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… haben ja eine traurige Entstehungsgeschichte.
In grauer Urzeit wurden tatsächlich diese süßen Vögelchen verbacken. Später verhinderte ein Verbot dieser Speise das Aussterben der kleinen Singvögel.
Ein Bäcker wollte diesen „Verlust“ ausgleichen und erfand dieses wirklich leckere, äußerst süße Gebäck.

leipziger lerche

Ein sehr gern gesehenes Mitbringsel und Geschenk zu allen feierlichen Anlässen.
Auch mein Meister kann daran nicht immer vorbei gehen [trotz meiner androhung er müsste sie im keller essen].
Und wieder mal sitze ich neben dem schmatzenden Genießer und male mir mit verkniffenem Gesicht schon aus welche Darmwindungen ich überstehen müsste, wenn ich mir jetzt einen Bissen klaue.
Nee, mach ich nicht. Da hilft nur wieder: selber machen.

Und wenn ich eins gut kann, dann ist das ein leidendes Gesicht und schwupps krieg ich sofort Meisterliche Knethilfe in der Küche. Erst beim Mürbeteig, später auch beim Marzipan.

Ärgern muss ich mich allerdings über die vielen Rezepte, die Aprikosenmarmelade enthalten. Dies hat nichts!, aber auch rein gar nichts, mit original Leipziger Lerchen zu tun. So!
Nur die rote Marmelade symbolisiert das Herz der Lerche. Und schmecken tut sie natürlich auch nur damit richtig echt.

original leipziger lerche vom bäcker

original leipziger lerche vom bäcker

Die Marzipanmasse kann auch selbst hergestellt werden aus 100 g gemahlenen Mandeln, 100 g Puderzucker und ein Spritzer Bittermandelaroma. 

Rezept:

Zuerst einen Mürbeteig herstellen. Den habe ich hier schon einmal gemacht. Diesen dann möglichst einen Tag ruhen lassen.
Dann dünn ausrollen und mit der passenden Glas- oder Tassengröße runde Teigteilchen ausstechen. So groß, dass sie in Muffinförmchen passen. Etwas Teig für die Streifen übriglassen.

Weiter gehts mit dem besten, nämlich der Füllung:
[für 9 Stück]

200 g Marzipan
40 g Butter
25 g Mehl (glutenfrei)
1 Eigelb
1 EL Rum
1 TL Zimt
Himbeermarmelade

Alles nach und nach zusammen vermengen. Das braucht jetzt etwas Geduld und ausdauernde Knetrührvermengarme mit gutem Küchenspatel. Glaubt mir aber: es lohnt sich.

Zuerst die Himbeermarmelade auf den Teig geben. Etwas mehr als 1 TL pro Lerche. Dann die gut homogen gerührte Masse mit einem Esslöffel in die Förmchen klecksen. Braucht nicht glatt gestrichen zu werden.
Nun aus dem restlichen Teig schmale Streifen schneiden und kreuzweise über die Füllung legen.
Bei 170 Grad ca. 40 Min. backen bis sie braun sind. Da müsst ihr unbedingt immer wieder ein Auge drauf werfen.

lerchen1

Der Testlauf war sehr überzeugend. Auch wenn sie nach dem Backen noch etwas zusammenfielen. Das ist aber der aller kleinste verschmerzbare kosmetische Makel daran.
Bei glutenfreiem Gebäck wird der Teig ja gern schnell trocken, das verhindert hier schon die Marmelade. Die Marzipanfüllung tut ihr übriges dazu. Deshalb sind diese Teilchen gut einige Tage haltbar. Ohne Qualitätseinbuße – versteht sich. Was will ich mehr?

Viel Freude beim Nachbacken und genießen.

Eine schöne Woche wünsche ich Euch.
Lasst es Euch gut gehen.

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