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Das ist eins dieser Teile, die man nur einmal im Leben macht. Die nämlich, bei denen, nach Verkündung des Beginns eines länger andauernden Strickprojektes, die Verwandtschaft ab sofort regelmäßig nachfragt: „Na, wie weit bist du?“ oder „Na, wieviel musst du noch machen?“


Also ihr merkt, es handelt sich um ein größeres Projekt. Und diesmal war es ein Hochzeitsgeschenk.


Es wird richtig schwierig das passende Geschenk zu finden, wenn man genau weiß, die zu Beschenkenden haben schon alles. Da wird sich aber dennoch was finden lassen, oder? Und wovon kann man nie genug haben? Richtig! Kuscheldecken für’s Sofa.
Und bei einem 6 Personen Haushalt dachten wir uns, und hofften es, wird sich doch immer einer finden der unter eine Decke schlüpfen will. Also, wenn es kalt ist, klar.

Nun ist es auch noch besonders vorteilhaft, ist der Termin für die Feierlichkeit lange im voraus bekannt. Denn auch nur dann bleibt genug Zeit für so ein Großprojekt.

Also wurde gleich mal ein Probeviereck – auch Maschenprobe genannt – gestrickt. Dann wurde gezählt, gerechnet, diskutiert und geplant. Nach Einigung wurde sofort reichlich Wolle geordert und im November ging es dann los mit stricken.

*rudi möchte schon wissen ob das was für ihn zum spielen ist

Diese Mammutprojekte haben es ja wirklich in sich. Erst glaubt man immens Zeit dafür zu haben und einige Monate später ergreift einen dann urplötzlich die Panik mit dem sicheren Gefühl: das schaffe ich nie!
Dann rechnet man nur noch in Rippenanzahl, notwendigen Zeiten und endgültige Dauer. Zwischendurch wird auch mal kurz der Verbrauch überschlagen, ok, passt, kommt hin – weiter im Text. Schwitz.

Noch dazu kommt, dass ich auch ungefähr einen Monat mit anderen Dingen – na ja, ich sag mal, doch schon verplempert habe. Aber die Mütze und der Schal waren zur weiteren Motivation emotional wirklich unheimlich wichtig! Hintenraus fehlt die Zeit natürlich schon. Ist mir auch klar. Aber dann legt man halt mal einen Zahn zu und wird notfalls zur Strickmaschine. Einen Knäuel am Tag zu verstricken war dann schon drin. Das ist dann fast wie auf der Überholspur. Test der maximalen Strickgeschwindigkeit.

Nach 9 Monaten und 265 Rippenstrick mit 116600 Maschen später freut man sich einfach nur noch wie Bolle über das fertige Ergebnis. Haach – zum liebhaben.

Denn, wie auch immer, es wurde tatsächlich noch Termingerecht fertig. Und das freute mich wirklich mit am meisten.

Und jetzt kann es auch mal wieder brüllend heiß werden, denn ich habe nunmehr kein riesiges Wolltier auf mir liegen, das mich ungefragt immerfort wärmt. Das soll es ab sofort mal schön woanders tun!
Ich habe schon kleine als Ersatz, die mit den langen Ohren – nicht wahr Hummel?

Ich wünsche viel Freude und Vergnügen und wärmende Stunden den neuen Besitzern.

wolle: 40 knäuel nepal “drops” fb.0500, Rundstricknadel 6 (100cm)
mp 16m 28r , für eine deckengröße von ca. 1,40 m X 1,80 m 220 maschen anschlagen
gestrickt in kraus rechts mit aufgestricktem anschlag und elastischem abketten

 

Lasst es Euch gut gehen.

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