nichts erwarten und alles erhoffen

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Es war schon recht ungemütlich draußen, in den letzten Wochen. Dunkel und nass. Ein Bild des Grauens und Schauderns. Heute morgen nun hat es ununterbrochen geschneit. Endlich, möchte ich da sagen. Denn damit zeigt sich der Winter doch von seiner schönsten Seite. Ringsum ist alles schneebedeckt und leuchtet hell in reinem Weiß. Ein Aufatmen meinerseits. Mit diesem Winterbild einer leichten Schneedecke kann ich so gut leben. Auch wenn ich weiß, das andere schon wieder die Faxen dicke haben mit dieser Winterausschüttung, angesichts der vielen Bilder davon, die uns jeden Tag neu erreichen. Abgeschnittene Ortschaften erreichen nur langsam wieder die umliegenden Gemeinden und dabei sinnieren wir gleich wie es denn jetzt wohl in Schönheide aussieht …

Und nun ist es da, das Neue Jahr. Jung und frisch ist es noch. Und leider immer erst dann, wenn der Silvestertag naht, fallen mir wieder ‚die 12 Nächte‘ ein, wie es in meiner Familie hieß. Oder die Rauhnächte, wie man auch sagt. Ich weiß einfach nie wann genau sie beginnen und enden. Dabei wäre das vielleicht wichtig, um darauf achten zu können was ich in diesem Zeitraum träume. Denn jede Nacht steht für einen Monat des kommenden Jahres. Und so soll sich jeder Traum dann erfüllen. So sagt man.
Also da verpasse ich regelmäßig die erste Jahreshälfte. Ich denke einfach nie beizeiten dran um den Start nachzurechnen. Wenn ich aber genauer bedenke was ich in den letzten 6 Nächten träumte – na, sollte das alles in Erfüllung gehen, ist es eher besser ich habe die ersten 6 Träume verschlafen. Und sowieso lasse ich mich einfach mal überraschen was auf mich zukommt, denn sonst müsste ich gar Buch darüber führen was die Träume beinhalteten, um bis in den Dezember abzugleichen. Aber nun, ich muss es eh hinnehmen, denn Änderungen oder Verbesserungen lässt das Schicksal nicht zu. Aber eigentlich ist das doch nur alles großer Humbug, nicht wahr?
Zur Sicherheit habe ich aber noch einige Horoskope gelesen – um wenigstens notdürftig gegen schlechte Überraschungen gewappnet zu sein. Man weiß ja nie.

Dabei heißt es Neues Jahr – Neues Glück. Und daran wollen wir uns festhalten.
Wichtige Vorsätze haben wir aber keine. Wir trinken und rauchen nicht und versuchen das ganze Jahr über uns gesund zu ernähren. Etwas mehr Bewegung wäre sicher nicht schlecht, lässt aber Zeit und/oder Gesundheit auch nicht immer zu. Doch da bleiben wir trotzdem dran.
Das letzte Jahr war aber ganz allgemein gesehen etwas zu träge für uns und zog sich wie Kaugummi. Da hoffen wir in diesem Jahr auf Veränderung. Wünsche dazu gibt es ein paar.

Gleich zum Anfang des neuen Jahres zog ein neuer Mitbewohner ein. Neu im Haus weiche welten ist Heinrich. Heinrich ist um die Jahreswende entstanden und nach der Anleitung von Sarah Schira gestrickt.
Es macht den Eindruck als fühle er sich hier auch schon recht wohl. Heinrich ist ein Hauswichtel und ich meine ihn so verstanden zu haben das er Wünsche erfüllen kann. Hallo, das wäre doch mal was. Nun ist er obendrein auch ein äußerst friedlicher Mitbewohner und döst den lieben langen Tag so vor sich hin. Und doch, als kleiner Nebeneffekt, wacht er streng über das Fensterbrett und hält unsere Fellnasen davon ab auf dieses drauf zu springen um dann von der Heizung Apfelstücke zu stibitzen. Das trauen sie sich im Moment nicht mehr. Denn da wohnt ab jetzt er – unser Heinrich.

Lasst es Euch gut gehen.

 

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ein fröhliches silvester oder: wo iss’n dr bunsch?

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Das Jahr neigt sich dem Ende und wir lassen gewohnheitsgemäß so manche Begebenheit Revue passieren. Machen uns Gedanken um das Neue Jahr, sinnieren darüber was da wohl alles kommen mag. Wir haben alte, noch unerfüllte, sowie auch neue Wünsche. Aber auch Ängste oder Befürchtungen, was die Zukunft betrifft. Und doch möchten wir immer positiv denken und auf das Gute vertrauen und das Tollste erhoffen.

Die gute Lene Voigt hat sich auch ein paar Gedanken zum Jahreswechsel gemacht. Ein paar feucht-fröhliche. Und sie weiß den heutigen Tag recht lustig auf den Punkt zu bringen.
Ihre Gedichte sind legendär und meist komisch, und weil ich sie so gut finde, habe ich zum heutigen Anlass ein passendes Stück von ihr gefunden und möchte es mit Euch teilen.

Beginn des Neuen Jahres in Deutschland

Da ich auch einige ausländische BesucherInnen zu meiner Freude hier hin und wieder als Gäste begrüßen darf, möchte ich aus eben dieser Mundart Schöpfung doch auch noch eine hochdeutsche Übersetzung hinterlassen.
Somit gebe ich dem Sprachautomat auch noch einmal zum Jahresabschluss eine Chance seine Lustigkeit dazu zu tun … so haben alle was davon.

Um zehn, da sind sie noch alle normal,
Dann rennen sie hinein, in das Silvesterlokal.
Um elf wird es jedem schon langsam recht warm,
sanft läuft der Glühpunsch durch Magen und Darm.
Um zwölf brüllen alle „Prost Neujahr!“. Und schon
Schwankt hin und schwankt her mancher Mutter ihr Sohn.
Um eins, wenn die meisten sehen doppelt die Welt,
Wird noch einmal von vorn ein kleiner Grog bestellt.
Um zwei rutscht mancher so sacht unter den Tisch,
Sein Nachbar, der grinst bloß und fühlt sich noch frisch.
Da sieht man es mal wieder: der Alkohol
Würgt viele bald ab und tut anderen schön wohl.

Genießt die letzten Stunden des Jahres. Lasst Eure Wünsche sprießen für das Neue. Richtet Euren Blick nach vorn und drückt gleich Eure Lieben kräftig ans Herz.
Freuen wir uns gemeinsam auf neue Erlebnisse und gute Erfahrungen im neuen Jahr.

Ich danke allen die mich hier im Blog treu begleiten und wünsche Allen Lesern einen Guten Rutsch ins Neue Jahr.

Lasst es Euch gut gehen.

auch im dunkeln ist gut brötchen essen

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Es ist merklich Winter. Nein, nicht weil hier Schnee liegt, sondern weil es derart finster ist. Fast den gesamten Tag lang. Dunkel, kalt und die Tage sind einfach viel zu kurz. Und dabei sind wir noch nicht einmal am kürzesten Tag des Jahres angekommen… Nein, das ist einfach nichts für mich. Diese Tage sind so zermürbend. Und ich denke den lieben langen Tag nur: da musst du jetzt durch. Bald, bald geht es wieder aufwärts.
Und noch nicht einmal mehr hier im Blog gibt es noch Schneefall – dieser ( doch so schöne ) Vorgang wurde auch mal ganz einfach eingestellt. Keine Ahnung warum. Frau Holle scheint zu einem Tarifvertrag gekommen zu sein. Wollen wir doch hoffen das Streiks an der richtigen Stelle etwas bewirken können…

Ich greife zur Stimmungsaufhellung gleich mal zu meinen bunten Wollresten und probiere mich an einer neuen Idee. Dabei wälze ich mein Musterbuch von vorne nach hinten und wieder zurück und dann geht alles doch nicht so einfach und schnell voran wie ich es mir gedacht hatte und wünschte. Da werde ich auch bloß krillisch dabei und verliere fast schon wieder die Geduld. Also wird zwischendrin erst einmal ein Paar Socken gestrickt und dabei auf eine zündende Idee gewartet. Ich will aber unbedingt die größeren Knäuel sinnvoll verarbeitet wissen. Und das sind noch so viele. Da muss ich jetzt wirklich dran bleiben und durchhalten. Ich will das Projekt unbedingt fertigen.

Na, zumindest wird zu meiner mentalen Erbauung jetzt täglich von mir hier und hier ein Weihnachtsstrickkalendertürchen geöffnet und vielleicht werde ich ja Hundertachzig, um auch all diese Dinge stricken zu können. Wer weiß.

Dabei labe ich mich an gebackenen Brötchen, die nicht gerade unter strenger Diät laufen, dafür aber so lecker und ganz einfach zu machen sind. Prioritäten heißt hier das Zauberwort!

glutenfreie Mascarpone Brötchen

250 g Mehl, glutenfrei
5 g Backpulver
1 Prise Salz
250 g Mascarpone
1 Ei
1 EL Agavensirup

Alle Zutaten gut und lange vermengen. Von der homogenen Masse mit zwei großen Löffeln portionsweise Teig aus der Schüssel abteilen und in gewünschter Brötchenform (eventuell mit nassen Händen formen) auf ein Backblech verteilen. Wer will kann sie noch einschneiden.
Im vorgeheizten Ofen bei ca. 200 Grad ca. 30 Minuten backen bis sie schön braun werden.

Ich habe die Hälfte der Brötchen gleich eingefroren und sie waren auch nach dem Aufbacken wieder frisch wie gerade eben gemacht. Diese Brötchen brauchen bei mir keinen weiteren Belag als Butter. Sie machen süchtig.

Lasst es Euch gut gehen.

wohltuende alpakawärme

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Nun will und kann ich mich heute mal wieder melden. In den letzten Wochen haben mich ein paar Ausfallerscheinungen unterschiedlichster Art begleitet und waren eher suboptimal. Weder zum schreiben noch zum handarbeiten konnte ich mich schmerzfrei bewegen. Damit muss ich immer rechnen und nein, jeden Tag dasselbe gibt’s bei mir nicht. Das wäre mir zu langweilig. Mir ist es eigen schön abwechselnd mit immer Neuem aufzuwarten. Da steckt fast jeden Tag eine neue Überraschung drin – nur leider nicht die brauchbarste. Nee, da ist logischerweise nie annähernd was sinnvolles dabei. Überraschend ja, aber immer doof. Mein Meister belächelt dies zwar mit „aah – eine neue Simulation..“ , doch dabei bewundert er mich still und heimlich, auf was ich da so alles komme …  und seit geraumer Zeit kupfert er verdächtig einiges davon ab. Doch da bin ich schon der Meinung er soll sich selbst aber mal schön was eigenes Neues ausdenken. Nix da. – Also wenn zum Alter auch noch Krankheiten kommen, dann wird’s bunt gemischt.

Jetzt geht es aber wieder besser und ich habe schon wieder zum Stricken gefunden und einige Teile fertig bekommen. Doch mein Pullover liegt immer noch halbfertig rum. Obwohl nur noch ein Ärmel fehlt, schaffe ich es einfach noch nicht an dieser Stelle weiter zu machen. Das ist mühselig und langwieriger als ich dachte und braucht noch einen Motivationsschub mehr um ihn endlich zu beenden. Wird aber noch.
Aber auch andere Sachen müssen noch nachgearbeitet werden. Wenn man nicht so auf dem Posten war bleibt vieles liegen. Und dabei ist mein Schlafvolumen in den letzten Wochen auch mal wieder stabil bei 10 Stunden hängen geblieben. Herrje noch eins. Da ist dann die zu nutzende Zeit immens kurz und muss gut eingeteilt werden. Unliebsames schiebe ich weiterhin auf – klar – und setze mich lieber ein weiteres Mal ans Stricken. Und freue mich darüber dass wenigstens DAS schon wieder geht. Was soll ich mich auch aufregen. Ändert sich ja deswegen nichts. Also abschütteln, aufrichten, weitermachen. Oder wie Tania Blixen so schön schrieb: ‚Du musst dich von Tag zu Tag vorarbeiten. Ohne Hoffnung und ohne Verzweiflung.‘
Jawoll.

Und weil es schon klassisch ist, gibt es bei mir auch in diesem Winter eine neue Mütze. Dieses Baby Alpakagarn, welches ich letztes Jahr im Herbst erwarb, ist so herrlich. Es ist eine zarte warme Freude es zu verstricken und auf dem Kopf zu tragen. Und dabei ist es auch noch so leicht. Alpakagarn hat auch für Allergiker den Vorteil besser oder überhaupt vertragen zu werden. Ich höre ja immer wieder mal von Wollunverträglichkeit. Also das Alpakagarn hier ist eine tolle Alternative. Und die ist wirklich ein reiner Gewinn.

Aus meinen Wollresten habe ich auch noch eine kleine Babymütze gestrickt. Endlich mal eine. Darauf hatte ich richtig Lust. Da ich im Sommer fast ausschließlich häkle, war es lange her das ich eine solche Mütze gemacht habe. Und nun wurde es mal wieder Zeit dazu.

Die Anleitung für den Alpakabeanie findet ihr hier.
Ich habe sogar noch für einen zweiten Beanie Wolle übrig. Falls also jemand auch einen solchen sein Eigen nennen möchte oder vielleicht verschenken will, dann kann er sich gern bei mir melden.

Lasst es Euch gut gehen.

schmachtperle

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Suche ich nach ‚Perlen Kroatien‘ im Netz, dann finde ich dazu reichlich Informationen über viele Inseln und Altstädte in Kroatien. Vorrangig wird immer wieder Dubrovnik als solche hochgelobt. Nun ja, das mag schon stimmen, aber ich suche wirklich nach DER kroatischen Perle, also das echte Schmuckstück. Denn diese habe ich so reichlich in Rovinj gesehen, das erste Mal dort überhaupt von ihrer Existenz erfahren. Doch sonst findet man sie nirgends. Schade eigentlich, denn sie ist wunderschön. Genau wie Rovinj selbst.

Rovinj lag nur eine Stunde Autofahrt entfernt und sollte uns doch noch einen Besuch wert sein, dachten wir. Etwas bummeln wird schon drin sein, in diesem Rovinj, dachten wir. Wenn nicht lange, dann doch hoffentlich etwas mehr als in Opatija, dachten wir. Wir erwarteten wirklich nicht allzu viel, erhofften uns aber dennoch einen netten Tag an der Sonne mit eventuell längerem Meerblick. Und vielleicht war es dann eben genau dieses Einstiegsgefühl in diese Stadt um dann unerwartet von ihr umgehauen zu werden. Denn: Rovinj ist eine Wucht!

Rovinj ist bunt. Rovinj ist spannend. Rovinj ist vielfältig. Rovinj ist eine Überraschung. Wir waren begeistert.

Wir liefen über Stunden so viele Wege durch Rovinj. Hoch und runter, schmal bis eng, schnurgerade bis völlig verwinkelt. Nie weiß man was einen hinter der nächsten Kurve des Weges erwartet. Das war unser Terrain! Wir kriegten uns kaum noch ein. Und wir wollten unbedingt alles sehen, jede noch so kleinste Ecke ‚mitnehmen‘.

Dabei war der Empfang erst mal gar nicht so heimelig. Dieser Ort bietet natürlich wieder einmal, wie die allermeisten Küstenstädte, wenig Fläche für Parkgelegenheiten. Alle Hinweise darauf möglichst gleich vor Ort zu parken sind nett gemeint, doch wie auch immer die Ausschilderung der Zonen 3, 2 und 1 auf die Nähe zur Stadt hinwiesen, die wenigen ausgeschilderten Flächen an der Strasse waren schon alle besetzt, und Hinweise auf größere Parkplätze verliefen im Sand.
Viele Strassen waren nur in eine Richtung befahrbar und waren auch die, in die wir nicht wollten. Rückwärts ging auch nie, Auto um Auto kam dicht an dicht in diese Stadt gefahren.

In Kreisen versuchten wir weiter uns dem Stadtzentrum zu nähern und dabei möglichst eine gute Bleibe für das Fahrzeug zu finden. Es gelang, und unser rädriger Begleiter stand sogar schattig. Nur wussten wir jetzt nicht mehr wo wir waren und das Navi lies uns dann auch noch im Stich. Klar!
In der Erwartung es kriegt sich bald wieder ein, liefen wir gleich los und es zeigte sich bald – auch klar – erst mal prompt in die falsche Richtung. Keine Strassenschilder. Keine Wegweiser. Auch diese (offenbar ganz bewusste) Irrung kennen wir von Kroatien schon. Auch dadurch haben wir viele Regionen etwas unfreiwillig schon recht gut kennengelernt.

Eine gute halbe Stunde später stand fest, dass, wenn wir genau so weiterlaufen, wir aus der Stadt auf die Landstrasse kommen. Nochmal das Navi gefragt, dieses schwieg weiter, und wir liefen entgegengesetzt weiter. Wir befanden uns noch immer im dichten Wohngebiet. Häuser, auch mehrstöckig, Einkaufsmärkte, Tankstellen und einige kleinere Läden. Kein einziger Hinweis auf ein touristisches Highlight oder gar städtisches Zentrum. Ja, was kann man erwarten? Irgendwas was aussieht wie ein innerstädtisches Leben.? Aber das war schon um uns ringsum. Nein. Wir müssen auf alle Fälle Richtung Wasser! Das ist nie falsch. Also weiter. Ja, und wenn man dann, nach nochmal einer guten halben Stunde endlich einmal das Meer sieht, dann wird es auch leichter die belebte touristische Meile zu finden. Da hatte ich auch schon die ersten wunden Stellen an den Füßen. (na gut, ist auch keine große kunst von mir)
Und was war diese touristische Meile aber auch gut belebt. Plötzlich eröffnete sich vor uns das gesamte Zentrum. Fußgängerzonen, der Hafen, und Marktplätze mit Obst und Gemüse und allerlei touristischem Kram. Halloo!

Ein bisschen voll war es schon, dieses Rovinj. Aber es gab so viel zu entdecken. Das lenkte davon ab.
Als erstes gingen wir hoch zur Kirche. Und dort kam gerade ein gut aussehendes junges Brautpaar aus der Tür und stellte sich mit einem etwas gestresstem Gesichtsausdruck rücklings an die Kirchenmauer, bereit zum Abschuss für die Fotografin. Die große und bunt gemischte Hochzeitsgesellschaft schlenderte unterdessen im Gänsemarsch vom Kirchhof auf die abgesperrte Wiese gleich nebenan und wurde dort schon mit festlich geschmückten Tischen und Stühlen zum kleinen Schmaus und dem obligatorischen Gläschen Sekt gleich an der Pforte erwartet.
Der Brautstrauß wurde hier offensichtlich auch bereits geworfen. Es fand sich ein abgeteiltes Ministräußchen mit eigener Schleife noch auf den Stufen der Kirche an. Nur zu gern hätte ich dieses kleine hübsche Ding zur Erinnerung behalten. Ich hatte aber kein gutes Gefühl dabei. Bestimmt wäre das irgendein schlechtes Omen. Ich legte es lieber in der Kirche ab und wünschte den beiden viel Glück.

Dann ging es Treppab und auch mal wieder Treppauf. Kreuz und Quer und durch alle Gassen und Gässchen. So viele Künstler überall, so viele wunderschöne Werke von ihnen. Schmuck aus Perlen oder Edelsteinen oder Metall. Lederwaren in allen Facetten. Trüffel in allen denkbaren Varianten. Und dann gibt es natürlich auch die Klassiker. Öl und Wein und Käse und Käse und Käse, und dann noch den besonderen Käse ‚Schatzi‘ mit Trüffel. Empfehlenswert!

Wir fanden auch dieses Außencafé hier. Es hatte nur leider unter Mittag geschlossen. Daher ist es vereinsamt und der Tisch zusätzlich hochgeklappt. Die Sitze sind die Treppen und es liegen für einen weicheren Sitz ausreichend Kissen bereit. Und damit es auch ein bisschen gemütlich und intim werden kann in diesem Drei-Treppenabsatz-Außencafé, sind die Séparées mit einer Kübelbotanik abgeteilt. Einfach (und) grandios finde ich dieses Café.

Und einen längeren Blick auf das Meer gönnten wir uns auch. Traumhafter Ort, dieses Rovinj.

Ach ja, und der Rückweg zum Auto war dann in wenigen Minuten geschafft.

Lasst es Euch gut gehen.

ein wunder von nichts

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Opatija ist für uns ein Mysterium.
Was birgt diese Stadt nur für ein Geheimnis, welches wir nicht fähig waren zu lüften? Vielleicht sind wir ja doch nicht alle Straßen abgegangen, haben doch nicht alle Ecken und Winkel genau betrachtet, und sie hielt vor uns DAS wesentlichste, das wundervolle versteckt?
Aber wonach suchten wir da eigentlich genau?

„Opatija ist wunderschön. Das hat uns so gut gefallen.“ So waren immer wieder die Aussagen in unserem Verwandtenkreis. Also planten wir gleich einen Tag dafür ein und fuhren hin in dieses schöne Opatija. Und bei derartigen Lobpreisungen schien uns schon die Parkkarte im Parkhaus mit 3 Stunden verbleib fast zu kurz um alles richtig anzuschauen …

ein hafen der aussieht als sei er in miniatur errichtet. er hat auch nur eine so kleine zufahrt dass nur ‚bötchen‘ hindurch kommen

Sicher, Opatija ist immer noch ein ausgesprochenes Seebad. Und als ein solches hat es auch eine dementsprechende Promenade. Obwohl … was heißt das schon.? Promenade ist auch nicht immer gleich Promenade. Opatijas Küstenpromenade ist vielleicht schmaler und kürzer als so manch andere, aber dennoch chic gestaltet und einladend sauber.
Opatija wartet aber vor allem mit vielen Hotels auf. Viiielen Hotels. Und sonst? Alte Hotels. Schöner, weil in Villen versteckt. Und an ihnen kann man noch den Prunk des 19. Jahrhunderts einer Bäderstadt am besten erkennen. Einige davon könnten etwas Kosmetik und eine Aufhübschung gebrauchen. Noch andere brauchen derzeit gleich neue Besitzer. Prachtvoll sind sie natürlich allemal. Unterstützt auch durch ihre immer noch opulenten Gärten. In diesen stehen prächtige Palmen und andere große Bäume und künden immer noch von ihren ehemals reichen Bauherren. Und damit haben sie schon weit mehr zu bieten als ihre zu vielen Nachbarhäuser in neuzeitlichem Baustil. Und dann lassen auch ausgerechnet genau diese noch mit ihrer überragenden Höhe den herrlichen antiken Glanz dieser schönen familiären Villen verblassen.
Stehen in diesen kuschligen alten Gebäuden vielleicht 10 oder 15 Fremdenzimmer zur Vermietung, sind es in einigen Neubauten gleich Hunderte. Und diesen benötigten Platz für diese Touristenfülle, hauptsächlich in der Hochsaison, gibt Opatija bei weitem nicht her. Wir waren zur Nachsaison vor Ort und konnten uns daher ein ziemlich genaues Bild davon machen.
In abgeschlossenen Bereichen und gar Käfigen befanden sich die hoteleigenen Pools jeweils auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Von dort hatten die Urlauber einen uneingeschränkten Blick auf das Meer, da dieser Poolbereich etwas erhöht über dem Strand liegt. Dieser „Käfig“ war nicht sehr groß und drinnen lagen die Badehungrigen wie die Ölsardinen dicht an dicht nebeneinander auf ihren Liegen um den Pool, einschließlich Poolbar, herum. Und wie wir später feststellten, hatten sie erstaunlicherweise dort oben drin dann doch noch mehr Platz zum ausstrecken als es einige andere am Strand hatten, der hier nur aus einem sehr schmalen bis schmalen Küstenstreifen aus großem Fels bestand. Aber auch dort lag oder saß auf jeder nur halbwegs geraden Fläche die groß genug war ein Badegast. Zum Schwimmen stiegen sie über Leitern ins Meer.

Nach den vielen Hotelansichten auf der Hauptstraße liefen wir vorbei an einem dieser Käfige die Treppen hinunter zum Wasser um weiter die Strandpromenade abzulaufen. Immer noch in der Hoffnung etwas wirklich sehenswertes in dieser Stadt zu entdecken. Na ja – wie man will.
Weiter unten und nun nah am Meer führte uns der Weg vorbei an Geschöpfen die reglos in der prallen Sonne lagen. Einer am anderen, scheinbar schlafend auf glattem felsigem Untergrund. Ab und an glitt eins von ihnen bedächtig ins Wasser. Woran erinnert mich das nur?

diese dame hat den weitaus besten platz für sich ergattert. wie bequem er ist weiß nur sie selbst. ihr blick reicht hinüber bis nach rijeka. ob sie lieber dort wäre?

Und dann konnten wir einfach nicht mehr anders in unserer blanken Verwunderung über diese Touristenstapelei, als uns darüber lustig zu machen wie das wohl zu händeln ist. Wir malten uns aus das ganz sicher jeder Hotelgast jeden Tag neu eine Nummer ziehen muss wann und wo er am Pool Platz nehmen darf. Gleich der Einteilung vieler Hotels in die Essenzeiten am Buffet. Wir spannen unsere Idee auch gleich weiter dass womöglich zur Unterstützung der schnelleren Erkennbarkeit dies hier mit dem Tragen einer bunten Badekappe gekennzeichnet werden sollte. Die dann aber selbstverständlich auch untereinander tauschbar sein sollte – je nach Badelust und Zeitplanung. Auf Ansage hin sind die Badeplätze dann sofort zu wechseln…
Ja, doch, wir waren uns schnell einig. So, und nur so wäre es lösbar in der Hauptsaison diese vermutbare Touristenfülle zu managen. Nur eben immer ohne uns!

Für dieses Szenario der Strandbelegung muss man sich etwas Zeit nehmen und das taten wir auch. So setzten wir uns für unser Picknick auf eine der vielen angebotenen Bänke unter einen schattigen Baum. Dabei genossen wir noch länger den Blick auf das Meer Richtung Rijeka.


Wir liefen dann diesen Weg am Strand lang noch weiter. Dieser ist wirklich sehr schön und die Besucherzahl hielt sich in Grenzen. Dann kann man das auch genießen. Schließlich kommt man am Ende des Weges in einen sehr gepflegten Park. Auch der hat Kurstadtniveau. Wir liefen durch den Park und kamen wieder oben auf der Hauptstraße raus. Wir schlenderten durch einen Drogeriemarkt (schon wegen der jetzt dringend erforderlichen klimatischen abkühlung). Wir liefen eine steile Straße nach oben, drehten eine Runde oberhalb und liefen an anderer Stelle die Straße wieder hinunter. Nein, auch hier gab es nichts weiter als Hotels und Restaurants zu sehen. Sollten etwa die Imbissbuden und vielen Touristenstände die Hauptattraktion hier sein? Das wäre dann das Gleiche wie in Rabac. Und da möchte ich hier auch nicht zu weit drauf eingehen.
Mhhm, was aber sonst machte die gute Meinung über Opatija aus? Wir liefen noch die gesamte Straße ab. Dann ein Blick auf die Uhr: „Meine Güte, wir haben noch so viel Parkzeit übrig! – Lass uns trotzdem fahren.“

… davon sollte ich wissen, oder?

Diesen geheimnistragenden Ort haben wir für uns schlussendlich in Ohhpatzia umgetauft.

Lasst es Euch gut gehen.

 

federweisser nicht ohne

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Die Jahreszeiten sollte man feiern wie das sie fallen.
Und der Herbst bietet da für mich allerhand Leckereien an diese Jahreszeit zum Genuss machen. Pflaumenkuchen, Kürbis- und Zwiebelsuppe, sowie Zwiebelkuchen mit dazugehörigem Federweisser. Leecker!

Nach einem unserer letzten Ausflüge an den Süßen See besuchten wir gleich danach noch ein Weingut. Und da fällt es schon echt schwer in dieser Region, weil es nämlich ein Weingut am anderen gibt. Das hat sich erstaunlich und zu unserer Freude wirklich gut entwickelt. An der Straße fand sich Schild an Schild mit Hinweisen zum nächsten Weingut.
Mein Meister hatte aber schon ein ganz bestimmtes ins Auge gefasst und somit steuerten wir dieses direkt an und wurden auch nicht enttäuscht. Frischer Federweißer war natürlich im Angebot. Ebenso frisch gepresster Traubensaft, bei dem man bei der Pressung auch gleich zusehen konnte.
Und wir nahmen uns gegen Spätnachmittag gleich noch die Zeit uns in den bereits gut gefüllten, gemütlich hergerichteten Garten zu setzen und schlürften genüsslich an unserem Frühwein. Mein Meister bekam auch noch frisch gebackenen Zwiebelkuchen dazu – ich leider nicht. (darauf sind sie dann doch noch nicht eingerichtet).

Aber von dem leckeren hellem Gesöff wurde uns noch was in die mitgebrachte Flasche abgefüllt und nun kann ich auch noch zu Hause davon zehren. Und das auch zünftig mit Zwiebelkuchen dazu.

Und ob ihr das letztendlich nun Zwiebelkuchen oder Flammkuchen nennen wollt – ist mir völlig egal. Schmecken wie dieser muss er!


Lasst es Euch gut gehen.

unverhoffte musik im theater

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Einig waren wir uns schon vor unserer Abreise nach Istrien: Pula muss unbedingt ein Besuch abgestattet werden. Ist man nur irgendwie in der Nähe dieser Stadt ist es doch selbstverständlich dort vorbei zu schauen.


Wir freuten uns beide auf Pula, war sie ja auch nur 40 Kilometer von Labin entfernt. Sie sollte auch irgendwie DAS Highlight der Städtebesuche werden. Verspricht sie doch viel. Was kennt man von Pula? Natürlich, das bekannteste, das Amphitheater. Also führte uns auch gleich der erste Weg dahin. Unweit davon fanden wir problemlos einen Parkplatz in einer Seitenstraße und liefen los.

Am Amphitheater angekommen drehten wir erst eine Runde außen herum und wurden hin und wieder von Musik die aus dem Theater kam begleitet. Am Eingang angekommen stellten wir schnell fest dass am gleichen Abend ein Auftritt von Bonobo im Theater sattfindet und seine Band beim Aufbau, aber vor allem dann sogleich mitten in der Probe war.

Dieses Theater hat wirklich ein besonderes Flair. Es nimmt einen gefangen in seiner Größe und Höhe, und lässt auch noch die Macht verspüren die einmal dort herrschte und orderte. So zeigt es immer noch Härte und Stärke, auch wenn es in vielen Ecken leicht bröseln mag.

Wir liefen gemächlich über den Hof und stiegen dann einige Treppen hinauf und suchten uns mittig einen guten Sitzplatz, um das Bauwerk in seiner Dimension auf sich wirken zu lassen, aber auch um die Bühne möglichst gut in Augenschein nehmen zu können.

Da saßen wir nun in einer Gluthitze und lauschten den Klängen von Bonobo. Was für eine Mischung. Antik trifft auf Moderne. Und bedenkt man dann so nach und nach all der Grausamkeiten die einst in dieser Arena abgehalten und bejubelt worden, bekommt man nicht nur von Bonobos Musik eine kräftige Gänsehaut.
Wenn die alten Römer das doch heute nur sehen könnten wie wirklich gute Unterhaltung geht.
Und dann, im Swing dieser herrlichen Musikfetzen, bekommt das gesamte Theater gleich eine gewisse Leichtigkeit. So ist es gut.
Ach, könnte die Zeit doch jetzt hier stillstehen.

 

Pula selbst ist nicht die Entdeckung für uns gewesen. Aber ich lasse hier dazu mal meinen Meister sprechen:

„Nicht, weil es vielleicht nicht sehenswert gewesen wäre. Eher, weil natürlich durch das Konzert am Abend eine Menge Volk sich auf den Plätzen, durch die Straßen und Gassen wälzte. Es gibt durchaus eine Menge an sehenswerten Gebäuden mit auffälligen und manchmal auch unauffälligen Details. Und weil das gesamte Zentrum fast vollständig dem Tourismus „zum Opfer“ gefallen ist. In den Geschäften bis auf wenige Ausnahmen präsentierten sich die üblichen Verdächtigen.

Und da kommt ganz unauffällig ein Eisstand daher. In einer kleinen Parkanlage, die sich als Tummelplatz für den nachmittäglichen Kaffee und für die spätere Bewirtung aus allerlei unterschiedlichen Restaurationen anbietet. Ein kleiner, moderner Container mit der Aufschrift „aROMA“. 32 Eissorten, alle feinsäuberlich in kleinen runden Thermosbehältern unter jeweils einem Deckelchen untergebracht waren im Angebot. Einem staunenden, sichtlich unschlüssigen englischen Paar haben wir den Rat gegeben, doch von jeder Sorte zu nehmen. Das wurde mit einem herzhaften Lachen quittiert. Aber auch uns bereitete diese Auswahl Sorgen, die Entscheidung fiel auf Dunkle Schokolade und Heidelbeere. In der ersten Runde. Man kann es kaum beschreiben: Die dunkle Schokolade war tatsächlich genau dies – eine Offenbarung. Die Heidelbeeren waren der Hauptanteil der weiteren Kugel. Eine Geschmacksdichte wie beim Sorbet aber eben Milcheis, nie haben wir ein besseres Eis gegessen. Da war nichts zu machen, das ganze musste noch mal einer weiteren Kostprobe mit anderen Sorten unterzogen werden. Gleiches Ergebnis.

So bleibt uns Pula in bester Erinnerung – und das praktisch an jedem Eisstand an dem wir zukünftig die Auswahl haben werden.“

Lasst es Euch gut gehen.

 

labin du schöne alte

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Da saßen wir nun hoch oben auf der Terrasse. Einer Adresse die noch nicht einmal unser Navi kannte. Im Rücken grüne Berge, vor uns der Blick über einen kleinen Weinberg hinunter auf Teile der Stadt Labin. Diese zeigte sich mit allerhand bunten Farben. Markante Hausfarben scheinen die Kroaten zu mögen. Immer wieder begegnet uns eine rote, orange oder lila Fassade.

Labin war eine Bergbaustadt. Der alte Bohrturm hat die Zeit überdauert und ragt mittendrin in die Höhe. Das Fabrikgelände wurde anderweitig genutzt und eine freie Fläche dient heute als Parkplatz. In Labin fallen sofort die ehemaligen Bergbauwohnungen im immer gleichen Hausbaustil auf. Sie sind über die Stadt verteilt errichtet worden, stehen geordnet in Reih und Glied und bestimmen fast das gesamte Stadtbild. Im Moment werden viele davon saniert.

Dabei ist das der neuere Teil der Stadt. Der alte, antike Stadtteil liegt noch höher auf der Bergkuppe. Ein steiler Anstieg wird dort von einer grandiosen Aussicht belohnt.
Noch ein kleines Stück höher liegt nur noch der Friedhof. Und bis zu diesem sollte man zuerst fahren. Einmal um davor kostenfrei zu parken, denn die Parkplätze in der Altstadt und in ihrer engeren Umgebung sind alle gebührenpflichtig, da sie in nicht allzu großer Zahl vorhanden sind. Und zum anderen weil selbst der Friedhof ein Besuch wert ist. In Kroatien sind die Friedhöfe gewöhnlich bunt, bunter und kunterbunt mit ausdauernden Kunstblumen auf allen Grabstellen geschmückt und sorgen damit immer wieder für einen Farbflash.

Vom Friedhof aus ist es nicht weit zur Altstadt zu laufen. Sollte man das nicht wollen oder können, gibt es dafür die kleine Bimmel-Bahn. Dieser Minizug bringt alle bequem weiter.


Die Altstadt zeigt sich auch ziemlich bunt. Und das kommt sicher daher dass sie mit unzähligen Ateliers aufwartet. Künstler gibt es in Kroatien überall wie Kiesel am Strand und sie werden mit vielen Förderprogrammen unterstützt. Auch die Schirme hingen in der Stadt verteilt für eine künstlerische Werbung.

Wir schoben uns gemächlich schlendernd durch all die vielen kurzen und langen Gassen hoch und runter. Eine sehenswerter als die nächste. Dabei stießen wir auch hocherfreut in der hintersten Ecke plötzlich auf einen reifen Feigenbaum. Leider standen wir an diesem nicht allein. Und wie immer waren die ersten reifen Früchte die er anbot auch noch so weit oben, dass wir nur die wenigsten erreichten. Aber immerhin. Denn das war dann auch unser erster und letzter Genuss davon in dieser Saison. Erstaunlich das in Dalmatien zu dieser Zeit die Feigensaison schon vorbei ist und sie hier gerade erst reif werden. Außerdem haben wir hier in Istrien auch noch wenig Bäume gesehen.

Der alte Kirchturm, der über allem ragt, lockte uns (na ja, eher meinen meister) natürlich auch noch mit einem Aufstieg. Ich war aber auch froh über diesen späteren herrlichen Ausblick über die gesamte Gegend. Der Aufstieg ist über die kurzen Trittflächen in einem engen Schacht und bei ungefähr 35 Grad nicht ganz ohne, aber machbar. Ein Wächter im Hof koordiniert zum Glück die Anzahl der Besucher. Und so tritt sich dann auch kaum einer im Treppenhaus oder oben beim Rundgang gegenseitig auf die Füsse.

Es war so schön von dort eine Gesamtübersicht über Labin zu bekommen. Wie herrlich grün diese Gegend doch ist. Natur soweit das Auge reicht.

In der neueren Stadt sind wir natürlich auch bummeln gegangen. Und am allermeisten interessieren uns dort gar nicht die vielen neuen Supermärkte mit bekannten Namen, nein, es gibt auch immer noch diese urtypischen kleinen „Tante Emma“ Läden von anno dazumal zu finden. Klar, sind die heute auch mit den neuen bekannten importierten Waren bestückt. Aber immer wieder begegnen uns in solchen Geschäften auch regionale Artikel die es sonst nicht überall gibt. Und diese Einrichtungen sind teilweise noch so richtig heimelig. Genau wie diese hier. Hinten an der Wand, besser gesagt in der Wand befinden sich noch immer die Kühlfächer. Ob die noch benutzt werden? Ich denke schon. War ja nicht immer alles unbrauchbar – früher.

Lasst es Euch gut gehen.