freiraum

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sanduhr

Nun ist schon wieder August. Für mich ist das der Urlaubsmonat schlechthin. Meine Computermaus muss das auch wissen, denn heute morgen hat sie sich einfach mal so ohne Vorwarnung verabschiedet und will auch weiterhin nichts mehr tun. pffff ….. könnt ja jeder kommen und einfach streiken.
Aber gut. Vielleicht jetzt auch nicht die schlechteste Idee, einfach mal eine längere Pause einzulegen. Sicher war das ein Zeichen. Na ich seh’s jedenfalls einfach mal als solches.
Ich werde also mit Überredungskünsten das Mäuschen wieder zum Arbeiten bringen müssen, ich selbst aber werde traditionell eine Pause einlegen.

Vieles ist immer noch liegengeblieben, was auch noch mal bearbeitet werden will. Ich muss aber schlichtweg meinem Hals immer noch mehr Ruhe gönnen. Zumindest dahingehend, was die einseitige Belastung betrifft. Mein Knetmensch hat in den letzten Monaten mal wieder intensive Arbeit geleistet, meinen steifen Nacken und Rücken locker zu bekommen, leider arbeitete ich auch immer mal wieder etwas kontraproduktiv mit  (häkeln, stricken … lange am pc sizen … ) aber pssst!
Also jetzt endlich mal konsequent längere Übungen nach der youtube AOK Rückenschule und ich bekomme mich sicher wieder hin. Hörst du zu – innerer Schweinehund?

Gänzlich untätig geht natürlich auch nicht. Ich bin also weiterhin an mehreren Projekten tätig und plane schon immer wieder neue. Aber ich musste den Zeitaufwand dafür etwas zurückschrauben und nun dauert alles natürlich noch länger.

Meine Granny – Häkeldecke musste ich erst mal gänzlich zur Seite legen, weil mir doch tatsächlich vom Restgarn nun noch ein ganzes Restknäuel der Drops Fabel fehlt. Da hat das Augenmaß mal so gar nicht funktioniert. Dieses eine Knäuel aber jetzt einzeln zu bestellen macht überhaupt keinen Sinn. Also muss die halbfertige Decke leider erst mal zurück ins Körbchen und auf eine spätere, möglichst größere Bestellung warten. Darüber ärgere ich mich im Moment am meisten. Auch deshalb, weil ich in absehbarer Zeit überhaupt keine Neubestellung plane. Ich will unbedingt erst mal den ganzen Wollvorrat abbauen.
Schade. Aber nicht zu ändern.

Jetzt also erst mal etwas Abstand vom gewöhnlichen Alltag und mal entspannt in die Ferne. Darauf freue ich mich sehr. Und ich freue mich darauf, mich hoffentlich gut erholt, mit entspannt und dann gestärktem Nacken und damit neuem Elan wieder hier zurück zu melden.
Einige Posts in der Wartekammer werde ich vielleicht auch schon mal vorbereiten…

zadar freiraum

Kommt gut durch den Sommer und lasst es Euch recht gut gehen.

geliebtes sibenik

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In großer freudiger Erwartung, meine Lieblingsstadt bald wiedersehen zu dürfen, werfe ich heute schon mal einen sehnsuchtsvollen Blick ‘gen Süden.

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Das Wetter meldet heute für Sibenik recht wechselhafte Temperaturen. Von anfänglich gefühlten 37 Grad mit viel Sonne bis zum später eintretendem Regen und nur noch 25 Grad ist alles dabei. Aber auch das ist ein kleines Symbol dafür wie unterschiedlich sich Sibenik darstellen kann.
Von antik bis modern, wenn nicht gar hipp, wie auch das wuselig bunte laute und genauso das beschaulich andächtige. Sie kann einfach alles. Einfach herrlich diese Mischung. Ja, leicht marode kann sie selbstverständlich auch.

sibeniksibenik4Das Flair dieser Stadt nimmt einen mit, und sie nimmt einen sofort gefangen.

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Mich hat sie einfach nur süchtig gemacht.

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Das i-Tüpfelchen wäre nur noch, mich auch mal im Frühjahr oder im Herbst dort einzufinden. Das steht schon seit längerem ganz oben auf der to do Liste.
Dies hier sind heute also mal ein paar Fotos vom letzten Jahr. Einfach weil’s sooo schön ist.

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Lasst es Euch gut gehen.

 

meditationstag

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Höckerchen sind Grund weg einfach klasse. Ich könnte rings um mich herum überall verschiedene Arten stehen haben. Man hat doch einfach immer und überall auch etwas abzulegen, oder?

hocker7Dieser Schraubhocker vom Schweden hat jetzt schon einige Jahre auf der Platte, aber er ist eben einfach super praktisch. Natürlich hatte er im Laufe seiner Jahre und seiner intensiven Nutzung so manch stressige Zeit hinter sich. (das ist auch nach seinem make up nicht anders geworden) Und er zeigte dies dann auch mal ganz deutlich. Seine Oberfläche sah sehr verschlissen aus. Na ja, und ganz ehrlich, en bisschen langweilig war sie schon auch.
Also musste dringend eine Auffrischung und Verschönerung her, um sich nicht trennen zu müssen. Dabei hatte ich gleich mehrere Vorstellungen. Eine einzige Blumenranke oder ein Paisleymuster waren meine ersten Ideen. Trotzdem war ich nicht gleich überzeugt. Bis mir dann dieses Rankenmuster über den Weg lief. Und da dachte ich sofort wieder an den Hocker.

Das Ganze ist nun aber sage und schreibe auch schon wieder 13 Jahre her. Trotzdem weiß ich noch ganz genau wann diese Bearbeitung des Hockers stattfand. Und das hat einen Grund. Es war einer meiner schönsten Meditationstage überhaupt. Oder genauer gesagt: DER schönste. Das war so gar nicht beabsichtigt oder geplant. Es hat sich erst hinterher gezeigt wie entspannend so eine Tätigkeit doch sein kann. Trotz oder vielleicht gerade weil sie sich so lange über den ganzen Tag zog.

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Es war ein Männertag und mein Meister entschloss sich, rund um diesen Tag, für mehrere Tage mit Anhang unterwegs zu sein. Ich konnte also ganz frei für mich über einige Tage verfügen und hatte damit auch ausreichend Zeit mich der Aufgabe ‘Hocker’ zu widmen. Denn das ich dafür einige Zeit brauchen würde, war mir schon im Vorfeld klar. Und mir war auch klar, dass ich dabei niemanden um mich rum haben muss, der mir ständig über die Schulter guckt oder mich gar unterbricht.

Und somit hatte ich den heißesten Tag des Jahres allein um mich dieser Malerei hinzugeben und mich in Trance zu versetzten, kaum hatte ich damit begonnen. Den ganzen Tag saß ich nun über diesem Hocker. Vielleicht hat mich ja auch die Ölfarbe etwas benebelt, keine Ahnung. Jedenfalls erlebte ich mit meinem Höckerchen den besten entspannensten Tag meines Lebens. Und dabei war er dann noch derart produktiv. Is das was?

Geduld war dabei natürlich von Nöten und eine absolut ruhige Hand. Wie herrlich wenn einen dann niemand dabei stört. (so gern wie ich meinen meister auch um mich habe – dass das mal klar ist)
Am späten Abend war ich allerdings schon überrascht wo denn die Zeit hin ist. Aber ich war fertig damit und höchst zufrieden mit dem Ergebnis und bin es bis heute noch.

Muster_hocker

Ich sah dieses Muster vor Jahren mal an einem kleinen Schränkchen. Ich weiß heute nicht mehr wo das war, war aber sofort hin und weg und machte gleich dieses eine Foto davon.
Zuhause druckte ich das Foto aus und malte dann diese Blumenranken durch ein Blaupapier auf den Hocker. Diesen hatte ich vorher leicht abgeschliffen. Ich bin mir auch sicher das dieses Muster einen bestimmten Namen hat, finde dazu aber heute leider nichts mehr. Wer es  kennt, kann mir da vielleicht weiterhelfen. Hat ja heute einfach alles seinen festen Namen.
Aber es gibt auch eine Unmenge anderer schöner Muster im Netz zu finden, die sich so gut dafür eignen würden. Ich mag beispielsweise alle diese Zen Muster gern. Die würden sicher auch gut für so eine Aufhübschung passen.

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Dann kam außerdem aber noch ein großer Vorteil ins Spiel. Vor dem Stricken und Häkeln stand vor über 20 Jahren nämlich unter anderem auch das Malen nach Zahlen als eine meiner favorisierten Meditations- und Entspannungsübungen ganz oben auf der Liste. Und aus dieser Zeit, und nach einem Umzug, fanden sich tatsächlich noch kleine Restölfarbentöpfchen, die nun für diese Hockermalerei wie gerufen kamen. Die meisten waren erstaunlicherweise noch top in Ordnung und bestens verwendbar. Die Hauptsache war aber auch: die Farben passten! Und so hatte alles noch seine Verwendung. Ich kann einfach nix wegschmeißen.

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Zum Abschluss kam dann noch eine Schicht Lack aus der Sprühdose zur Versiegelung obendrauf, die ich jetzt immer mal wieder erneuere.
Ansonsten ist er noch absolut gut in Schuss und schuf sich selbst im Laufe der Zeit einen grandiosen shabby chic Look dazu.

Lasst es Euch gut gehen.

auswärtsspiel

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Nun haben die Schulferien begonnen, und demzufolge tummeln sich schon einige Urlauber entweder am Strand oder in den Bergen. Ein anderer Teil sitzt vielleicht schon auf gepackten Koffern oder befindet sich noch in der Planung.

Ich habe so langsam auch große Lust auf Luftveränderung. Der Sommer kann in der Großstadt sehr anstrengend sein mit rauchenden und telefonischen Aktivitäten auf Balkonien bis weit nach Mitternacht. Das nennt man dann wohl ignorantes Nachbarschaftsverhältnis (und eigentlich sollten diese nachbarn recht froh sein wenn ich dann fast fluchtartig mein domizil verlasse, denn das spricht dann eher für deren schutz des körperlichen wohlbefindens, denn meines).

Ich habe heute große Lust auf Urlaub mit Strand UND Bergen. Und ich glaube ich werde dabei schon richtig übermütig. Denn angesichts alter Urlaubsfotos überkommt mich das dringende Gefühl nach einer Wanderung. Einer Wanderung durch hohe Berge. Richtig hohe Berge.
Aller paar Jahre ist es nämlich wieder soweit, da ergreift mich der Ruf des Paklenica Gebirges. Ich weiß auch nicht genau warum. Aber ich könnte gleich loslaufen. Na ja, heißt eher loskraxeln. Das gute nach ein paar Jahren ist ja – der Mensch vergisst die körperlichen Anstrengungen, das Hitzegefühl und all die Blessuren und damit dann auch den insgeheim abgelegten Schwur: ‘nie wieder!’

Also: mal wieder alles auf Null.? Und bei einer gedanklichen Urlaubsplanung kann man dann schon mal wieder mutig über kommende Aktivitäten nachdenken.
Nichts wie ab in die kleine Paklenica Schlucht!?

Als Flachländer ist diese Schlucht ein anspruchsvolles Unterfangen. Zusätzliche Selbstüberschätzung, nachdem man schließlich schon die große “velika paklenica” Schlucht mehrfach erfolgreich durchwandert hat, lassen einen dann die Hinweisschilder “For experienced mountaineers only” an der kleinen “mala paklenica” richtig kalt. Die Frage ‚ob man denn schon mal hier war‘, von der Kassiererin am Eingang, hört man dann auch nur noch halb. – ja klar, wir kennen uns aus … – na ja

Macht man Urlaub in Kroatien, dann kommt man an zwei Dingen einfach nicht vorbei. Das sind einmal die Plitvicer Seen und zum anderen ist es das Paklenica Gebirge. Und der erste Eingang zum Paklenica Nationalpark geht in die große Schlucht. Diese ist für die allermeisten Touristen der beste und leichteste Weg zum Wandern. Er ist auch nicht ganz anspruchlos, es sind einige Höhenmeter über große Stufen zu überwinden, aber das ist auch für alle Nichtwanderer gut zu meistern. Da braucht es nur etwas mehr Puste und Wasser. Dieser Einstieg ist aber gut touristisch ausgebaut, es sind breite Wege und außerdem gibt es ausreichend Rastplätze und auch Quellen zur Frischwasseraufnahme. Obendrein wird jeder Besucher vom Parkplatz mit einem kleinen Bus bis direkt zum Eingang gefahren und auch wieder zurück.
Diese große Schlucht hat in den Sommermonaten nur einen großen Nachteil: sie ist schrecklich überlaufen. Unter anderem auch deshalb, weil sie eine beliebte Kletterschlucht ist. Und auch von diesen Climbern gibt es dort schon so viele, dass manche regelrecht anstehen müssen um eine bestimmte Route hoch zu können, wie wir beobachteten.

Die zweite kleine Schlucht hingegen, die Mala Paklenica, ist dagegen die pure Naturschönheit. Da ist nichts ausgebaut, nichts begradigt oder beschönigt. Sie ist ein reines Flussbett. Mal breit, mal schmal. Steinig, felsig, schroff, mit teilweise unmittelbar riesig hohen geraden Wänden. Und: sie ist absolut still. Und das ist überhaupt das Größte und überwältigenste an ihr. Diese Ruhe nimmt einen gefangen, denn ich erlebe in ganz Kroatien sonst keine absolute Stille. Selbst da wo kein Mensch lärmt, hört man immer das Meer. Und das Wellenschlagen ist auch nicht zu unterschätzen, was den Lärmpegel angeht.
In der kleinen Schlucht soll es die vielfältigste Pflanzen- und Schmetterlingsansammlung geben und ab und zu wäre wohl auch mal ein Bär gesichtet oder gehört worden. Nachts ist sie also als Übernachtungsort für Wildcamper nicht zu empfehlen. Auch wegen der Schlangen wird davor gewarnt. Da hat schon so mancher Camper am nächsten Morgen einen Übernachtungsgast in seinem Schlafsack vorgefunden. Tagsüber allerdings ist sie ein Traum. Auch wegen der vielen bunten Schmetterlinge.

Trifft man in der kleinen Schlucht vielleicht noch am Parkplatz oder am Kassenhäuschen auf andere Urlauber, verliert man diese aber in kürzester Zeit aus den Augen. Dann, wenn jeder sein eigenes Wandertempo gefunden hat, ziehen sich alle Grüppchen weit auseinander. Nur durch den Hall der Schlucht kann man sie auch viel später manchmal noch hören. Meist dann, wenn die Wegmarkierung übersehen wurde und man nicht weiter kommt und wieder ein Stück zurück muss. Da hört man zwischen den riesigen Wänden ein lautes “Hier! Hier lang!!”

Die Schlucht braucht Ausdauer und einiges an Kraft. Und das verrückte: auch bei unserem zweiten Besuch stellten wir sehr erstaunt fest, dass das Umkehren, trotz so beschwerlichem Aufstieg, viel schwerer fiel als doch ‘einfach’ weiter zu klettern. Unvernunft gegen Aufgabe.? Es schwingt auch immer die Neugier mit, wie geht es nach der nächsten Flussbiegung weiter? Wie sieht es dahinter aus?

Unser großer Fehler war auch, dass wir zu spät los sind und zudem eine Autofahrt von über einer Stunde von unserer Unterkunft bis zum Paklenica Gebirge hatten. Somit war es schon fast Mittag als wir in Seline und dem Eingang zur Schlucht ankamen. Wir hatten ausreichend festes Schuhwerk an, glaubte ich, und 2 Wasserflaschen von je 1 1/2 Liter und Kopfbedeckungen mit.
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er Weg fängt gemächlich an und steigert sich dann gewaltig.

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Der Plan war: einen Rundweg von der kleinen Schlucht in die große Schlucht abzulaufen. Ja, auch einige Höhenmeter zu überwinden, aber lt. Beschreibung ‚alles über Wanderwege‘ und  ‚keine Seile vonnöten‘. Zudem war dieser Rundweg mit 5 Stunden angegeben – also machbar.

551-1Da haben wir den Eingang passiert und werfen einen kurzen Blick zurück auf den Parkplatz. Noch ist der Weg recht unspektakulär. Da geht es gemächlich voran.

94-1Dann wird er schon etwas schmaler und man muss hintereinander laufen. Unmerklich steigt er weiter und weiter an. Rechts ist das Flussbett gut zu sehen. Hier geht es noch nebenher, wird dann ein paar mal überquert, später geht es dann nur noch durch das Flussbett. In den Sommermonaten ist das aber keine Gefahr, da ist es leer. Anders zur großen Schlucht. Dort führt der Fluss immer Wasser und ist herrlich zum Füße kühlen.

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552-2Auch diese Wege lassen sich noch sehr gut laufen.

97-398-4So, und hier erkennt man schon beim Rückblick die ersten überwundenen Höhenmeter und man braucht sich nicht mehr über die ersten Schmerzen in den Beinen zu wundern. Da bleibt für eine Weile ein erstaunter Gesichtsausdruck – und weiter geht’s.

101-5Noch sieht alles sehr flach aus. Und auch das Flussbett hat noch seine gemütliche Position. Der Einstieg zieht sich die ersten Kilometer sehr dahin und es wird hin und her gewechselt. Mal ist der Fluss auf de rechten, mal auf der linken Seite.

102-6555-3Und spätestens jetzt wird es lustig. Gutes Schuhwerk ist Voraussetzung und ab ins Flussbett. Da geht es ab jetzt kaum noch raus. Und es geht in die hohen Wände.

103-7Und dabei wird es immer schwiriger auf den Weg UND die Markierungen zu achten, die den optimalen Weg anzeigen.

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113-10557-5Und dann geht es auch irgendwann ans Klettern. Das ist ein Blick zurück nach unten. Die Felsabstände sind so groß, dass man sich nur an diesem Drahtseil hochziehen kann. Ohne gegenseitige Hilfe schon kaum machbar. Hier geht es ein Stück aus dem Flussbett nach oben. Die Felsenge wird ene Weile auf dem angrenzenden Weg umgangen.
Viele Wanderer drehen hier nach einer kleinen Rast mit Picknick auch wieder um. So taten wir es bei unserem zweitem Besuch. Bis zu dieser Stelle brauchten wir in aller Ruhe ca. 1 1/2 Stunde.

560-6Das sieht erst mal nach Entspannung aus, die Felsen versprechen aber schon wieder Anstrengung und Kletterei. Viele von ihnen liegen auch lose. Also immer schön konzentriert bleiben – auf Markierung und auf jeden Fußtritt.

561-7Seht ihr die deutliche Markierung? Ja, dann wisst ihr ja wo der Weg weitergeht … einfach mal ab durch die Mitte immer noch am Rand des Flussbettes lang.

117-11Und wieder runter schon ist man wieder mittendrin im Flussbett.

565-8Dann wird es Zeit für eine Rast.

567-9Der nächste Abschnitt läuft sich wieder anders. Jetzt rutscht man die ganze Zeit auf Kieseln.

119-12Und jetzt? Richtig. Wieder klettern. Jawohl, dies ist ein Wanderweg. Allerdings wird die Strecke – auch deswegen – mit einem Schwierigkeitsgrad 4 von 5 ausgewiesen.

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121-13Durch all diese großen Brocken musst du kommen …

571-10… um wieder auf normalen Wegen gehen zu können und diesen Anblick genießen zu können.

574-12Die Geister streiten sich ob es denn nun 680 Meter oder 707 sind. Halt irgendwas dazwischen wahrscheinlich. Lohnen tut sich dieser Aufstieg auf alle Fälle.

575-13Dann sind es noch ein paar Schritte zur Hochebene. Über diese führt der Weg in die große Schlucht. Über Serpentinenwege steil nach unten und zurück nach Seline.
Später fand ich auch zu dieser Tour unterschiedliche Angaben zur benötigten Zeit. Die teilweise besagten 8 Stunden treffen es am ehesten. Obwohl wir viel zeit für Pausen brauchten und auch nicht die schnellsten Läufer sind brauchten wir auch ungefähr diese Zeit.
Angekommen auf der Hochebene war es bereits 17.00 Uhr. Und unsere Wasservorräte gingen zur Neige, das war eigentlich das schlimmste. Denn obwohl es eine große Höhle gibt, an der en Wänden Wasser abläuft welches dann von hingestellten Schüsselchen aufgefangen wird, waren bei uns alle leer. Also kein Wasser zum Nachfüllen.
Erst als wir in der großen, der „Velika Paklenica“ Schlucht ankamen, konnten wir an den bekannten Quellen nachtanken. Wir haben fast drunter gebadet.

Naürlich war der letzte Bus, der ab 18.00 Uhr seine Fahrten einstellt weg, und wir mussten noch bis Seline zurück zum Auto laufen. Wir waren an diesem Abend so knülle. Gegen 20.00 saßen wir im Auto und fielen in der Unterkunft nur noch ins Bett. Ab der Hochebene gibt es auch aus diesem Grund keine Fotos mehr. Da funktionierten nur noch die Urtriebe.

Das Fazit: ein paar Kratz- und Schürfwunden, ein ausgewachsener Muskelkater für die nächsten Tage und für die nächsten Wochen eine leuchtend blaue Zehe blieben zur Erinnerung . Aber wir waren besselt von diesem Erlebnis. Und natürlich Stolz und glücklich es von Meereshöhe bis ganz nach oben geschafft zu haben.

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Und auch wieder hinab.
Da unten direkt am Meer liegt Seline und da steht auch das Auto. Also auch der Rückweg will noch bewältigt werden, der ist nicht minder zu unterschätzen. Zum Glück fanden wir noch Ersatzspazierstöcke, sonst hätten wir uns abwärts noch ein paar mal hingesetzt auf einen losen Steinweg.

Und nun juckt es gar wieder in den Zehen, nochmal dahin zu wollen. Na mal sehen.
Für alle naturbegeisterten Kroatien Urlauber ein feines Plätzchen für einen etwas anderen Urlaub.

Lasst es Euch gut gehen.

wenn sich das stöffchen wehrt

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rock2

Ach, wenn ich nur nähen könnte … seit Jahren ein gut abgenutzter Satz von mir … und er ist immer noch sooo aktuell.
Nun liegt es nicht allein an der Fähigkeit zu nähen, sondern hier ist es im besonderen schlicht und einfach meine Unfähigkeit so eine Nähmaschine zu bedienen. Diese Dinger sind mir einfach Teufelszeug und ich bleibe lieber bei Bambusnadeln.
Die einzige Nähmaschine, die ich in meinem Leben je angefasst habe war eine super leicht zu bedienende Kindernähmaschine, die nur ab und zu mit der Fadenspannung zu kämpfen hatte. Ein Stich für alles und die Puppenkleider und Bettbezüge hat sie mir im Alter von ca. 10 bestens gestaltet. Dieses kleine Gerät steht – glaube ich – auch noch im Keller. Und auch wenn sich heute die zig hundert Stiche fast von ganz alleine nähen, ich scheitere schon am Faden einlegen.

rockstoffMein Meister hat sich dieses neue Wunderwerk von Nähmaschine ausgesucht, sie für absolut nähtauglich eingeschätzt und möchte doch jetzt auch bitteschön damit nähen. Also: nix wie ran.

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Doch was war? Das Nähen scheiterte fast. Nicht am Unvermögen meinerseits oder gar meisterseits – Gott bewahre – nein, das Stöffchen wollte nicht und sträubte sich vehement geordnet versäumt aus der Sache raus zu kommen. Dabei sah es anfangs noch so gut aus. Und war trotzdem später eine schier unmögliche Aufgabe es wie gewünscht zu verarbeiten. Sowas habe ich auch noch nicht erlebt.

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Ich suchte nach einem Sommerrock. Einem schönen langen blumig leichten Sommerrock. Nichts zu finden auf weiter Flur. Zu groß, zu eng, nicht schwingend genug, einfach von allem was, nur nicht passend.
Aber ich hatte noch eine geliebte Vorlage hinten im Schrank. Einen schön fallenden schwingenden Rock. Dunkelbraun mit Blattmotiven. Ein wunderbarer Herbstrock zu kurzen Stiefeletten. Der aber nun nicht mehr ganz die passende Größe hat.
Also nimmt man diesen alten geliebten Rock, von dem man sich nie trennen möchte, und misst die Bahnen aus. Gibt dann eine kleine Zugabe obendrein und fertig ist das Schnittmuster für einen neuen Rock in passender Größe. (am bund wurde die abmessung auf ein neues maß leider schwieriger, daher entschied ich mich dort für einen gummizug)
Die Bahnen ließen sich auch gut zusammen nähen. Doppellagige Nähte. Alles kein Problem. Dann ging es aber irgendwann ans Versäumen der unteren Naht. Und da wurde plötzlich die einzelne Stofflage zur echten Gedulds- und Nervenprobe.

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Ich kann es ja gar nicht richtig benennen, wie er eigentlich ist, der Stoff. Er ist dünn und leicht und zieht sich daher in alle Richtungen, sobald man ihn festhält. Dabei wurde auch schon beim Erwerb über Fadenverlauf und die Richtung der Nähte gefachsimpelt, um bloß ja nix am feinen Stöffchen zu versaubäudeln. Hatte die Verkäuferin aber nur mal eine Kante mit diesem Stoff versäubert? Ich weiß es nicht, bezweifle es und würde mit jetztiger Erfahrung alle vor dieser Prozedur warnen. Denn für uns war es unmöglich das korrekt hinzubekommen. Und dabei war mir dann schon jede der 100 Sticharten völlig egal. Nur vernünftig gerade sollte der Rock bitte am Ende fallen. 

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Einmal einschlagen und dann umnähen wäre die ultimative Lösung gewesen. Dann aber fiel er nicht mehr locker und noch schlimmer: die Kante hob sich doch gar nach oben, als hätte man alles zusammengezogen und gerafft. Da gewann meine Verzweiflung schon mal die Oberhand. Und die Stunden flossen nur so dahin.

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Die Wahl viel schlussendlich leicht. Nämlich mit der einzigen von 100 Stichen einigermaßen sitzenden Naht den Rock versäumen und möglichst gut einfassen und eben mal Fransen Fransen sein lassen. Das war die einzige Alternative und sieht jetzt auch nicht so schlecht aus. Das ist kurzum der neue Chic der Fitzkose.
Bin nun mal gespannt wie er den Alltagstest übersteht. Aber ich bin da völlig zuversichtlich. Die Zeit und die Nerven für dieses Teilchen sind schier unermesslich, das kann er sich jetzt nur für bedanken und sich gemütlich tragen lassen. SO.

Lasst es Euch gut gehen.

himbeeren an quark-sahne auf schokountergrund

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himbeerkuchen

So sieht der Sommer aus, finde ich. Himbeeren satt. Na ja fast. Noch sind sie sehr spärlich zu erhalten und auch teuer. Daher ist dieser Kuchen auch aus gefrorenen Beeren, die sich fast immer in meinem Eiskastel befinden. Gibt ja auch oft mal ein Vanilleeis, welches auf eine Krönung wartet.
Hier solltet ihr nur darauf achten, falls ihr auch gefrorene Himbeeren verwenden wollt, sie rechtzeitig aus dem Gefrierer zu holen.

himbeere2Wenn ihr dann auch noch wie ich keinen roten Tortenguss zur Hand habt, tut es auch weißer. Ihr ersetzt nur die Hälfte der angegebenen Wassermenge mit rotem Saft. In meinem Fall war zum Glück gerade eine Packung schwarzer Johannisbeernektar offen.
Und ja, na klar geht das ganze auch mit anderen gar so leckeren Sommerfrüchten.

Dieses Rezept gehört auch nicht gerade zu den ichhättjetztgernfünfkiloweniger Rezepten, was es aber nur um so leckererer macht.

Kleines Manko: der Kuchen braucht eine Menge Zeit zum fest werden. Am besten ist es daher ihn recht zeitig oder auch evtl. eine Tag vorher zuzubereiten. Somit habt ihr dann keinen Stress und seid auf der sicheren Seite, dass der Kuchen auch wirklich schnittfest ist und euch nicht aus der Form flutscht.

himbeer6

So, jetzt geht’s aber los:

Himbeertorte  (18 cm form)

Boden

Der Schokoteig ist einfach die Hälfte von meinem Faultierkuchen.

1 Eier                                          mit
1/4 Tasse (75 ml) Zucker           schaumig rühren.
1/4 Tasse (75 ml) Öl                  dazu und nochmal rühren. Dann separat
1 Tüte Puddingpulver (schoko) mit
1 gestr. TL Backpulver               mischen und danach dazu geben. Wieder
unterrühren.

Wenn nötig noch etwas Milch hinzu geben, so dass der Teig fast flüssig ist.
Dann in die gefettete Backform (Ø 18 cm) geben und bei ca. 180 Grad ca. 10 Min. backen.
Kuchen abkühlen lassen.

Quark – Joghurt – Sahne – Belag

3 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

Die weiteren Zutaten abwiegen und bereitstellen.

200 g Himbeeren
100 g Joghurt
100 g Quark
75 g Zucker
150 g Schlagsahne
etwas Zitronensaft

Dann die Gelatine im Topf bei geringer Wärme erhitzen.
In der Zwischenzeit den Quark mit dem Zucker und dem Zitronensaft verrühren.

Ist die Gelatine flüssig, dann ca. 2 EL vom Joghurt löffelweise zur Gelatine geben und gut verrühren. Danach die erwärmte Mischung zur übrigen Quarkmasse geben und nochmals gut verrühren.
Jetzt die Schlagsahne aufschlagen und auch zur Masse geben und vorsichtig unterheben.
Dann alles auf den erkalteten Kuchen streichen und mindestens eine Stunde im Kühlschrank fest werden lassen.

Himbeerbelag

Die Himbeeren auf den Quark – Joghurt – Sahne Belag verteilen.
1 Packung Tortenguss (rot) nach Anleitung zubereiten und löffelweise über die Himbeeren geben.

Nochmal alles mind. eine gute Stunde kalt und fest werden lassen.

Fertig!

mmmhhh

himbeer4

Lasst es Euch schmecken und gut gehen.

höhenluft und wetterglück

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72Wenn zwischen der einen Wetterlage mit 2 Grad und Schnee und einer anderen Wetterlage mit 3 Grad und Regen genau eine Woche mit einem so grandiosen Wetterhoch mit ca. 20 Grad – gefühlten 25 – liegt, dann kann das doch kein blanker Zufall sein, sondern nur das Glück im Kleinen eines Sonntagskindes. Ha.

109Genauso erlebt haben wir unsere Urlaubswoche in den Höhen von Österreich. So ein Glück mit dem Wetterchen muss man schon haben. Herrlich war das. Dabei hatten wir, gut vorbereitet lt. Wetterbericht, viel mehr Sachen für schlechteres Wetter eingepackt. Na ja, zumindest für wesentlich kälteres. Aber wer will sich dann noch beschweren?

107Vom Nachmittag an, bis in den frühen Abend, konnten wir uns das erste Mal dieses Jahr ausgiebig draußen auf Terassien räkeln. Auf ungefähr 1000 Meter Höhe sitzen, genüsslich bei Kaffee und Kuchen endlich die abgelaufenen Füße hochlegen und dabei in die Sonne blinzeln. Und nebenbei auch gleich noch die erste Bräune einsammeln. Was da schon eine einzige Woche ausmacht war sehr erstaunlich. Lag sicherlich an der Höhensonne.

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Ansonsten gab es viel zu anzusehen und Neues aufzusaugen. Die blaue Donau zum Beispiel. Obwohl die nun auch nicht wirklich so blau war, sondern eher ziemlich dreckig. Was soll’s, einmal im Leben sollte eine Europäerin ihre Füße in die Donau gestreckt haben, oder? Das habe ich nun getan und mir sind fast die Füße abgestorben, so furchtbar kalt war sie. Aber gut, es war trotzdem genau das, was ich in diesem Moment gebraucht hatte, nach stundenlangem Fußmarsch durch Krems, bei einer Wärme. Da kam dann diese Abkühlung wie gerufen.

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Viele kleine und auch größere wunderschöne Städtchen gibt es im Waldviertel zu sehen. Leider sind viele davon auch schon zu sehr touristisch aufgepeppt. Melk zum Beispiel empfanden wir so. Wenn aber nun eine Reisegruppe Inder auch daran viel Freude zeigt und kräftig konsumiert, ist der Zweck eben auch erfüllt.

195 190 178 Stift Melk ist aber auch märchenhaft genug, um Besucher anzuziehen.
St. Pölten ist einen Abstecher wert, ganz sicher. Obwohl mir schon solch kleine Orte wie Zwettl mehr ans Herz wachsen. Dort ist es so schön beschaulich, ruhig und friedlich.
Aber in Melk gibt es sogar einen Wollladen…

wolle203 wolle204Genau so stelle ich mir meine Zimmerdekoration vor, jawollo.

Anderswo in der Wachau ist es wiederum dann sehr angenehm, gleich an der Strasse einen Spezialitätenladen zu finden, aus dem sich der Meister für die nächsten Wochen mit Wein bevorraten kann. Und ich bekam ein Glas feiner Marillengummibonbons (ich hätte statt der 200 doch gleich die 500 gramm dose nehmen sollen), Saft und ein Gläschen Spargel Pesto. Da bleibe ich noch gespannt.

Wir erfreuten uns aber vor allem in dieser Zeit an viel und schöner Landschaft. An wunderschön gelegenen Tälern. Und überhaupt am Erwachen der gesamten Landschaft jetzt im Frühjahr. Einschließlich des ersten Grün an allen Weinstöcken.
Auch von der Burg Rapottenstein war die Sicht auf die gesamte grüne Umgebung eine Augenweide. Wenn wir auch leider an einem Montag vor verschlossenem Tor standen. Aber was soll man noch alles bei der Planung seiner Besichtigungstouren bedenken? War ja auch nicht weiter tragisch. Denn so konnten wir ungestört einen kleinen Rundgang machen und einfach nur die Stille und die Aussicht genießen.

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Die Ysperklamm hätte man auch stundenlang besteigen können, wäre man nicht gerade an einem Sonntag dort, der sicher gerade an diesem Tag ausschließlich bei Einheimischen sehr beliebt ist …
Da mir aber auch sonst an diesem Tag so überhaupt gar nicht zum vielen Treppensteigen war, sind wir langsam einige Meter vor und hoch und dann das gleiche wieder zurück und runter und waren damit äußerst zufriedengestellt und kehrten dann schnurstracks in den Forellenhof ein. Was für eine gute Entscheidung. Gerade noch rechtzeitig, um die freie Platzwahl auf der Terrasse zu haben und an frischer Luft ein so leckeres Mahl zu genießen. Und weil dann schon nichts mehr rein ging und auch mein Meister nach dem Tiramisu satt wurde, ließen wir uns den leckeren Himbeerkuchen für den späteren Kaffee einpacken. Hach ja, SO sieht Urlaub aus.

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Auch an den Anblick wilder Rehe jeden Tag habe ich mich in dieser Zeit wie selbstverständlich gewöhnt und hätte dies nun gern vor meiner Haustür übertragen.
Man kann nicht alles haben. Einen schönen Urlaub hatten wir aber auf alle Fälle.

Lasst es Euch gut gehen.

ganz in wolle

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Man könnte jetzt vielleicht meinen ich hätte die “jolanda” in ihrer bisherigen Form schon satt. Nein, nein. Es überkommt mich nur einfach schon beim stricken, über das nächst folgende Strickprojekt nachzudenken. Und damit auch über Neuerungen, Verbesserungen oder Verschönerungen. Am besten alles in einem. Was aber auch nicht immer gelingt.

jola6Ich überlegte nun also, eine neue “jolanda” einfach mal ganz glatt zu stricken. Mit einer schönen Kante. Dafür benötigte ich aber dickeres Garn, um die gleiche Deckendichte wie bei kraus rechts zu erhalten.
Mein erster Blick galt einem Drops Garn. Ich fand ein passendes in entsprechender Lauflänge und komplett aus Wolle. “lima”. Wolle mit Alpaka.
Es gab dann zwar doch erst noch einige Unstimmigkeiten mit der Lauflänge der „lima“, aber das regelte sich zum Glück noch.

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Zwischendrin hier mal ein kleiner Diskurs zur Verwendung entsprechender Lauflänge – also Garndicke:
Es gibt ja Strickgruppen (incl. garnverkäuferInnen), die plädieren für das Motto: dick hilft viel.
Da sitzt man dann mit einer 15er Nadel und wurschtelt sich einen ab. Dabei immer das dicke Gewülst zum dauerdrehen auf dem Schoß.
Jaa … aber, dafür ist man damit dann richtig schnell durch … .

Na ja, so oder so ähnlich jedenfalls stelle ich mir das vor. Es gibt, meiner Meinung nach, einige Dinge, die eindeutig gegen eine Garnverwendung von einer Lauflänge von 20m / 50g für eine Decke sprechen.
Eine richtige, also echte wahre Strickerin will gar nicht unbedingt so rasend schnell damit fertig werden. Punkt eins. Punkt zwei: es ist ein Irrglaube (dem da wohl einige erlegen sind – oder warum verstrickt man sonst derart dickes garn?) dass eine dicke Decke auch gleich besser wärmt.
Eins darf man nämlich dabei nicht vergessen – und das wäre schon Punkt drei – : um so dicker das Garn ist, um so mehr Garn brauche ich und um so schwerer wird dann auch das Endprodukt.
Will ich wirklich 1 kg und mehr auf mir liegen haben? Und dabei ist DAS nur berechnet auf die Größe eines Babydeckenmaßes von ca. 90 cm X 100 cm.
Will man’s ‘erwachsener’ – wird’s noch schwerer. Vom Preis noch gar nicht zu reden.

Der Wärmegrad aber, multipliziert sich keineswegs mit der Garndicke automatisch mit. Es reicht eine dünne Decke sehr wohl aus, um sich ausreichend warm zu halten. Wenn es nur das richtige Material ist. Heißt: die richtige Wolle. Und zum richtigen einkuscheln bis zum Hals ist die dann obendrein auch noch besser geeignet.

Nun müssen auch nicht alle gleich feinstes Baby-Alpaka verstricken. Im tiefsten Sibirien befindet sich ja hier nun auch keiner. Vor allem steht aber doch auch eine vernünftige Preis Kalkulation, für einen möglichst robusten Einsatz, zumindest bei mir, immer an oberster Stelle.
Also: lieber in gute Wolle investieren – nicht in die Masse. (wobei ich hier betonen möchte dass die besagte dicke wolle auch gute wolle ist. nur vielleicht eben nicht die passendste.)

jola12Aber nun wieder zurück zur “jolanda”.
Die Wolle war  – und ist – mit einer unterschiedlichen Angabe der Lauflänge ausgezeichnet. Noch! heißt es da wohl.
Einmal fand ich die Angabe von 100m und einmal stand auf der Banderole 92m / 50g. Das kann schon was ausmachen.
Auf meine Nachfrage hin, wurde mir mitgeteilt, dass es beim Hersteller diesbezüglich einen Umbau der Garndicke gab. Ob nun altes dickeres Garn mit alter Banderole, oder bereits neues dünneres Garn mit alter Banderole? Keiner weiß es. Umstellungszeit ist da auch Überraschungszeit. Fakt ist: das neue Maß heißt 100m. Banderolenangabe hin oder her.
Nun gut. Ich glaube schon, dass ich eher mit einem 100er Garn gestrickt habe, denn ich bin letztendlich mit der errechneten und bestellten Menge gut ausgekommen.

jola4Stricken mit der “lima” ist aber auch ein flutschiges Vergnügen. Gerade bei allen rechten Maschen daher auch ein absolutes Schnellstrickgarn. Das kommt von allein mit, da braucht’s nicht viel Überredung oder Bewegung. Was dann wiederum etwas nachteilig war beim abketten. Da sprang das Garn dann schon mal schneller von der Nadel als es genehm war. Bei einigen Maschen kam dann hin und wieder mein Aufschrei: halt! zurück! ich bin noch nicht fertig mit euch! -Trotzdem alles wirklich gut machbar.
Durch das glatt rechts bekommt sie natürlich auch einen rollenden Charakter. Um diesen aber etwas einzudämmen, habe ich unten wie auch oben, nach der Anschlags- und vor der Abkettreihe eine Rippe kraus rechts gestrickt. Rechts und links gibt es auch eine kraus rechts Kante von jeweils 3 Maschen.

jola7Schön wollig ist sie nun geworden, die Neuausgabe der “jolanda”. Keine einzige chemische Faser ist dabei und ich bin trotzdem absolut zufrieden mit der Stabilität. Denn dafür sorgt eigentlich immer die beigemischte Chemiefaser. Hier aber ist sie wirklich nicht notwendig. Denn schön weich ist sie auch noch. Dafür sorgt hier das Alpaka. Und obendrein gut pflegeleicht. Ist nicht immer alles selbstverständlich bei reiner Wolle.

jola2 Die Farben sind hier um einiges pastelliger. Nicht ganz so leuchtend und auffällig vielleicht wie bei der “alten” “jolanda”.
Ich mag diesen, nun eher ‘rustikalen, Touch’ sehr. Dieses eher ländlich-grobe Aussehen mit dieser Wolle hat etwas ursprüngliches.

babydecke joöandaAber die Neue ist nun auch nicht besser als die alte “jolanda”. Das könnte ich nicht unterschreiben. Sie ist einfach nur mal anders. Einfach glatt und einfach schneller zu stricken. Also alles prima mit der getesteten “lima”.
Und wem sie nun auch gefällt und sie haben möchte: bitte hier her. “JoLanda” ist gern in liebevolle Hände abzugeben.

Lasst es Euch gut gehen.

mit hape in der hängematte

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Traditionen soll man pflegen. Unbedingt.
Eine meiner Traditionen ist es, ein Buch von Hape Kerkeling ausschließlich im Sommerurlaub zu lesen. Warum? Banal.
Irgendwie passte es halt immer genau, dass eine Paperback Ausgabe auch genau zu dieser Zeit herauskam. Und damit ging diese gleich auf den Bücherstapel, der uns in den Urlaub begleitete. Herrlich.

Und somit liege ich dann ganz entspannt, jedes Jahr aufs neue, in der Hängematte unter den Pinien, und Hape über mir. Und ich habe immer viel Freude dabei. Hape würde es dort sicher auch gefallen.

Als erstes war es – na klar – der Buchklassiker unter den Hape Büchern: “Ich bin dann mal weg.”
Ich glaube zu diesem Buch brauche ich gar nichts mehr zu sagen. Eben ein alter Klassiker. MUSS man gelesen haben. Fertig.

Letztes Jahr war es dann das Buch: “ Der Junge muss an die frische Luft”. Na aber klar doch. Der Aufforderung bin ich nur allzu gern gefolgt und zum wiederholten Mal durfte Hape wieder mit dorthin wo die Olive wächst, die Pinie duftet und die Zikade plärrt. Hape hätte seine Freude daran, da werde ich mir immer sicherer.

hapek

Ich war, wie auch schon beim ersten Buch wieder hin und her gerissen. Mal lachen, mal weinen. Alles dabei. Aber auch dieses Mal war es ein Vergnügen ein Buch von Hape zu lesen. Sein Schreibstil ist einfach toll. Es liest sich leicht weg. Der Inhalt hingegen: etwas schwere Kost. Dabei aber immer auch sehr spannend und vor allem geht es ans Herz. Und das alles ein gutes Ende hat, wissen wir ja. Na, zumindest hoffe ich das sehr, dass es ihm gut geht. Also, so richtig gut geht.

Zum Inhalt des Buches selbst möchte ich hier auch gar nichts weiter schreiben. Da gilt gleiches wie beim Ersten: M.U.S.S. man lesen. Worum es genau geht besagt ja schon der Autor selbst. Seine Kindheit.

Und, na klar, würde ich mir schon wieder die nächste Urlaubslektüre von ihm wünschen. Aber ich habe doch so meine Befürchtungen, dass daraus nix wird. Oder wisst ihr da mehr? Nein? Ich auch nicht. Schade.

Dann bleibt mir auch zukünftig nur, meine liebgewordene Tradition mit Lese-Wiederholungen zu pflegen. Ist ja auch schon was. Und ein Hape Buch schreit auch prinzipiell nach einem wiederholten Hängemattenurlaub. Eins von meinen jedenfalls schon.
Herrlich. Herrlich, diese Zeit mit Hape in der Hängematte.
Tradition ist eben Tradition.

 

So ihr Lieben, und das war meine Buchempfehlung zum heutigen Tag des Buches.

Es lebe das Buch.

Damit freue ich mich, nach längerer Zeit, mein Blog mit einem Beitrag mehr gefüllt zu wissen.
Mir macht die letzten Wochen eine kleine, dafür aber eine fiese anhängliche und damit auch echt nervige Erkältung zu schaffen. Ich hoffe sehr dass diese sich bald mal gänzlich verabschiedet und ich endlich wieder mehr Kräfte für sinnvollere Sachen aufbringen kann.

Lasst es Euch gut gehen.

schon molo kennengelernt?

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Herrlich ist dieser Frühling. Man muss ihn einfach liebhaben. Muss man? Na ja. Frau vielleicht nicht. Ich bin da echt zwiegespalten. Denn eigentlich fühle ich mich im Frühling ganz besonders gegängelt, wenn nicht gar genötigt oder fast erpresst.
Ich habe es immer noch keine einzige Minute geschafft völlig entspannt draußen mit dem Strickzeugs zu spielen. Immer kommt mir blöde Arbeit in die Quere. Da ist der Balkon zu kehren, da sind die Möbel zu schrubben. Und  – bitte schön – was blühendes möchte man auch gefälligst vor der Nase stehen sehen…
Und so habe ich die letzten Tage nur geräumt und getopft. Hin geräumt, weggeräumt und umgeräumt.
Der Frühling beleuchtet eben auch unerbittlich alle Winkel und zeigt rigoros mit dem Finger drauf wo noch unerledigtes abzuarbeiten ist. Kaum das ich dem Wahn verfalle mal alle fünfe grade sein zu lassen, bescheint er auch schon wieder die ungeputzten Fenster. Haach, es ist ein Graus.
Eine Kollegin meinte mal zu diesem Thema: sie wäre nicht Sklave ihrer Wohnung. Das klingt entspannt. Ich fühle mich eher als Sklavin des Frühlings.

Vielleicht sind es aber auch nur meine eigenen verworrenen Ansprüche, die ich da runterschrauben muss, um den Frühling entspannter anzugehen. Denn für Frust ist er eigentlich zu schön.

Und nun auch noch zwischendrin Posts verfassen. Das wird eng. Im Moment fällt mir das ziemlich schwer. Aber für ein schnelles und ganz einfaches Gericht soll doch unbedingt heute noch Zeit sein. Und ich finde schon der Name spricht für eine gewisse Entspanntheit: Molo

molo

Rezept für 2 Personen

500 g (mehligkochende) Kartoffeln
50 g Butter
1/2 Becher Schlagsahne
100 ml Milch
4 hartgekochte Eier
200 g Schafskäse
Schnittlauch o.a. Frühlingszwiebeln
Salz
Muskat

Kartoffelstücken mit Salz kochen und dann zerdrücken. (tipp: die eier heiß abspülen und dann gleich zu den kartoffelstücken in den topf geben und mit kochen – achtung: zeit einstellen)
Den Kartoffelbrei mit Muskat würzen.
Die Milch mit Butter und der Schlagsahne erwärmen und dann schluckweise zu den Kartoffeln gießen, bis ein fast flüssiger Brei entsteht. Dabei immer wieder gut umrühren.
Die hart gekochten Eier und den Schafskäse würfeln. Den Schnittlauch schneiden. Dann alles unter den Kartoffelbrei rühren.

molo2

Genießt die schönen Frühlingstage.

Lasst es Euch gut gehen.

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