Schlagwörter

, ,

Heute ist die Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche, sprich der Frühlingsanfang.
Ich mag’s ja gar nicht recht glauben. Es sieht in meiner Gegend nach allem anderen aus, nicht aber nach Frühling. Und da zusätzlich in der Nachbarschaft noch Balkonbrüstungen adventsgemäß beleuchtet sind, bin ich jeden Tag auf’s neue verwirrt, ob ich denn nun schon den Weihnachtswunschzettel schreibe oder jeden Tag ein Türchen am Kalender öffne, bis der Hase mit der Rute kommt.

Einen Blick in den Kalender und einen nach draußen lässt mich eher annehmen, den Frühling, den lassen wir dieses Jahr mal aus, lohnt sich nicht mehr. Wir machen jetzt weiter mit Winter bis die letzte Schneeschaufel splittert und dann gehen wir gleich zum Sommer über. Alle Frühblüher einmal aussetzen, bitte. Nächste Runde einfach wieder mit einsteigen.. neues Jahr, neuer Versuch. Dann bitte gleich alle Rosen und Sonnenblumen und der Lavendel nach vorn uuund.. los!

Aber: Nein! Ich traue meinen Augen kaum. Beim genaueren Hinsehen sind sie zu finden. Die Blumen. Die echten Wilden. Im Freien. Sie wollen und sie kommen und sie kämpfen. So zart und so vereinzelt und ich glaube auch so verzweifelt.
Ich möchte bei diesem Anblick jeder einzelnen Blüte eine Rotlichtlampe hinstellen und die geballte Faust zeigen: Kämpft! Kämpft! Für ein frühlingshaftes Leben. Freiheit für die Sonne!
Die Hoffnung (auf Frühling) stirbt nie.

Und ein Hinweis für alle Schnellmerker: ja, es ist doch wieder Schnee auf meinen Fotos zu sehen. Das Schmelzen/Schippen hätte zu lange gedauert. Einfach mal ignorieren. Ich tue das ja auch.

Ich wünsche Euch Allen Frühling vor der Haustür.

Advertisements