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Nun, dann will ich mal anfangen zu berichten.

Unsere felligen Zwerge in die Pension gebracht, ging es rüber nach Perl im Saarland. Eine sehr schöne Landschaft. Fast zu verwechseln mit dem Erzgebirge. Manchmal wähnte ich mich dort.

Für uns als Großstädter eher befremdlich, dass zum Samstagabend auf den Straßen eine gähnende Leere herrschte. Wo waren die über 2000 Einwohner alle? Es war noch nicht dunkel und nicht sehr kalt. Schnee lag auch keiner und wir wollten nicht glauben das alle in der Stube hockten.

Haben wir also einsam eine Runde um den Marktplatz gedreht und sind weiter in den ‚Stadtpark‘ flaniert.

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Es war ein entspannter erster Eindruck.

Aber wie es so ist. Der erste Eindruck täuscht oftmals.
Wir waren schon wieder auf dem Rückweg zum Hotel, als uns ein kleiner Gewerbepark auffiel. Dort fanden wir dann heraus was die Lieblingsbeschäftigung der Eingeborenen am Samstagabend ist.
Einkaufen. Drogerieartikel und Lebensmittel.
Noch niemals habe ich einen derartigen Ansturm auf einen Drogeriemarkt gesehen. Ich fühlte mich in eine Folge einer schlechten US-Sitcom versetzt, in der sich gelangweilte Scharen von Girlies gegenseitig die Lippen beschmierten und bereits in einer gemischten Parfumwolke standen, die einen Bullen getötet hätte.
Und es schien so, als ob alle Hotelbesitzer in der Region nach Jahren endlich ihren Bestand an Klorollen, Kosmetiktüchern, Ohrenstäbchen, destilliertem Wasser und Servietten auffüllten. Fast alle beluden ihren Einkaufswagen [ auch 2 ] voller, als bei uns Familien im Supermarkt.
Spätestens dann, als wir auch noch in den benachbarten Lebensmittelmarkt reinschauten, waren wir uns nun sicher, mit einem Mal alle Einwohner des Ortes gesehen zu haben. Hätten wir das auch hinter uns. Und schnell wieder raus…

Ab ins Hotel, ausgepackt und eine Tür weiter nett Essen gegangen. Und wenn man etwas über das Hotel sagen kann: die Küche ist großartig. Eine liebe nette ausgewanderte Kroatin ist die gute Seele des Hauses. Sie nimmt die Gäste in Empfang, zeigt ihnen die Räumlichkeiten und kocht als ob es einen Stern zu verteidigen gäbe.
Wir wurden nach Allem abgefragt. Die Belegschaft wollte nichts dem Zufall überlassen, was unsere Wünsche und Erwartungen betraf. Selbst wie wir unser Frühstücksei essen war Thema. Gebraten? Gerührt? Gekocht? Weich? Mittel? Hart? Ich fand es rührend. Und wir waren nach dem Abendmahl genudelt.
Ein paar Buchseiten mussten aber noch mitgenommen werden..

Ach ja, und grün war es dort auch schon.

Habt einen guten Wochenstart, meine Lieben. Ich warte auf mehr Sonne..

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