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Heute geht es schon wieder. Das Sitzen. In den letzten Wochen war es mir fast unmöglich dies länger als 5 Minuten schmerzfrei zu praktizieren. Mein Rücken hat mich derart außer Gefecht gesetzt. Selbst ob und wieviel ich essen möchte war ein Thema. Die Rückenschmerzen waren meist größer als mein Hunger. Und nun kommt der Rücken erst ganz langsam mit Hilfe meines guten Therapeuten wieder in alte Bahnen. Muskelschwund und Muskelverhärtung. Alte Leier – neuer Schmerz. Ein Graus.
Längeres Sitzen ist noch immer eine Qual. Ich vermeide es wo ich nur kann. Aber Häkeln im stehen? Auch nich‘ so dolle … Und apropos stricken und häkeln … absolut kontraproduktiv. Zu einseitige Belastung. Und gerade jetzt beginne ich eine größere Sache…


Wir gehen alles durch. Wie stehe ich in der Küche beim schneiden? Gerade oder gebückt? Wie halte ich den Staubsauger?
„Alles mehr mit links machen!“ – so mein Therapeut. Sagt sich so einfach. Aber mach das mal!
„Gut, dann anfangen gleichmäßig fest auf beiden Beinen zu stehen. Kein’s einknicken! Bei jedwedem Stehen nach Möglichkeit immer abwechselnd auf einem Bein, und damit die Muskeln beidseitig stärken und den Gleichgewichtssinn trainieren. Und zwischendurch immer wieder dehnen. Besonders die rechte Seite. Dehnen, dehnen, dehnen!“  -Ich bin eine absolut schiefe Person, was soll ich machen.

Progressive Muskelrelaxation empfahl er mir, sowie Yoga. Vor Jahren hatte ich mal mit Pilates angefangen, aber nicht durchgehalten. Immer ist dann etwas anderes wichtiger. Ja ja, Ausrede – ich weiß. Aber ich muss unbedingt mehr tun. Obwohl mich seine zwei aneinander geklebten Tennisbälle schon prima unterstützen. Die sind für mich immer wieder Retter in der Rückennot gewesen. Ab an die Wand und die Bälle neben der Wirbelsäule fest hoch und runter rollen. Herrlich ist das.

Ich fange an nach diesem PMR Fach-Dingens im Netz zu suchen, was das denn überhaupt ist. Er hat es mir extra notiert und ich soll mal danach gucken. Und ich finde zu allem gute Videos. Für die Starter wie auch für die Profis. Tolle Sache.
Alles was mit Entspannung zu tun hat gefällt mir am besten. Loslassen ist das große Zauberwort. Ich habe dahingehend in den letzten Jahren schon gelernt gut auf mich zu achten. Denn jetzt erst merke ich es wenn ich verkrampfe. Das war früher nicht so und brachte dann über die Zeit die Schmerzen. Jetzt kann ich ‚loslassen‘ und kann mich bewusst lockern und entspannen. Leider immer noch zu wenig oder noch zu falsch. Dazu soll mir das PMR helfen.

Ich finde auch ein Training für ein besseres Gleichgewicht in einer Yoga Übung. Da findet sich das ‚auf einem Bein stehen‘ wieder. Prima, denke ich. Passend für mich. Und eine Übung lässt mich da neugierig werden. Der Yoga Baum. Diese Übung verspricht bessere Konzentration und ein besseres Gleichgewicht. Aber hallo – immer her damit!


Die Übung ist auch gar nicht so schwer. Doch sobald ich die Augen schließe falle ich um. Das genau soll doch aber das Gleichgewicht ausgleichen. Nix da – ich falle um. Also, einen Schritt zurück und die Arme unten lassen. Ich falle um. Ok, dann noch einen Schritt zurück und jetzt den Fuß nur unten an den anderen Fuß anlehnen. Augen zu und – ich falle um. Ok Ok. Dann eben noch einen Schritt zurück und einfach ein Bein über dem Boden anheben. Ich falle um! Wie soll das je gehen? Üben üben üben.!?
Ich stehe ganz am Anfang – und der Baum am Ende.
Ohhmmm und Namaste‘.

 

Lasst es Euch gut gehen.