der Kassette geklaut worden. Und wie man sich auch darüber freuen kann, dieses urige faltige Ding wieder zu neuem Leben zu erwecken. Und auch darüber, dass Mutter mit ihrer ewigen Predigt, alles ordentlich wegzuräumen, auch nicht immer Recht hat.
Richtig stolz bin ich auf mein wiedergefundenes altes Teil inzwischen und lasse mir von der Schwester auch keinen neuen ausstellen. „Der hat nostalgischen Wert! Verstehe ich.“ ihr Kommentar, und ich staune und freue mich das sie Platz findet für einen neuen Stempeldruck und den Miniaufkleber daneben. Herrlich. Wiederbelebung geglückt.

Dann sind da diese alten Zeitungen. Aus verschiedenen Jahren, aber jeweils von meinem Geburtstag und aus längst überholten Epochen.
Weiterhin finden sich alte Briefe und Postkarten von und an die Großeltern. Aus einer Zeit als ich gerade das Lesen und Schreiben erlernte. Drei Umzüge haben sie mittlerweile mitgemacht.
Und in einem dieser, mit farbiger Schleife fein gebundenen Stapel, zwischen all den Briefen und Karten, dann noch ein spezieller Fund. Und dafür muss ich ein klein wenig ausholen..

Mein Vater ist Hobbyhistoriker. Und das, so lange ich denken kann. Er war über Jahre Stammkunde im Antiquariat. Reiste auch schon mal von Kirche zu Kirche, nur um aus deren handschriftlichen Aufzeichnungen Informationen über gesuchte Personen aus längst vergangenen Zeiten zu erhalten. Und heute nennt er eine selbst entworfene Datei sein eigen, womit Interessierte einfachst nach bestimmten Personen und deren Abstammung, oder auch nach besonderen Ereignissen unserer Region selbstständig suchen kann. Zudem sammelt er alles was für diese Umgebung an Informationen zuträglich sein kann.
In seinen alten Schmökern steht aber noch viel mehr wissenswertes und höchst interessantes. So zum Beispiel über die Osterbräuche in unserer Region.

Warum genau er auf diesen Einfall eines Oster Artikels kam weiß ich nicht mehr. Nur das er keine Zeit hatte ihn zu verfassen, das weiß ich noch. Und das er mich dann überredete ihn doch für ihn zu schreiben. Ich dürfte ihn dann auch unter meinem Namen versenden.
Ausgewählte Themen und Textpassagen lagen schon vor. Nur noch ausgearbeitet, sortiert und geschrieben mussten sie werden. Und damals alles noch mit der Schreibmaschine. Und das kostete immens Zeit. Einige Stunden brachte ich damit zu. Obwohl eine Veröffentlichung mehr als vage und als eher unwahrscheinlich galt.
Und so war es dann auch. Mein Artikel wurde nicht veröffentlicht. Und ich war sehr enttäuscht. Trotzdem behielt ich meine Zusammenfassung über Ostern und hoffte auf eine neue Chance. Natürlich dachte im nächsten Jahr keiner von uns rechtzeitig oder überhaupt daran noch einmal diesen Brief an die Zeitung zu versenden und nach einer Veröffentlichung zu fragen. Oder aber ich hatte dazu einfach keine rechte Lust mehr. Man siehe dazu vielleicht nur einmal auf die Jahreszahl.

Weil sich nun aber Zeiten und Möglichkeiten zum Glück verändern, ist es mir nun heute tatsächlich möglich diesen – meinen – Artikel selbst zu veröffentlichen. Kaum zu glauben aber wahr. Im völlig anderen Rahmen zwar, und bei weitem nicht ganz so populär, aber dennoch möglich. Ha!
Und nun mache ich ihn mir selbst zum Ostergeschenk. Einfach genial.

Und hier für alle Neugierigen, für die, die mehr über Ostern wissen möchten als das Eier angemalt und Schokohasen versteckt werden. Hier ist mein Beitrag zu Ostern:

Nun hat es 1988 nicht geklappt, aber auch 2018 klopft Ostern wieder an unsere Türen. Und 30 Jahre später schafft es der Artikel doch noch an die Öffentlichkeit zu kommen. So soll es sein.

Lasst es Euch gut gehen.

 

der große manitu muss männlich sein

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Ich sag’s ja immer wieder. Man soll sehr vorsichtig sein bei der Wahl seiner Wünsche. Denn schaue ich heute so nach draussen, weiss ich nicht recht ob ich nun ein schlechtes Gewissen haben soll oder ob mir da möglicherweise ein männliches Wesen wieder mal nur halb oder gar nicht zugehört hat.
Ja doch, ich habe mir Schnee gewünscht. Das ist schon richtig. Aber doch verteilt auf mehrere Wochen! Nicht immer alles an einem Tag! Du da oben hast mich gründlich missverstanden. Oder mir erst gar nicht richtig zugehört. Na ja, auch das passiert mir immer wieder. Man nimmt mich einfach nicht ernst. Ich meine ich hatte mich klar ausgedrückt.
Nun haben wir den Salat. Diesjährig gibt es den Winter im Intervall. Und dann gleich richtig dicke. Und das es nun schon seit Stunden schneit scheint noch nicht mal das schlimmste zu sein. Die Wetterprognosen sagen da noch ganz andere äußerst gemeine Dinge voraus. OOOhj

Zum Glück sind alle Einkäufe erledigt, die Heizung funktioniert und genügend heißes Wasser für Tee gibt es auch. Was will ich mehr? Es ist wunderbar hell draußen und von drinnen, besonders von der Couch aus, sieht es einfach märchenhaft aus.

Für das Wochenende haben wir eine Backaktion geplant. Mein Meister bekommt (hoffentlich) leckere Dinkelbrötchen. Das wird ein Testbacken. Und dabei wärmt uns sicher auch noch der Herd.


Dann macht es Euch mal ebenso gemütlich und träumt wie ich vom Frühling.

Lasst es Euch gut gehen.

yeahh … winter

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Da isser! Der Winter. Er ist zurück. Und das mit einer Menge Schnee. Ja, ich find es herrlich. Ich muss es nicht so kalt haben, aber Schnee darf schon etwas sein. Im Winter natürlich. Und wie sich zeigt, ist der auch noch nicht vorbei.
Na gut, vorgestern waren es noch 15 Grad und Sonne und da blinzelte mich der Frühling schon sehr verführerisch an – aber: nur Geduld, er wird kommen.
Jetzt noch einmal: Winter!
Und er kann es also doch noch. Den Schnee rieseln lassen. Und grad so als hätte er es in den letzten Wochen vergessen, holte er noch einmal richtig aus und schüttelte alles aus dem Himmel was zu finden war. Frau Holle im Frühlingsputz.
Und innerlich klatsche ich bei diesem Anblick in die Hände und erfreue mich an dieser weißen Schneepracht. Anders sah das Gesicht meines Meisters aus. Er musste heute morgen das Auto freischaufeln und war nicht ganz so angetan von dieser Fülle.

Nass und schwer hängt der Schnee auf den Zweigen. Und bei 3 Grad tropft die vergängliche Schönheit bereits von dannen. War das schon der finale Schlag des Winters? Wir werden sehen. Der April wird es zeigen. Auch er kann Wetterumbrüche ganz gut. Schnee möchte ich dann aber sicher keinen mehr sehen.

Kaum zu glauben, dass für den Sonntag bereits 17 Grad gemeldet wurden. Wenn ich derzeit nach draußen sehe kann ich mir das nur sehr schwer vorstellen.
Aber Vorfreude kommt dennoch bei mir auf. Schnuppere ich doch nur all zu gern an der ersten berauschend warmen Frühlingsluft. Aber das geht mir ja nicht nur allein so, was? Warten wir also ab und genießen die Vorfreude.

Lasst es Euch gut gehen.

einfach mal dick auftragen

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Ist sie nicht herrlich diese sibirische Kälte? Minus 13 Grad war der von uns gemessene tiefste Wert. Jaaa, das ist nur etwas für richtig hartgesottene. Zum Beispiel für unsere Hummel. Obwohl…
Also bei knapp -10 Grad hat sie dann doch das erste mal angefangen kurz zu überlegen ob sie wirklich raus auf den Balkon gehen will oder nicht. Ein kurzes zögern auf der Matte vor der Tür – will ich nun oder will ich nicht –
ICH WILL! – und draußen war sie.
Und von da kommt sie dann so schnell auch nicht wieder rein. 3 Runden um die Tischbeine und durch die Tischbeine und anschließende gründliche Kontrolle ob die Vögel vielleicht wieder ein paar Sonnenblumenkerne aus dem Vogelhaus nach unten geworfen haben. Das kann dauern. Solche Suchaktionen kann sie ausdauernd.
Ich steh bibbernd in der Tür und rufe nach ihr. Und vielleicht unterbricht sie mal ihr emsiges Suchen und sitzt dann vor mir mit diesem verständnislosem Blick: Was denn? Warum kommst du nicht mit raus? Ist doch schön hier. Wie? Kalt? pfffff  ’n bisschen vielleicht, sonst ist’s prima!
„Es ist eisig Hummel! Komm rein! “ – nee, noch nicht.
„Gibt auch Leckerlie.“  – O.K. komme.
Indessen sitzt Rudi schon eine Weile hinter mir. In der freudigen Erwartung auch Bonbons abzubekommen, ohne den lästigen Umweg über den Balkon machen zu müssen. Von etwas Entfernung genießt er den Blick nach draußen und das Theater welches Hummel dort mit ihrem vielen Gerenne und den vielen Freudensprüngen veranstaltet. Ihm ist dort alles unter 20 Grad eindeutig zu kalt und er setzt keine Pfote nach draußen. – Er kommt ohne Zweifel nach mir.
Warum ich Hummel überhaupt raus lasse? Na ja, sie ist nur ganz schwer zu ignorieren wenn sie wieder und wieder an eine Tür trommelt. Auch das kann sie ausdauernd. Und sie tut das im übrigen auch an allen Zimmertüren. Nicht sie lebt bei uns, sondern wir leben in ihrem Revier. Weiß man das, lebt es sich einfach leichter.

Und ist es nun so richtig frostig draußen, macht es um so mehr Freude sich auf dem Sofa dick einzukuscheln und dicke Mützen zu stricken. Und hier kann man schon sagen das es sich um ein echt fettes Modell handelt. Dafür aber um ein federleichtes. Sieht man ihr nicht an, ist aber so.
Gestrickt habe ich sie mit Nadelgröße 12. Das mag ich eigentlich gar nicht so gern und es war auch ziemlich anstrengend. Aber das Ergebnis überzeugt.

Leider gab es gerade mal wieder nur ein zartes gekrümel von kleinen wenigen Schneeflocken, so dass wieder nichts liegen blieb. Deshalb erfreue ich mich auch besonders an diesem strahlendem Stück in weiß. Und diese dicke Winterhaube wandert in den Spendenkarton der Babymützen für Guatemala.


wolle: ragazza lei (lana grossa)
nadel 12
muster: 1 reM, 1 liM
36 maschen anschlagen für eine breite von ca. 16 cm
bei einer länge von ca. 14 cm anfangen gleichmäßig abzunehmen

Lasst es Euch gut gehen.

jolanda – jetzt mit noch mehr farbe

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Na wie bin ich froh. Darüber, dass dieses graue Wetter jetzt endlich vorbei ist. Es wurde aber auch Zeit. Seit 3 Tagen nun scheint jeden Tag die Sonne. Endlich. Mein Gemüt schlägt Augenblicklich Purzelbäume. Und es ist dazu auch noch richtig winterlich kalt geworden. Wie es sich für einen Februar gehört.
Ja, gut, meinetwegen müsste es jetzt nicht ganz so kalt sein. Ein paar Grad im Plus würden mir noch besser tun. Und mir fehlt es ein bisschen an Weiß da draußen. Ich glaube es gab noch keinen Winter in dem so wenig Schnee fiel. Das vermisse ich schon sehr. Die wenigen Flöckchen, die dann mal wenige Stunden liegen blieben habe ich immens bejubelt. Wo bleiben die nächsten?
Na ja, ich höre ja schon auf damit. Es gibt eben immer was zu meckern. Nein im Ernst. Es ist schön. Vor allem schön hell. Seit 3 Tagen. ES.SCHEINT.DIE.SONNE.

Die letzten, gefühlt endlos grauen Wochen habe ich wieder mit „Jolanda“ überbrückt. Meinem (fast) alljährlichem Winterjoga. Leider war es dieses Jahr ein äußerst kurzes Joga. Ich weiß nicht warum. Ob es die besonders lang anhaltende, oder die extrem dunkle graue Zeit war, aus der ich mich schnell und schneller fortstricken wollte? Keine Ahnung.Ich bin jedenfalls zur Schnellstrickerin mutiert und brauchte fast nur die Hälfte der üblichen Zeit. Ich war dieses Mal so schnell damit durch wie noch nie. So Schade. Ich hätte gern noch viel länger damit zugebracht. Aber ich kann auch nicht bewusst langsamer stricken. Im Gegenteil. Eigentlich finde ich mich immer zu langsam und würde gern viel schneller und viel mehr stricken.

Es ist wie es ist. Jolanda war nicht nur schneller fertig, sie ist zudem auch noch um einiges bunter geworden. Statt der bisherigen sieben Farben sind es nun neun Farben, die ich in die Jolanda verarbeitet habe und mir jetzt entgegen leuchten. Jolanda im neuen Kleid. Mir gefällt sie so gut wie noch nie.
Herrlich war es wieder. Wenn auch zu kurz. Bunt und frisch wie der Frühling sieht sie wieder aus und ich erfreute mich beim stricken jeden einzelnen grauen Tag an ihr.
Es lebe das Jolanda Yoga.
Und möchte nun jemand die Jolanda sein eigen nennen, dann geht er bitte hier lang.

Lasst es Euch gut gehen.

kleine muffs für den moosbart im halbschuh

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Es ist kalt. Draußen noch mehr wie drinnen. Aber man merkt auch drinnen deutlich die Kälte. Und ich höre sie sogar. An meiner Heizung. Die schaltet sich, per Thermostat- Befehlung, immer wieder ein und erhöht dann wieder die Temperatur auf die gewünschten 22,5 Grad. Ein kurzes Schnaufen – pffffffff – und wieder aus. So geht das aller paar Minuten.
Ich greife die letzten Tage trotzdem zu immer dickeren Pullovern, doch mir ist meistens immer noch zu kalt. Sitze ich längere Zeit, wird es mir noch kälter.

Meinem Meiser geht es ebenso. Denn er sitzt die allermeiste Zeit des Tages still und fast regungslos vor seinem PC. Und nun friert er dabei an den Händen. Richtige Eisfinger hat er, trotz guten 20 Grad im Raum. Nun wollte er Abhilfe. Nicht das er gar wirklich noch aus lauter Kälte zum Moosbart mutiert. Obwohl er gegen regelmäßigen Preiselbeerbewuchs auch nichts einzuwenden hätte. Ob es denn im eigenen Bart sein muss? Wohl eher nicht.

Nun musste also etwas her was seine Handgelenke wärmt, damit die Finger warm bleiben. Also habe ich ihm ein Paar Handstulpen gestrickt. Ganz einfache. Nicht mit Daumen oder so. Das würde ihn beim Arbeiten nur stören. Es wurden kurze Handgelenkmuffs angefertigt. Nichts leichter als das.

Wolle: soft merino superwash (rödel); LL 50g/100m
Maschenprobe im Rippenmuster mit Nadel 5 oder 6 (je nach dem ihr locker oder fest strickt) 14 Maschen für 10 cm – leicht gedehnt

32 Maschen anschlagen (für dünne handgelenke 28 Maschen), auf 4 Nadeln eines Nadelspiels verteilen und im Rippenmuster 2 M re, 2 M li stricken.
Nach 10 cm (oder gewünscht auch länger) Rundstricken alle Maschen rechts abketten. Fäden vernähen und fertig.

Lasst es Euch gut gehen.