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Heute gründe ich eine neue Rubrik in meinem Blog.

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Eine liebgewordene Freundin darf wieder ins Freie.
Sie war ein Zufallskauf vor 2 Jahren in einer schnapp- und weg- Gärtnerei. Das heißt: in den Buddelmonaten gibt es nahe unserer Innenstadt ein Outlet eines Gartenbaubetriebes. Von der Strasse aus konnte man bereits deren üppiges Angebot sehen, aber immer wieder fuhren wir nur dran vorbei und im Gleichklang kam immer öfter der Satz: “da müssen wir mal hin…”

Und dann war es schließlich soweit. ‘Nur so zum gucken und eventuell was kleines an Kräutern, oder so ….’ lautete das Motto, in Anbetracht unserer Balkongröße.
Das ’nur mal gucken‘ zog sich hin, aber bald kamen wir an IHR vorbei und sie grinste uns breit an. Ein übervolles Grinsen aus der Hängeampel, knall orange leuchtend. Liebe auf den ersten Blick. Bei uns beiden. Aber ob dieses Monstrum bei uns hinpasst?
MUSS!

Ein richtiges Schnäppchen war sie außerdem. Den Gärtnerinnen war dieses Grinsen wohl zu viel, anders konnten wir uns den Sonderpreis nicht erklären. Und da war das Gefäß schon mit einkalkuliert.
Die Schiefblattbegonie “Bonfire” war unser.

Nun hatten wir die vorigen Jahre auch nicht unbedingt viel Glück mit Petunien an der Stelle, an der auch sie hängen sollte. Aber nun ja, ein Versuch ist es immer wert.

Und der Versuch glückte!
Bereits den ersten Sommer zeigte sie sich so dankbar, dass wir Tag für Tag staunend vor ihr standen und uns fragten wo sie denn noch hin will. Sie wurde groß und größer und bekam einen mächtigen Umfang. Im Herbst hatte sie dann die Plasteampel gesprengt. Sie war einfach geplatzt.

Meister Internet wurde zum Überwintern befragt und wir bekamen von ihm die Aussage: ‘problemlos in der erde lassen. kühl und trocken bis zum frühjahr im keller lagern.’

So wurde es gemacht. Und wir waren wirklich begeistert als sich schon im Februar die ersten zarten blassrosa Knospen zeigten.
Der gesprengte Topf, der nun wie eine geknackte Nuss aussah, verbarg unter einer dünnen Erdschicht nur noch eine große dicke schwere Knolle. Daran hing eine schon große Tochterknolle, die wir abnabelten und dann beide in getrennte Töpfe verpflanzten.

Und wieder zeigte sie ihr ganzes Können … pardon … zeigten sie ihr ganzes Können.
Bereits die Tochter wurde so groß wie ihre Mutter im Vorjahr. Und die Mutterpflanze nahm nun, wieder am alten Platz hängend, allen Raum ein, den sie nur kriegen konnte. Als riesige orange farbige Leuchtkugel beglückte sie uns über die Sommermonate.

Jetzt überlebte sie eine weitere Überwinterung im Keller. Wie gehabt, ganz einfach austrocknen lassen, ohne auszutopfen.

Und nun starten wir in die nächste Saison. Das herrliche Sonnenwetter trieb uns heute auf den Balkon. Über den Winter vernachlässigte Umtopfkandidaten kamen an die Reihe, andere, ja tatsächlich bereits blühende Töpfe holten wir aus dem Keller. Den ein oder anderen müssen wir sicher des nächtens noch mal reinholen, aber die Klematis zum Beispiel drohte mit fetten Knospen, dass jetzt endlich Sonne gefragt ist.

Und nun hängt auch wieder unsere “bonfire” an der Wand und ab sofort wird es hier eine wöchentliche Dokumentation ihres Fortschritts geben.
Ich habe mir vorgenommen jeden Freitag zur gleichen Zeit ein Foto zu machen. Ich bin selbst gespannt darauf ob ich das durchhalte. Auch ein Selbsttest, sozusagen.

Heute zeige ich Euch nun das erste Foto nach der Überwinterung und dem neuen Eintopfen. Wenn ihr das Foto vergrößert, könnt ihr die vielen kleinen rosa Knospen sehen.

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Was wünscht man einer Pflanze da? Ein ‘gut wachs’ oder so?
Ich pflege derweil meinen grünen Daumen.

Machts gut und macht Euch einen tollen ersten Superwarmersonnenwettersonntag. Ich werde das auch tun.

Lasst es Euch gut gehen.

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