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jazzclub

Der Mensch lebt ja nicht vom Brot allein. Und auch nicht von Feigenmarmelade.
Daher muss er auch Kultur erleben. Erst Recht nach dem Urlaub, ehe ihn wieder der Alltag fest umklammert und zudrückt.

Mein Meister ist großer Jazz Fan und schnell auf der Suche gewesen nach einem passendem Programm aus den derzeitigen Jazztagen in unserer Stadt.
Was könnte da besser passen als gleich 2 Geburtstage auf einmal.?
Gefeiert haben die 40 Jahre einmal der Jazzclub und einmal das Zentralquartett. Und wenn nun noch beide zusammen feiern, kann es doch nur heiß werden.

zentralquartett

Über die Anschlussband möchte ich hier eigentlich nicht zu viele Worte verlieren. Nur soviel:
Kann man sich vorstellen, dass eine Combo (schon der Name „das blaue pony“!), in einem Jazzclub ausschließlich Stücke spielt, die an einen Trauermarsch erinnern, und nur noch von „unsterbliche opfer“ übertroffen wird? Konnte ich mir vorher auch nicht. Fairness halber soll erwähnt sein, dass sich der Bass und der Schlagzeuger den Wolf spielten. Aber auch das nutzte nix. 50 % der Gruppe fing schwach an und ließ stark nach. Der Raum wurde zusehends leerer, das Stimmengewirr an der Bar nahm zu.
Eine Zugabe, um vielleicht die Letzten als Freunde zu gewinnen, wollten die 4 jungen Herren auch nicht geben. Nach 3 Tagen Plattenaufnahme wären sie sooo durch… sie bitten um Verständnis…   Nee, davon hatte ich keins. Und ich war zudem auch froh dass es keine Zugabe gab! Sonst wäre ich wirklich noch eingeschlafen.

Die 4 Altherren vom Zentralquartett, um zum schönen Teil des Abends zurückzukehren, jazzten dagegen den Saal, in den Liedpausen gab es immer wieder standing ovations. Sie begeisterten Zuhörer von 13 bis weit über 80 Jahren.
Hört mal rein:

Wer also mal in der Stadt ist, Zeit im Gepäck hat und Kultur in Form von Musik vor dem geistigen Auge, ja dem sei der Jazzclub Leipzig empfohlen. Was natürlich auch für andere musikalisch orientierte Einrichtungen gilt.

Dann lasst Euch mal gut durchschütteln.

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