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Woche um Woche schlich ich um meinen Karton mit der gespendeten Wolle. Eine Wolle, die eigentlich gar keine war, hatte es mir schon angetan. „Tempra Linea Pura“ von Lana Grossa. Sie war ganz kuschelig weich und flauschig.

Natürlich, ich hätte es mir leicht machen können und weiterhin Schaf und Ziege verstricken. Nein, es sollte doch die Herausforderung sein aus den kleinen fusseligen grauen Knäueln etwas zu machen. „NATUR PUR“ klang doch nicht schlecht. MUSS gut sein. Der größere Anteil Mais (!), der Rest Bio Baumwolle. Toll.

Ich fing mit der Mütze an. Ich war mit dem stricken des Bündchens fertig. Ich war mit einem weiteren Teil Mütze fertig. Ich wurde immer unzufriedener. Ich war mit den Nerven fertig.

Die Mütze wollte einfach nichts werden. Das ganze Garn sträubte sich eine Mütze zu werden. Es war wabbelig und schwabbelig und bekam keine Form, aus der vielleicht ersichtlich war: ich soll eine Mütze sein.

Es ist wahrscheinlich ein Garn ausschließlich zum Lace stricken, für ein Tuch o.ä. Ich weiß es nicht. Wenn es jemand kennt und schon Erfahrungen damit hat kann er es mir ja mal sagen. Man lernt mit seinen Aufgaben…

Nun hatte ich alles wieder aufgetroddelt, aufgerollt und wieder in die Kiste gepackt. Aber DAS ließ mir keine Ruhe.

Was könnten Babys aus dieser Fluse gebrauchen?

VOILA:

Ich wußte gar nicht wieviel Arbeit so eine Granny Square Decke macht. Bis man selber damit anfängt und auch feststellt, daß man bei einem solchen dunklen und „haarigen“ Garn kaum eine Masche sehen kann.

Die helle Wolle hatte ich zum Glück aus Restbeständen noch da. Diese war für die Stabilität sowas von Nöten..

Die Decke ist nun 70 X 55 cm groß. Wie ich finde ein gutes ausreichendes Maß für Babys. Und ich gebe zu, ich habe 3 Kreuze gemacht als sie fertig war. Jetzt gehe ich wieder zum entspannten Schnellstricken der Mützen über.

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