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Es ist schwer. Es ist wirklich schwer.
Früher hatten wir nichts, na ja sagen wir mal: nicht viel, und heute müssen wir mühsam lernen nichts mehr haben zu wollen. Und das bei einer Überfülle an Produkten ständig vor der Nase. Und teilweise auch so schönen.
Aber ich habe es satt. Immer mehr stelle ich fest, dass wir zu viel besitzen. Und nun merke ich auch immer öfter, dass dieser Besitz auch uns besitzt. Er lastet und verpflichtet. Er fordert Raum und Zeit.

Nun habe ich viel zu diesem Thema ‚minimalismus leben‘ gefunden und bereits gelesen. Das soll ein ganzes Lebenskonzept sein. Na ja, mal schauen.
Grundsätzlich hat mich aber schon gleich eine gewisse Euphorie erfasst, was das Ausmisten betrifft. ‘Weniger ist mehr’ – kann ich auf alle Fälle so unterschreiben. Wie aber umsetzen?
Viele der Tipps die ich las klingen sinnvoll. Vielleicht nicht immer eins zu eins für mich persönlich umsetzbar, aber ein Leitfaden sind sie allemal.
Da heisst es zum einen: sich jeden Tag von einem Stück trennen.
Das mag schon ein Anhaltspunkt sein um konsequent zu bleiben. Für mich ist das eher nicht machbar und auch kein Anreiz durchzuhalten. Mir gefällt die Idee, sich jede Woche oder jeden Monat ein Regal oder einen Schrank vorzunehmen, weitaus besser. Das finde ich praktikabler und stressfreier. Denn es ist auch so: wenn mich eine Sache schnell nervt und damit überfordert, dann halte ich sie auch nicht lange durch.

Also ist jetzt damit der Plan geschmiedet sich von zu viel angeschafftem zu entledigen. Wir trennen uns ab sofort von so vielen Dingen wie möglich. Wir werden die Schränke, jede Kiste und alle Schubladen gründlich durchsehen und uns hinterfragen ob das wirklich für unser weiteres Leben notwendig ist.

Angefangen haben wir sogleich mit unserer CD Sammlung von über 100 Stück. Nur noch selten hat als Einziger mein Meister zu einer jener Scheiben gegriffen. Nun sind sie weg. Physisch zumindest. Und das schafft Platz.
Nach nicht mal 5 Minuten Einstellzeit freute sich der neue Besitzer über seinen Erwerb. Und ich mich über den ersten freien Raum in einer Schublade. Und vor allem auch darüber, dass es ins Laufen kommt und der Entschluss keine leere Phrase bleibt, sondern schnell Formen annimmt. Sichtbare und sofort auch fühlbare.

Und soeben finde ich tatsächlich auch noch beim Begriff “minimalismus” einen Beitrag dazu von Meike Winnemuth, in dem sie schreibt:
”Schubladen aufräumen ist ein Anfang.”
So!

Dieser Anfang wäre also schon mal gemacht. Ich freue mich über ein hoffentlich neues Lebensgefühl.

Lasst es Euch gut gehen.

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