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Dieses Jahr entschieden wir uns nach langer Zeit wieder einmal dazu, unsere Heimfahrt entspannter zu gestalten und mit einem Zwischenaufenthalt in Österreich zu teilen und zu verschönern. Was sich im Nachhinein auch als sehr richtig erwies, da das eher schlechtere Wetter unsere Durchschnittsgeschwindigkeit erheblich senkte.

Kurzfristig also suchten wir nach einer Unterkunft und wurden zuerst von Graz enttäuscht. Alles voll und nix mehr zu bekommen. Also: nix bezahlbares zumindest.
Das sollte uns nicht weiter ärgern weil es unser zweiter Aufenthalt in Graz gewesen wäre. In Wien war ich schon öfter und mein Meister ist dort nach wie vor regelmäßig, also war dies auch nicht das unbedingte Muss. Aber sonst immer wieder gern.

In Linz aber waren wir beide noch nicht und wir fanden gleich eine sehr schöne Unterkunft. Diese lag etwas außerhalb auf dem Land und damit sehr ruhig gelegen, aber Linz war dennoch schnell von dort zu erreichen. Das passte sehr gut.Die Unterkunft war sehr angenehm, die Mitarbeiter überfreundlich und wir aßen am Abend ausnehmend gut „wie bei Muttern“.

Gegen Nachmittag in Linz angekommen, suchten wir sogleich ein Cafe auf. Darf es da verwundern, dass wir nicht nach einem Braunem, sondern gleich nach Kaffee gefragt wurden? Jahrelanges mühsames Fremdsprachentraining – einfach mal umsonst.
Aber egal. Immer her damit. Und für den Meister bittschön dazu noch eine frische gefüllte Buchtel. (- die mama hat sie früher ja auch immer so lecker gemacht. stammte sie doch aus der böhmisch-tschechischen ecke -)

Danach folgte ein ausgedehnter Bummel durch die Fußgängerzone. Und wir schafften es zeitlich sogar noch einen Stopp bei Merkur einzulegen, von deren neuen glutenfreien Angeboten ich schon wusste. Mein Meister bestückt mich damit gut wenn er aus Wien zurück kommt.
Und was entdecke ich dabei außerdem noch? Marillenherzen! Meine geliebten Marillenherzen – Fruchtgummi vom Feinsten. Linz ist so gut zu mir.

Und dabei ging mir doch gleich durch den Kopf: warum habe ich eigentlich nicht nachgeschaut ob es vielleicht auch noch glutenfreie Konditoreien in Linz gibt? Schwerer Fehler! Mach ich doch sonst immer.
Abends im Hotel holte ich dies nach und was soll ich sagen? Es gibt! Und es gibt reichlich. In der Konditorei Jindrak wird man fündig. Auf dieser Seite habe ich es entdeckt. Und damit war ganz klar für den nächsten Tag bereits der neue Plan gefasst, auch dort noch einmal vorbei zu huschen.

Am nächsten Morgen rieben wir uns aber erst mal die Augen. Wir wurden von Lichtblitzen geweckt. Hää? Was war denn das?
Die Sonne schien ins Zimmer, aber immer wieder huschten Schatten vorbei. Und das immer öfter. Da ist man schnell wach und sieht nach. Diese kleinen gefiederten Freunde brachten die Erklärung. Da befand sich vor unserem Fenster der Sammelplatz zum morgendlichen Plausch.

Ach, kann man schöner geweckt werden?

In der Konditorei Jindrak angekommen, half auch die Frühstücks Stärkung nicht all zu viel, angesichts der Auswahl an Torten und Teilchen. Jeder glutenfreie Kuchen ist gut gekennzeichnet und es gab viele. Jede, wie im Netz beschriebene Sorte, war vorrätig. Die Mitarbeiter gaben sehr gern Auskunft und schauten auch noch mal schnell in die Zutatenliste um ganz sicher zu gehen alles glutenfreie aufgezählt zu haben.
Auf der hauseigenen Seite ist eine Kennzeichnung über das glutenfreie Sortiment leider nicht ersichtlich.

Die Linzer Versuchungen sind wirklich ausreichend gegeben. Und nun auch noch in Wolle.

Des Meisters Geschäftstelefonate auf der Strasse ignorierend, entfleuchte ich ihm kurz in die angrenzende kleine Ladenstrasse, und komme prompt an einem Wollladen vorbei. Und aus diesem lächeln mir schon an der Tür einige so gut aussehende Wollstränge entgegen. Sie rufen mich geradezu hinein. Jesses!
Also kann ich gar nicht anders, und finde doch tatsächlich diese sagenhaft gut aussehende Malabrigo Wolle.
Immer schon mal im Netz gesehen und damit geliebäugelt, aber noch nie in der Hand gehalten. Und dann hat mich gleich der erste Griff überzeugt.
Allein vom Foto her hätte ich mich nie für diese Farbe „chircas“ entschieden. Ihr könnt selbst nachsehen. Die Farbe sieht auf den Fotos völlig anders aus, als wie ich sie gekauft habe. Dies ist ein herrliches sattes Jägergrün.
Und seitdem stricke ich nun das erste Mal Malabrigo. Es soll ein dicker Schal werden. Und die Wolle ist wirklich die wahre Freude, so weich und schön wie sie ist. Ich war sogleich schockverliebt.
Linz ist wirklich so gut zu mir.

Lasst es Euch gut gehen.

 

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